WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

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Uwe Schmitz
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von Uwe Schmitz »

ohne die geschichte/historie in togo näher zu kennen:
ist dieser friedhof nicht vielleicht ein teil der geschichte togos, der zum gedenken an die geschehnisse erhalten wird? würden die taten, ohne diesen friedhof zu pflegen, dann irgendwann noch eher in vergessenheit geraten?
hoffentlich ist der vergleich nicht falsch, wenn ich an die lager in buchenwald und auschwitz erinnere, die werden auch gepflegt und erhalten, nicht als ort von ruhmestaten, sondern zur erinnerung/als mahnmal.

nachdenklich grüßt
uwe
marylin
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von marylin »

Uwe Schmitz hat geschrieben:
Do 9. Apr 2020, 11:02
ohne die geschichte/historie in togo näher zu kennen:
ist dieser friedhof nicht vielleicht ein teil der geschichte togos, der zum gedenken an die geschehnisse erhalten wird? würden die taten, ohne diesen friedhof zu pflegen, dann irgendwann noch eher in vergessenheit geraten?
hoffentlich ist der vergleich nicht falsch, wenn ich an die lager in buchenwald und auschwitz erinnere, die werden auch gepflegt und erhalten, nicht als ort von ruhmestaten, sondern zur erinnerung/als mahnmal.

nachdenklich grüßt
uwe
Ohne Kenntnis, keine Bewertung.
Da liegen halt die Soldaten Kolonialherren und Generäle, die die Massaker veranstaltet haben. ein Denkmal für die Opfer fehlt
marylin
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von marylin »

Uwe Schmitz hat geschrieben:
Do 9. Apr 2020, 11:02
ohne die geschichte/historie in togo näher zu kennen:
ist dieser friedhof nicht vielleicht ein teil der geschichte togos, der zum gedenken an die geschehnisse erhalten wird? würden die taten, ohne diesen friedhof zu pflegen, dann irgendwann noch eher in vergessenheit geraten?
hoffentlich ist der vergleich nicht falsch, wenn ich an die lager in buchenwald und auschwitz erinnere, die werden auch gepflegt und erhalten, nicht als ort von ruhmestaten, sondern zur erinnerung/als mahnmal.

nachdenklich grüßt
uwe

Da liegen halt die Soldaten Kolonialherren und Generäle, die die Massaker veranstaltet haben. ein Denkmal für die Opfer fehlt.
Gepflegt wird das von der Kriegskräberfürsorge- nehme ich aber jetzt an- einfach aus Kenntnis der parallelen Beispiele.
Letztlich sollte Reisen bilden, und kein Vergnügen sein, bei dem man die eigenen NArrative mitnimmt und verteidigt
Ich persönlich reise immer , um die Verbrechen der deutschen Politik (bis heute!!) zu sehen und geistige Wiedergutmachung zu leisten. Kalavrita (Interview mit der letzten Augenzeugin in 1987/ Norwegen/ Frankreich (Familienbesuch bei der mein Vater Arbeit leisten musste etc.pp)
Wolfgang K
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von Wolfgang K »

Da liegen keine Soldaten. Es sind trotz des z.T. martialischen Erscheinungsbild zivile Gräber.

Das sind u.a. die Gräber eines Kaufmanns (Schneider?), eines „Afrikaforschers“ (Erich Baumann) und eines Architekten (Regierungsbaumeister Ernst Schmidt).

Alle drei mit Anfang 30 verstorben.

Unterhalten werden die Gräber von / im Auftrag der deutschen Botschaft.
Alexander
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von Alexander »

Wolfgang K hat geschrieben:
Do 9. Apr 2020, 12:36
Da liegen keine Soldaten.
Und zur Ergänzung:

Während der französischen Kolonialzeit wurden auf dem Friedhof auch togoische Pastoren wie Andreas Aku und Robert Baeta beerdigt. Man findet auf dem Friedhof heute also nicht nur deutsche, sondern auch togoische Gräber.

Grüsse
Alexander
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marylin
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von marylin »

Alexander hat geschrieben:
Do 9. Apr 2020, 15:52
Wolfgang K hat geschrieben:
Do 9. Apr 2020, 12:36
Da liegen keine Soldaten.
Und zur Ergänzung:

Während der französischen Kolonialzeit wurden auf dem Friedhof auch togoische Pastoren wie Andreas Aku und Robert Baeta beerdigt. Man findet auf dem Friedhof heute also nicht nur deutsche, sondern auch togoische Gräber.

