Unsere grosse Reise rund um Afrika
Südafrika der Osten
Langsam schlängeln wir uns den Sanipass hinunter, steil mit engen Spitzkehren, aber breit genug um nie zurücksetzen zu müssen, so bleibt der Pass eine 4x4 Strecke wie so manche andere, wenig spektakulär.
Wir, als Bergler, sind anderes gewöhnt
In der Talsohle angekommen geht die Piste auch sogleich in eine perfekte Asphaltstrasse über.
Zwischen Bergen und an vielen kleinen Seen vorbei geht’s nach Matatiele auf eine schöne Campsite, dem Matatiele Caravan Park.
( S 30° 20. 437 E 028° 48. 007)
Hier treffen wir unsere alten Freunde Therese und Daniel wieder die uns seit dem Senegal „verfolgen“ und ab hier, wir sie, sie werden uns voraus den Osten Afrikas erkunden, während wir noch 2 Wochen länger hier in ZA verweilen dürfen.
Das Städtchen ist vor allen Dingen von der dunkelhäutigen Bevölkerung bewohnt, wir schlendern durch die Einkaufsstrassen und fühlen uns wieder in Afrika.
Reger Handel auf der Strasse, es ist einfach gemütlich hier.
Wir bleiben 2 Tage, dann zieht es uns weiter.
Durch bergige Landschaft, grüne Wiesen und Wälder wie im Schwarzwald geht es über Kokstad mit Zischenübernachtung am Nip Inn einem coolen Pup mit Campsite bei Bulwer, 2 Seiten von Wald umgeben, friedlich und ruhig( S 29 ° 49. 764 E 029° 46, 225 ) nach Howick, wo wir wieder mal eine unserer Reisebekanntschaften besuchen dürfen.
5 Tage wieder mal in einem richtigen Bett schlafen, seit 17 Monaten!
Hier, mitten im Wald, hat die Familie ein schönes Haus mit grossem Badesee errichtet, daneben die Werkstatt mit Versuchsanlagen zur Bremsbelagsprüfung für Spezialfahrzeuge mit bis zu 200 to, die Scheibenbremsen mit den Belägen laufen in Öl, für mich völliges Neuland, aber sehr lehrreich.
Aber alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!
So verabschieden wir und herzlich, war eine schöne Zeit und hoffen Pippa und Tilio mit den 2 Knöpfen irgendwann mal in Europa begrüssen zu dürfen.
Über Greytown, dann der Küste nach St. Lucia an den Indischen Ozean.
Vorbei an vielen Zuckerrohrfeldern und Ananasplantagen, endlich wieder frische Früchte an der Strasse zu kaufen.
Hier beginnt wieder Schwarzafrika, an den Stassen werden wieder diverse Dinge feilgeboten, das Leben spielt sich wieder auf der Strasse ab.
Wir, immer wieder, mittendrin, zu Fuss unterwegs, was kein Weisser hier sonst tut, wir tun’s trotzdem und sind freudig überrascht, wir empfanden die stark pigmentierte Bevölkerung in dieser Ecke von Südafrika als überaus freundlich, die Südafrikaner haben hier eher ein Problem damit, sie sind der Meinung, dass die Gegend mehr Kriminalität aufweist als weiter im Westen.
Eine gemütliche Campsite (Sugarloaf S 28° 22. 983 E 032° 25. 150) an einer Flussmündung, prima zum fischen, zu Fuss kann man über einen Steg direkt ans Meer, was uns allerdings nicht nicht so sehr anmachte kann man in St. Lucia finden.
Es ist immer noch sehr windig , wenn auch, bei Sonnenschein schon s warm, der Frühling kommt in ZA.
Wir machten noch die Runde durchs Maputuland, der Elephantcoast, vorbei an der Sodwana Coast.
Die Campsite an der Sodwana Coast, allerdings nicht so angenehm, man hörte zwar das Meer, stand aber in dichtem Buschwerk, und es hatte wieder mal Mosqitos.
Am Pongolapoort Dam war es dann wieder gemütlicher, einen Standplatz direkt am See in einem kleinen Naturpark ( Fish Eagle Camp S 27° 29. 620 E032° 00. 035 ), auch hier war wieder mal fischen angesagt, leider ohne Erfolg. Das Camp macht seinem zusätzlichen Namen, dem Tigerfisch Camp keine Ehre, allerdings habe ich auch nur vom Ufer aus gefischt und die Tigerfische bevorzugen angeblich das tiefere Gewässer, was soll’s relaxt ist relaxt.
Die gut ausgebaute Strasse führte uns durch‘s sandige Flachland, vorbei an Dörfern , die ganze Gegend ist voll von Rindern, die Landschaft total überweidet.
Swaziland wir kommen!
Ausreise Südafrika, Einreise Swaziland problemlos, Stempel in den Pass, Roadtax von 50 Rand bezahlt und los geht’s.
