Eigene Kühe für Algerien

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Birgitt
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Eigene Kühe für Algerien

Beitrag von Birgitt »

Eigene Kühe für Algerien
12.10.2007

Algerien will 300 000 Milchkühe importieren, um nicht mehr auf die Einfuhr von teuren Lebensmitteln angewiesen zu sein. Das Land finanziert seine Importe seit jeher mit den Einnahmen aus dem Export von Oel und Erdgas ... mehr

Gruß
Birgitt
Roger-Tecumseh
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Re: Eigene Kühe für Algerien

Beitrag von Roger-Tecumseh »

"Seit mehr Anbauflächen für die Produktion für Bio-Kraftstoff verwendet werden, sind die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe geschnellt."




Mag sein, daß interessierte Stellen dies so begründen. (Nachträgliche Ergänzung: die Preise steigen ja im Moment überall - auch in der EU - und auch dort, wo keine großen Flächen für Bio-Kraftstoff mißbraucht werden!)
Die Wahrheit für die schlechte Ernährungslage in Algerien liegt jedoch weniger in der jüngsten Gegenwart, als vielmehr immer noch in der "revolutionären" Vergangenheit.
Während die Erdöl-/Gas-armen Nachbarn Tunesien und Marokko die traditionelle Landwirtschaft modernisierten, hatte sich Algerien voll auf den sowjetischen Weg begeben. Die Strukturen des Landes wurden (unter sträflicher Vernachlässigung der Landwirtschaft) auf, zum Teil sinnlose ,industrielle Großprojekte gezwungen. Mehr als zehn Jahre lang folgte Houari Boumedienne stur dem ideologischen Vorbild des Großen Bruders. Daß er dabei noch glaubte, den Spagat zwischen Materialismus und prononciertem Islam vollziehen zu können, mußten große Teile der Bevölkerung aushalten. (Wer schon damals dort unterwegs war, weiß, wovon ich spreche.)
Wenn deren Lage nun endlich durch einige tausend rülpsende und anderweitig blasende Wiederkäuer verbessert werden soll, dann kann man nur hoffen, daß wenigsten etwas vom öligen Staatsschatz (augenblicklich ca. 70 Milliarden US-Dollar) durch einen weitsichtigen Ausbau der Landwirtschaft auch mal nach "unten" fließen! Zumal sich seit Boumedienne die Bevölkerung demnächst fast verdoppelt haben wird.
Jürgen Kempe
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Re: Eigene Kühe für Algerien

Beitrag von Jürgen Kempe »

Ich kann in Algerien keine (zusätzlichen) Weideflächen für 300.000 Kühe erkennen. Die wenigen Rinder, die man -ohnehin nur im Norden/N-Osten- sieht, sind klapperdürr; schon die Ziegen und Schafe haben's schwer.

Jürgen Kempe
Birgitt
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Re: Eigene Kühe für Algerien

Beitrag von Birgitt »

ALGERIA: DANONE WANTS TO IMPORT 11,000 COWS
16.03.2009 - ANSAmed

ALGIERS - The Danone Djurdjura Algeria group, a branch of the French brand, signed a convention with the national agricultural loans bank (Cassa nazionale agricola di mutuo, Cnma) which also provides for the purchase of 11,000 cows over the next two years to try to lower the importation of powdered milk. Mohamed Soulak, director of the national milk office (Onil), explained that "the convention will allow for greater guarantees to the breeders". Danonés 450 breeders and suppliers, who own 5,000 cows, "will be insured by Cnma". Soulak added that "We want to modernise the milk supply chain, increase the production of fresh milk and thus lower dependency on imports", and announced the creation of 3 farm-schools to train breeders. Algeria, which has a milk deficit of some 900 million litres, spends 600 million dollars every year for powdered milk. With a yearly pro-capita milk consumption of 110 litres, milk represents a central product in the Algerian diet. Algerian authorities had announced in 2008 the import of 145,000 units of cattle to deal with this milk crisis.

Quelle: ANSAmed


Gruß
Birgitt
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