Impressionen einer Oman Reise

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Alexander
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Impressionen einer Oman Reise

Beitrag von Alexander »

Hallo Oman Freunde,

nachfolgender Reisebericht wurde freundlicherweise von Libyen Tours zur Verfügung gestellt:
Oman Impressionen 6.Nov. bis 20.Dez.07

Im Intercity von Siegburg aus, waren 12 Sahara Freunde aus dem Rhein-Sieg Kreis im Nu auf dem Frankfurter Flughafen und warteten kurz darauf beim Zoll auf das O. K. für kostenfreie 10 kg Übergepäck für ihren Flug in den Oman. Der eine und andere hatte dann sogar 15 kg zuviel dabei, aber die freundlichen Damen und Herren von der Lufthansa drückten beim Wiegen 2 Augen zu und es konnte eingecheckt werden. Nach einer Zwischenlandung in Dubai endete der Flug um Mitternacht in Mascat, wo Steffi und Markus Trier zum Empfang bereit standen. Sie mussten aber noch etwas warten, weil Dieter einen Dutyfree Shop entdeckt hatte und das am Ausgang des Airport. Dort gab es reichlich Bier und Wein, womit sich dann jeder eindeckte. Die Zöllner winkten uns freundlich durch und der Umtrunk für die abendlichen Lagerfeuer war gerettet.
6 lange Toyota Benziner 4x4 mit 4,5 l Motor standen bereit und nach kurzer Überprüfung fuhr die Gruppe ins Hotel in dem es dann nachts um 1:30 Uhr, man höre und staune, noch warmes Essen gab.
Der nächste Tag war dem Einkauf gewidmet, hieß es doch, ausreichend Speisen zu bunkern, Sitzgelegenheiten, Schaufeln und das Allerlei zu besorgen, was für den Wüstentrip wichtig, aber auf Grund der Gewichtsproblematik im Flieger nicht mitgenommen werden konnte.
Nach einer weiteren Nacht im Hotel ging die Fahrt von Mascat durch eine interessante Bergwelt über Nizwa auf den Jebel Ahkdar 2700 m hoch, dort konnten in einem schicken Hotel die älteren, zu denen ich mich mit 72 Jahren auch schon zähle, übernachten. Das junge Gemüse durfte, weil im Hotel nicht genug Platz war, derweil bei Minus 4 Grad im Zelt schlafen, doch wie wir dann am nächsten Tag erfahren haben, gab es einen zünftigen Abend mit Pizzaessen und Rotwein aus der Tüte.
Über Ibra führte die Reise auf Pisten in die Wahiba Sandsee, die sich anfangs leicht befahren ließ, die aber dann im weiteren Verlauf
so recht nach unserem Sinn wurde. Kleine wunderschön anzusehen de aber teuflisch weiche Sanddünen forderten das ganze Können der sanderfahrenen Wüstenfans. Ludger machte dann eine Probefahrt und einige meinten, dass sie da nicht durchkämen. Dieter, Guus, Detlev und Chris glaubten dann beim Absuchen der Dünen mit dem Fernglas, eine einfachere Strecke gesehen zu haben, fuhren dort hin und nachdem sie sich zeitaufwendig vorgeackert hatten, gaben sie über Funk bekannt, dass es auch bei ihnen ebenso schwierig sei. Also wurde es da versucht, wo Ludger begonnen hatte. Der Luftdruck wurde auf 0.8 Bar abgelassen und die Bergegurte bereitgelegt. Ein 30 m Gurt von Detlev tat besonders gute Dienste, und Gerd hat ihn hin und her gebracht, wo sich gerade einer eingebuddelt hatte und dann auch noch mit seinem Toyo einen nach dem anderen frei gezogen. Die Dünen wurden im weiteren Verlauf höher und damit einfacher zu befahren. Abends fanden sich dann alle wieder, das materielle Resultat, eine „appene“ vordere Stoßstange und paar Beulen, wie sagte doch Sockenmanni „ En bissje Schwund es immer“.
Es war noch Zeit, im Hellen das Lager aufzuschlagen. Abends am Lagerfeuer war zwar viel Holz vorrätig, aber wo waren unsere Leute? Der Feuerteufel Detlev fand sie total müde in ihren Zelten oder unterm Sternenhimmel auf ihren Liegen und schon bald hörte man außer dem Wind und einigen Schnarchtönen nichts mehr. Die große Überraschung am nächsten Morgen: dichter Nebel, nasse Schlafsäcke und in den Zelten war es durch Kondenswasser auch klatschnass, bald kam die Sonne durch, das letzte Holz wurde verstocht und die nassen Klamotten getrocknet. Des Rätsels Lösung: die Navigation ergab, dass wir lediglich ca. 50 km vom Meer entfernt waren und den dortigen Wetterumschlag mitbekommen hatten. Die Dünen hatten wir bald hinter uns und zügig ging die Fahrt Richtung Fähre, mit der wir uns von Ras an Najdah zur Schildkröteninsel Jazirat Masirah übersetzen ließen. Außer mächtigen Spuren haben wir bei unseren nächtlichen Suchen nach watschelnden und eierlegenden Tyrtles keine gesehen. Am nächsten Morgen waren dann neue Spuren da, aber die Tyrtles schon wieder im Meer, wir hätten halt nur länger warten müssen. Entlang des Golf von Oman fuhren wir auf weicher Piste Richtung Osten und kamen dabei an einigen ärmlichen Fischerhütten vorbei. Guus unser holländischer Kameramann war vom abendlichen Zeltplatz mit Gerd auf private Exkursion gefahren und sie hatten in einer dieser Ansiedlungen halt gemacht. Beim Verteilen von Süßigkeiten an Kinder, die sich schnell in großer Zahl um das Auto versammelt hatten, war es dann Schluss mit der Herrlichkeit, die Kinder wurden frech und unsere zwei Helden mussten Reißaus nehmen. Leider fehlte dann anschließend dem lieben Guus eine teure Sonnenbrille, die wohl als Trophäe bei den Kindern verblieben ist.
