Weniger als ein Jahr nach dem erfolgreichen Volksaufstand in Burkina Faso, der den langjährigen Autokraten Blaise Compaoré stürzte, hat ein Militärputsch die alten Machthaber zurück an die Regierung gebracht. General Gilbert Diendéré, jahrzehntelang Geheimdienstchef und Kommandeur der Präsidialgarde unter Compaoré, wurde am Donnerstagvormittag zum Chef einer Militärjunta ernannt, die das Land ab sofort regieren will [...] Offen ist nun, ob es zu einer Konfrontation auf der Straße zwischen den Putschisten und den Protestbewegungen kommt. Bei vereinzelten Zusammenstößen in Ouagadougou wurden bereits mehr 20 Menschen verletzt, teils durch Schüsse. In der zweitgrößten Stadt Bobo Dioulasso soll die lokale CDP-Zentrale verwüstet worden sein.
Die Putschisten im westafrikanischen Burkina Faso haben Staatschef Kafando und zwei seiner Minister freigelassen. Man habe sich für das "Prinzip des Dialogs" entschieden. Am Mittwoch waren die Regierungsmitglieder als Geiseln genommen worden.
In Burkina Faso sind die Hoffnungen auf einen Wandel durch den Militärputsch offenbar gestoppt. Noch wird verhandelt. Es gibt Proteste. Vom "Gespenst des alten Regimes" spricht der Rapper und Aktivist Smockey.
Nach dem Staatsstreich in Burkina Faso ist es dort erneut zu Gewalt gekommen. Anhänger und Gegner der Putschisten gerieten aneinander. Die Vermittler sagten, sie hätten einen Lösungsansatz gefunden,aber noch keinen Weg, die zivile Regierung wieder zu installieren.
Das Militär hatte sich vergangene Woche in Burkina Faso an die Macht geputscht. Nun gab es Gespräche, um mit den Putschisten eine Verhandlungslösung zu erreichen, ein Vorschlag liegt auf dem Tisch. Unklar ist aber, ob er verwirklicht werden kann.
Nachdem sich am Montag zwei westafrikanische Präsidenten an Burkina Fasos Militärputschisten die Zähne ausgebissen haben, war am Dienstag die eigene Armeeführung an der Reihe. General Gilbert Diendéré, der am Donnerstag nach einem Putsch der von ihm geführten Präsidialgarde RSP die Macht ergriffen hatte, war am Dienstagnachmittag immer noch im Amt, in Missachtung eines Ultimatums seines Vorgesetzten.
Die weggeputschte Zivilregierung von Burkina Faso will nicht länger auf einen Deal warten. Präsident Michel Kafando erklärte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Außenministerium der Hauptstadt, er sei zurück an der Macht und werde mit seiner Regierung am Donnerstag die Amtsgeschäfte wiederaufnehmen. „Ich bin wieder im Dienst“, sagte Kafando in einer kämpferischen Ansprache und lobte die „furchtlose Mobilisierung des Volkes“, die die Putschisten und deren „finstere“ Pläne in die Schranken gewiesen habe. Putschgeneral Gilbert Diendéré, dessen Präsidialgarde mit der Verhaftung Kafandos am 16. September den Militärputsch eingeläutet hatte, zeigte sich von den Worten des Präsidenten ebenso unbeeindruckt wie vom Ultimatum der Armeeführung gegen ihn vom Vortag, die Waffen niederzulegen und seine Truppen zu übergeben.
A unit of guards that carried out a coup in Burkina Faso before handing back power is refusing to disarm. The chief of army staff accused presidential guards of intimidating people carrying out the disarmament.
In Burkina Faso formiert sich eine neue Protestbewegung. Sie demonstriert gegen die andauernde Gewalt – und die Regierung von Präsident Kaboré ...
In der Hauptstadt Ouagadougou haben am Dienstag etwa 300 Menschen gegen die Regierung von Präsident Roch Marc Christian Kaboré protestiert und dessen Rücktritt gefordert. Das ist nicht viel, aber es soll nur der Anfang sein. Grund ist die andauernde Gewalt in Burkina Faso [...] Mehr als 1,4 Millionen der 20 Millionen Einwohner sind im eigenen Land auf der Flucht [...] In Ouagadougou ist von „absoluter Inkompetenz“ des Präsidenten die Rede. „Sauvons le Burkina Faso“ – „Rettet Burkina Faso“ – heißt es auf Plakaten, die die Protestierenden auf dem Platz der Revolution ausbreiteten. So lautet auch der Name der Bewegung, die zu dem Protest aufrief und für den 27. November einen weiteren angekündigt hat [...] Der Ärger richtet sich auch gegen die einstige Kolonialmacht Frankreich.
