Libysche Wüste - Zum Baden in die Wüste

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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Alexander
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Libysche Wüste - Zum Baden in die Wüste

Beitrag von Alexander »

Libysche Wüste - Zum Baden in die Wüste

von Martl Jung

Die Augen vom weiß geblendet
Die Piste durch die >weiße Wüste<, die sich in der Nähe der Oase Farafra befindet, besteht teilweise aus blendend weißem Kalkstein, der den Eindruck erweckt, man würde hier durch Salz fahren. mehr...

Gruesse
Alexander
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Roger-Tecumseh
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Re: Libysche Wüste - Zum Baden in die Wüste

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Salut,

der Bericht beschreibt sehr schön, daß Realität öfter als geahnt die Existenz von Gegensätzen einschließt, hier: Wasser zum Baden und Wüste. Je extremer, desto größer der Aha-Effekt.
Man muß da nur an die überdachte Wüsten-Eisbahn zum Schlittschuhlaufen oder die künstlichen Wohninseln am Golf denken. - Auf dem Messak sind ja schon seit Jahren Erdölexplorationen im Gang (die dazu gezogenen rasterartigen Gräben kennen wir ja); jetzt aber läuft ein neues Projekt an, welches man nur mit dem Bau der Great Man River Röhren vergleichen kann: Es ist dort auch ein Atomkraftwerk geplant!

Und plötzlich werden - nicht immer gleich verständliche - politische Einzelmeldungen zu einem dann doch schlüssigen Mosaik. Z.B.: Sarkozy bemüht sich ja unentwegt, überall französische Atomtechnik zu verkaufen. Er hat dazu sogar vor Monaten die "Kröte" eines turbulenten Besuches des Guide's der Revolution in Paris geschluckt. Damals sickerten die Atompläne durch - nur über den Standort hörte man nichts
; jetzt wird die Sache deutlicher!
Vor wenigen Tagen war der wirbelnde französische Ersatzkönig zu einem sehr überraschenden Blitzbesuch im Niger, um über Uran zu verhandeln. (Augenblicklich bezieht F rund 30% seines Urans aus der Arlit-Mine. Soll demnächst auf 50% aufgestockt werden.) Diese Mine liegt nun aber auch sehr günstig für Lieferungen nach S-Libyen; da muß für den Transport keine große Infrastruktur erstellt werden. Es soll also ein Joint Venture Agreement abgeschlossen worden sein, welches die Interessen der drei Länder bündelt.

Wasser zur Kühlung der Reaktoren (Technik der 4. Generation) soll durch eine Zweigleitung des Great Man River gesichert sein. Und nun der touristische Hammer des Projektes: das erwärmte Wasser wird die Basis eines großen Touri-Ressorts mit allem, was moderne Technik so bietet: Hotels, Freizeitpark, ULM-Flüge über Ubari- und Murzuk-Erg und Stichfahrten in die Wüste. Der schwarze Messak soll wieder grün und ein echter Park werden! In Germa beginnt demnächst der Bau eines internationalen Flughafens, von dem aus eine Teerstraße direkt auf den Messak führen wird; das bisher sehr stiefmütterlich behandelte Museum wird zu einem internationalen Treffpunkt der Forschung über Gravuren und Felsbilder ausgebaut. An einigen Stellen - z.B. Mathendous - werden Lodges entstehen; ähnlich auch bei anderen Fundorten der Gegend. Das Projekt soll 2013 anlaufen - über die endgültigen Kosten schweigt man vorsichtshalber noch.

(Damit dürfte der Ksar Ghilane-Tümpel wohl wieder seiner vor Jahren verlorenen Funktion als Kameltränke zugeführt werden und die Luxus-Installationen am Golf sehen plötzlich ein bißchen alt aus. :) )
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