...so fahren wir eben nach Irgendwo

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Wolfgang131
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...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Kaum habe ich von Namibia nach Bremerhafen zurück verschifft, habe ich es auch schon bereut. Man sollte eben keine langfristigen Zusagen machen.
So nehme ich meine XT und fahre auf kleinen Straßen in Schräglage durchs gelbe Spanien.

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Auch in Frankreich war es schön.

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sieht man von den nachträglichen Briefen der Gendamerie ab.

Dan stellt sich die Frage, was wir im Winter machen?
Wieder nach Südamerika?

BR 319 Brasilien
BR 319 Brasilien
Bolivien, östl. Titicaca
Bolivien, östl. Titicaca
Altiplano Chile
Altiplano Chile

Oder in meine geliebte Sahara?

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Oder gleich wieder zu den Tieren ins südl. Afrika?

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Wolfberg Arch, Cedernberge Südafrika
Wolfberg Arch, Cedernberge Südafrika

Inge will Tiere sehen, also wollen wir nach Südafrika verschiffen. Leider finden wir keinen Containerpartner, so daß wir eben ohne Ziel und ohne Plan nach Irgendwo fahren.
Am Abfahrtstag leidet Inge an einem bekannten Virus, in Frankreich ist Tankstellenstreik und am Auto leckt ein Ölschlauch.....

Nach 12 Tagen ist Inge fit und hat in meinem Haus das letzte Staubkörnchen gefunden....
Surfy
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Surfy »

Ich bin gespannt darauf, wohin die Reise führt!

Und wir Leser & stillen Mitleser - hoffen natürlich darauf, ab und an einen Einblick zu erhaschen!

Euch einen guten Start, nach dem holperchen am Anfang :wink:

Surfy
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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Da keiner von uns eine Idee hat wie wir durch Frankreich kommen, ziehen wir eine Linie von Frankfurt nach Lourdes. An dieser fahren wir möglichst entlang.
Auf kleinen Straßen finden wir immer schöne Schlafplätze.

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In Lourdes hat Inge Geburtstag. Im einzig offenen Resto sind am Buffet einige "Härtefälle". Wir lästern und lachen....

Grotte
Grotte
Kirche Lourdes
Kirche Lourdes

Weiter auf kleinsten Wegen Ri. Westen. Immer wieder finden wir tolle Rast und Schlafplätze.

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In Spanien fahren wir auch "Luftlinie". Wir kommen durch herrliche gelbe Landschaften.

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Toledo ist eine tolle Stadt. Kultur, Cafés, Restlos...wir machen vom allem Gebrauch.

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Toledo
Toledo

Ein "Drahtseilakt" darf auch nicht fehlen.

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Über Guadalupe z. T. auf Holperstrassen.

Schwarze Madonna
Schwarze Madonna
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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Weiter durch das herbstliche Spanien

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Auch Cordoba ist eine tolle Stadt mit kleinen Gassen und viel Kultur.

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Ebenso wie Ronda.

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Schöm durch die Berge nach Algeciras. Bei Carlos ein Ticket nach Tanger Med für 330€. Der Bulli ist jetzt ein grosses Wohnmobil....
Einen guten Schlafplatz am Hafen.

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Inge will noch nach Gibraltar zu den Affen.

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Morgen geht's nach Marokko.
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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Schon auf der Fähre lernen wir etwas von der afrikanischen Toilettenkultur.
Marokko empfängt uns mit Regen und Wind, dafür ist der Zoll schnell erledigt. Polizei war auf dem Schiff.
Chefschauen ist eine tolle Stadt mit blauen Gassen zum Bummeln.

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Am ersten sonnigen Tag wandere ich von Chefchauen hoch bis zu den Zederwäldern. 8,5 km, 1.200 Höhenmeter.

Am nächsten Tag queren wir das Rif auf kleinen Pisten. Diese sind sehr steil und holprig. Auch die OSM Karten versagen, da man nicht sehen kann, welche Pisten in Eselspfade übergehen.
Niemand spricht französisch oder spanisch.

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Schlafplatz bei Pinien
Schlafplatz bei Pinien
Immer wieder tolle Aussicht
Immer wieder tolle Aussicht
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Steinig sind die Pisten
Steinig sind die Pisten
Wieder im Zedernwald
Wieder im Zedernwald
Die Zivilisation im Blick
Die Zivilisation im Blick

Pro Tag im Rif sind wir 30 km gekommen.
An der Küste finden wir einen tollen Platz bis uns nachts die Polizei vertreibt. Am beleuchteten Strand mit Bewachung verbringen wir die Nacht.

