Dokumentation
Regie: Johannes Meier, Paul Hartmann
Deutschland 2021 - 100 min.
Kinostart: 01.08.2021
Nach dem Arthouse-Doku-Charterfolg ÜBER GRENZEN kommt mit EINFACH ABGEFAHREN das nächste Reiseabenteuer mit Deutschlands mutigster Oma ins Kino: Margot Flügel-Anhalt hält es nach ihrem Motorradtrip um die halbe Welt nicht lange in Deutschland: Mit 65 Jahren, einem 24 Jahre alten Benz und ohne Reisepass macht sie sich auf, um 15 Länder über 18.000 Kilometern bis nach Südostasien zu bereisen.
Die rüstige Rentnerin erlebt in EINFACH ABGEFAHREN nicht nur berührende Begegnungen mit Fremden und atemberaubenden Landschaften, sondern auch bedrohliche Momente in Kriegs- und Krisengebieten. Man stürzt sich ohne Zögern mit in dieses einmalige Abenteuer einer beeindruckenden Frau, die die Freiheit in der Welt sucht und findet ... mehr
Gruß
Birgitt
FILM | Einfach abgefahren
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Ralf Kiefer
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Re: FILM | Einfach abgefahren
War der Film mit der 125er nach Zentralasien aus dem Blickwinkel von Leuten, die das oder so was Ähnliches selbst schon mal gemacht, äußerst verwirrend, und stellte ich mir schon damals die Frage, was die öffentlch-rechtlichen Anstalten mit unseren Zwangsbeiträgen eigentlich alles bezahlen, so gibt's jetzt ein neues "Werk" aus dieser Ecke: sie fuhr mit einem 24Jahre alten Mercedes nach Laos.
Die Sache mit einem angerosteten Mercedes ist aus meinem Blickwinkel völlig ok, aber an Naivität ist die Aktion ansonsten wieder kaum zu übertreffen. Technisch weiß sie vor der Abfahrt immerhin, welches die wahrscheinliche Öffnung am Motor ist, um Motoröl nachzufüllen.
Weitere Reisevorbereitungen nehmen keinen Platz ein, außer der Aussage, daß sie ohne Reisepaß losfährt, weil der noch wg. Visum in irgendeinem Konsulat sei. Der würde dann nach Adana (Türkei) gesendet. Leider wird nicht erklärt, wie man mit einem eigenen Fahrzeug und auf dem Landweg nur mit einem Personalausweis über den Balkan (u.a. Montenegro, Albanien) und dann in die Türkei einreist. So was würde den 17,50-EUR-zahlenden Zuschauer nur verunsichern
Sachen, mit denen sich andere rumschlagen, kommen gar nicht vor: Triptik, Carnet.
Im dritten Teil irgendwo in Indien fällt eine vordere Bremszange vom Benz aus. Wer sich nicht mit der Technik auskennt, läßt sich von den indischen Schraubern erklären, daß das nicht schlimm sei, weil es noch drei weitere gäbe. Würde ich auch so machen. Für eine kurze Strecke bis zu einer Reparaturmöglichkeit, um aus der Wildnis rauszukommen. Manchmal mache ich mir wohl das Leben unnötig schwer, wenn ich die Technik verstehe. Ich erkenne: es geht auch ohne. Durch Myanmar, nach Thailand, durch Laos, ...
Schade übrigens, daß Myanmar im Film viel zu kurz kommt.
Dann kommt Thailand: völlig unüberraschend für einen vorbereiteten Reisenden darf man als Europäer sein mitgebrachtes Fahrzeug in Thailand nicht im Verkehr bewegen. O-Ton: "600km auf dem Abschleppwagen für 1200EUR" bis zur Grenze nach Laos. Kann mir bitte jemand für meine nächste Reise einen Sponsor für derartig blöde Aktionen beschaffen? Ich würde auch den Spätzlefunk nehmen.
