Etwas weg vom Thema Archäologie dazu, was dieser türkische Staudamm noch an Folgen produziert: Wassermangel in Nordost-Syrien und dem Irak, also dem ehemals fruchtbaren Zweistromland.
Elke Dangeleit (Telepolis) schildert die aktuellen Zustände an den Gewässern unterhalb dieses Staudamms sowie des Atatürk-Staudamms nahe Urfa, die den Tigris und den Euphrat in der Türkei aufstauen. Das Thema ist nicht neu, denn der Atatürk-Stausee wurde Ende der 1990er aufgestaut und bewässert seitdem die Ebene rund um und südlich von Urfa in der Gegend von Harran mit Wasser, das flußabwärts fehlt. Der Krieg in Syrien ab 2011 hatte Ursachen. Dies ist eine, IMHO. Der "weg"gestaute Tigris wird die Situation in Syrisch-und Irakisch-Kurdistan zusätzlich beeinflussen, siehe Elke Dangeleit. D.h. Erdogan hält hiermit den Krieg am Köcheln, was er unverschleiert zugibt. Die sich ausdehnende Wüste in Syrien und dem Irak ist nicht nur menschengemacht, sondern von der Türkei gefördert.
Wer heute noch in die Türkei reist, sollte dies bedenken.
Zurück zur Archäologie: meine Hoffnung die "alten, toten Steine" in Irakisch-Kurdistan z.B. Ninive vor Ort anzuschauen, wird so immer unwahrscheinlicher. Wer sich das noch in den 1970er und 1980er Jahren anschauen konnte ... Siehe Afrika.
Gruß, Ralf
Türkei | 12.000 Jahre alte Kulturstätte Hasankeyf muss Staudamm weichen
Moderator: Moderatoren
-
Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
- Wohnort: nahe Karlsruhe