Tagsüber schöne Plätze am Meer.
Tagsüber schöne Plätze am Meer.

Uns zieht es wieder in die Berge zu den Wäldern.

Sonnenaufgang im Zedernwald
Sonnenaufgang im Zedernwald
Schlafplatz
Schlafplatz
Toller Platz oberhalb vom Stausee
Toller Platz oberhalb vom Stausee

So ganz nach der Reihe ist es nicht...ich und Handy...
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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Die Piste führt uns nach Süden durch ein herbstliches Tal.

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Vorbei an kleinen Dörfern.

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Taza hat einen untouristischen Souk.

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Wir erforschen die Korkeichenwälder. In der OSM Karte sind alle Pisten eingezeichnet. Ob sie dann befahrbar sind ist eine andere Sache.

Zum Glück hat das Auto genug Kratzer
Zum Glück hat das Auto genug Kratzer
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Auf kleinen Straßen südwärts.
Die Polizei ist um unsere Sicherheit bemüht, weil es hier gefährlich ist. Sie haben Angst wir könnten wild und ohne Schutz nächtigen.
Oberhalb der Zedern finden wir einen Platz in 2.000 m Höhe.

Die letzten Zedern
Die letzten Zedern

Es ist lausig kalt, wir wollen in den Süden.
Am Tizi bou Zabel bin ich fassungslos.

Tizi bou Zabel 2.290m
Tizi bou Zabel 2.290m

Wo früher ein Zedernwald war, ist jetzt Steinwüste.
Ich denke an das Buch "Vor dem Menschen stirbt der Wald".
Wenigstens sind in Marokko weder Corona noch die 0,04% CO2 in der Luft ein Problem.
Aber der Wassermangel ist dramatisch.
Noch ein letzter Schlafplatz bei Büschen

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Dann geht es auf Umwegen in die Wüste. An manchen Abzweigen werfen wir eine Münze.

Ziztal
Ziztal

Wir landen im Tourizetrum Merzouga

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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Von den Dünen hat man einen schönen Blick.

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Wir wollen den Weg umrunden. Leider sind nur "Raser"unterwegs. So fahren wir einige Kilometer südlich. Wenn eine Düne den Weg versperrt machen wir Pause.

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Durch Zufall kommen wir doch auf die Ostroute. Am Dünenrand steht ein Tourizelt am anderen, auf festem Grund viele Nomadenzelte mit bettelden Kindern.

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Wir verzetteln uns im Spurengewirr. Ausgerechnet jetzt leuchtet die rote Batterie Kontrollleuchte. ....
In Merzuga werden die Kohlen gewechselt und alles ist ok.
Ich ärgere mich, weil ich vor der Abfahrt nicht nachgeschaut habe, Inge meint ich soll doch froh sein, welche dabei zu haben. So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein.
Bei der Suche nach einem Campingplatz sehen wir einen guten Platz.

Am Weg Chebbi
Am Weg Chebbi

Wir queren denJebel Ougnat fahren dann bis Tinejdad und queren ihn auf schöner Bergpiste noch Mal.

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Weiter durch afrikanische Landschaft.

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Es gibt durch unkontrollierte Grundwasserentnahme viele abgestorbene Palmenhaine.

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Wenn der letzte Tropfen verbraucht ist, ergeht es den Menschen wie den Palmen.
Wir wollen durch den Nebel Sarhro und entscheiden uns für den Tizi Tazzarine. Leider ist er inzwischen geteert.

Auf der Passhöhe
Auf der Passhöhe

Die Todraschucht ist ohne Touristen, oben ist ein Staudamm fast fertig.
Die Verbindung zur Dadesschlucht ist teilweise im Ausbau und gut zu fahren.

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Im Dadestal biegen wir Ri. Westen und wollen an der Südflanke des M Goun fahren. Die OSM Karte führt uns ins Irgendwo. Keine Ahnung wo wir sind. Einheimische sagen uns, dass wir nach Agarzagga müssen. Das ist auf meiner Karte eingezeichnet. Schließlich sehen wir unten im Tal einen Ort. Zunächst ist die Piste gut, führt dann aber an einem Schotterhang entlang. Die Kehren sind so eng, dass es Plattformen zum Drehen gibt. Diese sind aber nur 10 m lang.
Der Schotter gibt keinen Halt und bei vollem Lenkeinschlag rutschen die Vorderräder Ri. Hang. Wir sind froh als wir unten sind.

