Jasmin Revolution - bald auch Domino Effekt in ganz Afrika?

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Kuno
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Jasmin Revolution - bald auch Domino Effekt in ganz Afrika?

Beitrag von Kuno »

Ich nehme fuer "Afrika" nun halt auch den Teil suedlich der Sahara (wie es mindestens die LYs tun :wink: )

This seems to be a widely held view. Kenya’s Taita say something similar, and the Ghanaians have it as: “If you notice your neighbour’s beard is on fire, then you better keep some water by yours”.

Der ganze Artikel ist hier zu finden:

http://www.theeastafrican.co.ke/news/-/ ... index.html

Keine ahnung, ob es suedlich der Sahara abends im Beratungszimmer des Praesidenten auch etwas alenger Licht brennen hat als zuvor...

...wer weiss mehr?
Kuno
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Re: Jasmin Revolution - bald auch Domino Effekt in ganz Afrika?

Beitrag von Kuno »

...ich koennte mir auch noch gut vorstellen, dass manch einer, der in den suedlichen Laendern dick aufgetreten ist nun Ueberlegungen anstellen muss, wie er ohne Gaddies Gelder auskommt :?
Alexander
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Re: Jasmin Revolution - bald auch Domino Effekt in ganz Afrika?

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:...ich koennte mir auch noch gut vorstellen, dass manch einer, der in den suedlichen Laendern dick aufgetreten ist nun Ueberlegungen anstellen muss, wie er ohne Gaddies Gelder auskommt :?
Das könnte in der Tat ein Problem werden. Den eigenen Lebensstandard wird man wohl nicht verschlechtern wollen. Entweder man findet andere gesonnene Geldgeber, oder das Volk muß noch ein bischen mehr ausgequetscht werden. Der Wegweiser in Richtung nächste Revolution?

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Jasmin Revolution - bald auch Domino Effekt in ganz Afrika?

Beitrag von Kuno »

Ich habe kuerzlich eine Dokumentation ueber ein landwirtschaftliches Projekt im Niger gesehen. Richtig gross - aber ohne Einbezug der Ortsansaessigen und alles von LY finanziert. Dort stehen jetzt die Baumaschinen. Falls es von Gaddie personelich finanziert worden waere, dann waere Nigeria vielleicht jetzt irgendwie aus dem Vertrag entlassen. Ich vermute aber, dass die Nigerianer einen Vertrag mit einer Investmentgesellschaft haben, welcher wahrscheinlich immer noch besteht. Schwirig zu sagen - denn diese Firmen sind ja wohl mittlerweile auch blockiert.
Kuno
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Re: Jasmin Revolution - bald auch Domino Effekt in ganz Afrika?

Beitrag von Kuno »

Hast recht, Birgitt; das war wohl in Mali.
Birgitt
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Re: Jasmin Revolution - bald auch Domino Effekt in ganz Afrika?

Beitrag von Birgitt »

[...] Seit längerem blicken die vielen alten Staatschefs der Region jedenfalls mit spürbarem Unbehagen nach Tunis, Kairo oder auch Damaskus, ohne dabei aber ihrerseits irgendwelche Reformen zu beginnen. Während das Durchschnittsalter der afrikanischen Bevölkerung bei knapp 25 Jahren liegt, sind ihre politischen Führer im Schnitt über 70 Jahre alt. Dennoch ist selbst in Uganda, dem zuletzt unruhigsten Land in Schwarzafrika, kaum mit einem Sturz des Regimes zu rechnen: Wie die meisten seiner Kollegen kann sich auch Museveni noch immer auf die wichtigsten Gruppen des Landes stützen: das Militär und die Bauern. Die Opposition wird zwar lauter, aber ist kaum organisiert. Und viele treibt mehr die Sorge vor Inflation und Arbeitslosigkeit auf die Straße als ein Hass auf das Regime. Viele Beobachter im Westen überrascht die Toleranz, aber auch die weitverbreitete Apathie, mit der etwa die Menschen in Simbabwe oder Äquatorialguinea Langzeitdiktatoren wie Robert Mugabe oder Tedoro Obiang ertragen. Aber auch im Tschad, in Angola oder Kamerun herrschen Männer, die selbst nach fast drei Jahrzehnten nicht von der Macht lassen können ...
Von Nord- nach Süd-Afrika: Wenn der Revolutionsfunke überspringt
13.05.2011 - AZ online