Brennende Autoreifen, Tränengas gegen Demonstranten, Barrikaden und jede Menge Wut und Zorn. Das ist die Bilanz des groß angekündigten Protesttages in Burkina Faso, den die Regierung von Präsident Kaboré noch in letzter Minute verbieten lassen wollte. Seit Tagen funktioniert zudem das mobile Internet nicht mehr. Doch die Verhinderungsbemühungen blieben ohne Erfolg. Hunderte Menschen gingen am Samstag 27. November trotz Verbots nicht nur in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou, sondern auch in Bobo-Dioulasso im Südwesten sowie in Kaya und Dori nördlich der Hauptstadt auf die Straßen. Die Stimmung ist aufgeladen wie seit Jahren nicht mehr ...
Nun hat Präsident Kaboré einen verbesserten Kampf gegen den Terrorismus angekündigt. Viele Menschen empfinden das als leere Worte und fordern den Rücktritt des Staatschefs. Auslöser für den großen Druck auf die Regierung ist der Angriff auf Sicherheitskräfte am 14. November in Inata im Norden gewesen. Für viele Menschen im Land ist damit endgültig eine Grenze überschritten worden. Die Entwicklung zeigt, dass sich Terrormilizen offenbar weiter problemlos ausbreiten können. JNIM hat bisher im Norden und Nordwesten Anschläge verübt, während der "Islamische Staat in der größeren Sahara" (EIGS) vor allem im Osten und in der Grenzregion des Nachbarlandes Niger aktiv ist. "Unser Land ist im Krieg, und es verschwindet immer mehr. Wir haben bereits einen großen Teil der Fläche verloren", klagt Ibrahima Maïga, Mitbegründer der Bewegung "Sauvons le Burkina Faso" (Rettet Burkina Faso). Eric Ismaël Kinda, Sprecher der Bürgerbewegung "Balai Citoyen" (Bürgerbesen) sagt, der Austausch von Personen reiche nicht aus. Stattdessen brauche es Kompetenz. Anders als bei früheren Protesten - die "Balai Citoyen" hatten 2014 friedlich den Rücktritt des damaligen Präsidenten Blaise Compaoré erzwungen - hat sich Burkina Fasos bekannteste zivilgesellschaftliche Organisation bisher nicht an den Demonstrationen beteiligt. "Keine Organisation hat uns diesbezüglich kontaktiert", sagt Kinda knapp. Die "Balai Citoyen" hatten stets betont, dass ihre Macht ihre Größe sei. Es ist unklar, wie viele Menschen "Sauvons le Burkina Faso" künftig für Proteste mobilisieren kann ...
Burkina Fasos Präsident Kaboré hat die Regierung aufgelöst. Hintergrund sind anhaltende Erschütterungen durch militante Islamisten, die Ministerpräsident Dabiré nicht unter Kontrolle bekam ...
Einen Tag nach heftigen Protesten gegen die Führung des westafrikanischen Staates waren aus mehreren Kasernen Schüsse zu hören. Burkina Fasos Regierung versucht, den Ernst der Lage herunterzuspielen ...
Einen Tag nach heftigen Ausschreitungen in Burkina Faso sind in mehreren Militärkasernen des westafrikanischen Landes Schüsse gefallen. Entsprechende Berichte aus Militärkreisen und von Anwohnern bestätigte die Regierung in Ouagadougou. Gerüchte, wonach das Militär die Macht an sich gerissen habe, bezeichnete die Regierung jedoch als falsch. In der von einem Regierungssprecher verbreiteten Erklärung hieß es, "in den sozialen Netzwerken verbreitete Informationen" erweckten den Eindruck einer "Machtübernahme der Armee". Die Regierung weise diese Informationen zurück und rufe "die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren" [...] Auch Verteidigungsminister Barthélémy Simporé erklärte wenige Stunden später in einer Fernsehansprache, die Situation sei unter Kontrolle. Er dementierte zugleich Gerüchte, dass Präsident Roch Marc Kaboré von Soldaten festgesetzt worden sei. Der Grund für den Aufruhr blieb bislang unklar.
