Trophäenjagd

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PeterC
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von PeterC »

Guido3 hat geschrieben:"So lang Ihr keine Alternativen habt, sind wir noch ein paar Jahre gut genug, um ordentlich Geld ran zu schaffen und dann sollen wir uns trollen. Das ist nicht fair."
Tja, aber Marktwirtschaft.
Produkte und Dienstleistungen, die nicht mehr nachgefragt oder durch bessere ersetzt werden, verschwinden vom Markt. Da die meisten Jäger in die Kategorie der Besserverdienenden, von der Marktwirtschaft profitierenden Gruppe, gehören, sollte ihnen diese Denkweise vertraut sein.
Ist zwar blöd wenn die Regel einen selber trifft statt immer die anderen, soll aber vorkommen.

Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

.... läuft die Diskussion jetzt in die Richtung, dass eine Trophäenjagd zu akzeptieren ist, wenn man behauptet, das Tier hatte ja eine Chance ??

Also der brutale Dorfschläger, der die Backenzähne der Dorfjugend als Trophäen sammelt, ist legitimiert, weil seine Gegner zurückschlagen konnten und somit eine Chance hatten ?

Wenn es in die Richtung "Kräftemessen" geht, dann sollten sich beide Seiten einig darüber sein.

@ Jörg : Wenn die drei traurigen Gestalten nicht zum Erfolg kamen - wer sagt denn, dass sie nicht getroffen haben und das Tier langsam und elend verendet ist ?
Und Begleitschutz mit Waffe hatten die drei auch - siehe an, und kann es sein, dass sie in einem gut getarnten Ansitz (Hide) gelauert haben ? Respekt vor solchen Helden, aber ich stimme dir im Punkt "Trefferquote" zu - die Anzahl der getöteten Tiere wäre geringer - das wäre schon mal etwas ....

Ich könnte mich eventuell mit der Trophäenjagd anfreunden, wenn die statistische Überlebenchance 50:50 wäre. :mrgreen:


@ Kuno: die Probleme mit der Tastatur liegen nicht am Muskelzucken, sondern am Kopfschütteln. :shake:

Guss
Lothar
Kuno
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Kuno »

Lothar; vielleicht hast du einfach ein wenig eine falsche Vorstellung, wie Jagd auf Tiere ablaeuft. Vielleicht hast du dir schon mal einen Dokumentarfilm zu Gemuete gefuehrt, der den Ablauf einer Jagd in der Afrikanischen Savanne zeigt - ich erinnere mich an einen, der zeigte, wie die Buschmaenner in Namibia jagen. Auch da hat man der Giraffe in einem geeigneten Versteck aufgelauert, sie dann mit einem vergifteten Pfeil verletzt und musste ihr eine ganze Woche hinterher laufen, bis sie endlich sterbend zusammengebrochen ist. Der Giraffe hat das bestimmt auch nicht besonders gefallen. Man kann jetzt sagen, dass die Buschmaenner so gejagt haben, weil es um ihr eigenes Ueberleben ging und dem stimme ich natuerlich zu. Es macht die Jagd deswegen aber nicht schoener (wenn das das richtige Wort dafuer ist). Und - nicht jeder, der aus Hunger jagt ist ein guter Jaeger. Wenn die drei Buschlmaenner die Giraffe besser getroffen haetten, dann haette sie wahrscheinlich nicht so lange leiden muessen...

[Kopfschuetteln verhindert einen klaren Blick auf das Ziel und kann auf Dauer zu nachaltigen Genickschmerzen fuehren]
Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

Kuno,

lieber den klaren Blick verlieren, als den klaren Gedanken ..... und der sagt mir "Buschmänner töten un zu überleben",
Trophäenjäger töten um zu prahlen, weil es ihnen Spass macht oder sie nicht Herr ihrer Instinkte sind, man könnte auch sagen "aus niederigen Beweggründen", um mal eine Justiziable Redewendung zu verwenden.

Genau DAS ist der Punkt, um den es geht, aber das wird dir doch KLAR sein - oder ? Ein "Ja, Aber" gibt es da für mich nicht.

Dass Buschmänner dabei nicht zimperlich sein können, wird jeder verstehen, der sich etwas mit den Buschmännern beschäftigt hat. Was ihre Jagdkunst anbelangt, kann ihnen niemand das Wasser reichen, ein Vergleich mit den "Trophäenjägern" verbietet sich von selbst.
Buschmänner töten jedenfalls keine Tiere, aus "niedrigen Beweggründen".

