Ägypten | Toshka-Projekt: Ein kühner Wüstentraum versandet

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Alexander
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Ägypten | Toshka-Projekt: Ein kühner Wüstentraum versandet

Beitrag von Alexander »

Ägypten baut an einem künstlichen Niltal in der Wüste. Das ehrgeizige Toshka-Projekt droht zur größten Investitionsruine des Landes zu werden ...
Die nagelneuen Laternen hier stehen dichter als in Kairo. Schwarz geteerte Straßen flimmern in der brütenden Sonne. Bis zum Horizont ziehen sich breite Betonkanäle mit tiefblauem Wasser durch den Wüstensand. Ab und zu ragt ein einsamer Handymast in den wolkenlosen Himmel. "Zweites Ägypten" und "Neues Niltal" priesen Ägyptens Macher das wohl ambitionierteste Investitionsvorhaben seit dem Assuan-Staudamm in den fünfziger Jahren. Bis zum Jahr 2017 sollen in der Toshka-Region im Süden des Landes 175.000 Hektar Wüste mit abgezweigtem Nilwasser zum Blühen gebracht werden, und eine Million Menschen in 20 neuen Dörfern und Städten wohnen. In der anfänglichen Euphorie war sogar von 600.000 Hektar Neuland die Rede. Fünf Milliarden Euro hat Kairo nach offiziellen Angaben seit 1997 in diese wohl größte Urbarmachung der Welt gesteckt.
Ägypten: Ein kühner Wüstentraum versandet
22.07.2010 - tagesspiegel

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Birgitt
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Ägypten | Toshka-Projekt: Weizen in der Wüste

Beitrag von Birgitt »

Die ausbleibenden Getreidelieferungen aus der Ukraine zwingen Ägypten zu handeln. Jetzt wird sogar das Toshka-Projekt wiederlebt, um in der Wüste Getreide anzubauen. Birgit Svensson hat es sich angesehen ...
Die Fahrt von Assuan in Oberägypten Richtung sudanesischer Grenze ist eintönig, die Straße schnurgerade. Wüste, wohin das Auge reicht. 250 Kilometer Hellbraun, unterbrochen manchmal durch schwarze und graue Steine. Die Hitze spiegelt Wasser vor - eine Fata Morgana. Dann plötzlich: Wie aus dem Nichts tauchen Felder, grüne Flecken, mitten in der Wüste auf. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich das Grün als Weizen. Ein Dorf links von der Straße wird sichtbar, rechts eine hohe Mauer, kilometerlang. Die Mauer soll vor Dieben schützen, denn Weizen ist derzeit begehrt in Ägypten. Der Preis für den Rohstoff, aus dem das tägliche Brot gebacken wird, steigt ins Unermessliche. Toshka, am unteren Ende Ägyptens und nur wenige Kilometer vom Sudan entfernt, ist die Hoffnung. Ein Projekt, das bereits vor 20 Jahren ins Leben gerufen und seitdem völlig vernachlässigt wurde, soll die Rettung vor einer Hungerkatastrophe am Nil sein.
Nahrungsmittelkrise in Ägypten: Weizen in der Wüste
23.05.2022 - Qantara

Gruß
Birgitt
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