Äthiopien | Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
Moderator: Moderatoren
Äthiopien | Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
Guten Morgen Miteinander,
ich bin gerade von einer Danakil-Tour wieder zurück gekommen. Wir waren letze Woche auf dem Ertale und konnten bei Erreichung des Kraterrandes fest stellen, dass wir uns einen aktiv vor sich hin spuckenden ca. 50-60 m hohem Vulkankegel gegen über sahen. Eine gravierende Veränderung zu den letzten Jahren, in denen ich auf dem Ertale war. Die ganze Nacht ergossen sich irrsinnige Mengen Lava aus dem neuen Kegel (an der Stelle der Caldera) in den Krater und flossen nach Süden ab. Trotz mehrerer großer Wandzusammenbrüche und damit Lavaströme Richtung Camp Bestand keine Gefahr. Die Afar hatten aber total Angst und wollten runter. Wir haben das Nachts über ständig beobachtet und konnten auch bei Sonnenaufgang die Umgestaltung des Kraters aufnehmen. Ein extrem unglaubliches und wahrscheinlich einmaliges Ereignis. Mir fiel einfach nur die Kinnlade runter. Zumal es für mich und einige Beteiligte sowieso eine emotionale Geschichte zum 5 Jahrestag war, in die wir damals mehr oder weniger involviert waren.
Die Schwefelseen in Dallol haben sich innerhalb eines Jahres auch drastisch verändert. Es sind neue Flächen dazu gekommen und ein See entstanden.
Bild-/Videomaterial als auch Reisebericht liefere ich in den nächsten Tagen nach.
Einen schaffensfrohen Wochenanfang
Steffen
ich bin gerade von einer Danakil-Tour wieder zurück gekommen. Wir waren letze Woche auf dem Ertale und konnten bei Erreichung des Kraterrandes fest stellen, dass wir uns einen aktiv vor sich hin spuckenden ca. 50-60 m hohem Vulkankegel gegen über sahen. Eine gravierende Veränderung zu den letzten Jahren, in denen ich auf dem Ertale war. Die ganze Nacht ergossen sich irrsinnige Mengen Lava aus dem neuen Kegel (an der Stelle der Caldera) in den Krater und flossen nach Süden ab. Trotz mehrerer großer Wandzusammenbrüche und damit Lavaströme Richtung Camp Bestand keine Gefahr. Die Afar hatten aber total Angst und wollten runter. Wir haben das Nachts über ständig beobachtet und konnten auch bei Sonnenaufgang die Umgestaltung des Kraters aufnehmen. Ein extrem unglaubliches und wahrscheinlich einmaliges Ereignis. Mir fiel einfach nur die Kinnlade runter. Zumal es für mich und einige Beteiligte sowieso eine emotionale Geschichte zum 5 Jahrestag war, in die wir damals mehr oder weniger involviert waren.
Die Schwefelseen in Dallol haben sich innerhalb eines Jahres auch drastisch verändert. Es sind neue Flächen dazu gekommen und ein See entstanden.
Bild-/Videomaterial als auch Reisebericht liefere ich in den nächsten Tagen nach.
Einen schaffensfrohen Wochenanfang
Steffen
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
wenns hier den sabberemoticon geben würde, wäre der ziemlich groß von mir eingesetzt worden
ich bin gespannt.
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
Ist der berühmte Lavasee nun weg? Oder etwa zu einem Lava-Dauererguss geworden?
Spannend, spannend.
Sepp
Spannend, spannend.
Sepp
-
Alexander
- Administrator
- Beiträge: 24253
- Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
- Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
- Kontaktdaten:
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
Meinst du sowas?
Hallo steffen,
sollte es Probleme mit dem Hochladen der Videos geben, dann lasse es mich bitte wissen. Der Support steht bereit
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
ihr seid ja .....
Ich mach mich an die Arbeit. Gebt mir eine halbe Stunde.
Ich mach mich an die Arbeit. Gebt mir eine halbe Stunde.
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
also los gehts.
