Libyen | Experten warnen vor Ölbohrungen

Kultur- und Politikgeschichte über die im Wüstenschiff behandelten Regionen.

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Birgitt
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Libyen | Experten warnen vor Ölbohrungen

Beitrag von Birgitt »

Two million years ago a river ran parallel to the Nile, from Chad to a big lagoon in the Gulf of Sirte in Libya, and with now extinct animals living nearby. The origins of mankind could be found along this river which brought water and life. But the search for answers by archaeologists and palaeontologists could be made impossible by the unregulated search for new oilfields in Libya ...

ARCHAEOLOGY: LIBYA; EXPERT WARNING OVER OIL DRILLING ***
06.02.2009 - ANSAmed

Gruß
Birgitt
ursula
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Libyen Messak Settafet

Beitrag von ursula »

Damage to Natural and Cultural Heritage by Petroleum Exploration in the Messak Settafet Libya

http://www.acacus.it/eng/pdf/AAR%20anag ... 202002.pdf

4-1886268.jpg

"Zum Beispiel das Messak-Settafet-Plateau im Süden Libyens. Bislang eine schwer zugängliche Region, mit einer einmaligen Pflanzen- und Tierwelt und der dichtesten Sammlung prähistorischer Felsgravierungen in Afrika: Damit wäre diese Landschaft eigentlich ein Kandidat für die Unesco-Liste des Weltkulturerbes. 1990 aber begann die britische Öl-Company LASMO Grand Maghreb Limited mit der Erkundung des Plateaus. 1997 wurde unter dem so genannten "Elephant Field" das größte libysche Ölfeld der letzten 20 Jahre entdeckt. Für seismische Messungen wurde das 240 Quadratkilometer große Gebiet engmaschig mit Gräben durchzogen: alle 200 Meter eine 25 Kilometer lange Furche, vier Meter breit und bis zu einem Meter tief. Bulldozer kreuzen das Gelände, das an vielen Stellen irreversibel beschädigt ist, so Dr. Kröpelin.
Was von der Landschaft übrig bleibt, wenn erst einmal die Öl-Förderung begonnen hat, dazu braucht es keine Fantasie. Immerhin boten die beteiligten Firmen eine kosmetische Reparatur der Landschaft an. "Sie würden die Gräben wieder zuschütten und von Flugzeugen aus das ursprüngliche schwarze Plateau mit Farbe besprühen", so Dr. Kröpelin. Längst sind die Oberflächen- und Grundwasser-Verhältnisse der Region gestört. Dr. Kröpelin befürchtet Öl-Verschmutzungen großen Ausmaßes. Werde erst einmal Gas abgefackelt, verbrenne die gesamte Insekten-Population des Messak Settafet innerhalb weniger Tage. Auch hier, im Süden Libyens, drohen die Archäologen zu spät zu kommen."

Stefan Kröpelin
U N I V E R S I T Ä T . Z U . K Ö L N

:cry:
Ursula
ursula
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Libyen Messak Zerstörungen Felsbilder

Beitrag von ursula »

einige der beschädigten Fundplätze im Messak Settafet

1-1889350.jpg
2-1889352.jpg

http://www.icomos.org/studies/rockart-s ... -zone4.pdf

3-1897289.jpg

Einzigartige kulturelle Zeugnisse
Es handelt sich bei den Felszeichnungen im Messak Massiv um einzigartige kulturelle Zeugnisse, von denen einzelne bis zu 12‘000 Jahre alt sind. Sie sprechen dafür, dass die Wüste zu verschiedenen Zeiten, je nach den sich ändernden klimatischen Verhältnissen, besiedelt war.Es scheint, dass die ersten Menschen vor 20'000 Jahren in die heutige Sahara drangen. Es waren Jäger und Sammler, die im Verlauf der Zeit damit begannen, Tierbilder in Felsen zu zeichnen. Bis vor 4'500 Jahren herrschte ein feuchtes Klima, das die Rinderzucht begünstigte, danach scheint eine Trockenzeit eingesetzt zu haben, die dem Hirtenleben ein Ende bereitete und dazu führte, dass die Menschen andere, fruchtbarere Gegenden aufsuchten. Erst vor etwa 3'000 Jahren waren die klimatischen Bedingungen wieder für eine Besiedlung geeignet, und die Menschen liessen sich erneut in diesen Gebieten nieder...

http://www.swiss-libyan-art-project.inf ... skunst.php
Gerhard Göttler
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Re: Libyen | Experten warnen vor Ölbohrungen

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Felsbildinteressierte!

Bei dem im swiss-libyan-art-project genannten Karl Heinz Stierle handelt es sich tatsächlich um den renommierten Felsbildforscher und Mitarbeiter des Frobenius-Institutes Karl Heinz Striedter.

Dies nur als Randbemerkung.

Gerhard Göttler
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