Hallo in die Runde
Wir möchten von Usbekistan aus für ein paar Tage eine Runde durch Turkmenistan drehen und sind dazu in Kontakt mit einer dortigen Agentur, die alles für uns organisiert, weil auf eigener Achse nach Turkmenistan zu kommen offensichtlich sehr schwierig bis unmöglich ist.
Dazu müssen wir unser Fahrzeug in Usbekistan parken - wahrscheinlich in Buchara.
Nun die Fragen: Geht das zolltechnisch problemlos oder bekommt der Fahrzeugbesitzer bei Ausreise nach Turkmenistan ohne Fahrzeug Probleme? Falls ja, bekommt man die Genehmigung, ohne Fahrzeug auszureisen überhaupt? Wenn wieder ja, muss das Fahrzeug beim Zoll abgestellt werden oder geht es auch woanders? Ist das Ganze mit zusätzlichen Kosten verbunden?
Konnte dazu leider nichts Aktuelles finden bisher.
Danke für jeden Hinweis.
Ulla
Auto abstellen in Usbekistan
Moderator: Moderatoren
Re: Auto abstellen in Usbekistan
Hallo Ulla,
ich kann Dir die Frage leider nicht konkret für Usbekistan beantworten. Unser Erahrung nach sind die Autopapiere in Zentralasien nicht an die Personeneinreise/Ausreise gekoppelt. Wir haben Visaruns zu Fuss zwischen Tadjikistan und Usbekistan gemacht (Auto blieb dabei in Tadjikistan). Schau doch mal ob jemand Visaruns zu Fuss von Usbekistan gemacht hat (z.B.) im Caravanistan Forum.
Viele Grüsse
Alex
ich kann Dir die Frage leider nicht konkret für Usbekistan beantworten. Unser Erahrung nach sind die Autopapiere in Zentralasien nicht an die Personeneinreise/Ausreise gekoppelt. Wir haben Visaruns zu Fuss zwischen Tadjikistan und Usbekistan gemacht (Auto blieb dabei in Tadjikistan). Schau doch mal ob jemand Visaruns zu Fuss von Usbekistan gemacht hat (z.B.) im Caravanistan Forum.
Viele Grüsse
Alex
Re: Auto abstellen in Usbekistan
Meines Erachtens galt das usbekische TIP für 3 Monate.
Mit der richtigen Agentur war zumindest vor 2 Jahren aber auch die Einreise nach Turkmenistan mit dem Auto nicht so dramatisch.
Viele Grüße
Robert
Mit der richtigen Agentur war zumindest vor 2 Jahren aber auch die Einreise nach Turkmenistan mit dem Auto nicht so dramatisch.
Viele Grüße
Robert
Re: Auto abstellen in Usbekistan
Vielen Dank für Eure Tipps, Alex und Robert.
Nun haben wir das Ganze durchgezogen und hier sind unsere Erfahrungen:
In Usbekistan ist die Ausreise ohne Auto leider nicht so einfach wie in manch anderen zentrralasiatischen Ländern, wie wir feststellen mussten.
Das Prozedere ist wie folgt: Man fährt beim Zoll (Buxjona) vor, erklärt, was man möchte, und bekommt dann ein Papier, das besagt, dass man das Auto dort eingestellt hat mit Datum, Unterschriften und Stempeln. Das Fahrzeug muss dann auf dem Zollgelände stehen bleiben. Man kann es aber nutzen, bis man abreist. (Die LKW-Fahrer, die dort stehen, tun das ebenfalls.)
An der Grenze reist man ganz normal aus. Wenn Sie fragen, legt man das Papier vor. Evtl. muss der Bedienstete noch telefonisch nachfragen, ob das alles in Ordnung geht.
Nach der Rückkehr geht man wieder in das entsprechende Büro beim Zoll und erhält eine neues Papier, dass dann die Ausfahrt aus dem Zoll genehmigt. Man begleicht die Kosten und kann fahren. Das Papier hebt man am besten auf, bis man dann mit dem Fahrzeug aus Usbekistan ausreist.
Zu den Kosten: In Buchara wollten Sie 160.000 Som für die Prozedur und dazu pro Tag 30.000 Som fürs Fahrzeugabstellen ( Kurs derzeit ca. 13500 Som für 1€). Laut Caravanistan-Forum haben Motorradfahrer Ihre Bikes mal 18 Monate untergestellt. Ich glaube ich zu erinnern, dass es bis zu drei Jahren möglich ist. Der Betrag pro Tag hängt wohl von der Fahrzeuggröße ab.
Vielleicht nützt das ja auch anderen Reisenden.
