Ich will in die Wüste!
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Ich will in die Wüste!
Ich habe Heimweh nach libyscher Wüste
Als ich letztlich die Reise-Empfehlung unserer Landesmutter las, dachte ich - au ja - das wäre jetzt fein. Die Jahreszeit stimmt, das Auto steht saharatauglich gepackt im Hof. Normalerweise wäre ich spätestens heute auf der Fähre Genua-Tunis. Sonntagabend in Tunis und Montagabend in Zuara beim Hähnchengrill.
Aber, anders als unserer Landesmutter bekannt, geht das nicht mehr einfach so und ich sitze vor den Libyenbildern mit nassen Augen und schwelge im Heimweh nach Wüste. Ich glaube es geht nicht nur mir so und dachte vielleicht mach ich einen Libyen-Wüsten-Heimweh-Trip durchs ganze Land.
Aus einer ähnlichen Anwandlung sind wir mitten im Juli ins Ben Ghenema gereist, um Felsbilder zu suchen, weil wir nicht mehr auf den Oktober warten konnten.
Unsere Anreise verlief ziemlich straff und so saßen wir am Mittwochabend im Ubari am See. Unser Freund Karim begleitete uns. Von seinem Haus sind es ziemlich genau 17 KM zum Gabronn und auf seiner Idealstrecke zum Um el Hassan maximal 2 Stunden Fahrzeit.
Wir fühlten uns frei und glücklich und es war auch in der Nacht noch schön warm und mückig. Gruß Mia
Als ich letztlich die Reise-Empfehlung unserer Landesmutter las, dachte ich - au ja - das wäre jetzt fein. Die Jahreszeit stimmt, das Auto steht saharatauglich gepackt im Hof. Normalerweise wäre ich spätestens heute auf der Fähre Genua-Tunis. Sonntagabend in Tunis und Montagabend in Zuara beim Hähnchengrill.
Aber, anders als unserer Landesmutter bekannt, geht das nicht mehr einfach so und ich sitze vor den Libyenbildern mit nassen Augen und schwelge im Heimweh nach Wüste. Ich glaube es geht nicht nur mir so und dachte vielleicht mach ich einen Libyen-Wüsten-Heimweh-Trip durchs ganze Land.
Aus einer ähnlichen Anwandlung sind wir mitten im Juli ins Ben Ghenema gereist, um Felsbilder zu suchen, weil wir nicht mehr auf den Oktober warten konnten.
Unsere Anreise verlief ziemlich straff und so saßen wir am Mittwochabend im Ubari am See. Unser Freund Karim begleitete uns. Von seinem Haus sind es ziemlich genau 17 KM zum Gabronn und auf seiner Idealstrecke zum Um el Hassan maximal 2 Stunden Fahrzeit.
Wir fühlten uns frei und glücklich und es war auch in der Nacht noch schön warm und mückig. Gruß Mia
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Re: Ich will in die Wüste!
Hallo, (Ich wär jetzt im Hafen)
Es ist wunderbar auf zu wachen und die Aussicht auf den Um el Hassan zu genießen. Ein bisschen Schrott muss sein………. Nicht nur die Fahrzeuge sind lädiert, auch der Finger ist geschrottet und klopft mitunter etwas mysteriös. Konsequenz - ich darf nur beifahren und der Landy steht mit tropfendem Diff zu Hause. Hat aber auch Vorteile, ich bekomme Kaffee ans Bett gebracht, muss nicht kochen, nichts wegpacken und nicht Staub wischen.
Gruß Mia
Es ist wunderbar auf zu wachen und die Aussicht auf den Um el Hassan zu genießen. Ein bisschen Schrott muss sein………. Nicht nur die Fahrzeuge sind lädiert, auch der Finger ist geschrottet und klopft mitunter etwas mysteriös. Konsequenz - ich darf nur beifahren und der Landy steht mit tropfendem Diff zu Hause. Hat aber auch Vorteile, ich bekomme Kaffee ans Bett gebracht, muss nicht kochen, nichts wegpacken und nicht Staub wischen.
Gruß Mia
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Re: Ich will in die Wüste!
Hallo,
Wir kaufen einiges an Wasserflaschen, Wassermelonen und Gemüse ein, tauschen mit Karim die Telefonnummern und machen uns auf in den Jebbel Ben Ghenema.
Wir treffen selbst auf der Teerstraße zwischen den Ortschaften niemanden. Die Straßenposten sind verlassen, unser „Führer“ von der Agentur, hatte sich schon in Tripoli verabschiedet.
Wir waren alleine. Gruß Mia
Wir kaufen einiges an Wasserflaschen, Wassermelonen und Gemüse ein, tauschen mit Karim die Telefonnummern und machen uns auf in den Jebbel Ben Ghenema.
Wir treffen selbst auf der Teerstraße zwischen den Ortschaften niemanden. Die Straßenposten sind verlassen, unser „Führer“ von der Agentur, hatte sich schon in Tripoli verabschiedet.
