Interessant alleine die Geschichte des Schachs in Äthiopien:
Schachgeschichte
Auch in Äthiopien wird das Schachspiel seit Jahrhunderten gepflegt und war einst besonders in Aristokratenkreisen und nicht zuletzt bei den herrschenden Salomoniden sehr beliebt. So spielte Kaiser Dawit II. (1508-1540) eine Reihe von Partien gegen den an seinem Hofe weilenden venezianischen Maler Gregorio Bicini. Später war auch die Kaiserin Taytu Betul dem Spiel zugetan und hat hier vielleicht ihr strategisches Rüstzeug erlernt, mit dessen Hilfe sie später an der Seite ihres Mannes eine italienische Invasionsarmee in der berühmten Schlacht bei Adua (1.3.1896) besiegte. Möglicherweise kam ihr dabei ja zugute, das in der äthiopischen Variante des Schachs, dem Senterej, beide Seiten gleichzeitig ihre Kräfte mobilisieren, bevor mit dem ersten Schlagzug so wie im "normalen" Schach gespielt wird, abwechselnd. Während also die Italiener vielleicht nach europäischen Schachregeln aufmarschierten, waren die Äthiopier mit ihrer Strategieversion einfach viel schneller zur Stelle. Dr. René Gralla berichtet ...
Schach in Äthiopien - das Senterej
24.02.2009 - ChessBase News

Hat denn schon mal jemand von euch in Äthiopien Senterej gespielt?
Oder sich vielleicht ein äthiopisches Schachspiel mitgebracht von seiner Reise?
Gruß
Birgitt