Das es beim Besuch von Kindern auch anders zugehen kann, hatten wir einige Tage vorher erlebt.
Gerade hatten wir bei einer Pause unsere großen Klappstühle aufgestellt, als einige 12-14 jährige Buben neugierig heran kamen. Einer fragte höflich, ob er sich mal auf einen Stuhl setzen dürfe, was dann Ludger genehmigte. Jetzt wollten die anderen auch mal sitzen und jeder durfte sich dann abwechselnd 2 Min. niederlassen.
Es wurden mehr Stühle gebracht aber Ludger machte die Platzierung abhängig vom lernen eines Liedes. Die Päns waren einverstanden und bald erklang aus omanischem Kindermund „Ri Ra Runkel, in der Höhnerfott is et dunkel, da kann es ja nicht helle sein, da scheint ja keine Sonne rein. Ri ra………. Eine Mordsgaudi für uns und die Buben, so kanns auch gehen.
Über Sur wollten wir in das nördlich des Meeres liegende Bergmassiv fahren. Nach einiger Sucherei hatten wir den Einstieg zu einem Kamel- und Eselspfad gefunden. Von unten sah es aus, als ob das für unsere Toyotas zu steil und auch nicht breit genug wäre, aber beim näher kommen stellte sich die Strecke weniger schwierig dar.
Eine abenteuerliche Fahrt begann. Mit gemischten Gefühlen unter überhängenden Steinquadern, auf losem Boden und an abgrund- tiefen Wegrändern vorbei fuhren wir auf den Pass. Oben angekommen tat sich eine grandiose Bergwelt auf, die sich ohne weiteres mit dem Grand Canyon messen kann. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, immer wieder neue faszinierende Landschaftsbilder von unterschiedlicher Farbtönung. Weiter unten, in Felsen gequetschte Hütten von Bewohnern, die auch den kleinsten grünen Platz für ihre Ziegen nutzen. Unser nächstes Ziel war die Höhle Majlas al Jinn, zweitgrößte Höhle der Welt, nach oben offen, ist der Eingang zur Höhle 150 m tiefer. Tolle Bilder haben wir im Vorfeld unserer Erkundungen davon in Prospekten gesehen, aber als wir dann dahin kamen, war niemand nicht da, der uns nach unten hätte abseilen können, war also nix. Doch alleine die Hin- und Rückfahrt über eine selten benutzte Bergpiste war den Abstecher schon wert. Sturzbäche von Wasser müssen vor kurzer Zeit da lang gebraust sein. Am Treibgut konnten wir erkennen, dass das Wasser mehr als 2 m hoch gestiegen sein muss; wehe dem, der davon überrascht wird!
Überrascht waren wir über saubere Wege, Dörfer und Städte, eine Blumenpracht entlang der Straßen, eine freundliche Bevölkerung.
Von der Terrasse im Oman Dive Center mit malerischem Blick über die Bucht, mit Steffi, Aga, Markus und Filip ein kühles Bier schlappen und dabei lecker essen, das war es! Steffi möchten wir besonders danken, denn sie hat uns sehr geholfen, hat alles gut vorbereitet, Benzinkanister und Zelte aus Dubai besorgt, sie war morgens die erste mit Frühstück machen und abends die letzte beim Aufräumen. Mit Christhilde und Ute zusammen haben die drei Damen super gekocht. Sabine war für das Fotografieren und Guus für`s Filmen, das Resultat daraus werden wir ja bald zu sehen bekommen. Eberhard und Ute das allseits bekannte Rallye-Arzt Team hat nichts zu tun bekommen, aber so war es den beiden auch recht.

Das Abendessen am letzten Tag wurde von Aga und Markus gestiftet, alles war reichlich vorhanden, es wurde eine feucht fröhliche Abschlussfeier.
Auf ein Neues mit Steffi und Ludger Trier im November nächsten Jahres, der Oman hat uns nicht zum letzten Mal gesehen, wir haben noch viel zu entdecken.

Allradspezi
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Birgitt
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Re: Impressionen einer Oman Reise

Beitrag von Birgitt »

Im Inneren des Wüstenstaates
02.04.2008, 15:40h - von Ulrich Willenberg

Der Weg ist das Ziel. Ratlos halten wir mit unserem Jeep in einem ausgetrockneten Flussbett und studieren die Landkarte. Wir wollen zum Wadi Dayqah, das als eines der schönsten Täler im Oman gilt. Doch die Wegbeschreibung ist kaum zu gebrauchen. Im Nu ist der Geländewagen umringt von Bewohnern der nahen Oase Khabbah. Fremde verirren sich nur selten hierher, vier Autostunden von der Hauptstadt Maskat entfernt ... mehr

Gruß
Birgitt
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