Land grabbing | Landraub in Afrika

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Birgitt
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Land grabbing | Landraub in Sudan - Saudi Arabien investiert

Beitrag von Birgitt »

Saudi Arabien bekommt das Recht, 1 Mio. Feddan (rd. 420.000 ha) im Osten Sudans für die nächsten 99 Jahre zu bewirtschaften ...
Sudan’s Ministry of Water Resources and Electricity on Monday said that Saudi Arabia will cultivate one million feddans in Upper Atbara and Setait project in East Sudan, which will be inaugurated at the end of the year. On Monday, the National Assembly unanimously approved a legal framework agreement that gives Saudi Arabia the right to cultivate lands in Upper Atbara and Setait project for 99 years. Last April, Sudan said it will inaugurate a Saudi project to cultivate one million feddans in July. The feddan is a unit of area equivalent to 1.038 acres (0.42 ha). Upper Atbara and Setait Project, which is funded by Gulf financial institutions, aims to generate 150 Megawatts of power and provides irrigation water sufficient to cultivate one million feddans [...] While deliberating on the agreement, some Members of Parliament (MPs) objected to the length of time for the project. They called to reduce it to 20-25 years and suggested to renegotiate the contract at the end of its term. Also, the lawmakers criticized a clause providing to keep confidential the agreement and its terms, saying this confidentiality could jeopardize the rights of the landlords [...] )Previously, Sudan expected that Saudi investments in the country will rise to $15 billion in 2016 compared to $11 billion in 2015.
Saudi Arabia to cultivate immense territory in eastern Sudan
20.06.2016 - Sudan Tribune

Gruß
Birgitt
Bäärti
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Re: Land grabbing - Landraub in Deutschland

Beitrag von Bäärti »

Ralf Kiefer hat geschrieben:Deutschland: jetzt werden wir, zuerst die Landwirte, die Situation der afrikanischen Kleinbauern vor einigen Jahren kennenlernen. Der Bauer als Angestellter im Unternehmen auf seinem ehemaligen Boden, wenn er denn überhaupt einen Arbeitsplatz bekommt, weil Osteuropäer mit weniger Lohn zufrieden sind.
Gut - sooo neu ist das Phänomen nicht. :idea:
In Europa kennen wir das Problem seit dem frühen Mittelalter, also seit etwa 1'200 Jahren. Nach 1648 hat sich die Situation der Bauern und Landarbeiter dann nach und nach gebessert. Und erst die europäische Erfindung der Territorialstaaten, der Bürgerrechte und des Kapitalismus hat die Leibeigenschaft beendet und die Bauern auch zu Eigentümern ihres Landes gemacht.

In dieser Beziehung befindet sich "Afrika" noch im frühen Mittelalter.

Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Birgitt
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Land grabbing | Landraub in Äthiopien

Beitrag von Birgitt »

Premierminister Hailemariam Desalegn hat den Ausnahmezustand verhängt. Ein Grund für die blutigen Unruhen in Äthiopien ist die Dürre und der fortschreitende Verkauf von wertvollem Ackerland an ausländische Investoren. Ganz vorne dabei ist Saudi-Arabien ...
Obwohl fast 31 Prozent der Bevölkerung in Äthiopien von Hunger bedroht sind, wie die Welthungerhilfe kürzlich bekannt gab, geht der Landverkauf weiter. In den vergangenen Jahren verkaufte oder verpachtete Äthiopien unter anderem über 500.000 Quadratkilometer seines besten Ackerlandes an Investoren aus Saudi-Arabien. Das entspricht in etwa dem Zwölffachen der Fläche der Schweiz [...] Doch was treibt eigentlich Saudi-Arabien nach Äthiopien? Die Antwort liegt in der stetig wachsenden Bevölkerung des Wüstenkönigreichs [...] Um der wachsenden Unruhe in der Bevölkerung entgegenzuwirken, machte sich Saudi-Arabien auf die Suche nach Land in Afrika. Und wurde in Äthiopien fündig.
Ausverkauf in Äthiopien: Saudi-Arabien kauft massiv Ländereien am Horn von Afrika
31.10.2016 - RT

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Land grabbing | Landraub in Sudan

Beitrag von Birgitt »

In Sudan gehen auch große Ackerflächen in den Besitz von Investoren der Golfstaaten über. Die Bevölkerung wehrt sich, teils unter Einsatz ihres Lebens, wie aktuell in in der Region Um Kati, 70 km nördlich Khartoum ...
One person was killed in confrontations over the sale of a land to a foreign investor between police and residents of Um Kati area, some 70 kilometres north of Khartoum [...] It is noteworthy that the government decided to seize 97,000 feddans of land which residents of Um Kati claim its ownership. The government later sold 7,000 feddans to a Gulf investor. According to reliable sources, the residents rejected a settlement reached to divide the agricultural land between the government of Khartoum state and the villagers. The inhabitants of the capital accuse the state governments since under the regime of president Omer al-Bashir of selling agricultural lands to Gulf investors and influential members of the ruling party.
One person killed by police over land dispute in Khartoum
23.07.2017 - Sudan Tribune

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Äthiopien | Landnahme, Vertreibung und Binnenmigration

Beitrag von Birgitt »

Entwicklung war eines der Hauptziele aufeinanderfolgender Regierungen Äthiopiens – großflächiger Landraub war eine der Folgen. Bauern und Viehzüchter wurden enteignet und verdrängt und mussten sich neue Arbeitsplätze in Agrarunternehmen und städtischen Gebieten suchen ...

Der äthiopische Weg zur "Entwicklung" – Landnahme, Vertreibung und Binnenmigration
10.11.2020 - bpb

Siehe dazu auch:

BPfeilB Äthiopien: Zerbricht das Land im Bürgerkrieg?

Gruß
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Land grabbing | Kenia - Landnahme zu Spottpreisen

Beitrag von Birgitt »

Afrika braucht im Kampf gegen den Hunger seine Kleinbauern - und die brauchen ihr Land. Doch der Trend zur Landnahme durch große Konzerne nimmt zu. Und auch deutsche Gelder unterstützen die Projekte ...
In Kenia zum Beispiel geht es um Anbauflächen ausländischer Investoren, es geht um Tee, Kaffee, Viehzucht und neuerdings auch um Pflanzen zur Treibstoffgewinnung. Kenia steht für viele Länder Afrikas: "Mehr als 40 Prozent aller Land-Transaktionen in den letzten 20 Jahren sind in Afrika gewesen",“ beschreibt Markus Wolter, Agrarexperte bei Misereor, das Problem. "Afrika hat besonders viele schwache Staaten und schwache Boden-Märkte, schwache Bodenkatasterämter. Da gibt es wenig Regularien, und deswegen können dort Investoren sehr gut zugreifen." Zwölf Millionen Hektar sind in den vergangenen Jahren in Afrika in die Hände von Finanzinvestoren, Spekulanten oder Großfarmen gefallen, so eine Bestandsaufnahme der Plattform "LandMatrix", die auch vom deutschen Wirtschaftsministerium unterstützt wird. Probleme schaffen dabei natürlich nicht nur die Begehrlichkeiten aus dem Ausland, sondern auch Korruption und Gier der heimischen Eliten.
Kenia: Landnahme zu Spottpreisen
27.01.2022 - tagesschau

https://landmatrix.org/

Gruß
Birgitt
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