Agarzagga, von weitem sieht der Hang nicht schlimm aus
Agarzagga, von weitem sieht der Hang nicht schlimm aus
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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Noch eine Flussdurchfahrt und nach 12 km auf schmaler aber guten Piste erreichen wir die Teerstraße, die bis Ait Toumeet geht.
In Ait Youb erkundigen wir uns nach dem weiteren Pistenverlauf nach Aguerd.

Experten
Experten

Endlich ein kompetenter Mann, der gut Englisch spricht und die Gegend perfekt kennt.
Inge kämpft derweil mit unerzogenen Kindern.
Bald stellen wir fest, daß die Kompetenz nur bis zum nächsten Dorf reicht. Die OSM Karte zeigt nur Mist an, aber auf Maps.me Fahrrad ist die Gandinipiste (Gandini=Pistenführer) gut eingezeichnet..
Die Piste ist holprig und von Wadis durchzogen.
Kurz vor Amguerd ist die Piste weich mit roter Erde.

Blick auf Amguerd
Blick auf Amguerd

Zunächst sind wir froh, aber bald tönt es von der Beifahrerseite: "Oh nein....". Ich sage noch, daß dies ein Eselspfad ist....aber genau da müssen wir hinunter.
Die weiche Erde wird bei Regen weggeschwemmt und die Piste immer schmaler. Besonders schlimm sind die Kurven. Das Kurveninnere Hinterrad findet kaum noch Hält. Jede Kurve ist eine Mutprobe.
Wir sind heilfroh als wir unten sind.
Jetzt weiß ich auch was Gandini unter einer spektakulären Abfahrt versteht.
Wir wollen nur noch auf die Teerstraße.
Nach ein paar Tagen Erholung fahren wir die 307 nach Demnate. Die Straße ist im Ausbau, die schwierigsten Passagen breit geteert.
In Marrakesch haben wir Besuch. Der Campingplatz Relais bietet auch Zimmer.

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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Wir bekommen Besuch und sind jetzt normale Touristen.

In den Souks von Marrakesch sind alle freundlich ohne Anmache.

Färber
Färber

Wir nächtigen jetzt in Hotels.

Telouet
Telouet
Ait Benhaddou
Ait Benhaddou
Zagora
Zagora

Bin ich froh wieder in der Natur zu sein!

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Es ist nachts eiskalt (5°) und wir wollen zur Küsten.
Unterwegs fahren wir an einigen schönen Plätzen vorbei, die ich kenne.

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Mein Lieblingsplatz
Mein Lieblingsplatz
Kaffeepause
Kaffeepause
Noch ein Guelta
Noch ein Guelta

Ich kenne von vorherigen Reisen viele.

Noch Mal bei Palmen
Noch Mal bei Palmen

Bald erreichen wir die Westsahara.

Kakteen bestimmen das Bild
Kakteen bestimmen das Bild
Frühstück im Kakteenhain
Frühstück im Kakteenhain
Die Gueltas werden klein
Die Gueltas werden klein
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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Tiglite war früher ein schlimmer Ort mit Kindern, die mit Steinen geworfen haben. Jetzt gibt es eine Ortsumfahrung und alles ist ruhig

Tiglite
Tiglite

Wir fahren zum Dades, wo es auch einige Gueltas gibt.

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Wir übernachten im Dades.

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Wir fahren auf die Südseite und folgen einer neuen Trasse.

Die Landschaft ist bergig
Die Landschaft ist bergig
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Mit unglaublichem Aufwand wurden Bergeinschnitte gemacht, wo kaum ein Auto fährt.

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Wir kommen an der Piste heraus, die von Assa nach M Sied führt. Die Landschaft ist schön.

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Da es nachts kalt ist, wollen wir endlich in den Süden.
Noch bei einem fast leeren Guelta schlafen und weg.

Fast ausgetrocknet
Fast ausgetrocknet
Kamele füttern ist Frauensache
Kamele füttern ist Frauensache

Ein Platz am Meer unter Bewachung. Frei stehn in der Westsahara kann man abhaken.

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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Wir fahren nach Dakhla, dem Zentrum der Surfer. Die Halbinsel ist fast zugebaut, aber es gibt noch genug Plätze um frei zu stehen.