Das ganze Drumherum werde ich zum Wochenende in einem separaten Reisebericht erzählen.
Ich war jeweils 2014 und 2015 im November auf dem Ertale gewesen. Der Trip im Januar 2012 hatte sich bei mir kurzfristig "glücklicherweise" geändert (verschoben um zwei Wochen später) und die damaligen Ereignisse sind ja sicherlich noch dem Einen oder Anderen geläufig. Der Magmasee in der Caldera ist von 2014 zu 2015 von -20 m auf etwa -5 m vom Rand aus angestiegen. Wir durften jedes mal ein fröhliches Brodeln beobachten. Bilder/Filme zum Vergleich früher/heute kann ich bei Bedarf nach liefern.
Im Dezember lief die Caldera schon mal laut Bericht eines Freundes über und es war gefährlich bzw. unmöglch bis zu ihr zu gelangen. Die Gruppe Anfang Dezember ist tw. in der neuen glasigen kalten Lava eingebrochen und hat sich mächtig zerschrammt. Ende Dezember ging das dann schon wieder etwas besser, auch wenn es auf eigene Gefahr war. Die Besucher waren alle -mit tw. sehr gemischten Gefühlen- am Rand des Magmasees.
Wir starteten am 17.01.2017 schon gegen 16 Uhr vom Ertale Basis Camp. Temperatur waren sehr entspannte 30 Grad (deswegen 1h zeitigerer Start als sonst üblich). Der Sonnenuntergang holte uns erst kurz vorm Krater Camp ein:
Auf den letzten Metern konnten wir ein schönes rotes Glühen über dem Krater sehen. Ich dachte, dass es eine gute Staubreflektion sei und freute mich schon auf einen aktiven Kratersee und schöne neue Aufnahmen. Tja und dann kommt man oben an, es ist gerade dunkel geworden und es fällt einem die Kinnlade runter:
Etwa 200 m Luftlinie vom Kratercamp erhob sich ein neuer wild vor sich hin brodelnder ca 50 m hoher Vulkankegel, welcher unablässig riesige Mengen dünnflüssige Lava ausstößt. Die obere Kante des neuen Kegels ist höher als unser Standpunkt am Kratercamp. Die Caldera ist schon gut gefüllt (min. ca. + 10 m Dicke) und die Lava fließt durch den alten Ausgang nach Süden ab. Die Lavaauswellungen am neuen Krater gehen nach Norden und Süden. Wir sind westlich davon. Die Lavaströme sind noch gut 80 m von der Kraterwand des Kratercamps entfernt. Trotz allem Spektakel scheinen wir vorerst sicher zu sein.
Teil 2 folgt
Das ganze Drumherum werde ich zum Wochenende in einem separaten Reisebericht erzählen.
Ich war jeweils 2014 und 2015 im November auf dem Ertale gewesen. Der Trip im Januar 2012 hatte sich bei mir kurzfristig "glücklicherweise" geändert (verschoben um zwei Wochen später) und die damaligen Ereignisse sind ja sicherlich noch dem Einen oder Anderen geläufig. Der Magmasee in der Caldera ist von 2014 zu 2015 von -20 m auf etwa -5 m vom Rand aus angestiegen. Wir durften jedes mal ein fröhliches Brodeln beobachten. Bilder/Filme zum Vergleich früher/heute kann ich bei Bedarf nach liefern.
Im Dezember lief die Caldera schon mal laut Bericht eines Freundes über und es war gefährlich bzw. unmöglch bis zu ihr zu gelangen. Die Gruppe Anfang Dezember ist tw. in der neuen glasigen kalten Lava eingebrochen und hat sich mächtig zerschrammt. Ende Dezember ging das dann schon wieder etwas besser, auch wenn es auf eigene Gefahr war. Die Besucher waren alle -mit tw. sehr gemischten Gefühlen- am Rand des Magmasees.