Bei Golela eingereist, dann immer im Osten über Big Bend in den Hlane Royla NP.
Durch flache Landschaft mit Zuckerrohrfeldern soweit das Auge reicht, dazwischen ab und zu Bananen-und Ananasplantagen.
Der Rest des Landes ist heillos überweidet, Rinder überall, vor allen Dingen auf der Strasse.
Die Bevölkerung ist, ganz anders als in Lesotho, überaus freundlich, ist halt kein Bergvolk
Der Hlane Royal Nationalpark in Swaziland S 26° 15. 582 E 031° 52. 624 , ist absolut zu empfehlen.
Ein gemütlicher Campingplatz, freundliches Personal.
Auf der Campsite viele Rhinos, im Hintergrund die Elefanten , Hyänen und Löwen und die Preise sind ein wenig gemässigter als in ZA.
Weiter an einer Hügelkette entlang zum Grenzübergang Mananga.
Ausreise gleich unkompliziert als die Einreise, nur war das Personal an der Grenze von Swaziland um einiges freundlicher als bei der Einreise in ZA.
Von hier ging die Fahrt über Crocodile Bridge direkt in den Krüger NP.
Den Papierkram erledigt und am Gate mal für 3 Tage Campsites gebucht.
Der Ranger hinterm PC war allerdings zu faul um uns die freien Plätze in den gewünschten Campsites herauszusuchen, so buchten wir erst mal eine Nacht im Berg- en – Dal Camp und 2 Nächte im angeblich einzig freien Shingwedzi Camp.
Allerdings ist die Etappe vom Berg-en-Dal zum Shingwedzi Camp viel zu lang, über 350 km und da soll man auch noch Tiere anschauen können, ja nu erst mal gebucht, dann sehen wir weiter.
Im Berg-en-Dal Camp angekommen haben wir uns, wie befohlen, angemeldet und gleich gefragt, ob wir im Balule Camp eine Zwischenübernachtung einlegen können, war kein Problem.
Die freundliche Dame hat das umgebucht und gut war’s.
Tiere gibt es hier jede Menge, allerdings auch Autos, wird mal ein Löwe gesichtet, so vergessen alle ihre Kinderstube, voran die mit den Touritaxis, da wird die ganze Strasse, bzw. Piste kreuz und quer blockiert, jeder versperrt dem anderen die Sicht, Hauptsache man sieht selber genug.
Die Touritaxis sind dabei die Schlimmsten.
Wir haben uns vorgenommen keine solche Fahrten, durch viel besuchte Nationalpärke , mehr zu machen.
Die meisten Leute hier,haben alle einen Ecken ab.
Wir sind am Reisen, wir müssen nicht jeden Park und die Tiere darin abhaken können.
Wir haben in Botswana und Zambia auch viele Tiere gesehen, aber nicht mit solch einem Stress.
Das Reisen in den Ländern mit Wildtieren hat uns, bis jetzt, auch abseits der Touristenströme, jede Menge Wildtier beschert.
Wir werden in Zukunft wieder auf weniger bekannte Routen ausweichen.
Die Campsites im Krüger sind zwar hervorragend organisiert, für uns Traveller aber zu perfekt und mit viel zu vielen Leuten.
Einzig die Balule Campsite hat uns gefallen, die gilt als unkomfortabel, da kein Strom, keine Läden und keine Tanke vorhanden sind, genau richtig für uns.
Auch die Parkbesucher sind ein anderer Schlag als in den „Luxuscamps“.
Hier haben wir auch direkten Kontakt zu den Tieren gehabt, die Elefanten schauten uns beim Essen zu, die Hyänen kreisten um’s Camp, diverse Böckchen usw. waren ganz in der Nähe.
Allerdings kam ich mir vor wie im Zoo, nur umgekehrt, die Elefanten waren in Freiheit und schauten denen im Käfig beim Essen zu.
Die, die scharf darauf sind die Big 5 zu sehen, hier kann man es in 3 Tagen, perfekt für Kurzurlauber, die 2 Wochen Südafrika buchen.
Entlang der grossen Flüsse , im Krüger NP, kann man praktisch alle Wildtiere sehen.
Alles in allem, der Krüger ist Geschmackssache, ist sehr Tierreich und zu organisiert, unser Ding ist es nicht.
Wir fahren bei Punta Maria wieder raus aus dem Rummel, in der Nähe von Thohoyendou, auf eine ruhige Campsite am Nandoni Dam , dem Fish Egle Camp S 22° 59. 322 E 030° 34. 922 und bereiten uns auf die Einreise nach Zimbabwe vor.
Hier ist man wieder frei, schöner Blick auf den See, wir stehen direkt am Ufer und hoffen, dass die Krokodile im Wasser bleiben.
Ich kann endlich wieder meinem Entspannungstraining nachgehen, dem Fischen.
Gruss aus Südafrikas Nord/Osten
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!