Wohnmobil selber bauen

Mit dem Allrad, Quad und der Ente ;) über Land und durch die Wüste

Moderator: Moderatoren

christian aus Freiburg
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Re: Wohnmobil selber bauen

Beitrag von christian aus Freiburg »

Hallo!

Mein Tipp: Baue oder kaufe Dir eine Wohnkabine.
Habe mir anfang des Jahres eine zugelegt und selbst ausgebaut. Mit Alkoven.
Du kannst Sie jederzeit absetzen, wenn Du zum Beispiel mal zeitweilig auf dem Campingplatz oder bei Freunden wohnst, Sie ist viel winterfester(da besser Isoliert) als ein T4. Wir haben darin schon bei minus 10 Grad wintercamping gemacht, ohne das es Kondenswasserprobs gab. Billig im Unterhalt, da Lkw mit wechseldem Rüstzustand( LKW/Wohnmobil). Du kannst Dir erstmal einen alten Pickup kaufen und später das Fahrzeug wechseln. Es gibt gute gebrauchte Kabinen zu kaufen.

War mit unserer Kabine gerade in Griechenland und die Offroadqualität hat mich überzeugt. (Mit Nissan Navara, Kabine ohne hinteren Überhang)

Fast hätte ichs vergessen, kabinen gehen auch für den T4 Transporter.
Detailinfos gibt es zum Beispiel in diesem Forum:
http://www.womobox.de/phpBB2/index.php

Christian
sandnase
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Re: Wohnmobil selber bauen

Beitrag von sandnase »

die idee mit der wohnkabine hatte ich auch schon vor längerem, aber zwischenzeitlich wieder verworfen.
das mit der besseren winterfestigkeit ist jedoch n verdammt gutes argument!
werd mich demnächst in diese richtung erkundigen
den t4 würd ich halt zu nem super freundschaftspreis bekommen, deshalb is die idee jedoch noch nicht ganz verworfen..
kalleb
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Re: Wohnmobil selber bauen

Beitrag von kalleb »

Hi, also wenn Du länger in dem Teil wohnen möchtest solltest Du einen Hochdachbus nehmen, es ist nicht gerade lustig bei Sch ..... Wetter immer in gebeugter Haltung durch den Bus zu kriechen, eine Klappdachversion ist meiner Meinung nach wegen der Feuchtigkeit innen bei längerem Regen auch nicht zu empfehlen. Ob der T4 die richtige Wahl ist musst Du selber entscheiden, ich fahre seit 23 Jahren einen LT und habe auch eine Zeit lang darin gewohnt, aber im Spätherbst war das trotz Standheizung nicht mehr romantisch :-) ...dabei ist der LT fast doppelt so Groß wie der T4.
Dusche im Fahrzeug brauchst Du nicht, ( Gibt genug Schwimmbäder )eine Toilette ist angenehm wenn man Nachts nicht durch die Gegend rennen will, ...falls man mal muss ;-) , Komplett Selbstausbauen ist meist teuerer als einen Camper zu kaufen und auf seine Bedürfnisse umzubauen, ganz abgesehen von der gesparten Arbeitszeit, ich weis von was ich Rede, hab bereits 4 Stück selber gebaut :-)
Gruß Kalle
Marc
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Re: Wohnmobil selber bauen

Beitrag von Marc »

Hallo Sandnase,

wollte hier auch noch ein paar Denkanstöße loswerden. Zunächst einmal kann ich deinen Wunsch nach größtmöglicher Freiheit und Flexibilität sehr gut nachvollziehen.

Vor zehn 10 Jahren habe ich es so ähnlich gemacht: ein T3-Postbus mit festem Hochdach kostengünstig aber wohnlich selbst ausgebaut. War auch billig im Unterhalt wegen damaliger LKW-Steuer und geringem Verbrauch.
Bin aber schnell auf ein größeres Fahrzeug umgestiegen, als ich vor ca. 8 Jahren darin wohnen wollte - hauptsächlich zunächst einmal wegen fehlender Dusche. Es wurde dann ein 7,5 Tonner, MB 813, voll isoliert, mit dicker Standheizung, Dusche, Warmwasserboiler und Stromaggregat - wieder selbst ausgebaut, aber die Technik war etwas teurer. Darin habe ich dann drei Jahre gewohnt. Das war auch im Winter nie ungemütlich. Es gab aber auch genug Platz: einen Schreibtisch, der zwecks Studium auch immer belagert sein durfte und nicht für jeden Teller Spagetti leer geräumt werden musste. Auch Bett und Sitzgelegenheit war getrennt. Dusche und WC wie gesagt: immer ein Schwimmbad aufzusuchen war mir für den Alltag zu zeitaufwendig. War ja kein Urlaub, man hat ja zu tun...
Mittlerweile habe ich wieder einen T3 (diesmal einen Syncro) und bin froh damit.