Die Bremsen werden bis Laos völlig runtergefahren. Leuten mit Ansätzen von Technikahnung sträuben sich diverse Haare, aber auch die Herren vom eingeflogenen Kamerateam juckt das wenig. Und dann kommt der ADAC als Aussteller vom Carnet doch noch ins Spiel. Der Benz bleibt in Laos. Angeblich gibt's die 5000EUR vom Carnet trotzdem zurück. Unglaublich! Warum nur habe ich mir darum jemals Sorgen gemacht? Oder Notfallpläne ausgedacht, wie man ein Fahrzeug aus einem Carnet-pflichtigen Land bekommen würde, wenn es nicht mehr fahrbereit ist?
Beim SWR in der Mediathek: "Einfach abgefahren" 4 Teile jeweils knapp 30min. Kann man anschauen, muß es aber nicht.
Gruß, Ralf
Die Sache mit einem angerosteten Mercedes ist aus meinem Blickwinkel völlig ok, aber an Naivität ist die Aktion ansonsten wieder kaum zu übertreffen. Technisch weiß sie vor der Abfahrt immerhin, welches die wahrscheinliche Öffnung am Motor ist, um Motoröl nachzufüllen.
Weitere Reisevorbereitungen nehmen keinen Platz ein, außer der Aussage, daß sie ohne Reisepaß losfährt, weil der noch wg. Visum in irgendeinem Konsulat sei. Der würde dann nach Adana (Türkei) gesendet. Leider wird nicht erklärt, wie man mit einem eigenen Fahrzeug und auf dem Landweg nur mit einem Personalausweis über den Balkan (u.a. Montenegro, Albanien) und dann in die Türkei einreist. So was würde den 17,50-EUR-zahlenden Zuschauer nur verunsichern
Im dritten Teil irgendwo in Indien fällt eine vordere Bremszange vom Benz aus. Wer sich nicht mit der Technik auskennt, läßt sich von den indischen Schraubern erklären, daß das nicht schlimm sei, weil es noch drei weitere gäbe. Würde ich auch so machen. Für eine kurze Strecke bis zu einer Reparaturmöglichkeit, um aus der Wildnis rauszukommen. Manchmal mache ich mir wohl das Leben unnötig schwer, wenn ich die Technik verstehe. Ich erkenne: es geht auch ohne. Durch Myanmar, nach Thailand, durch Laos, ...
Schade übrigens, daß Myanmar im Film viel zu kurz kommt.
Dann kommt Thailand: völlig unüberraschend für einen vorbereiteten Reisenden darf man als Europäer sein mitgebrachtes Fahrzeug in Thailand nicht im Verkehr bewegen. O-Ton: "600km auf dem Abschleppwagen für 1200EUR" bis zur Grenze nach Laos. Kann mir bitte jemand für meine nächste Reise einen Sponsor für derartig blöde Aktionen beschaffen? Ich würde auch den Spätzlefunk nehmen.
Die Bremsen werden bis Laos völlig runtergefahren. Leuten mit Ansätzen von Technikahnung sträuben sich diverse Haare, aber auch die Herren vom eingeflogenen Kamerateam juckt das wenig. Und dann kommt der ADAC als Aussteller vom Carnet doch noch ins Spiel. Der Benz bleibt in Laos. Angeblich gibt's die 5000EUR vom Carnet trotzdem zurück. Unglaublich! Warum nur habe ich mir darum jemals Sorgen gemacht? Oder Notfallpläne ausgedacht, wie man ein Fahrzeug aus einem Carnet-pflichtigen Land bekommen würde, wenn es nicht mehr fahrbereit ist?
Beim SWR in der Mediathek: "Einfach abgefahren" 4 Teile jeweils knapp 30min. Kann man anschauen, muß es aber nicht.
Gruß, Ralf
Re: FILM | Einfach abgefahren
entbehrlich...
Der Mut des Wassertropfens besteht darin, dass er es wagt, in die Wüste zu fallen




