Dokumentarfilm
Regie: Yael Reuveny
Deutschland, Israel 2021 - 88 min.
Kinostart: 04.11.2021
Die Shoah lässt auch die Nachgeborenen nicht los. In den vergangenen zehn Jahren ist eine ganze Reihe von Dokumentarfilmen entstanden, in denen sich Filmschaffende aus der dritten Generation mit der Generation ihrer Eltern und Großeltern, mit der Shoah, mit Israel und Deutschland auseinandersetzen. Oft geht es um jüdisches Leben in Deutschland oder um ein Leben als Israeli:n in der Fremde, kurzum um die Frage, wie und wo man leben kann, soll und möchte. Yael Reuveny, 1980 in Petah Tikva geboren, lebt seit 15 Jahren in Berlin. In ihrem zweiten langen Dokumentarfilm geht sie den umgekehrten Weg. Sie befragt die Daheimgebliebenen.
An ihren Eltern und Großeltern hatte sich Yael Reuveny bereits in Schnee von gestern (2014) abgearbeitet. Jetzt sind ihre ehemaligen Mitschüler:innen an der Reihe. Ein Foto aus dem Jahr 1988, das Reuvenys Grundschulklasse zeigt, ist der Ausgangspunkt ihres neuen Films. Was ist aus diesen Kindern geworden, die in Petah Tikva, der Stadt mit dem wunderschönen Namen „Tor der Hoffnung“, gemeinsam die Schulbank gedrückt haben? Haben sich ihre Hoffnungen erfüllt? Und haben sie die Hoffnungen erfüllt, die ihr Land in sie gesetzt hat?
Der stete Wechsel aus aktuellen Interviews, Archivaufnahmen und Gedanken der Regisseurin verdichtet sich ganz gemächlich zu einem komplexen Bild einer Generation, der es gut geht und die trotzdem mit sich hadert [...] Es sind diese Zwiespälte von Hoffen und Bangen, die den Film prägen und ungemein sehenswert machen. Sie bringen das Gefühl dieser Generation auf den Punkt ... mehr
Gruß
Birgitt
FILM | Kinder der Hoffnung
Moderator: Moderatoren