Es ist ja schön und sicher auch bildend, wenn du solche Filme im deinem Bildungsfernsehen siehts, aber ich schaue mir so etwas gerne "vor Ort" an, was sicher nicht weniger aufschlussreich ist.

Gute Nacht

Lothar
Kuno
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Kuno »

Lothar; hast du vielleicht in deinem Eingangssatz ein "nicht" vergessen? nur so wegen "klar sehen" :wink:

Dass die Buschmaenner zum Ueberleben toeten ist mir klar und ich dachte, dass ich das auch eindeutig zum Ausdruck gebracht habe. Dass es aber auch unter den Buschmaennern mal vorkommen kann, dass ein Schuss ganz schlecht sitzt wirst du wohl kaum negieren koennen. Die Boegen die sie verwenden sind keine Spitzenprodukte und ziehen nicht wirklich gut, eigentlich reichen sie gerade aus um die vergiftete Pfeilpsitze ins Tier zu bringen - ohne Gift wuerde der Pfeil die Giraffe nicht gross stoeren...

Der Film stammt uebrigens nicht aus dem "Bildungsfernsehen", wie du es schreibst, sondern aus einer Vorfuehrung von jemandem, der eine Gruppe Buschleute ueber mehrere Jahre begleitet hat - ich glaube, er ist im ersten Teil aus den 1950er Jahren und dann im Zweiten Teil etwa 20 Jahre spaeter aufgenommen worden. Der Film war sehr eindruecklich. Vielleicht war er auch mal im Fernsehen zu sehen, weiss ich nicht.

Eine kleine Frage noch: Was geschieht eigentlich mit dem Fleisch der bei der Trophaenjagd erlegten Tiere? Der Jaeger wird es wohl kaum abpacken und nach Hause schicken lassen - koennte es sein, dass das Fleisch der lokalen Bevoelkerung zugute kommt? Wenn dem denn so waere, und die Giraffe sowiso sterben muss - dann ist es doch besser durch einen sauberen Blattschuss schnell zu sterben als durch einen vergifteten Pfeil langsam ueber viele Tage hin zu verrecken.

Die Welt ist nicht Schwarz-Weiss :wink:
Wolf Rayet 11
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Wolf Rayet 11 »

Lothar hat geschrieben:Kuno,

lieber den klaren Blick verlieren, als den klaren Gedanken ..... und der sagt mir "Buschmänner töten un zu überleben",
Trophäenjäger töten um zu prahlen, weil es ihnen Spass macht oder sie nicht Herr ihrer Instinkte sind, man könnte auch sagen "aus niederigen Beweggründen", um mal eine Justiziable Redewendung zu verwenden.


Klar und Deutlich !!


Hier noch einen afrikanisches Sprichwort: Nur wenn Löwen ihre eigenen Geschichtsschreiber sind werden Jäger aufhören, Helden zu sein

Ta,
Mario
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Kuno
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Kuno »

Mit Sprichworten ist den Loewen leider auch nicht geholfen - da kannst du so fett und so gross schreiben, wie du willst :wink: Und es geht ja nicht nur um Loewen, wenn ich das richtig sehe...

Wenn ich noch mal die Frage nach der Fleischverwertung stellen duerfte? (Es ist mir natuerlich klar, dass man den Loewen wohl nicht so gerne isst. Es geht mehr um Giraffen, Bueffel usw.).
Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

Also Kuno - das Thema Trophäenjagd wurde nun schon ausgiebig in diversen Threads und Foren durchleuchtet, um nicht zu sagen „durchgekaut“ und ja - die Befürworter der Jagd weisen u.a. immer wieder darauf hin, dass sie im Interesse aller Hungerleidenden Gutes tun und sie mit Fleisch versorgen. Sie kommen extra aus Deutschland und der ganzen Welt nach Afrika, um dort für frisches Wildfleisch zu sorgen - ha, ha, ha !

Der Weisse füttert die Schwarzen, oder wie ?

Wenn jemand sicherstellen kann, dass die Anzahl der getöteten, essbaren, gezüchteten Trophäentiere mit einem tatsächlichen Bedarf korreliert, na dann bitte schön ....