Wir waren alleine. Gruß Mia
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tonicek
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Ich will in die Wüste!
Wie geht denn das? Bei uns war der immer dabei - das war angeblich so Vorschrift, hier mal ein Bild von ihm, ein sehr schöner Tuareg:Mia hat geschrieben:Hallo, . . . Die Straßenposten sind verlassen, unser „Führer“ von der Agentur, hatte sich schon in Tripoli verabschiedet. . . Wir waren alleine.
Und manchmal war auch sein kleines Töchterchen dabei:
Re: Ich will in die Wüste!
Hallo tonicektonicek hat geschrieben:Wie geht denn das? Bei uns war der immer dabei - das war angeblich so Vorschrift, hier mal ein Bild von ihm, ein sehr schöner Tuareg:Mia hat geschrieben:Hallo, . . . Die Straßenposten sind verlassen, unser „Führer“ von der Agentur, hatte sich schon in Tripoli verabschiedet. . . Wir waren alleine.
Und manchmal war auch sein kleines Töchterchen dabei:
manchmal war es so und manchmal war es halt anders, so ganz genau konnte man es niemals vorher sagen, aber ich hatte öfter das Glück ganz alleine unterwegs sein zu können, aber eine richtige Regel dafür gab es nicht, noch weniger konnte man verlässliche Tipps dafür geben. Richtig scharf wurde die Führerpflicht sowieso erst durch den Touristenboom zur Sonnenfinsternis 2006.
Gruß Mia
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Re: Ich will in die Wüste!
Hallo,
wir waren auf der Suche nach Felsbildern, bei einer Tour in den Osten im November 2001 hatte ich welche gesehen und seitdem nach einer Gelegenheit für einen etwas längeren Aufenthalt in der Gegend gesucht. Wir stießen bei unseren Nachgeforschungen auf die Bücher von Ziegert, der 1963/64 umfangreiche Reisen ins Ben Ghenema durchführte. Gruß Mia
wir waren auf der Suche nach Felsbildern, bei einer Tour in den Osten im November 2001 hatte ich welche gesehen und seitdem nach einer Gelegenheit für einen etwas längeren Aufenthalt in der Gegend gesucht. Wir stießen bei unseren Nachgeforschungen auf die Bücher von Ziegert, der 1963/64 umfangreiche Reisen ins Ben Ghenema durchführte. Gruß Mia
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tonicek
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Ich will in die Wüste!
Hallo, Mia, wir waren mit 8 WoMo's dort unterwegs, alles organisiert - es war furchtbar !!!
Ich wollte es aber einmal gesehen haben, war auf der LY-Botschaft wegen Visum, sie sagten, das ginge nur über eine Agentur von Tripolis und und und.
Da hab' ich mich einem Veranstalter angeschlossen, der Vorteil war, alles war organisiert, auch das Carnet d.P., aber riesige Nachteile in einer solchen Gruppe extrem alter Leute.
20 h abends: Gardinen zu - Sat-Schüssel hoch und Daddeldu !!! Da fing für mich der Tag erst einmal an; ich nahm mein Fahrrad u. fuhr die 7 km in die Stadt, und alle alten Leutchen haben sich erschrocken u. gerufen: "Die Afrikaner bringen Dich um!!!!" Frühmorgens staunten sie, daß ich nich lebte . . .
Wir hatten ab Grenze zwei [!!!] "Bewacher", die uns nicht aus den Augen ließen, die schliefen in Zelten oder im Hotel in Sabratha oder wie auch immer - wir mußten das natürlich alles bezahlen, auch das Essen, es war extrem teuer, die ganze Reise von Genua via Tunis nach Libyen - eine einzige Katasstrophe - ABER: Ich wollte es eben mal erlebt und gesehen haben und jetzt ist gut.
Hier paar Bilder:
Ich wollte es aber einmal gesehen haben, war auf der LY-Botschaft wegen Visum, sie sagten, das ginge nur über eine Agentur von Tripolis und und und.
Da hab' ich mich einem Veranstalter angeschlossen, der Vorteil war, alles war organisiert, auch das Carnet d.P., aber riesige Nachteile in einer solchen Gruppe extrem alter Leute.
20 h abends: Gardinen zu - Sat-Schüssel hoch und Daddeldu !!! Da fing für mich der Tag erst einmal an; ich nahm mein Fahrrad u. fuhr die 7 km in die Stadt, und alle alten Leutchen haben sich erschrocken u. gerufen: "Die Afrikaner bringen Dich um!!!!" Frühmorgens staunten sie, daß ich nich lebte . . .
Wir hatten ab Grenze zwei [!!!] "Bewacher", die uns nicht aus den Augen ließen, die schliefen in Zelten oder im Hotel in Sabratha oder wie auch immer - wir mußten das natürlich alles bezahlen, auch das Essen, es war extrem teuer, die ganze Reise von Genua via Tunis nach Libyen - eine einzige Katasstrophe - ABER: Ich wollte es eben mal erlebt und gesehen haben und jetzt ist gut.