Wir starteten am 17.01.2017 schon gegen 16 Uhr vom Ertale Basis Camp. Temperatur waren sehr entspannte 30 Grad (deswegen 1h zeitigerer Start als sonst üblich). Der Sonnenuntergang holte uns erst kurz vorm Krater Camp ein:
Auf den letzten Metern konnten wir ein schönes rotes Glühen über dem Krater sehen. Ich dachte, dass es eine gute Staubreflektion sei und freute mich schon auf einen aktiven Kratersee und schöne neue Aufnahmen. Tja und dann kommt man oben an, es ist gerade dunkel geworden und es fällt einem die Kinnlade runter:
Etwa 200 m Luftlinie vom Kratercamp erhob sich ein neuer wild vor sich hin brodelnder ca 50 m hoher Vulkankegel, welcher unablässig riesige Mengen dünnflüssige Lava ausstößt. Die obere Kante des neuen Kegels ist höher als unser Standpunkt am Kratercamp. Die Caldera ist schon gut gefüllt (min. ca. + 10 m Dicke) und die Lava fließt durch den alten Ausgang nach Süden ab. Die Lavaauswellungen am neuen Krater gehen nach Norden und Süden. Wir sind westlich davon. Die Lavaströme sind noch gut 80 m von der Kraterwand des Kratercamps entfernt. Trotz allem Spektakel scheinen wir vorerst sicher zu sein.
Teil 2 folgt
Zuletzt geändert von steffen am Mi 25. Jan 2017, 01:51, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
weiter mit Teil 2
Testen wir doch gleich mal das erste Video:
randomartefacts / Ertale 1
Die Afar hatten echt Angst und wollten umgehend runter vom Berg. Die Kamele waren sehr unruhig und wurden etwas unterhalb des Kraterrandes geparkt. Wir waren die einzige Gruppe oben. Es kamen etwas später noch eine kleine Gruppe italienischer Expats und zwei "Langzeit-Fotografierer" waren auch noch oben.
Der straffe Wind kam vom Osten und schob die Hitze direkt zu uns rüber. Es war noch recht gut auszuhalten und da ich die Situation um den Ertale im speziellen kannte und die Lava-Abflussrichtung des alten "Ausbruchs" im letzten Jahr untersucht hatte, konnte ich vorerst die Unruhe und Ängstlichkeiten einiger weniger Mitreisenden zerstreuen. Die noch intakte Westwand des neuen Kegels war Argument genug, dass es aktuell für uns sicher ist. Alle waren wechselnd mehr oder weniger sprachlos oder wild gestikulierend aufgedreht. Wir waren bei einem once-in-a-lifetime dabei.
randomartefacts / Ertale 2
Es brodelte immer weiter und riesige Mengen Lava flossen wie farbiges Wasser mit riesigen Schlackeplatten weiter heraus. Die Westwand hielt, wenn auch hier immer mal wieder Fontänen darüber spritzten:
randomartefacts / Ertale 3
Aber wie es so ist, nimmt einem die Natur die beruhigenden Argumente. Gerade als ich kaltes Bier aus der Küchenbox zum anstoßen holen war, brach die Westwand unter dem Druck der Lava ein. Ein lautes Aaaaaah und Gejohle holte mich fix zurück zum Beobachterposten. Einige Mitstreiter haben es gefilmt (kommt also später), Ich konnte erst etwas später die Kamera wieder in Stellung bringen:
randomartefacts / Ertale 4
Die anrollende Lava schob uns durch den begleitenden Hitzeschwall etwas zurück. Alles schaute gespannt und ungläubig auf die anfliessenden Massen. Direkte Gefahr bestand nicht, da wir auf dem Kraterrand deutlich über dem Boden der Caldera waren. Die einzige Sorge die ich hatte, war die, dass die Lava sich bis zur Senke an unserem Kraterrand ergießen würde und dann die Gefahr bestehen könnte, dass die Lava den Kraterrand aufweichen könnte. Dann hätten wir schnell das Bier austrinken und zügig absteigen müssen. Dafür muss man auch schliesslich 2,5 h einplanen. Also Kamera drauf und beobachten.
