Namibia | Koloniale Altlasten

Kultur- und Politikgeschichte über die im Wüstenschiff behandelten Regionen.

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Birgitt
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Namibia | Koloniale Altlasten

Beitrag von Birgitt »

Im Rahmen der Herausgabe von 20 Schädeln aus der wissenschaftlichen Sammlung der Berliner Universitätsklinik Charité an Vertreter der Herero- und Nama-„Opferverbände“ fand am 29. September 2011 im Berliner Haus der Kulturen eine Podiumsveranstaltung unter dem Titel „Zeugen des Deutschen Völkermordes, Podiumsdiskussion aus Anlass der Rückführung menschlicher Gebeine aus der Charité nach Namibia“ statt ...

Genozid und kein Ende – Diskussion ohne Ahnung und Verstand
20.10.2011 - AZ online

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Birgitt
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Namibia | Koloniale Altlasten

Beitrag von Birgitt »

Seit Mitte der 1970er Jahre habe ich mehrfach – auch auf persönliche Einladungen hin – als Gast an Treffen der Herero und Mbanderu teilgenommen und bin dabei stets freundlich, ja geradezu freundschaftlich empfangen und behandelt worden. In Okahandja erlebte ich nicht nur die Feierlichkeiten an den Gräbern, sondern auch die anschließenden Veranstaltungen am Kommandohaus auf der Alten Werft mit ...

Zum gewandelten Verhältnis zwischen Herero und Deutschen
25.10.2011 - AZ online - von Wolfgang Reith, Neuss/Kapstadt

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Birgitt
schu achbar ?

Re: Namibia - Koloniale Altlasten

Beitrag von schu achbar ? »

""Genozid und kein Ende – Diskussion ohne Ahnung und Verstand""

Wenn ich diesen Bericht aus der AZ lese komme ich zu dem Schluss, dass es auf lange Sicht für deutsche( oder deutschstämmige) Farmer eh keinen Sinn mehr macht dort zu bleiben.
Vielleicht sollte man die Farmen an Namibia verschenken. Damit sind dann jegliche Forderungen aufgrund der Geschehnisse vor 100 Jahren abgegolten.
Die wirklich saftige Entwicklungshilfe samt der Kredite werden gestrichen. 70 köpfige Delegationen können sich ihre Flüge u. Hotel in Zukunft selbst bezahlen. Vom eingesparten Geld kann die Bundesregierung die dann landlosen deutschstämmigen Farmer locker entschädigen.
Guido3

Re: Namibia - Koloniale Altlasten

Beitrag von Guido3 »

Hallo,
schu achbar ? hat geschrieben:Die wirklich saftige Entwicklungshilfe samt der Kredite werden gestrichen.
Wenn in Namibia staatlicherseits irgendwas nicht wunschgemäß funktioniert, dann berufen sich deutsche Touris beim Begründen ihrer Anspruchshaltung auch immer auf die unendlichen Millionen aus der deutschen Entwicklungshilfe. Die müsste man dann doch sonst mal einstellen. Pro Jahr fließen derzeit etwas über 60 Millionen Euro aus Deutschland nach Namibia. Ein Teil davon als zinsverbilligter aber grundsätzlich zurück zu zahlender Kredit und nicht als geschenkter Betrag. Je nachdem, wie man das verrechnen will, zahlt jeder Deutsche also etwa 0,50 bis 0,77 Euro pro Jahr an Entwicklungshilfe für Namibia. Daraus leiten einige Touris tatsächlich den Anspruch ab, das sich jeder (schwarze) Namibier vor ihnen in den Staub wirft und untertänigst und dankbarst die Füße leckt.

Der Artikel "Zum gewandelten Verhältnis zwischen Herero und Deutschen" war das Beste, was ich seit Monaten zu dem Thema gelesen habe.

Die politisch Entwicklung in Namibia dürfte ansonsten vor allem von Südafrika abhängen. Namibia ist über die Zollunion, die 1zu1-Bindung des Namibia-Dollars an den Rand und andere Dinge extrem eng mit Südafrika verbunden. Setzt sich in Südafrika der unsägliche Julius Malema oder ein Gesinnungsgenosse durch, dann gibt es dort Simbabwe reloaded und Namibia wird mit hoher Wahrscheinlichkeit mitgerissen.