Noch zu Turkmenistan: Ja, man kann wohl mit dem eigenen Fahrzeug dort reisen. Aber man braucht auf jeden Fall einen Guide, der die ganze Zeit dabei ist. Das kostet. Man muss vorab auch die Route genau angeben und, wie ich las, wohl in Hotels übernachten. Und dazu kommt eine Gebühr pro Kilometer, den man fahren will, weil der Sprit so hoch subventioniert ist. Da haben wir uns trotz der hohen Preise, die sie für eine organiserte Tour nehmen, dazu entschlossen. Da kriegst Du dann zwar alles im Schnelldurchgang und komprimiert und mit langen Fahrtzeiten pro Tag. Aber Du siehst das Wichtigste vom Land und ruinierst Dir nicht da eigenen Fahrzeug auf manchmal doch sehr schlechten Straßen.
Natürlich kann man auch eine organisierte Tour in aller Gemütlichkeit buchen. Ist alles eine Frage des Preises...
Viele Grüße
Ulla
Nun haben wir das Ganze durchgezogen und hier sind unsere Erfahrungen:
In Usbekistan ist die Ausreise ohne Auto leider nicht so einfach wie in manch anderen zentrralasiatischen Ländern, wie wir feststellen mussten.
Das Prozedere ist wie folgt: Man fährt beim Zoll (Buxjona) vor, erklärt, was man möchte, und bekommt dann ein Papier, das besagt, dass man das Auto dort eingestellt hat mit Datum, Unterschriften und Stempeln. Das Fahrzeug muss dann auf dem Zollgelände stehen bleiben. Man kann es aber nutzen, bis man abreist. (Die LKW-Fahrer, die dort stehen, tun das ebenfalls.)
An der Grenze reist man ganz normal aus. Wenn Sie fragen, legt man das Papier vor. Evtl. muss der Bedienstete noch telefonisch nachfragen, ob das alles in Ordnung geht.
Nach der Rückkehr geht man wieder in das entsprechende Büro beim Zoll und erhält eine neues Papier, dass dann die Ausfahrt aus dem Zoll genehmigt. Man begleicht die Kosten und kann fahren. Das Papier hebt man am besten auf, bis man dann mit dem Fahrzeug aus Usbekistan ausreist.
Zu den Kosten: In Buchara wollten Sie 160.000 Som für die Prozedur und dazu pro Tag 30.000 Som fürs Fahrzeugabstellen ( Kurs derzeit ca. 13500 Som für 1€). Laut Caravanistan-Forum haben Motorradfahrer Ihre Bikes mal 18 Monate untergestellt. Ich glaube ich zu erinnern, dass es bis zu drei Jahren möglich ist. Der Betrag pro Tag hängt wohl von der Fahrzeuggröße ab.
Vielleicht nützt das ja auch anderen Reisenden.
Noch zu Turkmenistan: Ja, man kann wohl mit dem eigenen Fahrzeug dort reisen. Aber man braucht auf jeden Fall einen Guide, der die ganze Zeit dabei ist. Das kostet. Man muss vorab auch die Route genau angeben und, wie ich las, wohl in Hotels übernachten. Und dazu kommt eine Gebühr pro Kilometer, den man fahren will, weil der Sprit so hoch subventioniert ist. Da haben wir uns trotz der hohen Preise, die sie für eine organiserte Tour nehmen, dazu entschlossen. Da kriegst Du dann zwar alles im Schnelldurchgang und komprimiert und mit langen Fahrtzeiten pro Tag. Aber Du siehst das Wichtigste vom Land und ruinierst Dir nicht da eigenen Fahrzeug auf manchmal doch sehr schlechten Straßen.
Natürlich kann man auch eine organisierte Tour in aller Gemütlichkeit buchen. Ist alles eine Frage des Preises...
Viele Grüße
Ulla
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Wuestenblick
- Beiträge: 4
- Registriert: Do 10. Sep 2026, 15:17
Re: Auto abstellen in Usbekistan
Das ist wirklich eine hilfreiche Rückmeldung, vor allem weil solche praktischen Infos schwer aktuell zu finden sind. Interessant, dass das Fahrzeug tatsächlich auf dem Zollgelände bleiben muss. Die Kosten finde ich für ein paar Tage noch überschaubar, bei längerer Standzeit läppert sich das aber natürlich. Gut zu wissen, dass das Verfahren offenbar trotzdem recht unkompliziert funktioniert.
Re: Auto abstellen in Usbekistan
Ja, Wüstenblick, unkompliziert, wenn man Russisch kann oder - wie wir - jemanden findet, der Englisch kann.
Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass die 90-Tagefrist, die ein fremdes Fahrzeug im Land bleiben darf, während der Zeit im Zoll wohl ausgesetzt wird. Nachprüfen können wir das nicht, da wir insgesamt keine zwei Monate im Land sind.
Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass die 90-Tagefrist, die ein fremdes Fahrzeug im Land bleiben darf, während der Zeit im Zoll wohl ausgesetzt wird. Nachprüfen können wir das nicht, da wir insgesamt keine zwei Monate im Land sind.




