Flüchtlinge in der Sahara ...
Moderator: Moderatoren
Flüchtlinge in der Sahara ...
Hallo zusammen,
ein recht eindrücklicher Artikel, der da im Spiegel nachzulesen ist.
Mich beschleichen da zwiespältige Gefühle.
Darf man in Anbetracht solcher Schicksale überhaupt traurig sein, dass eine Reise in die Sahara offensichtlich für Jahre ( oder Jahrzehnte) nicht möglich sein wird? Oder sind das Luxusprobleme?
Darf man hoffen, dass sich die Verhältnisse in Afrika irgendwann einmal ändern? Dass die Leute nicht Kopf und Kragen riskieren, nur um das gelobte Europa zu erreichen?
Und was kann, was sollte man selber beitragen? 5.000 Euro für einen Brunnen klingt jetzt nicht so utopisch hoch …
Gruß
Georg
ein recht eindrücklicher Artikel, der da im Spiegel nachzulesen ist.
Mich beschleichen da zwiespältige Gefühle.
Darf man in Anbetracht solcher Schicksale überhaupt traurig sein, dass eine Reise in die Sahara offensichtlich für Jahre ( oder Jahrzehnte) nicht möglich sein wird? Oder sind das Luxusprobleme?
Darf man hoffen, dass sich die Verhältnisse in Afrika irgendwann einmal ändern? Dass die Leute nicht Kopf und Kragen riskieren, nur um das gelobte Europa zu erreichen?
Und was kann, was sollte man selber beitragen? 5.000 Euro für einen Brunnen klingt jetzt nicht so utopisch hoch …
Gruß
Georg
Re: Flüchtlinge in der Sahara ...
Hallo Georg
Ein sehr heikles Thema.
Aber ich persönlich glaube nicht dass es etwas hilft mehr oder tiefer Brunnen zu bauen. Die Probleme werden sich verschieben oder herauszögern. Die Situation wird aber nicht besser.
Meine Meinung.
Zum Thema Entwicklungshilfe gibt es ja schon ein paar sehr kontrovers geführte Treads.
Gruss aus Basel
Christian
Ein sehr heikles Thema.
Aber ich persönlich glaube nicht dass es etwas hilft mehr oder tiefer Brunnen zu bauen. Die Probleme werden sich verschieben oder herauszögern. Die Situation wird aber nicht besser.
Meine Meinung.
Zum Thema Entwicklungshilfe gibt es ja schon ein paar sehr kontrovers geführte Treads.
Gruss aus Basel
Christian
leben und leben lassen
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Kuno
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Re: Flüchtlinge in der Sahara ...
Voellig richtig.Bakunin83 hat geschrieben:Aber ich persönlich glaube nicht dass es etwas hilft mehr oder tiefer Brunnen zu bauen. Die Probleme werden sich verschieben oder herauszögern. Die Situation wird aber nicht besser.
Das Problem ist nicht die Menge des zur Verfuegung stehenden Wassers.
Das Problem sind die viel zu vielen Leute, die das Wasser alle trinken wollen.
Re: Flüchtlinge in der Sahara ...
Das und der zum Teil falsche Umgang in der Umgebung. Oder was bringt es wenn ein von Hilfsgeldern gebauter Brunnen durch von Hilfsgeldern gekauften Düngemittel das in der Umgebung eingesetzt wird verseucht wird?Das Problem sind die viel zu vielen Leute, die das Wasser alle trinken wollen.
So Einzelprojekte können etwas gutes tun. Wenn der Bedarf von der Bevölkerung aus angemeldet wird.
Aber aus der Ferne gutes tun ist nicht wirklich Sinnvoll denke ich. Denn nur weil ein Betrachter sieht dass da noch kein Brunnen steht und deshalb einen Bauen will heisst das noch lange nicht dass es was gutes bewirkt.
Leider wird Entwicklungshilfe sehr oft von Amateuren ohne Bezug zum Zielland betrieben. Meist sogar ohne Fachkenntnis. Nur um 'etwas gutes zu tun'. Die folgen sind leider meist nicht nur vergeudetes Geld sonder richtige Schäden an der Umwelt in der Region.
Meine Meinung.
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Kuno
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Re: Flüchtlinge in der Sahara ...