Wie zu Erwarten (und zu Hoffen) war wendete sich ein Großteil des neuen Lavastroms mit den vorhandenen Lavaflussströmen Richtung Süden und damit weg von uns. Trotzdem arbeitete sich das zähe Lavafeld langsam aber stetig an uns heran.
randomartefacts / Ertale 5
Und es brodelte munter weiter und die Lava schwallte nur so aus dem neuen Krater heraus.
randomartefacts / Ertale 6
Und wie es weiter ging erfahrt Ihr Morgen in Teil 3.
Testen wir doch gleich mal das erste Video:
randomartefacts / Ertale 1
Die Afar hatten echt Angst und wollten umgehend runter vom Berg. Die Kamele waren sehr unruhig und wurden etwas unterhalb des Kraterrandes geparkt. Wir waren die einzige Gruppe oben. Es kamen etwas später noch eine kleine Gruppe italienischer Expats und zwei "Langzeit-Fotografierer" waren auch noch oben.
Der straffe Wind kam vom Osten und schob die Hitze direkt zu uns rüber. Es war noch recht gut auszuhalten und da ich die Situation um den Ertale im speziellen kannte und die Lava-Abflussrichtung des alten "Ausbruchs" im letzten Jahr untersucht hatte, konnte ich vorerst die Unruhe und Ängstlichkeiten einiger weniger Mitreisenden zerstreuen. Die noch intakte Westwand des neuen Kegels war Argument genug, dass es aktuell für uns sicher ist. Alle waren wechselnd mehr oder weniger sprachlos oder wild gestikulierend aufgedreht. Wir waren bei einem once-in-a-lifetime dabei.
randomartefacts / Ertale 2
Es brodelte immer weiter und riesige Mengen Lava flossen wie farbiges Wasser mit riesigen Schlackeplatten weiter heraus. Die Westwand hielt, wenn auch hier immer mal wieder Fontänen darüber spritzten:
randomartefacts / Ertale 3
Aber wie es so ist, nimmt einem die Natur die beruhigenden Argumente. Gerade als ich kaltes Bier aus der Küchenbox zum anstoßen holen war, brach die Westwand unter dem Druck der Lava ein. Ein lautes Aaaaaah und Gejohle holte mich fix zurück zum Beobachterposten. Einige Mitstreiter haben es gefilmt (kommt also später), Ich konnte erst etwas später die Kamera wieder in Stellung bringen:
randomartefacts / Ertale 4
Die anrollende Lava schob uns durch den begleitenden Hitzeschwall etwas zurück. Alles schaute gespannt und ungläubig auf die anfliessenden Massen. Direkte Gefahr bestand nicht, da wir auf dem Kraterrand deutlich über dem Boden der Caldera waren. Die einzige Sorge die ich hatte, war die, dass die Lava sich bis zur Senke an unserem Kraterrand ergießen würde und dann die Gefahr bestehen könnte, dass die Lava den Kraterrand aufweichen könnte. Dann hätten wir schnell das Bier austrinken und zügig absteigen müssen. Dafür muss man auch schliesslich 2,5 h einplanen. Also Kamera drauf und beobachten.
Wie zu Erwarten (und zu Hoffen) war wendete sich ein Großteil des neuen Lavastroms mit den vorhandenen Lavaflussströmen Richtung Süden und damit weg von uns. Trotzdem arbeitete sich das zähe Lavafeld langsam aber stetig an uns heran.
randomartefacts / Ertale 5
Und es brodelte munter weiter und die Lava schwallte nur so aus dem neuen Krater heraus.
randomartefacts / Ertale 6
Und wie es weiter ging erfahrt Ihr Morgen in Teil 3.