Beste Grüße

Guido
Birgitt
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Namibia | Koloniale Altlasten

Beitrag von Birgitt »

Summe gibt dem Staatssekretär Rätsel auf – Weitere Schädel werden 2012 aus Deutschland geholt ...

Kosten für Schädeltour fast verdoppelt
15.11.2011 - AZ online

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Birgitt
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Re: Namibia - Koloniale Altlasten

Beitrag von Bodensee »

Auf Dauer gesehen empfehle ich Namibia als 17. Bundesland aufzunehmen, statt in unseren Breitengraden jeden Winter Heizenergie zu verschwenden, schicken wir eine entsprechende Anzahl Leute nach Namibia in die Wärme. Platz ist genug vorhanden, die rund 2,2 Mio jetzigen Einwohner kriegen Arbeit und besseren Verdienst, die durchschnittliche Lebenserwartung steigt von den letztgemeldeten 48 Jahren wieder an und Zugriff auf Rohstoffe gibt es auch...
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"Jeder Herero wird erschossen"

Beitrag von Alexander »

Deutsche Kolonialherren löschten im heutigen Namibia vor mehr als 100 Jahren fast den gesamten Stamm der Herero aus. Keine deutsche Regierung wollte das Verbrechen bislang als Völkermord anerkennen. Heute befasst sich der Bundestag mit diesem Teil deutscher Vergangenheit ...

FR-online: "Jeder Herero wird erschossen"

Grüsse
Alexander
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Re: Namibia - Koloniale Altlasten

Beitrag von Kuno »

Die Staerke der Schutztruppe in Deutsch Suedwestafrika betrug 1913 (laut Wiki):

Deutsch-Südwestafrika – Kommando Windhuk
Stärke: 90 Offiziere, 22 Ärzte, 9 Veterinäre, 59 Beamte, Feuerwerker, 342 Unteroffiziere, 1.444 deutsche Soldaten


An anderer Stelle steht, dass Trotha 15'000 Soldaten zur Verfuegung hatte um die Herero zu bekaempfen (1904).

Hat jemand eine Ahnung, welche Angabe stimmt?
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Namibia | Koloniale Altlasten - War Herero-Krieg Völkermord?

Beitrag von Birgitt »

Nächster Versuch: Deutsches Parlament berät heute über Antrag von Die Linke – Zivilgesellschaft macht mobil

Genau drei Wochen nach Einbringung eines Antrags mit Namibia-/Herero-Bezug im deutschen Bundestag wird dieser heute dort behandelt. Parallel dazu machen diverse Gruppen und Vereinigungen per Resolution für die Bundestagsabgeordneten sowie mit einer öffentlichen Aktion auf dieses Thema aufmerksam ...

Bundestag zu Herero-Krieg: War es Völkermord?
22.03.2012 - AZ online

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Namibia | Koloniale Altlasten

Beitrag von Birgitt »

Wie erwartet: Deutsches Parlament lehnt zwei Anträge zum Herero-Thema ab – Opposition sieht trotzdem Teilerfolg ...

Bundestag: Kein Völkermord, keine Entschädigung
26.03.2012 - AZ online

Nein, es war keine Überraschung, dass der Deutsche Bundestag am vergangenen Donnerstag zwei Anträge der Opposition abgelehnt hat, die mit dem Herero-Krieg im damaligen Deutsch-Südwestafrika zu tun hatten. Die Regierungskoalition handelte konsequent und berechenbar. Etwas verwirrend und bedenklich hingegen ist der Standpunkt der SPD ...

Verwirrend und bedenklich
26.03.2012 - AZ online

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Namibia | Herero-Krieg - Völkermord-These

Beitrag von Birgitt »

Alle Akteure – die Antragsteller im Bundestag und die Zivilgesellschaft – sprechen von Genozid. Zum Beispiel die SPD-Abgeordnete und ehemalige Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, die jetzt im Bundestag dazu sprach. Im Jahr 2004, bei den Gedenkfeiern zum Anlass „100 Jahre Herero-Krieg“ in Okakarara, hatte sie im Alleingang und ohne Rückendeckung von Regierung oder Bundestag „um Vergebung unserer Schuld“ gebeten ...

