Hallo,
heute gibt es zum Themas Zoo und Arterhaltung wieder eine "tolle Erfolgsmeldung". Im Zoo Schönbrunn in Wien wurde erstmals eine afrikanische Elefantendame künstlich mit gefrorenem Sperma befruchtet und das sei ein wichtiger Beitrag zum Arterhalt. In der Financial Times und unzähligen anderen Medien zu lesen und meines Erachtens Kategorie Volksverdummung.
Richtig ist, dass der afrikanische Elefant auf der roten Liste der bedrohten Arten (IUCN) offiziell immer noch den Status "gefährdet" hat. Nur ist die Einstufung etwas fragwürdig. Es gibt für Tierarten mehrere Möglichkeiten, die Einstufung "gefährdet" zu erlangen. Hier wurde der Parameter angewendet, dass sich die Population innerhalb von 3 Generationen >= 50% reduziert hat. Eine Elefantengeneration umfasst 25 Jahre und die letzte Einstufung erfolgte 2006. Man brauchte also Vergleichszahlen von 1931. Die gibt es nicht. Verwertbare Zahlen gibt es von 1927 - also angesichts von 75 Jahren Zeitspanne recht unerhebliche 4 Jahre zurückliegend. Würde man diese Zahlen verwenden, dann wäre die Einstufung "gefährdet" für Elefanten nicht mehr gerechtfertigt. Das schreibt selbst die IUCN. Man unterstellt nun, dass es zwischen 1927 und 1931 ein signifikantes Wachstum bei der Elefantenpopulation gab. Auf der Basis kommt man dann gerade so auf die 50% Bestandsreduktion in 3 Generationen und kann noch den "gefährdet"-Status erteilen. Das dürfte natürlich eine politische Entscheidung sein, denn der Elefant ist als größtes Landsäugetier besonders symbolträchtig.
Und so darf der Zoo Schönbrunn auf die laut Roter Liste bedrohten Elefanten verweisen und sich dann rühmen, das sie einen wichtigen Beitrag zum Arterhalt leisten - trotz 700.000 frei lebender Elefanten und auch laut IUCN weiter wachsender Population. Und das ist einfach Unsinn. Afrikanische Elefanten sind teilweise regional gefährdet, aber nicht als Art insgesamt.
Wieder nicht falsch verstehen: Ich mag die Dickhäuter sehr und man sollte auch Elefanten schützen. Aber es ist nicht hilfreich, wenn Elefanten in der öffentlichen Wahrnehmung genauso oder mehr gefährdet sind, als Löwen, Tiger, Geparden,Wildhunde, einige Hyänenarten und viele andere Tierarten. Von denen haben wir jeweils nur noch noch wenige tausend Tiere und die bräuchten objektiv mehr Aufmerksamkeit. Für Zoos ist sowas natürlich ein willkommenes Feigenblatt, um afrikanische Elefanten zu halten und die eigene Wichtigkeit zu betonen.
Beste Grüße
Guido
Löwenknochen nach Asien?
Moderator: Moderatoren
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Guido3
Re: Löwenknochen nach Asien?
Avaaz hatte eine spendenfinanzierte Kampagne gestartet, um für einen Bann des Exports von Löwen-Knochen zu werben. Die haben dazu große Werbeflächen am Flughafen Johannesburg gemietet. Nun wurde ihnen diese "Werbung" von staatlicher Seite verboten.
https://secure.avaaz.org/act/media.php?press_id=362
Beste Grüße
Guido
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Beste Grüße
Guido
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Birgitt
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Köln - Unfall heute im Zoo
Ganz aktuell zum Thema Tiere im Zoo:
Tigerausbruch im Kölner Zoo: Raubkatze tötet Pflegerin
25.08.2012 - WDR
Der Unfall ist heute Mittag passiert, das Tier zwischenzeitlich erschossen.
Die für heute groß angekündigte Sommernacht im Zoo ist abgesagt worden.
Ich persönlich habe ein gestörtes Verhältnis zu Zoos, ich mag Tiere nur in freier Wildbahn. Egal welche.
Gruß
Birgitt
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Birgitt




