Klassisches Lamm à la Treutle
Traditionell wird zum Fest der Auferstehung Christi Lamm mit seiner Jahrtausende alten Opfersymbolik gegessen.
Da das Osterfest am Sonntag nach dem ersten Frühlingsmond begangen wird, wenn es überall beginnt zu grünen, ist das Lamm auch ein Symbol für das Erwachen der Natur. Aus der Religionsgeschichte ist das Lamm nicht wegzudenken: In der letzten Nacht vor der Massenflucht aus Ägypten wies Moses auf Geheiß Gottes die Hebräer an, jede Familie solle ein Lamm oder ein Zicklein schlachten. Das Blut sollte auf die Türpfosten des Hauses gestrichen werden. In jener Nacht ging der nach Rache dürstende Gott durch Ägypten, und nur wo die Lämmer geopfert worden waren, überlebten die Menschen.
Zutaten
- Ein Milchlamm oder ein Milchzicklein, das man allerdings nicht überall bekommt. Deswegen kann man auch auf ein älteres Tier ausweichen.
- Frühlingsgemüse z.B. eine Mischung aus Schalotten, frühen Pilzen und Erstlingskartoffeln
- Kräuter aus dem Kräutergarten
- Butterschmalz oder Olivenöl zum anbraten
- Gewürze
Aus der Keule - ein bis anderthalb Kilo - werden die Knochen entfernt, stattdessen wird das kleingehackte Frühlingsgemüse hineingestopft, die mit der Wurzelbürste ihrer Schale entledigt werden können. Ebenfalls die Kräuter ... nun wird das Fleisch mit einer Kordel in Form gebunden, gewürzt und kurz angebraten "nicht scharf, sondern leicht". Gegart wird das auf kleingeschnittenem Gemüse nach Wahl gebettete gute Stück dann bei nicht mehr als 125 Grad etwa 45 Minuten lang. Die niedrige Temperatur sorgt dabei für ein schonendes Garen. Die Zeit verlängert sich bei größeren Mengen natürlich entsprechend.
Die Keule nach dem Garen noch in Alufolie packen und etwa zehn Minuten ruhen lassen.
Zubereitungszeit anderthalb Stunden - inklusive der Garzeit von 45 Minuten.
Quelle: Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach
Viel Spaß beim nachkochen
und frohe Ostern
Birgitt





