TN / "Cola the Pain"

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Kuno
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Kuno »

Hmmm.

Dem Gestank nach hat man dieselbe Wasserschicht angebohrt, wie auch schon in Ksar Ghilane.
Dort gab es aber schon seit langer Zeit eine kleine Oase.

Koennte es nicht auch sein, dass man die Idee hatte, eine weiere Oase zu "bauen"?
Alexander
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:Hmmm.

Dem Gestank nach hat man dieselbe Wasserschicht angebohrt, wie auch schon in Ksar Ghilane.
Dort gab es aber schon seit langer Zeit eine kleine Oase.

Koennte es nicht auch sein, dass man die Idee hatte, eine weiere Oase zu "bauen"?
Die Quelle am Ksar ist meines Wissens schon seit der Römerzeit bekannt. Eine weitere Oase war mit der Bohrung mit Sicherheit nicht geplant. Da stand tatsächlich das Öl im Vordergrund. Pech für den, der da Geld in den Sand gesetzt hat.

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Kuno »

Der Tuempel beim Ksar Ghilane basiert ebenfalls auf einem Bohrloch. Das Rohr ist (war) im hinteren kleinen tuempel noch lange zu sehen. Die Oase hingegen ist schon aelter - allerdings nicht in den heutigen Ausmassen.

Alexander; hast du irgendwelche Unterlagen, die auf die Oelsuche in dieser Gegend hinweisen?
Alexander
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Alexander »

Unterlagen habe ich natürlich (leider) keine. Wenn du aber mit alten Tunesiern über die Geschichte dieser Gegend sprichst, erfährt man Interessantes. Mit etwas Glück findet man auch noch Überbleibsel in der Wüste aus dieser Zeit. z.B. Rohre, alte Bohrköpfe, usw.

Im www habe ich noch einige Reiseberichte teilweiste mit Photos gefunden:

:arrow: Tunesien und die Reise zum verlorenen See - oder Mit Getriebeschaden mitten in der Sahara
:arrow: Tunesien 2004 - ins Sperrgebiet
:arrow: Härtetest – Expedition zum „verlorenen See“

Grüsse
Alexander
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Wolfgang K
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Wolfgang K »

Whow, eine Expedition hats auch mal dahin gehabt. :!:
Kuno
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Kuno »

Expedition UND Haertetest.
Alexander
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:Expedition UND Haertetest.
Als Expeditionen werden Forschungsreisen oder Reisen mit extrem sportlichen Zielen bezeichnet, die die Grenzen einer Urlaubsreise weit überschreiten und das Erreichen des Zieles mit großen Unwägbarkeiten verbunden ist. Der Reiz einer Expeditionen liegt im Reisen in relativ unbekannte Gegenden der Welt in der es keine oder kaum Infrastruktur gibt

Der Erfolg einer Expedition hängt unter Umständen vom Einsatz aller Mittel ab. Es kann auch den kompletten Verlust der Ausrüstung bedeuten der im Fall des worst case von vorneherein bewusst in Kauf genommen werden muss.

Grundvoraussetzungen sind:

→ körperliche Fitness
→ nervliche Belastbarkeit
→ gute Gesundheit
→ perfekt abgestimmtes Equipment.
→ finanzielles Polster
→ Zwischen 6 und 9 Wochen Zeit
Quelle: http://www.rolling-mia-tours.de/exped.php

Kuno, als du zum See unterwegs warst, hattest du

→ körperliche Fitness? (sieht nicht so aus :roll: )

Bild

→ nervliche Belastbarkeit? (macht den Eindruck)

Bild

→ perfekt abgestimmtes Equipment (na ja Kuno, ich glaube, das können wir verneinen, da sich das EDTT vermutlich noch in der Versuchsphase befand.