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
wow, welch eindrückliches erlebnis. spannend!!! schon beim betrachten deiner fotos/filmli krieg ich herzklopfen bis in den hals hoch. welch fantastische naturgewalt! da wär ich zu gerne dabei gewesen. da wäre meine hamera heisssss gelaufen.
einmalig sowas erleben zu dürfendanke fürs zeigen
liebe gruess maja
einmalig sowas erleben zu dürfendanke fürs zeigen
liebe gruess maja
-
picco
- Beiträge: 238
- Registriert: Di 3. Jul 2012, 09:42
- Wohnort: Rorschacherberg / Ostschweiz
- Kontaktdaten:
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
Hoi Steffen
Vielen Dank für die Bilder und Videos!
Erinnert mich stark an meine Bilder/Videos vom Nyiragongo, auf dem wir Ende August 2016 waren.
Ist schon was Eindrückliches!!!
Und jetzt zeig bitte noch mehr, nicht dass ich vor lauter auf weitere Bilder/Videos warten noch meinen Flieger nach Kenya verpasse!!! Denn das würd ich Dir übel nehmen...

Vielen Dank für die Bilder und Videos!
Erinnert mich stark an meine Bilder/Videos vom Nyiragongo, auf dem wir Ende August 2016 waren.
Ist schon was Eindrückliches!!!
Und jetzt zeig bitte noch mehr, nicht dass ich vor lauter auf weitere Bilder/Videos warten noch meinen Flieger nach Kenya verpasse!!! Denn das würd ich Dir übel nehmen...
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
Soooooderle, part 3
Wie das so ist. Kaum ist man wieder in der Heimat, da rufen gleich wieder Arbeit, Projekte und Versammlungen und minimal Schlafen muss auch sein. Also weiter gehts.
Nachdem also die Westwand wie Wachs gefallen ist, konnten sich noch größere Mengen Magma in Lava verwandeln ( siehe Unterschied zB. bei Wikipedia
) und munter in unsere Richtung sprudeln.
Nix verstopft und fröhlich weiter sabbernd (wie andere Forumsteilnehmer) erfreute uns der Ertale durch die Nacht. Eigentlich wollte ich immer mal wieder schauen, wie die aktuelle Situation ist. Aber ich war derart müde, dass ich mich einem sehr intensivem Schlaf hingeben konnte. Immer wenn ich aufwachte, sah ich, dass zumindest einer der Gruppe beim beobachten war und ich konnte durch geschmeidige Rollbewegungen eine andere halbwegs bequeme Weiterschlafposition einnehmen. Gegen 4 Uhr war dann aber Aufstehen angesagt, da wir die Afar und die Küchen-/Transportkamele nach unten schickten.
Die Masse des Lavaausflusses hatte sich etwas verlangsamt, war aber immer noch hoch. Wie man folgend sehen kann, hat sich dass heiße Lavafeld deutlich in unsere Richtung und zum Südwestkliff aufgeschwemmt. Aber alles noch "weit" genug weg.
Da am Neukraterand immer noch heftiges brodeln und wabern zu erkennen war, gehe ich dvon aus, dass die -für uns nicht sichtbare- Ostwand aufgebrochen ist und sich dort aktiv Lavaströme ergossen.
Jetzt denkt man natürlich, da hat sich der Ertale mal so richtig verausgabt und gibt wieder Ruhe. Aber denkste. Den Sonnenaufgang wollte er uns dann doch noch versüßen. Also los ging es wieder aus allen Rohren, damit wir ja nicht den Blick Richtung bald beginnenden Sonnenaufgang richten würden:
randomartefacts / Ertale 7
Mir hat es besonders ein kleines Kliff angetan, welches sich am nördlichen Neukraterrand im Laufe der Nacht etwa 10 m in die Höhe gekleckert hatte. Warum? Sehr selbst:
randomartefacts / Ertale 8
Wie das so ist. Kaum ist man wieder in der Heimat, da rufen gleich wieder Arbeit, Projekte und Versammlungen und minimal Schlafen muss auch sein. Also weiter gehts.