Vielleicht können wir dann ja auch eine Sonderabteilung in den Schlachthäusern hier einrichten, wo Jäger ( auch mit Pfeil und Bogen) unsere heimischen (Nutz)-Tiere erlegen können.
Natürlich muss vorher die Trophäe „Schweinekopf im Wohnzimmer“ noch marketingtechnisch aufbereitet werden.

Du merkst, für meinen Teil sind „der Worte jetzt genug gewechselt“, weil Altes langsam wieder aufgewärmt wird.

Gruss

Lothar
schnorr
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von schnorr »

@lothar:ich weiss ja, dass jagd fast immer eine emotionale seite hat, sowohl bei befürworters al auch bei gegnern, aber könntest du bitte ein bischen sachlicher bleiben? mit pauschalen anti-jäger-parolen und fundiertem halbwissen kommen wir hier nicht weiter.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Kuno
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Kuno »

Lothar hat geschrieben:die Befürworter der Jagd weisen u.a. immer wieder darauf hin, dass sie im Interesse aller Hungerleidenden Gutes tun und sie mit Fleisch versorgen. Sie kommen extra aus Deutschland und der ganzen Welt nach Afrika, um dort für frisches Wildfleisch zu sorgen - ha, ha, ha !
Lothar; es ist etwas aufreibend, sich mit dir zu unterhalten, weil du den Fragen immer wieder ausweichst und einem den Satz verdrehst. Das sollte nicht so sein. Wenn du bitte nochmal nachschauen kannst, was ich gefragt habe...

Es ist auch mir klar, dass die Trophaeenjaeger nicht in erster Linie auf die Jagd gehen, damit die lokale Bevoelkerung genug Fleisch zu essen bekommt :wink:
Bleiben wir der Einfachheit halber beim Beispiel der Giraffe. Wenn jemand nun um's verrecken eine Giraffentrophaee haben muss und jemand anderem der Magen knurrt bzw. es ihn zur Abwechslung mal wieder nach Fleisch geluestet - die Giraffe also gleich doppelt das Ziel eines Jaegers ist. Sagen wir der Abschuss ist gerechtfertigt, da die Buschleute ja auch leben muessen - ist es dann wirklich schlimmer, wenn ein Trophaeenjaeger die Trophaee behaelt und der hungrige Buschmann das Fleisch las wenn nur der Buschmann die Giraffe mit dem Giftpfeil ritzt und sie tagelang leiden muss und die Trophaee dann eh liegen bleibt, weil sie dem Buschmann nichts bedeuted. Im ersteren Fall kaeme auch noch etwas Geld in die Kasse des Parks...

[Und bevor du es schreiben musst: Ich glaube, bei Loewen kommt das mit dem Fleisch essen nicht unbedingt gut an...oder?]
Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

@Kuno :

.... ist es möglicherweise eher der Mangel an Argumenten ?

Du argumentierst nicht mehr gegen Raubtier-Trophäenjagd und rechtfertigst sie auch nicht mehr als Fleischbeschaffer.
Als Rechtfertigung dient jetzt nur noch die von dir beschriebene Variante:

>Lokals - und dann auch noch Buschmänner ! - sollten nicht selbst auf Jagd gehen, sondern es Trophäenjägern überlassen.<

Also doch, "Weisse füttern Schwarze ?", ansonsten - sorry, das ist mir einfach zu einfach gedacht - kein Kommentar.

Ich hatte schon im Beitrag vorher das Thema für ausdiskutiert gehalten.


@schorr

Meinst du mit "emotionale Seite" so etwa : „Gefühlsduselei ?“ - Es geht um die Erlaubnis zum Töten gegen Bezahlung“, nur so am Rande.
Parole ? nein ! http://de.wikipedia.org/wiki/Parole
Provokation ? ja ! http://de.wikipedia.org/wiki/Provokation
Ansonsten sind die Vielzahl deiner stichhaltigen Argumente wirklich überzeugend und weisen dich als Kenner der Materie aus !

-------------

Es war zu erwarten, dass die Abschaffung der Trophäenjagd in Botswana für Aufregung bei den Trophäenjägern, den passiven Befürwortern und den Veranstaltern führt.

Gruss

Lothar
Guido3

Re: Trophäenjagd

Beitrag von Guido3 »

Hallo,

In Botswana werden wir sehen, was passiert. Entweder nimmt der Staat Geld in die Hand, das dann anderswo fehlt oder das Verbot der Trophäenjagd dürfte kurz- und mittelfristig eher nachteilige Auswirkungen haben.