In Burkina Faso hat das Militär Präsident Kaboré festgenommen. Nach jahrelangem Kampf gegen Terrorgruppen und Monaten politischer Unruhe ist nun eine weitere Militärjunta in Westafrika an der Macht - mit Folgen für Europa ...
... Mali sucht die Unterstützung Russlands, die westliche Führungsmacht Frankreich wird als alte Kolonialmacht zu einem der Sündenböcke für das Scheitern im Kampf gegen Terrorgruppen. Auch in Burkina Faso hatte sich deshalb noch im vergangenen Jahr Unmut gegen Frankreich gerichtet. Der Westen wird in den Augen vieler immer mehr als Teil des Problem wahrgenommen anstatt Teil der Lösung. Je mehr aber ganze Teile Westafrikas in Unsicherheit versinken, desto mehr wird auch der Westen nach Antworten suchen müssen. Denn Europa wird letztlich ein Ziel derjenigen sein, die vor Not und Elend flüchten ...
Ein Sprecher der Putschisten - der im Auftrag der "Patriotischen Bewegung für den Schutz und die Wiederherstellung (MPSR)" sprach - hat zwischenzeitlich im Staatsfernsehen mitgeteilt, dass die Regierung aufgelöst und die Verfassung ausser Kraft gesetzt worden sei. Die Grenzen des Landes bleiben für mindestens vier Tage geschlossen, zudem gilt eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr ...
Der Hauptfernsehsender steht unter militärischer Kontrolle und das Internet ist abgeschaltet. Das Militär ist wütend über das Versäumnis der Regierung, Angriffe bewaffneter Gruppen wie ISIL (ISIS) und al-Qaida zu stoppen. Die bewaffneten Gruppen der Dschihadisten haben Tausende getötet und mehr als 1,5 Millionen Menschen vertrieben.
Was steckt hinter dem jüngsten Militärputsch?
Und wie kann die Stabilität im Land wiederhergestellt werden?
Die Militärbehörden in Burkina Faso haben die Wiedereröffnung der Luftgrenzen des Landes für den 25. Januar 2022 angekündigt. Die Landgrenzen bleiben geschlossen, außer für den Transport von lebenswichtigen Gütern, humanitären Hilfsgütern und militärischer Ausrüstung. Die tunesische Fluggesellschaft Tunisair (TU) kündigte zuvor an, alle Flüge von und nach Ouagadougou (OUA) bis auf weiteres auszusetzen. Der Status der Flüge von Air France (AF), Turkish Airlines (TK) und Royal Air Maroc (AT) ist für den 25. Januar noch unklar. Die drei Fluggesellschaften hatten Linienflüge nach OUA am 24. Januar storniert. Im Flugverkehr wird es in den kommenden Tagen voraussichtlich noch zu Störungen kommen. Quelle: Garda World
Sämtliche Meldungen zu Burkina hier aufzulisten, ist nicht mehr umsetzbar. Kurzfassung: Für unbeschwertes Reisen ist das Land zurzeit nicht geeignet.
In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli haben mutmaßliche Kämpfer zwei strategisch wichtige Brücken in der Region Centre-Nord, die die Region Centre-Nord mit der Sahelzone verbinden, gesprengt. Die Nare-Brücke befindet sich auf der N3 zwischen den Orten Tougouri und Ouanobian, die Wousse-Brücke auf der N22 zwischen den Orten Kongoussi und Bourzanga. Militante Gruppen, die mit Al-Qaida oder dem Islamischen Staat in Verbindung stehen, sollen verantwortlich sein.
Die Behörden werden in den kommenden Tagen die Sicherheitsvorkehrungen in der Nähe der Brücken erhöhen. Verstärkte Sicherheitspatrouillen und Kontrollpunkte werden vermutlich zu lokalen Beeinträchtigungen im Reiseverkehr führen. Weitere Anschläge dieser Art sind nicht auszuschließen. Das Ausmaß der Schäden und der damit verbundenen Beeinträchtigungen ist unklar. Der Straßenverkehr auf der N22 und der N3 in der Nähe der Brücken wird in den kommenden Tagen je nach Dauer der Reparaturarbeiten unterbrochen sein.