→ finanzielles Polster (das kann ich nun wirklich nicht beurteilen)
→ Zwischen 6 und 9 Wochen Zeit (braucht man denn zum See so lange? :shock: )

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Kuno »

Alexander. Hier meine Antworten:

→ körperliche Fitness
Daran muesste ich noch etwas arbeiten. Das habe ich schon set einiger Zeit vor - so etwa seit 30 Jahren.

→ nervliche Belastbarkeit
Nerven habe ich schon lange keine mehr.

→ gute Gesundheit
Hier wage ich keine Eigendiagnose zu stellen.

→ perfekt abgestimmtes Equipment.
Das war es eher nicht.

→ finanzielles Polster
Das fette Polster ist weggefressen. Und ich muss mir noch einen neuen Trolley kaufen.

→ Zwischen 6 und 9 Wochen Zeit
Ein wenig schneller waren ich schon....


Und zum Ablenken noch ein paar weitere Fotos:
Tunisia 2012-04 (1459).JPG
Tunisia 2012-04 (1473).JPG
Hier noch ein nettes Kamel, das wohl den Touristenreiter abgeworfen hat. Wuerde mich irgendwie auch mal reizen, mit solchen Dingern durch den Sand zu tappen - wenn sie nur nicht so elend stinken wuerden:
Tunisia 2012-04 (1449).JPG
der andere Hans
Beiträge: 294
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von der andere Hans »

Kuno hat geschrieben:Hier noch ein nettes Kamel, das wohl den Touristenreiter abgeworfen hat. Wuerde mich irgendwie auch mal reizen, mit solchen Dingern durch den Sand zu tappen - wenn sie nur nicht so elend stinken wuerden
Warum willst Du Dir einen Touristen aufladen?

Rätselnd,
Hans
Ralf Kiefer
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Ralf Kiefer »

Kuno hat geschrieben:Dann der sogenannte 'verlorene See'. Wer auf den Begriff "verloren" gekommen ist, hatte sicher etwas viel Phantasie.
In einer Moppedzeitschrift (Tourenfahrer) vom Januar 2002 fand ich den ersten Bericht von einem "Ausflug", um den Begriff Expedition nicht überzustrapazieren, zu einem See westlich von Ksar Ghilane. Er wurde zunächst als "Roter See" (Richet Huaret) bezeichnet, kurz drauf auch als "Verlorener See".

Vielleicht war es die Überschrift über diesen Bericht, der den Name im deutschsprachigen Raum geprägt hat: "Auf der Suche nach dem verlorenen See". Genau so geschrieben, also nicht als Eigenname!

Dazu der einleitende Absatz:
"Tunesien extrem: Jenseits der Touristen-Oase Ksar Ghilane inmitten eines Ozeans aus Sand ragen bizarre Tafelberge wie Inseln empor. Hier entdeckten Nomaden vor zwei Jahren den von Riesendünen eingeschlossenen <roten See>, den Richet Huaret. Thomas Troßmann machte sich mit einigen Freunden auf, ihn zu finden - ein unerwartet anspruchsvolles Unternehmen."
Mit diesen Worten leitete Herr Troßmann seinen Bericht ein. Über ihn schreibe ich besser nichts, da ich keine besonders gute Meinung von ihm habe.

