@ Guido:
Ja, ich würde die Trophäenjagd gerne so schnell wie möglich abgeschafft sehen, dabei geht es mir in erster Linie um Arten-und Naturschutz, das Unterbinden der Trophäenjagd aus ethischen Gründen ist ein Schritt um diesem Ziel näher zu kommen.
Ich begrüsse die Initiative in Botswana, befürchte aber, dass es schiefgeht, da die Interessengruppen massiv dagegen opponieren werden.
Ich wünsche mir von den Anti-Trophäenjägern Unterstützung jeglicher Art, denn möglicherweise gibt es nur
einmal für längere Zeit das „botswanische Zeitfenster“ und den „botswanischen Vorstoss“. (Darum meine Reaktion auf „mittelfristig mit Trophäenjagd arrangieren“).
Die Abschaffung der Trophäenjagd wird vielseitige temporäre und strukturelle Konsequenzen haben, diese abzufedern erfordert personelle, finanzielle und technische Resourcen und viel kreatives Engagement. (eigenes Engagement nicht ausgeschlossen)
Guido hat geschrieben:In Botswana werden wir sehen, was passiert. Entweder nimmt der Staat Geld in die Hand, das dann anderswo fehlt oder das Verbot der Trophäenjagd dürfte kurz- und mittelfristig eher nachteilige Auswirkungen haben.
In Namibia kann man die Trophäenjagd meinetwegen auch gern abschaffen - aber bitte mit pragmatischer Herangehensweise. Sie Hals über Kopf zu verbieten, hätte zweifellos in einigen Regionen negative Auswirkungen auf den Wildtierbestand und dessen Akzeptanz bei den Locals. Erst wenn es gelungen ist, bessere Einnahmemöglichkeiten zu etablieren, kann man die Trophäe abschaffen.
So - und wenn ich das lese, verstehe ich langsam nicht mehr, warum wir „gegeneinander“ diskutieren ??
@ schnorr:
Die Verbindung zwischen Trophäenjagd und Nutztierschlachtung sehe ich nicht.
Das sind Äppel und Birnen und zwei getrennte Baustellen.
Gruss
Lothar