Regie: Fatih Akin
Deutschland 2012 - 97 min.
Kinostart: 06.12.2012
Das türkische Bergdorf Çamburnu an der Schwarzmeerküste ist idyllisch gelegen. Seine Einwohner leben seit Generationen im Einklang mit der Natur, ernähren sich von Fischerei und Teeanbau. Doch oberhalb des Dorfes Çamburnu entsteht eine Mülldeponie. Und seitdem leidet das Dorf und mit ihm die Bewohner. Das Grundwasser ist verseucht, die Luft ist verschmutzt und jeden Tag wird mehr Abfall in die Grube geladen.
Den Filmemacher Fatih Akin verbindet mit Çamburnu eine ganz persönliche Geschichte, denn das Dorf ist die Heimat seiner Großeltern [...] Fatih Akin klagt nicht mit hartem Kommentar und spekulativem Szenenaufbau an. Traumhaft schöne Bilder der paradiesischen Landschaft vermischen sich mit den Belegen einer systematischen Zerstörung durch die Deponie. Er lässt die Jungen und die Alten zu Wort kommen, er liefert die Kommentare von Bürgermeister und Ortsverantwortlichen, er zeigt die Vertreter der Bauherren der Deponie und der politischen Obrigkeit, ohne dies zu kommentieren oder diese bildlich zu denunzieren. Umso stärker ist die Wirkung dieses nicht nur glänzend gefilmten, sondern auch montierten Films, der trotz seiner Länge nie an Spannung verliert und den Zuschauer in Betroffenheit versetzt. Ein Film zur Bewusstseinsbildung auch parabelhaft für die ganze Welt und ein mahnender Ruf aufzuwachen, bevor es zu spät ist. Die kommenden Generationen werden uns für unsere Versäumnisse in die Verantwortung ziehen müssen. ... mehr
Website mit weiteren Infos und Trailer:
Müll im Garten Eden - Der Film
Dazu eine Kritik in der Süddeutschen vom 08.12.2012
Gruß
Birgitt