Jener Herr Troßmann gibt im Bericht noch ein paar Hinweise:
"Für sie [algerische Nomaden] zählt nur, daß dieses Gebiet relativ vegetations- und wasserreich ist"
"Vor drei Jahren erst sei der See von ihnen [algerische Nomaden] entdeckt worden, so erzählte mir letztes Jahr einer der wenigen in der Tourismus-Branche arbeitenden Wüstenführer des Landes, der sich nicht nur auf Pisten, sondern auch auf Querfeldeinstrecken zurechtfindet."
"Natürlich habe ich den >Waypoint Huaret< - von einem Freund, der es auf seiner Enduro letztes Jahr wohl als Erster überhaupt dorthin schaffte. Sein Begleit-Truck mußte allerdings rund zwanzig Kilometer vorher die Segel streichen."
Auch Troßmann ließ seinen 9-Tonner einige km vor dem See zurück, weil er den weichen Sand der gewaltigen Dünen fürchtete.
Die Reise fand vermutlich im Frühling 2001 statt (falls irgendjemand mit Troßmanns Zeitangaben durcheinander kam ;-) ).
Kuno hat geschrieben:Offensichtlich wird er aus einem nicht mehr verschlossenen Bohrloch gespeist... hat jemand eine Ahnung, wann und warum da gebohrt wurde und aus welcher Tiefe das Wasser kommt?
Genau letzteres wäre das Entscheidente. Seinerzeit hörte ich als Grund für den See in the middle of nowhere die Vermutung, daß das Wasser aufgrund von Überdruck im Untergrund durch Ölbohrungen quasi dann natürlich an dieser Stelle an die Oberfläche kommt. Artesische Brunnen soll es dort in der Gegend noch ein paar geben.

Gruß, Ralf
Kuno
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Kuno »

Trossman?
"Motorradreisen zwischen Urlaub und Expedition"
Das war doch in den fruehen 1990ern DIE Anleitung, in der alles stand, was man wissen musste, wenn man mit der Tenere in die Wueste fahren wollte.
Nostalgieeeeeee :-)
Ralf Kiefer
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Ralf Kiefer »

Kuno hat geschrieben: Nostalgieeeeeee :-)
Nun denn, die Entdeckung dieses Sees liegt nunmal in der Vergangenheit. Vielleicht gar nicht besonders lange zurück.

Genau dieser Herr Troßmann schrieb den Bericht. Erstaunlicherweise berichtet er von demjenigen, der ihm die Koordinaten gab. Zudem erinnert seine Art der "Berichterstattung" durchaus an Michael Martins Reiseberichte.

Er schrieb später als "Sahara-Experte" einige sehr üble Kommentare in derselben Zeitschrift während und zur Algerienentführung.

Gruß, Ralf

Edit: Es war in derselben Zeitschrift, nicht eine andere. AFAIR.
Bodensee
Beiträge: 570
Registriert: Fr 8. Apr 2011, 19:37
Wohnort: Bodensee

Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Bodensee »

Da gibt es zahlreiche Berichte, die sich immer ähnlich sind. Mehr Sand als erwartet, höhere Dünen als gemeint, schlechtere Autoqualität als gedacht etc. Der Trip von Ksar zum verlorenen See muss den Berichten und Fotos nach wirklich eine Strapaze sein...
http://www.kfzhesch.at/offroad/self/Tun ... 2010_6.htm

oder hier
http://netkey40.igmetall.de/homepages/n ... sahara.pdf

und hier
http://www.ahaack.net/travel/sahara-apr ... 04.de.html

Ich habe nicht nachgeforscht, ob diese Berichte hier schon präsentiert wurden. Mir gefallen die Fotos aus der Wüste viel zu sehr..
Patrick12
Beiträge: 33
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Patrick12 »

Moin,

der Weg zum See kann wirklich schwierig sein, wir mußten 2004 von Ksar Ghilane aus kommend mit den Enduros ca. 20Km vorher umdrehen, da wir zwar hin, vom Sprit her aber nicht wieder zurück gekommen wären. Habe mich selten so gequält... 8)

Gruß,

Patrick
Kuno
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Re: TN / "Cola the Pain"

Beitrag von Kuno »

@ Bodensee - die Duenen in TN sind nicht mit eurem flachen Bodensee zu vergleichen. Wenn es grad richtig geregnet hat, dann geht alles recht flott. War es aber trocken und windig, dann sind die blöden Dinger richtig schwierig, weil dann der Sand sehr weich ist. Kommt noch dazu, dass man in diesen kleinen Hubbeln ganz einfach keinen Schwung holen kann. Neinnein, die Dünen in Tunesien sind nicht ohne!
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