Grüsse
Alexander
Auch auch- Alles möglich
Ich hielt mich an meine Erinnerung und Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Missahoe
Da steht auch Soldatenfriedhof
Es geht mir auch nicht alleine drum, wer da liegt, ich vermisse ein Denkmal- gerne gut gepflegt von der deutschen Botschaft- der ENTSCHULDIGUNG und des GEDENKENS allen Opfern der Kolonialrassistischen Ermordung tausender Togoer, deren Namen man nie kannte da man sie nicht mal als Menschen ansah.
MEINETWEGEN kann das Denkmal auch von der franz. UND deutschen Botschaft "gepflegt" werden.
Das nun meine letzter Komment dazu, da ja die doch die Mehrheitsmeinung hier eher gegen die wahren Opfer der Besatzung geht
Heinz
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von Heinz »

marylin hat geschrieben:
Do 9. Apr 2020, 11:45
Uwe Schmitz hat geschrieben:
Do 9. Apr 2020, 11:02
ohne die geschichte/historie in togo näher zu kennen:
ist dieser friedhof nicht vielleicht ein teil der geschichte togos, der zum gedenken an die geschehnisse erhalten wird? würden die taten, ohne diesen friedhof zu pflegen, dann irgendwann noch eher in vergessenheit geraten?
hoffentlich ist der vergleich nicht falsch, wenn ich an die lager in buchenwald und auschwitz erinnere, die werden auch gepflegt und erhalten, nicht als ort von ruhmestaten, sondern zur erinnerung/als mahnmal.

nachdenklich grüßt
uwe

Da liegen halt die Soldaten Kolonialherren und Generäle, die die Massaker veranstaltet haben. ein Denkmal für die Opfer fehlt.
Gepflegt wird das von der Kriegskräberfürsorge- nehme ich aber jetzt an- einfach aus Kenntnis der parallelen Beispiele.
Letztlich sollte Reisen bilden, und kein Vergnügen sein, bei dem man die eigenen NArrative mitnimmt und verteidigt
Ich persönlich reise immer , um die Verbrechen der deutschen Politik (bis heute!!) zu sehen und geistige Wiedergutmachung zu leisten. Kalavrita (Interview mit der letzten Augenzeugin in 1987/ Norwegen/ Frankreich (Familienbesuch bei der mein Vater Arbeit leisten musste etc.pp)
Ich werde weiterhin auch zu meinem Vergnügen reisen und versuchen ein gutes Bild als Deutscher abzugeben um somit durch fairen und
respekvollen Umgang mit dem Gastland zur guten Völkerverständigung für die Zukunft beizutragen.
rainer.hiss
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von rainer.hiss »

von marylin » 08.04.2020 09:48
Keine Ahnung, ob Relativieren beim Nachdenken hilft.
Wenn man sich über ausnahmsweise gut gepflegte Friedhöfe wundert, sollte man vorher schon den Grund wissen wollen und nicht implizieren, daß "Afrikaner" sowas nie machen würden, und im Gegenzug deutsche Genauigkeit positiv herausstellen.
Wenn man den "Alle haben Dreck am Stecken" und "lange her" folgen will, kann man den Kriegsverbrechtertrail in Norwegen und die Stelen in Berlin abreissen.
JEDER, der sein Land POSITIV sieht, sollte sich vorher gut informieren bevor er "deutsche Werte" verbreiten will.
Alleine "böse Nazis" in Anführungszeichen?
Man kann nicht einerseits das tolle Deutsche stets tendentiöse hervorheben, andererseits das Unangenehme als "pahhh_ alle waren so" relatitivieren. Also wenn man drunter schriebe "Friedhof deutscher Kriegsverbrecher- warum so gut gepflegt" ist das neutral. Geschichte endet ja nie- Sonst wäre das ganze verdächtig AfD nah. DIE Will ja auch nur noch das Angenehme n die Bücher schreiben, weil das Unangenehme "halt vorbei sei". Sorry- aber DANN ist auch das "Angenehme" vorbei- oder?

und

von marylin » 09.04.2020 15:27
Auch auch- Alles möglich
Ich hielt mich an meine Erinnerung und Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Missahoe
Da steht auch Soldatenfriedhof
Es geht mir auch nicht alleine drum, wer da liegt, ich vermisse ein Denkmal- gerne gut gepflegt von der deutschen Botschaft- der ENTSCHULDIGUNG und des GEDENKENS allen Opfern der Kolonialrassistischen Ermordung tausender Togoer, deren Namen man nie kannte da man sie nicht mal als Menschen ansah.
MEINETWEGEN kann das Denkmal auch von der franz. UND deutschen Botschaft "gepflegt" werden.
Das nun meine letzter Komment dazu, da ja die doch die Mehrheitsmeinung hier eher gegen die wahren Opfer der Besatzung geht
100% Zustimmung marylin, insebsondere deine Aussage
"Man kann nicht einerseits das tolle Deutsche stets tendentiöse hervorheben, andererseits das Unangenehme als "pahhh_ alle waren so" relatitivieren"
Diesse Aussage unterstütze ich absolut.
Das ist es was wir mindestens schuldig sind, alles andere ist "Augen-zu Geschichtsbetrachtung".
"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben"
Alexander von Humboldt
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Peter D
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von Peter D »

....Diesse Aussage unterstütze ich absolut.
Das ist es was wir mindestens schuldig sind, alles andere ist "Augen-zu Geschichtsbetrachtung"....