Genozid: Was hinter den Behauptungen steckt
27.03.2012 - AZ online

Bei all den Emotionen lässt sich eines konstatieren: Es gibt – in der Wissenschaft und beim Volk – gleichermaßen Anhänger und Gegner der Völkermord-These. Beide Seiten können trefflich diskutieren und argumentieren. Aber niemand hat das Recht, eine der beiden Ansichten als „letzte Wahrheit“ und von Allen akzeptierten und bewiesenen Fakt darzustellen – so etwas nennt man Vortäuschung falscher Tatsachen [...] Erstaunlich, wer sich berufen fühlt, beim Thema Kolonialzeit und Herero-Krieg mitzureden. Es darf stark bezweifelt werden, dass viele Vereine und Organisationen, die sich der Resolution angeschlossen haben, sich überhaupt mit dem Thema beschäftigt haben ...

Vortäuschung falscher Tatsachen
27.03.2012 - AZ online

Gruß
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Kuno
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Re: Namibia - Koloniale Altlasten

Beitrag von Kuno »

Mutig von der AZ, diese Artikel zu veroeffentlichen.
Sehr gut, dass das in Namibia geht.
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Namibia | Dialog über Krieg und Genozid

Beitrag von Birgitt »

Deutsche Bundesregierung als Kollaborateur von Rassistenregimes angeprangert. Die Linke schämt sich für Deutschland – Die Ablehnung des Genozid-Antrags der Linken am 22. März 2012 im Deutschen Bundestag hat zu zweifach heftiger Reaktion sowohl vom Genozid-Dialog-Komitee1904 der Ovaherero/Ovambanderu (OCD 1904) als auch von den oppositionellen linken Antragstellern des Bundestags geführt. Die Linke hatte 2008 zum ersten und nun zum zweiten Mal verlangt, dass der Bundestag den Kolonialkrieg im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika pauschal als Völkermord benennen, sich dafür entschuldigen solle und überlebenden Nachfahren Reparationen zu zahlen habe.
Genozid-Komitee 1904 und Die Linke sind enttäuscht
02.04.2012 - AZ online
Seit dem Gedenken der Opfer des Kolonialkriegs auf Ohamakari 2004 und der Ankündigung der deutschen Sonderinitiative für Nachfahren des Krieges [...] steht auf deutscher und Ovaherero-Seite der Vorsatz des Dialogs im Raum. Ein Dialog über Krieg und Genozid. Zwei rivalisierende Ovaherero-Fraktionen haben den Begriff Genozid zu diesem Zweck schon in ihre Benennung hineingenommen [...] Bisher hat noch keine Begegnung und Aussprache stattgefunden, die den Begriff „Dialog“ verdient hätte. Im Gegenteil, was aus den verschiedenen Lagern und Denkschulen zu hören ist und durch die Schädelmission sowie durch die abgeschlagenen Anträge der Linken und der SPD im deutschen Bundestag auf die amtliche Festschreibung einer dogmatischen Geschichtsanschauung und Interpretation noch verschärft wurde, hat mehr mit Polemik als mit einer Absicht zu tun, die Luft und die Beziehungen durch Dialog und Austausch über historische Daten zu klären.
Dialog ist überfällig
02.04.2012 - AZ online

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Re: Namibia - Koloniale Altlasten

Beitrag von Kuno »

Ich moechte mich bei der AZ entschuldigen.
Ehrlich.
Ich dachte lange, dass das irgend so ein serbelndes Kaeseblaettchen fuer einen kleinen Teil der Weissen Minderheit in Namibia sei.
Aber - die haben nicht nur Mut, ihre Meinung zu sage sondern auch Stil.
Respekt.
Da koennten sich einige Zeitungen bei uns eine dicke Scheibe von abschneiden.
Birgitt
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Namibia | Koloniale Altlasten

Beitrag von Birgitt »

Der Autor und freie Korrespondent Wolfgang Reith hat seit 1976 direkte Kontakte mit der Ovaherero-Führung unterhalten, hat zehn Herero-Tage in Okahandja besucht und hat mehreren Waterberg-Gedenken beigewohnt. Er geht der Frage nach, wie ein „Gepflegter Schuldkult zur Entfremdung zwischen Herero und Deutschen“ führen kann ...

Von der Versöhnung zur Spaltung – Spuren der Entfremdung
12.04.2012 - AZ online

Gruß
Birgitt
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