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Ich checke das Auto und stelle fest, dass eine Achsmanschette angerissen ist. Dies ist eine Schwachstelle vom Bulli, da es keine Originalteile mehr gibt.
In Dakhla gibt es eine öffentliche DU, Kuchen und guten Fisch.

Wir fahren nach Mauretanien. Der Zoll in Marokko ist langwierig mit Röntgen, aber korrekt.
Schon hinter dem Schlagbaum lauern die Schlepper, die keiner braucht. Auch in Mauretanien sind die uniformierten Beamten ok. 55€ Visum, 10€ fürs Papier vom Auto ohne Quittung.
Corona ist kein Thema. Das AA schreibt also falsch.
Hinter dem Schlagbaum kann man wechseln und Versicherung abschließen für 26€/14 Tage.
Die Straße ist schlecht und wir suchen uns früh einen Schlafplatz.

Frei in Mauretanien
Frei in Mauretanien

Am nächsten Tag fahren wir nach Nouakchott an Meer. Terjit ist eine gute Adresse mit Restaurant.
Wir treffen andere Touristen, quatschen von der Ost und Westroute, von Rosso ....gehen baden und fühlen uns wohl.

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Am Hafen
Am Hafen

Nach einigen Tagen brechen wir nach Atar auf.
Nach Regen ist die Wüste gut bewachsen.

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Es gibt sogar fließendes Wasser.

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Terjit ist eine schöne Oase

Terjit
Terjit

In Atar bin ich nicht zum ersten Mal. Aber soviel Dreck, Anmache gab es noch nie. Weil alle zum Auge Afrikas wollen, haben sie die Preise für Touristen verdoppelt. Wir fühlen uns nicht wohl und verzichten auf die 550 km Wellblech zum Auge.

Nachdem auch die Verladung auf den Zug scheitert, fahren wir eben zurück. Noch 2 Tage beim Holländer in Nouadibou.

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Dann geht es zur Grenze. Kinder, die Steine werfen, verabschieden uns
Wir haben noch Geld übrig. Nach dem Wechsel behauptet mein Gegenüber es sei ein 200er Schein statt eines 1000ers dabei gewesen. Ein Polizist, der in der Nähe ist (aber nichts sehen konnte) kann alles bezeugen
Nach einigem Pallaver geht's zum Chef, der das strittige Geld bezahlt.
Der Rest der Grenze geht rasend schnell ohne Zahlung.

In MA wieder langwierig mit röntgen.

Wer in der Sahara im Sand buddelt, kann auch Bier finden.
Wir finden sogar das seltene Windhoek

Bier im Sand
Bier im Sand
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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Vor Dakhla leuchtet wieder die Batterie Kontrollleuchte. Das Kabel von den Kohlen ist abgerissen. Ich sollte keine gebrauchten Teile einbauen! Zum Glück hat der Besuch neue mitgebracht.

In Dakhla gehen wir auf den berühmten PK 25. Im privaten Bereich bezahlt man 3 € und hat Zugang zur DU und WC.
Allerdings gibt es kein Wasser.....
Die Quelle stinkt nach Schwefel....und die Leute duschen sich mit der stinkenden Brühe...einfach nur schrecklich.

Wir duschen am Markt, essen leckeren Fisch, Kuchen...und fühlen uns abseits wohl.

Wie viele Kamele passen auf einen Toyota?
Wie viele Kamele passen auf einen Toyota?

Wir fahren nach Norden zum einem Strand, wo man frei stehen kann.

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Wir wollen am Camp Beduin bei den Belgien übernachten. Das Camp ist mutwillig zerstört. Wir bleiben trotzdem über Nacht.
Um 2h kommt die Polizei und will uns verscheuchen.
Inge zeigt dem Polizist die Uhr und sagt in barschem Ton, daß wir keinen Meter fahren. So schlafen wir weiter.

Kurz vor Sandsturm. Wir retten uns nach Naila, wo eigentlich campen verboten ist. Für 2€ ist es aber möglich.
In der Nacht schüttet es, alles ist überschwemmt und unsere Pistenträume versinken im Wasser.
Die Küstenstraße ist überwiegend Autobahn, so biegen wir nach Tantan die nächste Teerstraße ab.

Wir landen wieder im Kakteenhain.

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Die kleine Mosche, kaum größer als der Bulli
Die kleine Mosche, kaum größer als der Bulli

Die Teerstraße endet.