In Namibia kann man die Trophäenjagd meinetwegen auch gern abschaffen - aber bitte mit pragmatischer Herangehensweise. Sie Hals über Kopf zu verbieten, hätte zweifellos in einigen Regionen negative Auswirkungen auf den Wildtierbestand und dessen Akzeptanz bei den Locals. Erst wenn es gelungen ist, bessere Einnahmemöglichkeiten zu etablieren, kann man die Trophäe abschaffen.

Lothar, Du argumentierst von einem moralisch hohen Standpunkt aus. Wenn wir aus moralischen Gründen pauschal die Trophäenjagd in Afrika verbieten wollen, dann dürfen wir uns nicht beschweren, wenn aus Afrika mit dem Finger auf unsere Massentierhaltung gezeigt wird. In Afrika werden pro Jahr ein paar zehntausend Tiere durch Trophäenjäger abgeknallt. Bis zu ihrem meist schnellem Tod führen diese Tiere ein freies Leben in der Natur (Ausnahme Canned Hunting). Dagegen haben Milliarden Nutztiere in der EU von der ersten bis zur letzten Sekunde ihres extrem kurzen Lebens ein komplett beschissenes, qualvolles Leben in der Massentierhaltung. Kann man sich dann moralisch über die Trophäenjäger erheben, wenn man nicht gerade Vegetarier oder besser noch Veganer ist? Sind wir besser, wenn jeder von uns jedes Jahr direkt für das Abschlachten von zig Tieren im Schlachthof verantwortlich ist? Es ist ja mitnichten so, dass wir zwingend Fleisch essen müssten. Wir lassen die Tiere abschlachten, weil es halt so lecker ist. Also auch nur zu unserer Bespaßung. Der Trophäenjäger knallt die Tiere zu seiner Bespaßung ab. Und wir sind dann die Edlen und die Trophäenjäger der Abschaum?

Ansonsten kann man noch den Arterhalt als Argument gegen die Trophäenjagd anführen. Das ist ein außerordentlich gewichtiges Argument, das man auch nicht mit Verweis auf die problematische Massentierhaltung kontern kann. Aber weil viele Tierarten gar nicht bedroht sind, lässt sich damit kein Pauschalverbot für die Trophäenjagd begründen.

Beste Grüße

Guido
schnorr
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von schnorr »

Lothar hat geschrieben: @schorr

Meinst du mit "emotionale Seite" so etwa : „Gefühlsduselei ?“ - Es geht um die Erlaubnis zum Töten gegen Bezahlung“, nur so am Rande.
Parole ? nein ! http://de.wikipedia.org/wiki/Parole
Provokation ? ja ! http://de.wikipedia.org/wiki/Provokation
Ansonsten sind die Vielzahl deiner stichhaltigen Argumente wirklich überzeugend und weisen dich als Kenner der Materie aus !

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Es war zu erwarten, dass die Abschaffung der Trophäenjagd in Botswana für Aufregung bei den Trophäenjägern, den passiven Befürwortern und den Veranstaltern führt.
du versuchst hier, mir (d)eine meinung zu unterstellen. klappt aber nicht :mrgreen:
und ja, ich weiss, dass es hier um töten gegen bezahlung geht, und ich bin kein befürworter und auch kein passiver befürworter der jagd (eine ausnahme mache ich wirklich, wenn es ums überleben geht). und ja, die bogenjagd übt eine gewisse fascination aus auf mich aus, wenn sie auch bisher (nur) zum turnierbogen reicht und wahrscheinlich nie zum jagen aus vergnügen wachsen wird.

aber: wie guido schon erwähnt, hier in de(und anderen ländern) geht es viel schlimmer zu und wir haben viele millionen passiver befürworter der abschlachterei von rindern, schweinen, pferden, hühnern, und und und. natürlich werden hier weniger elefanten und löwen geschlachtet als anderswo.

lothar, bist du hardcore-veganer oder absoluter selbstversorger, der seine tiere mit liebe großzieht?

wenn nicht, dann mache dir bitte mal gedanken um deinen ledergürtel, deine schicken lederschuhe, deine wollsocken und angoraunterwäsche, deine käse und deine eier. für alle diese produkte werden tiere ausgebeutet. und da rede ich noch nicht einmal vom schnitzel auf dem teller. und alles gegen geld (natürlich nur 2,50 für ein schnitzel und keine 5000 euro für eine trophäe) den übergng finde ich fliessend.

