Ich greife den alten Thread von 2016 auf.
Garda World meldet aktuell wieder Störungen im Grenzbereich. Die Unruhen an den
Grenzübergängen Chaman-Spin Boldak und
Torkham zwischen Afghanistan und Pakistan werden voraussichtlich bis Mitte Februar 2024 andauern.
Tausende von Aktivisten führen seit Oktober 2023 in der Nähe des
Grenzübergangs Chaman-Spin Boldak und in mehreren umliegenden Regionen verschiedene Demonstrationen durch, darunter Sitzstreiks und Straßenblockaden. Die Teilnehmer prangern die Entscheidung der pakistanischen Regierung an, den grenzüberschreitenden Reiseverkehr auf Personen mit gültigem Reisepass und Visum zu beschränken. Seit dem 15. Januar 2024 protestieren Tausende von Demonstranten mit einem unbefristeten Sitzstreik
entlang einer Hauptverkehrsstraße zwischen Chaman und Quetta. In der pakistanischen Provinz Belutschistan kam es zu Demonstrationen in der Nähe der Büros der stellvertretenden Kommissare und an anderen Orten, wie dem Bacha Khan Chowk in Quetta.
Der
Grenzübergang Torkham in der afghanischen Provinz Nangarhar
ist seit dem 13. Januar 2024 geschlossen, nachdem pakistanische Beamte von Fahrern, die aus Afghanistan einreisen, die Vorlage eines gültigen Reisepasses und eines Visums verlangt hatten. Der Kontrollpunkt grenzt an die Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Norden Pakistans. Daraufhin hat Afghanistan eine ähnliche Anforderung für Fahrer eingeführt, die aus Pakistan einreisen. Berichten zufolge sitzen rund 2.000 Lkw auf beiden Seiten der Grenze fest.
Die Proteste und die Grenzschließungen haben zu Unterbrechungen des bilateralen Reiseverkehrs und des Landtransports geführt. Die Organisatoren der Proteste drohen damit, weiterhin Sitzdemonstrationen zu veranstalten, bis die pakistanischen Behörden ihrer Forderung nach Rücknahme der Entscheidung nachkommen. Ähnliche Protestaktionen könnten auch in Chaman und Torkham stattfinden und sich möglicherweise auf andere Gebiete ausweiten. Potenzielle Versammlungsorte sind Polizeistationen, Regierungsgebäude, öffentliche Plätze, Presseclubs und Hauptverkehrsstraßen. Gut besuchte Versammlungen könnten Tausende von Teilnehmern anziehen.
Es wird mit ziemlicher Sicherheit eine verstärkte Sicherheitspräsenz durch die Behörden in der Nähe der betroffenen Grenzübergänge aufrechterhalten. Je nach Entwicklung der Proteste könnten verstärkte Sicherheitsbeschränkungen verhängt werden, einschließlich vorübergehender Grenzschließungen und/oder Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Bevölkerung. Vereinzelte Sicherheitsvorfälle, einschließlich kleinerer Bombenanschläge, sind nicht auszuschließen. Zusammenstöße zwischen Polizei und Aktivisten sind möglich.
Quelle:
Garda World
Gruß
Birgitt