Pressebericht:
21. September 2005 Die Staaten der Asien-Pazifik-Region haben sich am Mittwoch auf eine gemeinsame Strategie gegen die Vogelgrippe und ähnliche Krankheiten geeinigt. Bei einem Treffen unter dem Dach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Noumea auf der Insel Neukaledonien vereinbarten sie, die Risiken zu vermindern und schnell und abgestimmt auf Gefahren zu reagieren.
„Die Intensität der Geflügelzucht und die Tatsache, daß Menschen und Hühner in sehr engem Kontakt stehen”, seien ein Hauptrisikofaktor bei der Vogelgrippe, sagte WHO-Regionaldirektor Shigeru Omi. Die WHO stellte „gravierende Mängel bei der Überwachung ansteckender Krankheiten und bei der Antwort auf Ausbrüche von Epidemien” im asiatischen Pazifikraum fest. Im Falle einer Mutation des Vogelgrippevirus H5N1 zu einem von Mensch zu Mensch übertragbaren Erreger sei eine Epidemie aber kaum zu vermeiden, wenn nicht binnen zwei bis vier Monaten reagiert werde.
Auch weniger gefährliche Viren kontrollieren
Das Virus grassiert vor allem in Südostasien, hat sich aber bereits über Zugvögel nach Westen ausgebreitet. Bisher wurden 112 Menschen infiziert, von denen mehr als die Hälfte starben.
Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa hatte nach der Analyse der H5N1-Gefahr jüngst verstärkte Kontrollen für weniger gefährliche Geflügelpestviren angeregt. Einer der größten Risikofaktoren sei die Mutation geringpathogener in hoch ansteckende Keime, erklärte die Behörde. Der Kontakt von Geflügel mit Zugvögeln solle wegen der Ansteckungsgefahr möglichst vermieden werden.
Warnung an Asien-Reisende
Angesichts der Vogelgrippe-Epidemie, die sich in Indonesien auszubreiten scheint (siehe Video: Indonesien befürchtet Vogelgrippe-Epidemie), mahnt das Bundesverbraucherministerium alle Asien-Reisende zu entsprechender Vorsicht. Diese müssten die Hinweise „exakt” befolgen, teilte das Ministerium am Mittwoch in Berlin mit. In den Ländern Indonesien, Kambodscha, Kasachstan, Laos, Malaysia, Pakistan, Rußland, Nordkorea, Thailand, Vietnam und China einschließlich Hongkong müßten direkte Tierkontakte vermieden und auf den Besuch von Geflügelmärkten verzichtet werden.
Der Seuchenerreger werde von infizierten Tieren weitergegeben, könne aber auch durch andere Produkte wie Eier und Geflügelfleisch oder durch Kleider, Schuhe oder andere Gegenstände aus infizierten Gebieten übertragen werden, so das Ministerium. Reisende könnten so ohne ihr Wissen und unbeabsichtigt den Erreger der Vogelgrippe einschleppen. Deshalb sei zudem „es Reisenden verboten, aus den oben genannten Ländern Geflügel oder andere Vögel, Geflügelfleisch, Eier und andere Produkte vom Geflügel sowie Federn oder unbehandelte Jagdtrophäen in die Europäische Union einzuführen”.
Ausbreitung vor allem durch Einschleppen
Experten sehen die Hauptgefahr für ein Einschleppen des Virus nach Deutschland nach wie vor durch Reisende oder durch illegalen Handel mit Geflügel und Geflügelprodukten. Das Risiko einer Übertragung durch Zugvögel wird unverändert als gering eingeschätzt, so das Ministerium. Die Europäische Kommission habe am vergangenen Montag diese Einschätzung bestätigt und halte ein generelles Einsperren von Geflügel weiterhin für nicht angemessen.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa, ddp
Bildmaterial: dpa/dpaweb
Strategie gegen Vogelgrippe
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Sauna soll Verbreitung der Vogelgrippe verhindern
Sauna soll Verbreitung der Vogelgrippe verhindern
Helsinki (AFP) - Mit einem ungewöhlichen Ratschlag will die finnische Regierung der Verbreitung der Vogelgrippe im Land vorbeugen. Reisende sollten nach ihrer Rückkehr aus betroffenen Ländern in Südostasien und Russland Kleidung, Schuhe und Gepäck in der Sauna desinfizieren, wie eine Expertin des Landwirtschaftsministeriums sagte. Ihr Ministerium habe eine entsprechende Empfehlung für Geflügelproduzenten ausgegeben.
Die Maßnahme sei durchaus effizient, da das Virus hohe Temperaturen nicht überstehe. "Für Kleidung müssen Sie drei Stunden bei 70 Grad Celsius rechnen." Niemand wolle seine guten Stücke verbrennen, "da ist die Behandlung in der Sauna eine gute Methode." Einen 100-prozentigen Schutz biete die Desinfizierung in der Sauna aber nicht, betonte die Behörde.
In anderen Ländern würde die ungewöhnliche Methode womöglich auf praktische Probleme stoßen, nicht aber in Finnland. In dem skandinavischen Land kommen auf die fünf Millionen Einwohner zwei Millionen Saunas. In Finnland hatte vor wenigen Wochen ein erster Vogelgrippe-Fall für Aufregung gesorgt. Wie sich später herausstellte, waren die Möwen jedoch mit einem Virusstamm infiziert, der nicht auf den Menschen übertragbar ist. Der auch für den Menschen gefährliche H5N1-Stamm des Vogelgrippe-Virus hatte im August von Asien kommend in Russland den Ural überquert und damit Europa erreicht.
Quelle: Yahoo Nachrichten
Helsinki (AFP) - Mit einem ungewöhlichen Ratschlag will die finnische Regierung der Verbreitung der Vogelgrippe im Land vorbeugen. Reisende sollten nach ihrer Rückkehr aus betroffenen Ländern in Südostasien und Russland Kleidung, Schuhe und Gepäck in der Sauna desinfizieren, wie eine Expertin des Landwirtschaftsministeriums sagte. Ihr Ministerium habe eine entsprechende Empfehlung für Geflügelproduzenten ausgegeben.
Die Maßnahme sei durchaus effizient, da das Virus hohe Temperaturen nicht überstehe. "Für Kleidung müssen Sie drei Stunden bei 70 Grad Celsius rechnen." Niemand wolle seine guten Stücke verbrennen, "da ist die Behandlung in der Sauna eine gute Methode." Einen 100-prozentigen Schutz biete die Desinfizierung in der Sauna aber nicht, betonte die Behörde.
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Quelle: Yahoo Nachrichten
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