luise hat geschrieben:
Deine seit Monaten kolportierte Meinungsmache und dein unablässiges Gestänkere gegen Deutschlands Rolle im Libyenkonflikt gehen mir langsam ziemlich auf den Senkel. Was DU von DL hältst oder nicht ist zum Glück völlig unerheblich und wenig zielführend. Deutschlands
Engagement in den Krisengebieten dieser Welt ist mehr als erfüllt. Irgend wann reicht es einfach.
Ich kann Luises Frustration durchaus nachvollziehen. Deutschlands Engagement im Ausland ist nicht unerheblich. Besonders gesehen unter dem Aspekt, dass einige Länder (in Europa und Übersee) vor einem erstarkten Deutschland, besonders unter dem Aspekt der deutschen Wiedervereinigung durchaus Respekt hatten. Von dem her sehe ich es ähnlich wie Luise. Die immerwährende Nörgelei gegen die Deutschen und ihrer Beteiligung oder Nichtbeteiligung an irgendwelchen Einsätzen halte ich daher als unangebracht. Besonders von Ländern oder deren Angehörigen, die sich nicht aktiv an diesen Einsätzen beteiligen.
Manchmal ist "Neutralität" eine ganz gute Ausrede, etwas nicht zu tun.
Und hier nur eine kurze Übersicht deutschen Engagements im Ausland:
Afghanistan, ISAF-Mission: 5000 Soldaten.
Kosovo, KFOR-Mission: 1000 Soldaten
EUFOR-Mission: 19 Soldaten
Libanon, UNIFIL-Mission: 226 Soldaten
Active-Endeavour-Mission: 64 Soldaten
Horn von Afrika, Atalanta-Mission: 311 Soldaten
Somalia, EUTM-Mission: 13 Soldaten
Kongo, EUSEC-Mission: 3 Soldaten
Sudan UNAMID-Mission: 6 Soldaten
Südsudan, UNMIS-Mission: 31 Soldaten
Ich sehe hier keine Schweizer. Entschuldigung, ich habe vergessen. Die Schweiz hält sich an ihren Neutralitätsstatus.
Dieses Auslands"engagement" für Deutschland ist mehr als ausreichend und muß nicht unbedingt erweitert werden.
Ob die Libyer, Rebellen oder welche Nachfolge auch immer deutsche Soldaten auf ihrem Territorium befürworten oder ablehnen ist für mich persönlich unerheblich. Recht kann man es ihnen sowieso nicht machen, was die permanenten Beschwerden über die NATO zeigen. Evtl. sollten die Rebellen lernen, auch über ihren eigenen Tellerrand herauszuschauen um die internationalen Zusammenhänge etwas globaler zu erkennen.
Grüsse
Alexander