Hier paar Bilder:
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Damals
Re: Ich will in die Wüste!
Hallo
Tja, das waren noch Zeiten. Zu der Zeit war die Welt noch in Ordnung.
Das letzte mal ( Tunesien) ist jetzt 10 Jahre her. Damals noch herrlich ohne Führer und den ganzen Schmarrn.
Gut das der Genuss für immer in Erinnerung bleiben wird und die alten Dia gibts ja auch noch!
Tja, das waren noch Zeiten. Zu der Zeit war die Welt noch in Ordnung.
Das letzte mal ( Tunesien) ist jetzt 10 Jahre her. Damals noch herrlich ohne Führer und den ganzen Schmarrn.
Gut das der Genuss für immer in Erinnerung bleiben wird und die alten Dia gibts ja auch noch!
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tonicek
- Beiträge: 101
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Ich will in die Wüste!
"Die Erinnerung ist der einzige Ort, aus dem man nicht vertrieben werden kann".Damals hat geschrieben: . . . Gut das der Genuss für immer in Erinnerung bleiben wird . . .
P.S.: Übrigens, die zwei roten Zelte auf meinem letzten Foto gehörten unseren Bewachern, die uns nicht aus den Augen ließen,
Re: Ich will in die Wüste!
Hallo,
Wir blieben alleine.
Es war heiß. Richtig heiß. Während des Tages blieb das Thermometer bei der 50°C End-Markierung hängen .
Wir starteten bei Sonnenaufgang, suchten und fuhren bis etwa 11.00 Uhr an den zerklüfteten Felsen entlang, spannten unser Sonnensegel auf, tranken Kaffee, aßen Melone oder bereiteten uns einen Salat oder kochten ein Gemüsegericht.
Wir hatten gefühlt endlos Zeit. Gruß
Wir blieben alleine.
Es war heiß. Richtig heiß. Während des Tages blieb das Thermometer bei der 50°C End-Markierung hängen .
Wir starteten bei Sonnenaufgang, suchten und fuhren bis etwa 11.00 Uhr an den zerklüfteten Felsen entlang, spannten unser Sonnensegel auf, tranken Kaffee, aßen Melone oder bereiteten uns einen Salat oder kochten ein Gemüsegericht.
Wir hatten gefühlt endlos Zeit. Gruß
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Re: Ich will in die Wüste!
Hallo,
Die ausgedehnte Mittagspause dauerte meistens bis um 4.00 Uhr Nachmittags, danach löste sich die Hitze, in der man die heiße Luft auf sich zu wabern sehen konnte und unmittelbar danach vom heißen Wind durch geblasen wurde und jeden Tropfen Feuchtigkeit aus den Poren sog.
Wir pendelten wiederum die Felsen entlang und setzten unsere Suche bis zum Einbruch der Dunkelheit fort. Gruß Mia
Die ausgedehnte Mittagspause dauerte meistens bis um 4.00 Uhr Nachmittags, danach löste sich die Hitze, in der man die heiße Luft auf sich zu wabern sehen konnte und unmittelbar danach vom heißen Wind durch geblasen wurde und jeden Tropfen Feuchtigkeit aus den Poren sog.
Wir pendelten wiederum die Felsen entlang und setzten unsere Suche bis zum Einbruch der Dunkelheit fort. Gruß Mia
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Re: Ich will in die Wüste!
Hallo,
Zum Übernachten bleiben wir einfach irgendwo stehen, rollen unseren Teppich aus und klappen unser Zeltdach auf. Manchmal zieht hoch über uns ein Flugzeug über den Himmel, ansonsten bleibt es völlig still. Wir genießen unser einfaches Sein in der Wüste.
Bei Tagesanbruch sind wir wieder fleißig unterwegs. Zugegeben, es ist manchmal mühevoll die Felsbrocken nach Felsbildern ab zu suchen, aber jede entdeckte Gravur wird gebührend bestaunt und wir sind begeistert über diese unerwartete Bildergalerie, deren Künstler nie einen Namen haben werden. Gruß Mia
Zum Übernachten bleiben wir einfach irgendwo stehen, rollen unseren Teppich aus und klappen unser Zeltdach auf. Manchmal zieht hoch über uns ein Flugzeug über den Himmel, ansonsten bleibt es völlig still. Wir genießen unser einfaches Sein in der Wüste.
Bei Tagesanbruch sind wir wieder fleißig unterwegs. Zugegeben, es ist manchmal mühevoll die Felsbrocken nach Felsbildern ab zu suchen, aber jede entdeckte Gravur wird gebührend bestaunt und wir sind begeistert über diese unerwartete Bildergalerie, deren Künstler nie einen Namen haben werden. Gruß Mia
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)