Alle Fahrzeuge waren ok für das, was ich in der jeweiligen Zeit damit vor hatte. Der erste T3 war einfach billig, beim Kauf und bei den ersten Europa-Touren. Der 7,5t war nicht so billig, sparte mir aber eben Miete, weil ich darin wohnen konnte. In Marokko war er dann nicht geländegängig genug und sowieso zum reisen zu teuer (nicht nur wegen dem Diesel, vor allem wegen Reparaturen, die ich nicht mehr selbst bewerkstelligen konnte). Der jetzige T3 eignet sich wieder zum reisen, bedingt auch abseits von Strassen - hab ja jetzt ne Wohnung...

Alles zusammen gleichzeitig ist sehr schwierig. Nur auf Komfort verzichten zu wollen, reicht u.U. nicht. Ich würde wenigstens die 3,5t-Grenze bei meiner Fahrzeugwahl ausschöpfen oder aber, wenn du den T4 soo günstig bekommst, in Erwägung ziehen, einen großen Wohnwagen (für ca. 1500-2000Euro) dranzuhängen und im T4 nur ne Matraze für die Wochenendtrips. Du sparst im Endeffekt Geld, weil ja Material und Geräte auch Geld kosten auch gebrauchte (v.a. Kühlschrank und Standheizung). Ich weiß, mutet nicht so globetrotter-mäßig an... Aber das ist ja auch eine Art von Flexibilität / Freiheit zu sagen: ok, das ist jetzt für 3 Jahre Studium, hier und da ne Klettertour und danach verkaufe ich den Wohnwagen wieder und sehe weiter.
Oder aber du findest auf dem Campus einen überaus kulanten Hausmeister. In unserer Kunsthochschule vor Ort werden die meist spanischen Austauschstudenten mit Bus schon mit der Kabeltrommel in der Hand in Empfang genommen...(eher selten in Deutschland der Fall).

Es war im übrigen schon so, dass das Ordnungsamt mir auf den Fersen war. Musste später ständig (fast täglich) meinen Standort wechseln.
Übrigens, alles zusammengerechnet (also Bus, Reifen, Teile, Reparaturen, TÜV, Gas zum Kochen, Diesel für Standheizung, Benzin für Aggregat etc) hat mich das Wohnen im Bus im Monat ca. 125 Euro gekostet - im Schnitt über drei Jahre (nach Wiederverkauf)...

Naja, das waren meine 50Cent...

Viele Grüße, Marc
sandnase
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Re: Wohnmobil selber bauen

Beitrag von sandnase »

danke für die vielen tipps!
ich hab mir jetzt erstmal literatur zu dem thema besorgt und lote aus was denn so möglich ist.
Ich denk ich werde versuchen pickup/wohnkabine und evtl. wohnwagen für meine zwecke möglichst gut zu kombinieren.
einen stellplatz hab ich scho, kumpels von mir stehen seit jahren mit ihrem lkw auf einem dafür gepachteten und erschlossenen grundstück.

dummerweise darf ich (noch) nur bis 3,5 tonnen fahren, ansonsten hätt ich ja ganz andere möglichkeiten.

sorry für die verspätete antwort, war ne woche in den dolomiten muss ja nicht immer wüste sein...
leider mit a4 und nicht t4 ;-)
ChristophG
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Re: Wohnmobil selber bauen

Beitrag von ChristophG »

Hier siehst Du den Ausbau meines MB 407,

der etwas grösser als ein T4 ist, bei ähnlichen Unterhaltskosten, jedoch auf den lästigen Zahnriemen verzichtet,
keinerlei Elektronik hat und deshalb sehr leicht selbst zu reparieren/warten ist.
Komplett winterfest, unzählige afrikanische Pistenkilometer absolut pannenfrei bewältigt - nur Stossdämpfer wie üblich fritiert.
Im Sand fuhr ich mit den lächerlichen 72 PS dort durch, wo begleitender Sprinter mit 150 PS hängen blieb.
Mit Leichtausbau aus Pappel, verzichtet auf Schnick-schnack, deshalb Zulassung für 4 Pers. unter 3,5 to. bei einem Fahrwerk für 4,6 to. = hohe Reserven.
Verbrauchsdurchschnitt mit beladenem Dachständer = 11,8 ltr. Diesel

Die Pfeile unten rechts anklicken = fast Vollbild:
http://gallery.me.com/ophorus#100128

In dieser Baureihe gibt`s noch den 508er, 608er, 613er mit stärkeren Motoren aber deutlich höheren Gewichten (geht nicht unter 3,5 to.).
Beispielhafter Vergleichspreis für komplette Kupplung:
407 = € 90,- (habe ich bezahlt), Reparaturzeit 2,5 Std.
508 = € 320,-, Reparaturzeit kaum unter einem ganzen Tag zu schaffen.

