Regisseur: Shaheen Dill-Riaz
Bangladesch / Deutschland 2008 - 86 min.
Kinostart: 04.06.2009
Eine sogenannte Madrasa, eine Koranschule in Bangladesh, deren Bildungssystem von der religiösen Erziehung bestimmt wird: Inmitten der weit verbreiteten Armut lernen die Schüler schon in der frühen Kindheit zwölf Stunden täglich über zwei Jahre hinweg die mehr als 6.000 Verse des Koran auf Arabisch auswendig. Eine Sprache, die sie nicht verstehen und die ihnen teilweise im wahrsten Sinne des Wortes eingeprügelt wird. Ihre Kindheit opfern sie dem Ziel, "Hafiz" zu werden, d. h. sich durch die Beherrschung aller Koranverse nach zwei Jahren einen Beruf und gleichzeitig einen Platz im Paradies zu sichern.
Korankinder verbindet auf bemerkenswerte Weise Einblicke in die Madrasas mit dem privaten Blick von Shaheen Dill-Riaz auf seine eigene religiöse Erziehung und auf die Entwicklung des Islam in seiner Heimat Bangladesh. Er urteilt nicht, sondern stellt Fragen – an sich selbst, an seine Angehörigen, die allesamt zur privilegierten und nicht sonderlich religiösen Mittel- bis Oberschicht im Lande gehören. Und er gibt keine Antworten ... mehr
Eine Kritik der FAZ vom 04.06.2009

Gruß
Birgitt

