Spielfilmdebüt von Kevin Macdonald
Kinostart: 15.03.2007
Öl und Terrorismus – es ist kein Wunder, dass die arabische Welt momentan an Platz 1 der Lieblingsschauplätze von Politthrillern steht. Aber auch Afrika, dessen nicht hoch genug einzuschätzendes Konfliktpotential zwar nicht unmittelbar in unserem medialen Sichtfeld liegt, das aber dennoch einen unerschöpflichen Reichtum an politischen und sozialen Abgründen zu bieten hat, hat sich trotz der übermächtigen Konkurrenz in den vergangenen Jahren als Hintergrund ebenso spannender wie kritischer Thriller bewährt. Vor allem Fernando Meirelles mit "Der ewige Gärtner" und Terry George mit "Hotel Ruanda" haben dafür gesorgt, dass die Probleme des Schwarzen Kontinents nicht komplett aus dem Themenrepertoire des Populärkinos verschwinden. Nun hat sich auch der ehemalige Dokumentarregisseur Kevin Macdonald für sein Spielfilmdebüt „The Last King Of Scotland“ (dt.: „Der letzte König von Schottland“) ein dunkles Kapitel der jüngeren Geschichte Afrikas, nämlich das Terrorregime von Ugandas Diktator Idi Amin in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, zum Anlass für einen politischen Psychothriller genommen, der zwar ohne Not auf die altbekannte „Weißer Held“-Sichtweise zurückgreift und mit einem Auge stets etwas bemüht in Richtung Oscars starrt, aber Dank subtiler Spannung und hypnotischer Bilder dennoch unter die Haut geht.
Info und Kritik zum Film
Gruß
Birgitt