Obiges mal als Anreiz, da ich nicht weiss, ob der T4 schon vor Deiner Türe steht.

Beste Grüsse
Christoph
sandnase
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Re: Wohnmobil selber bauen

Beitrag von sandnase »

wunderschöner ausbau christoph!
sowas hätt ich gerne.
nein, noch hab ich mir kein fahrzeug angeschafft, bin immernoch am abwägen der pros und kontras verschiedener ideen.
und je mehr ich abwäge destso unsicherer bin ich was ich will/brauche :lol:
sandnase
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Statusbericht wohnen im Wohnmobil

Beitrag von sandnase »

Hiho,

Nach längerem Suchen hab ich ein gebrauchtes Wohnmobil gefunden. Ein MB 100D Tischer-Freizeitmobil BJ 1990. Sehr gepflegt und sogar mit Fahrradständer. Einziger Makel: Es hatte ein Rendez-Vous mit einer Unterführung...

Ich habe das Dach geflickt, war weniger schlimm als es anfangs aussah, jetzt ist es dicht. Ausserdem noch die Dachlucken und einige Fenster mit dicken Styroporplatten Isoliert. Innendrinnen war alles noch im Originalzustand.
Der Vorbesitzer meinte dazu das diese Fahrzeuge anfangs als "Contagan-Mobile" bekannt waren, wegen ihrer sterilen Atmosphäre.
Recht hatte er. Grauer Teppichboden, graue Schränke und grau-grüne Vorhänge Marke gebrauchtes OP-Tuch.
Das Schlug nach einiger Zeit ganz schön aufs Gemüt. Plötzlich hatte ich es eiliger daran was zu ändern als zu dem damals noch leckenden Dach... Meine Mutter erklärte sich bereit Vorhänge zu nähen uns aus einem Teppichrest schnitzte ich einen neuen Tepichboden. Schaut scho gleich viel besser aus.
Der Bordstrom wurde mit 2 Gelbatterien und einem dazu passenden Ladeteil aufgerüstet.

So wohne ich jetzt schon 3 Monate und ich glaube es ist Zeit für eine Bilanz:

1. Platzprobleme: Gibt es nicht. Einige der Schränke sind sogar noch fast leer. Der Platz reicht für alles was ich brauche und noch für ne menge Plunder. Dazu muss ich allerdings sagen das ich einiges bei Mami und Papi unterstellen darf :-)

2. Wasser/Strom/Gas/Kosten: Hätte nie gedacht wie lange 100l Wasser, 2 11kg Flaschen Gas und mein Bordstrom reicht. Je nachdem wieviel Stress ich in der Uni hab stehe ich auf dem Campingplatz um mehr Ruhe zu haben oder frei auf Parkplätzen. Gab bisher noch nirgends Probleme. Allerdings mach ichs meist so das ich abends auf einen schönen abgelegenen Waldparkplatz fahre und dann morgens in die Stadt. Ich stehe also nicht ständig irgendwo.
Ne sehr günstige Art zu Wohnen.
Wenn das weiterhin gut geht hat sich das Gefährt in ein paar Jahren sogar richtig gelohnt.

3. Konfort: Das Bett ist gut. An der Sitzecke bin ich Anfangs fast verzweifelt weil ich am niedrigen Tisch nicht lernen konnte. Rückenschmerzen. Mit ein paar Vierkanthölzern war das Problem allerdings schnell behoben

Das Wohnmobil erschliesst mir einen Luxus an den ich vorher garnicht gedacht habe: Wenn es irgendwo ein Konzert, eine Fest oder sonstwie einen Grund zu feiern gibt fahr ich einfach hin. Kann kommen und gehen wann ich will und auch was trinken. Brauche keine Fahrer und muss nicht die letzte Bahn erwischen. Ich bleib einfach da. :lol:
Und wenns wärmer wird kann ich hier auf dem Zeltplatz jeden Tag grillen. Das ist quasi mein Garten!
Der Nachteil: Wenn ich mal Besuch habe wirds schnell eng. Und ich muss alles immer sofort aufräumen. Sobald man irgendwas liegen lässt schauts unordentlich aus. Aber ist denn das ein Nachteil?

Allerdings hab ich nach wie vor nicht vor mit diesem Koloss in den Urlaub zu fahren. Zu langsam, zu teuer und zu gross.
Und wenn man hier drinnen sitzt merkt man eh nicht wo man grad ist. Wer macht ausserdem schon gerne zuhause Urlaub? :lach:

War eine schwierige Geburt, habe an Kombinationen aus Transportern, Wohnwägen usw. gedacht... aber jetzt passts ganz gut.
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