Ein Artikel der Frankfurter Rundschau, der vielleicht auch für uns Touristen interessant sein könnte:
„Ohne Essen und Trinken“: Tunesien setzt Hunderte Geflüchtete in der Wüste aus
Hunderte Migranten aus der tunesischen Hafenstadt Sfax sind seit Anfang der Woche in die Wüste vertrieben worden. Vorausgegangen waren starke Spannungen mit den Stadtbewohnern, die seit Tagen andauern und teilweise in gewaltsamen Auseinandersetzungen gemündet sind.
Link: https://www.fr.de/politik/migrationspak ... 88244.html
Gruß
Denis
„Ohne Essen und Trinken“: Tunesien setzt Hunderte Geflüchtete in der Wüste aus
Moderator: Moderatoren
Re: „Ohne Essen und Trinken“: Tunesien setzt Hunderte Geflüchtete in der Wüste aus
Das macht marokko schon seit über 10 jahren so. Eher nervt es die einheimischen weil die natürlich hungrige menschen vor der tür haben. Denke mal frontex komt das sehr gelegen...
MODERATOR-NOTE: Wir verweisen an der Stelle auf den Thread: Tunesien - Was passiert in Sfax?
Re: „Ohne Essen und Trinken“: Tunesien setzt Hunderte Geflüchtete in der Wüste aus
Woher weisst Du das von MArokko???
LG
LG
Re: „Ohne Essen und Trinken“: Tunesien setzt Hunderte Geflüchtete in der Wüste aus
Das ging damals (also vor etlichen Jahren) überall durch die Medien, blieb aber nicht lange drin, denn Marokko ist nicht nur ein wichtiges Reiseland (ebenso wie Tunesien), hat aber zusätzlich eine traditionell wichtige strategische Bindung an den Westen. Ausserdem sind Flüchtlinge/Migranten für die - in dieser Frage konstant zerstrittene EU - ein toxisches Thema. Man schiebt es hin und her, legt es auch gern irgendwo ab.
Wenn die grausame Aktion in Tunesien nun doch nicht gleich unter dem Teppich verschwand, dann gibt es dafür klare Gründe. Und die liegen beim stramm reaktionären Kurs des eisigen Präsidenten, der wesentliche demokratische Rechte ausser Kraft setzte und ansonsten (als studierter Völker-/Verfassungsrechtler !) lebhaft für Todesstrafe und islamisches Recht plädiert. Das ist dann doch etwas zu heftig, selbst für langmütige EU-Politiker!
"Trotz der unmenschlichen Aktion, bleibt er jedoch der unausweichliche Partner der EU, wenn es darum geht, Flüchtlinge von Europas Grenzen fernzuhalten. Er lässt es sich von der EU gut bezahlen, denn die findet selbst nach langen Jahren noch keine Gemeinsamkeit gegenüber Migrations- und Flüchtlingswellen.
So sind die im tunesischen Sand Verdursteten auch Opfer europäischer Hilf-und Ratlosigkeit. Nur wenige Kilometer vom "europäischen" Ferienort Zarzis und der schönen Insel Djerba hat man sich der Elenden entledigt, als seien sie Abfall, den man dorthin schüttet, wo niemand ihn sieht!"