Nachdem also die Westwand wie Wachs gefallen ist, konnten sich noch größere Mengen Magma in Lava verwandeln ( siehe Unterschied zB. bei Wikipedia
Nix verstopft und fröhlich weiter sabbernd (wie andere Forumsteilnehmer) erfreute uns der Ertale durch die Nacht. Eigentlich wollte ich immer mal wieder schauen, wie die aktuelle Situation ist. Aber ich war derart müde, dass ich mich einem sehr intensivem Schlaf hingeben konnte. Immer wenn ich aufwachte, sah ich, dass zumindest einer der Gruppe beim beobachten war und ich konnte durch geschmeidige Rollbewegungen eine andere halbwegs bequeme Weiterschlafposition einnehmen. Gegen 4 Uhr war dann aber Aufstehen angesagt, da wir die Afar und die Küchen-/Transportkamele nach unten schickten.
Die Masse des Lavaausflusses hatte sich etwas verlangsamt, war aber immer noch hoch. Wie man folgend sehen kann, hat sich dass heiße Lavafeld deutlich in unsere Richtung und zum Südwestkliff aufgeschwemmt. Aber alles noch "weit" genug weg.
Da am Neukraterand immer noch heftiges brodeln und wabern zu erkennen war, gehe ich dvon aus, dass die -für uns nicht sichtbare- Ostwand aufgebrochen ist und sich dort aktiv Lavaströme ergossen.
Jetzt denkt man natürlich, da hat sich der Ertale mal so richtig verausgabt und gibt wieder Ruhe. Aber denkste. Den Sonnenaufgang wollte er uns dann doch noch versüßen. Also los ging es wieder aus allen Rohren, damit wir ja nicht den Blick Richtung bald beginnenden Sonnenaufgang richten würden:
randomartefacts / Ertale 7
Mir hat es besonders ein kleines Kliff angetan, welches sich am nördlichen Neukraterrand im Laufe der Nacht etwa 10 m in die Höhe gekleckert hatte. Warum? Sehr selbst:
randomartefacts / Ertale 8
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
Also Bestand uns jetzt ein kleiner Wettstreit zwischen spektakulärem Sonnenaufgang und nicht minder spektakulärem Vulkanschluckauf bevor.
Der Horizont verfärbte sich langsam orange:
und es wurde weiter geschmoddert und gesprotzt:
Wir verlegten unseren Beobachtungspunkt auf das Südwestliche überragende Kliff am Hauptkrater. Das erhöhte unsere Position drastisch und wir konnten auf den neuen Krater blicken. Wobei zu beachten war, dass die Lava schon direkt am Fuß des Kliffs war und dieses etwas stark porös am Rande war. Aber nix passiert, da meine Warnungen und Ermahnungen dann doch auf nicht ganz taube Ohren stießen. Einen Sack Flöhe hüten ist dagegen eine überaus gemächliche und beruhigende Angelegenheit.
Und da gibt es ganz neue Perspektiven zu erleben. Wer die Kaldera von früher her kennt, wird das unweigerliche Terraforming bestätigen können. Und um noch einen meiner Lieblingsbegriffe in die Runde zu werfen: die "strukturelle Integrität" des Basiskegels scheint nicht gelitten zu haben.
Wie schon bei den Filmen vorher könnt Ihr gern die volle Bildschirmauflösung nutzen, da in 1080p aufgenommen. Leichtes wackeln geht zurück auf den böigen Wind und eine sicherlich verständliche und verzeihliche kleine eigene Anspannung und gewisse Aufgeregtheit.
randomartefacts / Ertale 9
Wunderbare Farbverläufe vom Schwarz/Violett/Silbergrau in Tiefrot/Gelb/Gleißend Weiß/Neon Lila usw. Einfach nur Phantastisch. Man beachte bitte auch die filigranen Oberflächenfaltungen und ziehenden Farben. Mittlerweile sind schöne Lavarinnen tw. markiert mit leuchtenden Randstreifen zu erkennen, welche immer wieder von neuen Lavaströmen genutzt wurden.
randomartefacts / Ertale 10
Mein kleines neues Lieblinkskliff wächst auch weiter im guten alten Zuckerbäckerstil. In der Archäologie würden die Keramikspezialisten wahrscheinlich das Wort barbotine ware gebrauchen.
randomartefacts / Ertale 11
Und damit es nicht heißt, dass ich den Sonnenaufgang vorenthalten hätte, gibt es den hier:
randomartefacts / Ertale 12
Das würde auch locker in die Kategorie spektakuläre Sonnenaufgänge passen.