Bin ich ganz bei dir Rainer, und ganz bei Marylin, danke.

Gruß Peter
Der Mut des Wassertropfens besteht darin, dass er es wagt, in die Wüste zu fallen
Michael Hausmann
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von Michael Hausmann »

Ich stimme auch den letzten Vorschreibern zu, dass man sich als Deutscher dazu bekennen sollte, dass Deutschland in der Vergangenheit (und zum Teil auch noch Heute, z.B. Waffenlieferungen in Kriegsgebiete) erhebliche und unverzeihliche Völker- und Menschenrechtsverletzungen begangen hat.
Aber muss ich mich als Reisender immer und überall vorab darüber informiert haben, ob sich da, wo ich mich gerade befinde, ein Symbol deutschen Unrechts befindet, für das ich mich schämen müsste?

Ich denke, dass es viel wichtiger ist, und das halte ich auch für völlig normal, dass man als Reisender allen Menschen immer und überall mit Respekt begegnet.
Oder glaub hier jemand, dass es irgendwen im Camp, wo sich Philipp derzeit aufhält, interessiert, dass es nebenan einen deutschen Friedhof gibt, zu dem es eine unrühmliche deutsche Geschichte gibt. Viel wichtiger wird es doch wohl sein, dass er dort mithilft und seine Fähigkeiten zum Wohle aller einbringt.

Ich persönlich bin froh über Philipps Berichte und seine vielen persönlichen Eindrücke und würde ungern darauf verzichten.
marylin
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von marylin »

Michael Hausmann hat geschrieben:
Fr 10. Apr 2020, 09:18

Aber muss ich mich als Reisender immer und überall vorab darüber informiert haben, ob sich da, wo ich mich gerade befinde, ein Symbol deutschen Unrechts befindet, für das ich mich schämen müsste?
Dann sollte man aber keine Bewertungen abgeben, ob der "überraschenden Sauberkeit".. Der Reisende Blogger hier erwähnt stets , daß die "deutsche Gründlichkeit" hilfreich wäre, beschuldigt imRegelfall die Afrikaner die Natur zu zerstören und ihm seinen "Paradiesbesuch" zu versauen. Durch das fast schon militante NICHTbeschäftigen mit Geschichtsthemen, sogar durch Verweigerung diese anzuerkennen reist er unter Narrativen und kriegt nicht mit daß seine , so unschuldig präsentierten, "Eindrücke" schuldhaft durch Nichtinformation so sind, und er sich am Ende bestätigt fühlt- aufgrund falscher Annahmen
rainer.hiss
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von rainer.hiss »

Um nicht falsch verstanden zu werden, finde ich den Reiseblog ebenso interessant und möchte die Berichte auch nicht missen. Es ist aber legitim eine Bemerkung und Relativierung der dunklen deutschen Vergangenheit zu kommentieren. Das ist ja hier ein Forum in dem Diskussionen die Grundlage des Austausches sind. Manchmall hilft diese Art der Reflexion ja allen Beteiligten. Und das mit dem grundsätzlichen Respekt gegenüber jedem Menschen (wie von Michael Hausmann angesprochen) sehe ich ebenso.
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marylin
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von marylin »

Ganz einfach:
Es gibt zwei Möglichkeiten zu reisen:
a) Reisen bildet und bekämpft Narrative
b) Reisen bestätigt und verstärkt Narrative
Punkt
MACHEN freilich kanns jeder wie er will- aber hinterher dann bitte auch die Gegenmeinung gelten lassen
ICH bin noch aus der Generation, die "Kulturschock. xxxx" Hefte gelesen und beherzigt haben.
Damals dachte man noch, eine Anleitung kann nicht schaden.
Das war aber in der Zeit, als Selbstkritik noch nicht als "Verrat am eigenen Volk" gewertet wurde....
Zuletzt geändert von marylin am Fr 10. Apr 2020, 17:27, insgesamt 1-mal geändert.
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gülo
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von gülo »

marylin 09.04. :
Das nun meine letzter Komment dazu, da ja die doch die Mehrheitsmeinung hier eher gegen die wahren Opfer der Besatzung geht !!

Frohes Reisen............... 8)
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marylin
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Re: WELTREISE im selbstgebauten Expeditionsmobil

Beitrag von marylin »

Ein Friedensangebot muss aber bitte schon von der anderen Seite angenommen werden, sonst verliert es die Gültigkeit oder?
War zumindest zu Zeiten der Demokratie so.-
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