Ephesus kannte ich bisher nur aus biblischen Erzählungen. Was wirklich hinter dieser Gegend steckt, konnte ich bei einem kurzen Ausflug dorthin erfahren.
Ephesus liegt ca. 80 km von Izmir entfernt und kann bequem mit dem Pkw erreicht werden. Wer sich nicht auskennt und einen kundigen Führer in Anspruch nehmen möchte, kann diesen Tripp über ein Hotel buchen. Diese bieten diese Ausflüge zwar nicht selbst an, sind aber bei der Kontaktaufnahme mit einer entsprechenden Agentur behilflich. Buchungsmöglichkeiten gibt es auch im Internet z.B. unter http://www.turkeytravelplanner.com/go/Aegean/Ephesus/ oder http://www.ephesus.us/
In der Regel wird man vom Hotel abgeholt. Der Tripp kostete mich 80 Euro. Beinhaltet waren der Transfer vom und zurück zum Hotel, interessante Informationen, die ich ohne Guide nicht erhalten hätte, Eintrittspreise, ein gutes türkisches Mittagsessen in einer Kooperative, die die Nahrungsmittel noch selbst herstellen, Besuch in einer Teppichknüpferei, Besuch in einer Ledermodenhandlung mit Modeschau und ein Besuch im Ephesusmuseum.
Ephesus hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Ursprünglich konnte man Ephesus, Efes oder Selcuk, wie es von den Türken genannt wird mit dem Schiff erreichen. Bis vor 2000 Jahren war Ephesus Seehandelsmetropole mit Zugang zum Meer. Der Fluß hatte aber andere Pläne mit der Gegend und schwemmte Sand und Sedimente in die Bucht, wodurch sich der Hafen immer mehr auffüllte und schließlich unpassierbar wurde. Die Bucht wurde zum Sumpfgebiet, Malaria brach aus, woran ein großer Teil der Bevölkerung starb. Der Rest der Menschen zog aus Ephesus fort.
Zunächst geht es die Serpentinen hoch durch Pinienwälder, deren größter Teil einem Waldbrand 2007 zum Opfer fielen. Oben am Berg gibt es eine Tour zu einem Haus, das ursprünglich von der "Jungfrau Maria" und Johannes bewohnt wurde. Das ursprüngliche Haus als solches existiert nicht mehr, da es nach dem Tod Marias von einem Erdbeben zerstört wurde. Das Haus wurde aber von Christen wieder aufgebaut und diente teilweise als kleines Kloster. Heute steht dort eine kleine Kapelle.
Die Fachleute sind sich nicht sicher, da es keine Beweise dafür gibt. Vermutlich wurde hier eine Zisterne errichtet, die das Wasser für die Pilger auffing. Die kleine Quelle, die dort Wasser zu Tage fördert, dürfte für all die Besucher nicht ausreichend gewesen sein.



Die Wasserquelle, die aus dem Berg entspringt.

Hier können Besucher ihre Wünsche auf einen Zellel schreiben und an der Wand hinterlassen. Das hier sind alles meine Wünsche. Ob sie in Erfüllung gehen?

Und das sind die Wünsche der restlichen Besucher.


Die Toilette mit dem wohl schönsten Ausblick.


Nach der Anstrengenden Wanderung kann man hier ausruhen. Erfrischungen gibt es an den zahlreichen Ständen.

Bewacht wird das Ganze von Jandarma...

...die auch auf die Einhaltung der Kleidungsvorschriften achtet.





















