Ich habe erst einmal nur eine klitzekleine Übersicht gegeben. Ich denke am Wochenende werden noch sukzessive einige Fotos dazu kommen. Es war unbestritten eines der unglaublichsten und intensivsten Erlebnisse denen ich beiwohnen durfte.
Die Kaldera hat sich total verändert und ich denke, dass man diese auf Monate hin nicht betreten kann, da einfach zuviel heiße Lava darunter ist. Der Boden ist fragil und extrem brüchig. Wenn es dann irgendwann mal geht, dann ist extreme Vorsicht angesagt. Sofern sich der Magmadom nicht zurück zieht, bleibt es weiterhin spektakulär vom Kraterrand aus. Wir werden sehen. Vielleicht schaffe ich es nochmal im Frühjahr dorthin, ansonsten werde ich im Herbst wieder davon berichten.
Dallol usw. werden im Reisebericht auftauchen und bebildert.
Bei Fragen, einfach hier im Forum.
Ich konnte immer sehr gut von Euren Beiträgen profitieren. umso mehr freut es mich, auch mal etwas wirklich tolles bei tragen zu können. In diesem Sinne Euch allen einen schaffensfrohen Wochenausklang
Steffen
Der Horizont verfärbte sich langsam orange:
und es wurde weiter geschmoddert und gesprotzt:
Wir verlegten unseren Beobachtungspunkt auf das Südwestliche überragende Kliff am Hauptkrater. Das erhöhte unsere Position drastisch und wir konnten auf den neuen Krater blicken. Wobei zu beachten war, dass die Lava schon direkt am Fuß des Kliffs war und dieses etwas stark porös am Rande war. Aber nix passiert, da meine Warnungen und Ermahnungen dann doch auf nicht ganz taube Ohren stießen. Einen Sack Flöhe hüten ist dagegen eine überaus gemächliche und beruhigende Angelegenheit.
Und da gibt es ganz neue Perspektiven zu erleben. Wer die Kaldera von früher her kennt, wird das unweigerliche Terraforming bestätigen können. Und um noch einen meiner Lieblingsbegriffe in die Runde zu werfen: die "strukturelle Integrität" des Basiskegels scheint nicht gelitten zu haben.
Wie schon bei den Filmen vorher könnt Ihr gern die volle Bildschirmauflösung nutzen, da in 1080p aufgenommen. Leichtes wackeln geht zurück auf den böigen Wind und eine sicherlich verständliche und verzeihliche kleine eigene Anspannung und gewisse Aufgeregtheit.
randomartefacts / Ertale 9
Wunderbare Farbverläufe vom Schwarz/Violett/Silbergrau in Tiefrot/Gelb/Gleißend Weiß/Neon Lila usw. Einfach nur Phantastisch. Man beachte bitte auch die filigranen Oberflächenfaltungen und ziehenden Farben. Mittlerweile sind schöne Lavarinnen tw. markiert mit leuchtenden Randstreifen zu erkennen, welche immer wieder von neuen Lavaströmen genutzt wurden.
randomartefacts / Ertale 10
Mein kleines neues Lieblinkskliff wächst auch weiter im guten alten Zuckerbäckerstil. In der Archäologie würden die Keramikspezialisten wahrscheinlich das Wort barbotine ware gebrauchen.
randomartefacts / Ertale 11
Und damit es nicht heißt, dass ich den Sonnenaufgang vorenthalten hätte, gibt es den hier:
randomartefacts / Ertale 12
Das würde auch locker in die Kategorie spektakuläre Sonnenaufgänge passen.
Ich habe erst einmal nur eine klitzekleine Übersicht gegeben. Ich denke am Wochenende werden noch sukzessive einige Fotos dazu kommen. Es war unbestritten eines der unglaublichsten und intensivsten Erlebnisse denen ich beiwohnen durfte.