Wasser und Schlamm
Wasser und Schlamm

Auf der Hauptstraße fahren wir nach Tafraout.

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Anschließend ins Tal Ait Mansur.

Enges Palmental
Enges Palmental
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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Wir möchten noch in ein anderes Tal, aber die Piste ist zerstört. Also zu einer Hauptpiste, die sieht dann so aus.

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Ein paar Kilometer weiter ist Schluss.
So fahren wir noch Mal durchs letzte Tal.

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Wir wollen nun nur noch auf Teer weiter.
Aber auch die Verbindung Igherm nach Taliouine ist nicht befahrbar.

Die Straße ist weggespült
Die Straße ist weggespült

Vor dem Tizi nTest haben wir einen dunstigen, aber warmen Tag im Arganienhain.

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Wir möchten zum Gipfelhaus - wie immer.

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Der Tiefschnee zwingt uns nach 2 Std. aufzugeben.

Im Tiefschnee wandern ist hart
Im Tiefschnee wandern ist hart

Zum Skizirkus von Marrakesch. Die Betonung liegt auf Zirkus.

Skizirkus Marrakesch
Skizirkus Marrakesch

Wir mieten uns statt Ski einen Schlitten.

Wer den Schlitten hochziehen darf ist klar
Wer den Schlitten hochziehen darf ist klar

Von Marrakesch kann man viele Bilder machen. Mein Beitrag soll ja nur ein kleiner Auszug von der Reise sein.

Gewürze
Gewürze
Färber
Färber
Reiterspiele
Reiterspiele

Es regnet schon wieder -seit der Westsahara- und kalt ist es auch.
Wir beschließen die Heimreise früher anzutreten.
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Wolfgang131
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Re: ...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Wolfgang131 »

Bei strömendem Regen verlassen wir Marrakesch. Damit sind auch unsere Wander- und Pistenträume ins Wasser gefallen.

Meknes ist eine angenehme Stadt, aber bei diesem Wetter...
immerhin findet Inge ihren Teppich für das Wohnzimmer. Der Bulli ist ja sooo groß.

Auf kleinen Straßen durch die Zederwälder bei Azrou.

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Leider sehen die meisten Wälder so aus.

Nomadenzelte
Nomadenzelte

In Chefchauen bringen wir den Bulli zur Beauty-Farn und wir nehmen uns eine schöne Ferienwohnung in der Altstadt.
Nur die Häuser in der Altstadt haben keine Heizung. So fühlen wir uns in dem "Eispalast" (O-Ton Inge) nicht wirklich wohl.

Hausberg von Chefchauen
Hausberg von Chefchauen

Da will ich schon lange hoch und habe mich immer verlaufen.
Mit elektronischer Hilfe soll es klappen.
18 km und 1.000 Höhenmeter sind machbar.

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Der kleine steinige Pfad zehrt an den Kräften, auch weil ich die ganze Zeit faul war.

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Auf der letzten Rille wegen dem lösen Schotter erreiche ich den Gipfel.

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Auf der anderen Seite die Berge, wo ich im Dezember war. Diese sind zwar höher, aber einfacher zu erreichen.

Wir sind froh wieder im Bulli zu sein und fahren zur Fähre.
Zuvor tanken wir für 1,15€/l voll und werden so nur noch im Norden von Spanien etwas nachfüllen müssen.

Die vielen Polizeikontrollen sind vorbei und Marokko verabschiedet sich mit Regen. Genauso empfängt uns Spanien.

In der Nähe von Cadiz finden wir einen schönen Platz am Meer und werden dann morgens von der Polizei verjagt.

Gehen wir einfach nach Sevilla. Dies ist eine tolle Stadt.

Sevilla
Sevilla

Als es auch hier regnet, treten wir die Heimreise durch das mit Radaranlagen verseuchte Frankreich an.

4 Wochen früher als geplant komme ich im kalten Deutschland an und habe genug Zeit vom südl. Afrika zu träumen.
Mauritius
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...so fahren wir eben nach Irgendwo

Beitrag von Mauritius »

Wolfgang131 hat geschrieben: . . . In der Nähe von Cadiz finden wir einen schönen Platz am Meer und werden dann morgens von der Polizei verjagt.
Hochinteressant geschrieben, vielen Dank!
Aber das mit der Polizei in Cadiz ist allgemein bekannt, siehe auch hier:

https://www.reisemobiltreff.de/viewtopi ... ien#p22522
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