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Birgitt
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Revolution als Domino in Subsahara-Afrika

Beitrag von Birgitt »

Es erfordert Mut, für politischen Wandel einzutreten. Der Arabische Frühling inspirierte auch Subsahara-Afrika. Tausende forderten ihre Menschenrechte ein. Mit ähnlichem Erfolg wie in Nordafrika?
Protestler bedrängen Afrikas Herrscher
24.05.2012 - DW World

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Analyse | Regimewechsel in Äthiopien und Sudan

Beitrag von Birgitt »

Auch wenn der Domino-Effekt teils sehr zeitverzögert eingesetzt hat, mussten in einigen Ländern Afrikas langjährige Herrscher aufgrund des Drucks der Bevölkerung abdanken. Massenproteste haben auch in Äthiopien und Sudan Regierungswechsel herbeigeführt. Rashid Abdi analysiert die momentane Lage am Horn von Afrika ...

In-depth Analysis: A Spring in the Horn: Mass Protest and Transitions in Sudan and Ethiopia
10.05.2019 - Addis Standard

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Bürgerproteste in der islamischen Welt | Zitternde Moment

Beitrag von Birgitt »

Inmitten der fühlbaren politischen Müdigkeit Europas tut es gut, den Blick nach Algier und Khartum zu richten, wo Hunderttausende seit vielen Wochen auf großer Bühne bürgerliche Selbstermächtigung inszenieren ...
Handelt es sich um Revolutionen? Aus Sicht der Politikwissenschaft, die dafür einen nachhaltigen Wechsel der Eliten verlangt, ist die Lage in beiden Ländern offen. Aus philosophischer Sicht aber ist die Revolution nicht durch ihr späteres Ergebnis definiert, sondern sie ist genau jener zitternde Moment, dem wir gerade von Ferne beiwohnen können: Wenn sich Menschen in großer Zahl als Ausgangspunkt von etwas Neuem verstehen. Wenn sie sich selbst als an einer Schwelle stehend empfinden (so nannte es Foucault als Augenzeuge der iranischen Revolution 1978/79) - einem Wellenkamm, von wo aus sie mit geschlossenen Augen sehen können, was eben noch unvorstellbar war. Und dann kann tatsächlich das Unmögliche geschehen ...
Bürgerproteste in der islamischen Welt - Der zitternde Moment
20.05.2019 - Qantara

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Militärdiktaturen in der islamischen Welt

Beitrag von Birgitt »

Damit die Menschen in der arabischen Welt sich aus dem Joch der Militärherrschaft befreien können, muss ein neues Gleichgewicht zwischen den politischen und gesellschaftlichen Kräften und dem Militär gefunden werden. Doch auch Jahre nach dem Arabischen Frühling scheint dieses Ziel in weiter Ferne ...
In mehr als einem arabischen Land wird derzeit die Macht von einem Militärherrscher zum nächsten weitergereicht. Auch wenn es oberflächlich gesehen von Fall zu Fall Unterschiede gibt, bleibt das Prinzip das gleiche. Von Algerien über den Sudan, Mauretanien und Libyen bis nach Ägypten wiederholt sich dies nun seit einem halben Jahrhundert immer wieder [...] Die Zeit ist reif, um den Platz des Militärs im politischen und gesellschaftlichen Gefüge der arabischen Staaten kritisch zu hinterfragen und seine Stellung vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in der arabischen Welt neu zu bewerten. Denn in diesen kommt dem Militär eine zentrale Rolle zu. Es kontrolliert nach wie vor das Schicksal der Menschen, die schon seit Jahrzehnten unter seiner Herrschaft leiden. Trotzdem betrachten sie die Armee immer noch als Erlöser und Retter – und darin besteht die eigentliche Tragik!
Die wahren Feinde des Arabischen Frühlings
11.06.2019 - Qantara

Gruß
Birgitt
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