und zu allerletzt: flüchten in ironie hat selten geklappt, auch bei dir nicht!
Viele Grüße
Jörg

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Lothar
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Lothar »

@ Guido:

Ja, ich würde die Trophäenjagd gerne so schnell wie möglich abgeschafft sehen, dabei geht es mir in erster Linie um Arten-und Naturschutz, das Unterbinden der Trophäenjagd aus ethischen Gründen ist ein Schritt um diesem Ziel näher zu kommen.

Ich begrüsse die Initiative in Botswana, befürchte aber, dass es schiefgeht, da die Interessengruppen massiv dagegen opponieren werden.

Ich wünsche mir von den Anti-Trophäenjägern Unterstützung jeglicher Art, denn möglicherweise gibt es nur einmal für längere Zeit das „botswanische Zeitfenster“ und den „botswanischen Vorstoss“. (Darum meine Reaktion auf „mittelfristig mit Trophäenjagd arrangieren“).

Die Abschaffung der Trophäenjagd wird vielseitige temporäre und strukturelle Konsequenzen haben, diese abzufedern erfordert personelle, finanzielle und technische Resourcen und viel kreatives Engagement. (eigenes Engagement nicht ausgeschlossen)
Guido hat geschrieben:In Botswana werden wir sehen, was passiert. Entweder nimmt der Staat Geld in die Hand, das dann anderswo fehlt oder das Verbot der Trophäenjagd dürfte kurz- und mittelfristig eher nachteilige Auswirkungen haben.

In Namibia kann man die Trophäenjagd meinetwegen auch gern abschaffen - aber bitte mit pragmatischer Herangehensweise. Sie Hals über Kopf zu verbieten, hätte zweifellos in einigen Regionen negative Auswirkungen auf den Wildtierbestand und dessen Akzeptanz bei den Locals. Erst wenn es gelungen ist, bessere Einnahmemöglichkeiten zu etablieren, kann man die Trophäe abschaffen.

So - und wenn ich das lese, verstehe ich langsam nicht mehr, warum wir „gegeneinander“ diskutieren ??


@ schnorr:
Die Verbindung zwischen Trophäenjagd und Nutztierschlachtung sehe ich nicht.
Das sind Äppel und Birnen und zwei getrennte Baustellen.


Gruss

Lothar
Wolf Rayet 11
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Re: Trophäenjagd

Beitrag von Wolf Rayet 11 »

„Trophy Hunting“ kann in der Tat ein recht erfolgreiches Konzept sein, wenn die Gemeinden unmittelbar davon profitieren. Reiche Leute bezahlen viel Geld dafür, dass sie Elefanten oder auch andere Tiere jagen dürfen. Diese Form der Jagd wird meist gut dokumentiert, beobachtet und basiert auf wissenschaftlichen Errechnungen. Dort, wo es gestattet ist, sind die Populationen in der Regel stabil, und die Abschussquoten liegen mitunter im Promillebereich. Wilderei hingegen ist das komplette Gegenteil - sie ist außer Kontrolle. Es ist unmöglich vorherzusehen, was passiert, wie viele Tiere sterben und was mit dem Elfenbein passiert.

Themen&Projecte
http://www.wwf.de/themen-projekte/bedro ... kontrolle/

Fleish geht u.a auf dem Markt:

Die Männer haben die Wilderer zu den Wasserstellen der Elefanten geführt, vermutlich dafür sogar eine Prämie bekommen. Sie haben das Tier gegessen. Stück für Stück. Zu Hunderten haben sie das Fleisch heruntergeschnitten, Plastikgriffe abgebrochener Messer bedecken die Lichtung. Zweieinhalb Tage brauchten die Einwohner von drei Dörfern, um den Elefanten zu zerlegen. Das Fleisch haben sie geräuchert, sogar auf dem Markt bieten sie es feil. Jedes Haus hat jetzt Vorräte für viele Wochen.

Greenpeace Magasin: Ohne jeden Skrupel
http://www.greenpeace-magazin.de/magazi ... elefanten/



Mario
If you put the federal government in charge with the Sahara Desert, in five years there'd be a shortage of sand
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