FILM | Ink of Yam

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Birgitt
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FILM | Ink of Yam

Beitrag von Birgitt »

Dokumentarfilm

Regie: Tom Fröhlich
Deutschland 2017 - 77 min.
Kinostart: 09.05.2019

Vor den Stadtmauern Jerusalems betreiben die beiden russisch-stämmigen Tätowierer Daniel Bulitchez und Poko Chaim eines der ältesten Tattoo-Studios der Stadt. Egal welche Hautfarbe, Religion oder Nationalität, hier ist jeder willkommen und bekommt seinen Wünschen entsprechend die Jungfrau Maria, einen Davidstern oder ein Küchenmesser tätowiert.

Explosionen, Sirenen und Schreie sind im Schmelztigel orthodoxer Religionen an der Tagesordnung. Sie prägen das Leben der Einwohner, ebenso wie die Arbeit der Tätowierer. Während einer Detonation verstummt das Summen der Nadel kurz, Stille tritt ein – nur wenig später geht es weiter und die Tinte schießt wieder unter die Haut.

Daniel und Poko sind nicht nur Künstler sondern auch Psychologen. Ihre Kunden, so unterschiedlich sie auch sein mögen, sind vereint im Schmerz während der Prozedur, mit der eine Nadel Tinte unter die Haut sticht und das gewünschte Motiv formt. Unter der Nadel werden die Menschen redselig, berichten von ihren Wünschen, Ängsten und Hoffnungen. Sie erzählen, was sie bedrückt und was das Leben in Jerusalem ausmacht.

Regisseur Tom Fröhlich fängt ganz besondere Gespräche ein, die sich im intimen Moment des Tätowierens entwickeln und gibt so interessante Einblicke in das Seelenleben von Juden, Christen, Moslems und Atheisten, die so unterschiedlich leben aber ein ähnliches Schicksal in Jerusalem teilen. Durch die individuellen Episoden erfährt der Zuschauer hautnah, was diese besondere Stadt ausmacht, was es heißt, orthodox erzogen worden zu sein und wie der Umgang der verschiedenen Religionen untereinander funktioniert. „Ink of Yam“ wurde im Jahr 2017 beim Hessischen Film- und Kinopreis als bester Hochschulfilm ausgezeichnet ... mehr


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Gruß
Birgitt
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