Kannst du das eventuell noch mit ein paar Beispielen untermauern?Bakunin83 hat geschrieben:Leider wird Entwicklungshilfe sehr oft von Amateuren ohne Bezug zum Zielland betrieben. Meist sogar ohne Fachkenntnis. Nur um 'etwas gutes zu tun'.
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Ralf Kiefer
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Re: Flüchtlinge in der Sahara ...
Laufen die Zwiebel-, Milchpulver- und Hühnerfleischspenden der EU für Westafrika in der Rubrik Entwicklungshilfe? Wenn ja, dann kann man daran sehr schön ablesen, wie die dortige Erzeugung kaputt gemacht wurde, damit die mit EU-Agrarsubventionen erzeugten "Waren" nicht in Europa vernichtet werden müssen.Kuno hat geschrieben:Kannst du das eventuell noch mit ein paar Beispielen untermauern?Bakunin83 hat geschrieben:Leider wird Entwicklungshilfe sehr oft von Amateuren ohne Bezug zum Zielland betrieben. Meist sogar ohne Fachkenntnis. Nur um 'etwas gutes zu tun'.
Wenn nein, ist's trotzdem eine Sauerei, IMHO.
Gruß, Ralf
Re: Flüchtlinge in der Sahara ...
Naja, jetzt nicht mit wissenschaftlichen Arbeiten, nein. Aber aus Erfahrungsberichten von Reisenden liesst man immer wieder das selbe. Eine sehr emotionale, aber meiner bescheidenen Einschätzung nach guter Bericht über Einzelerfahrungen.kannst du das eventuell noch mit ein paar Beispielen untermauern?
http://www.pistenkuh.de/1/thema/entwicklungshilfe/
Weiter kann ich aus meiner kurzen Zeit bei der KFOR berichten, da ich ja auch mit UNO, UNMIK und EULEX zu tun hatte. Die Leute bleiben ja immer die gleichen. Nur die Länder ändern sich. Haiti, Westsahara oder Korea. Alles immer das selbe für die Mitarbeiter. Sie können sich gut verkaufen in Meetings und Vorträgen. Aber schon nur als einfacher Fahrer der mit der Bevölkerung geredet hat (im Gegensatz zu den Entscheidungsträgern) hat man gesehen dass viele Aufträge keinen Sinn machen. Das viele Projekte zwar viel kosten, aber ausser als Promotion für die jeweilige Abteilung keinen Nutzen haben. Die Mitarbeiter der internationalen Organisationen mit denen ich geredet habe hatten aber auch gar nicht die Absicht etwas für das Land oder die Bevölkerung zu machen. Die Begründung war sehr vielfältig. Die einen meinten dass ihr Auftrag gar nicht zu der Region passt. Wieder Andere meinten sie dürfen nichts tun, denn ihr Job werde bereits von einer andern Organisation erledigt, oder auch nicht. Dabei gab es 2 unterschiedliche Typen Mensch. Die einen warteten nur bis ihr Vertrag ausgelaufen ist um endlich dieser Sinnlosigkeit zu entfliehen. Die sind voller guter Vorsätze und Ideen in den Job gestartet und wurden total enttäuscht. Dann die Zweiten, die machen das schon lange und wollen es auch noch länger machen. Ist halt ein easy Job mit gutem Gehalt, man ist weg von der Familie und möchtegern Kollegen. Alkohol und Zigaretten sind in den Einsatzländer meist billiger und soziale Bindungen muss man auch keine eingehen.
Sind halt nur meine Erfahrungen mit den Mitarbeitern. Es ging damals auch um Bereiche von denen ich Kenntnisse hab. Was aber niemanden interessiert hat.
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Kuno
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Re: Flüchtlinge in der Sahara ...
Der Kosovo. Zwar nicht Afrika aber auf jeden Fall ein sehr gutes Beispiel.
Re: Flüchtlinge in der Sahara ...
Die Mitarbeiter der Organisationen sind die Selben. Die haben nur so 4-12 monatige Verträge. Dann müssen sie sich neu Bewerben und kommen dann irgend wo hin.Der Kosovo. Zwar nicht Afrika aber auf jeden Fall ein sehr gutes Beispiel.
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Kuno
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Re: Flüchtlinge in der Sahara ...
Vielleicht sollte man diesen Menschen halt auch eine Festanstellung geben anstatt sie nur so monatsweise zu beschaeftigen.