Die Kaldera hat sich total verändert und ich denke, dass man diese auf Monate hin nicht betreten kann, da einfach zuviel heiße Lava darunter ist. Der Boden ist fragil und extrem brüchig. Wenn es dann irgendwann mal geht, dann ist extreme Vorsicht angesagt. Sofern sich der Magmadom nicht zurück zieht, bleibt es weiterhin spektakulär vom Kraterrand aus. Wir werden sehen. Vielleicht schaffe ich es nochmal im Frühjahr dorthin, ansonsten werde ich im Herbst wieder davon berichten.
Dallol usw. werden im Reisebericht auftauchen und bebildert.
Bei Fragen, einfach hier im Forum.
Ich konnte immer sehr gut von Euren Beiträgen profitieren. umso mehr freut es mich, auch mal etwas wirklich tolles bei tragen zu können. In diesem Sinne Euch allen einen schaffensfrohen Wochenausklang
Steffen
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
einfach nur ATEMBERAUBEND!!!!!
maja
maja
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
Hallo Steffen,
sensationell was Du uns hier bietest. Danke für den Bericht. Wir werden uns vom südlichen Afrika auf der Ostseite
nach Norden bewegen und dann stehen der Vulkan und die Danakil fix auf dem Programm.
Gruß Olaf
sensationell was Du uns hier bietest. Danke für den Bericht. Wir werden uns vom südlichen Afrika auf der Ostseite
nach Norden bewegen und dann stehen der Vulkan und die Danakil fix auf dem Programm.
Gruß Olaf
Re: Äthiopien - Ertale - Ausbruch - Caldera ist nicht mehr
Hallo Olaf,
dann baut sinnvollerweise Djibouti in Eure Route mit ein. Grenzübergang und zurück nach Äthiopien ist mit einem Multientry-Visa in Äthiopien problemlos machbar.
Der Lac Azale wird gerade von zwei Seiten mit Straßen "erobert". Die Chinesen bauen gerade eine Strasse durch das Ardoukoba-Gebiet. Bei den Lava wells sind Vorbereitungen im Gange eine größere Baustruktur anzulegen. Südlich vom Ardoukoba gibt es direkt am Golf einen netten kleinen Campsite mit schönem Riff. Wir haben da auch schon Kite-Surfer gesehen. Der Lac hatte einen etwa 30 cm höheren Wasserstand und es gab große Einschwemmungen einer braunen Brühe. Die Chinesen werden aktiv Salz abbauen. Das Salzterminal unten am Golf ist einsatzbereit. Das Gebiet ändert sich drastisch. Also hin, solange es noch "schön" ist.
Und den Lake Abhé sollte man sich auch unbedingt gönnen. Immer wieder schön.
In diesem Sinne einen sonnigen Tag
Steffen
dann baut sinnvollerweise Djibouti in Eure Route mit ein. Grenzübergang und zurück nach Äthiopien ist mit einem Multientry-Visa in Äthiopien problemlos machbar.
Der Lac Azale wird gerade von zwei Seiten mit Straßen "erobert". Die Chinesen bauen gerade eine Strasse durch das Ardoukoba-Gebiet. Bei den Lava wells sind Vorbereitungen im Gange eine größere Baustruktur anzulegen. Südlich vom Ardoukoba gibt es direkt am Golf einen netten kleinen Campsite mit schönem Riff. Wir haben da auch schon Kite-Surfer gesehen. Der Lac hatte einen etwa 30 cm höheren Wasserstand und es gab große Einschwemmungen einer braunen Brühe. Die Chinesen werden aktiv Salz abbauen. Das Salzterminal unten am Golf ist einsatzbereit. Das Gebiet ändert sich drastisch. Also hin, solange es noch "schön" ist.
Und den Lake Abhé sollte man sich auch unbedingt gönnen. Immer wieder schön.
In diesem Sinne einen sonnigen Tag
Steffen




