Die Angelegenheit der französischen Atomtests in der algerischen Sahara hat gerade eine neue Phase erreicht. Anlässlich der Eröffnung der 11. Überprüfungskonferenz des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV), die vom 27. April bis zum 22. Mai 2026 am Sitz der Vereinten Nationen in New York stattfindet, wurde Algerien zum Vizepräsidenten dieses Gremiums gewählt. Eine Wahl, die das diplomatische Gewicht Algiers in der globalen Architektur der Abrüstung bestätigt, aber auch als Plattform dient, um von Paris Rechenschaft über das radioaktive Erbe zu fordern, das in der algerischen Wüste hinterlassen wurde. Während der Generaldebatte hinterließ Botschafter Amar Bendjama, Ständiger Vertreter Algeriens bei der UNO, mit einer kompromisslosen Rede einen bleibenden Eindruck.
Er sprach von einem „schmerzhaften Kapitel“ der weltweiten Nukleargeschichte und konfrontierte Frankreich direkt mit den humanitären und ökologischen Folgen der 17 Atomtests. Zwischen 1960 und 1966 führte Frankreich 17 Atomtests an den Standorten Reggane (atmosphärische Tests) und In Ekker (unterirdische Tests) durch. Der erste davon, der atmosphärische Test „Gerboise Bleue“ am 13. Februar 1960 in Reggane mit einer Sprengkraft von 70 Kilotonnen (das ist mehr als das Dreifache der Hiroshima-Bombe), markierte den Beginn einer ökologischen und humanitären Tragödie. Botschafter Amar Bendjama erinnerte daran, dass „sich der radioaktive Niederschlag dieses ersten Versuchs über einen Umkreis von mehr als 3000 Kilometern ausgebreitet hatte“ ...
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Essais nucléaires français au sud algérien: Amar Bendjama dénonce une «politique à géométrie variable»
03.05.2026 - El Watan
Gruß
Birgitt