ML / Tuareg-Rebellion 2012
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Das kommt sehr gut:
"Die Führung der MNLA verwahrt sich entschieden gegen den Vorwurf, eine islamistische Kampftruppe zu sein und bekräftigt ein über das andere Mal ihren laizistischen Charakter. Einer der ersten Angriffe der Tuareg im Januar dieses Jahres aber war aber zusammen mit Al-Qaida-Kämpfern geführt worden. Damals war der Militärstützpunkt von Aguelhok eingenommen worden und mehr als 80 gefangene Soldaten waren anschließend bestialisch ermordet worden. Die Garnisonstadt Kidal wiederum steht seit ihrer Eroberung Ende vergangener Woche unter der Kontrolle einer Gruppe, die sich „Ançar Dine“ (Verteidiger der Religion) nennt und vorgibt, die Scharia einführen zu wollen. Ihr Anführer ist ein malischer Tuareg. In Kidal und auch in Gao zerstörten die Kämpfer dieser Gruppe Hotels und Gaststätten, die Alkohol ausschenken."
Islamistisch: nein.
Im Verbund mit Al-Kaida: Ja.
Laizistisch: Ja.
Sharia: Ja.
"Die Führung der MNLA verwahrt sich entschieden gegen den Vorwurf, eine islamistische Kampftruppe zu sein und bekräftigt ein über das andere Mal ihren laizistischen Charakter. Einer der ersten Angriffe der Tuareg im Januar dieses Jahres aber war aber zusammen mit Al-Qaida-Kämpfern geführt worden. Damals war der Militärstützpunkt von Aguelhok eingenommen worden und mehr als 80 gefangene Soldaten waren anschließend bestialisch ermordet worden. Die Garnisonstadt Kidal wiederum steht seit ihrer Eroberung Ende vergangener Woche unter der Kontrolle einer Gruppe, die sich „Ançar Dine“ (Verteidiger der Religion) nennt und vorgibt, die Scharia einführen zu wollen. Ihr Anführer ist ein malischer Tuareg. In Kidal und auch in Gao zerstörten die Kämpfer dieser Gruppe Hotels und Gaststätten, die Alkohol ausschenken."
Islamistisch: nein.
Im Verbund mit Al-Kaida: Ja.
Laizistisch: Ja.
Sharia: Ja.
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florian schmidt
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Frankreich verspricht "logistische" Unterstützung für Staaten, die im Norden Malis intervenieren und ruft alle Staatsbürger zum
Verlassen des Landes auf:
http://www.cridem.org/C_Info.php?article=627890
Florian
http://www.aepn.de
Verlassen des Landes auf:
http://www.cridem.org/C_Info.php?article=627890
Florian
http://www.aepn.de
Zuletzt geändert von florian schmidt am Di 3. Apr 2012, 08:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Birgitt
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Rebellen erobern Norden von Mali... alles lässt die Tuareg jetzt stark erscheinen. Ob sie halten können, was sie von sich behaupten, ist dennoch fraglich [...] Die militärischen Erfolge der Rebellen verdecken auch, dass ihre Front bei weitem nicht so geschlossen sein dürfte, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Denn in der MNLA haben sich mindestens zwei Fraktionen zusammengeschlossen, von denen man noch nicht weiß, ob sie dem gleichen Ziel verpflichtet sind [...] An der Seite der MNLA kämpft noch eine weitere Gruppe [...] Ansar Dine, ein Verbund von Islamisten, die mehr auf die Einführung der Scharia drängen als auf die Gründung eines eigenständigen Staat Azawad. Wie nahe sie den Terroristen von al-Qaida im Maghreb (Aqim) stehen, ist umstritten [...] Über mögliche Verbindungen der Terrorgruppe Aqim zu einzelnen Tuareg-Gruppen wird viel spekuliert
02.04.2012 - Süddeutsche
Gruß
Birgitt
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Ein guter Artikel, finde ich. Die Tuareg haben viel Raum gewonnen, wenn man auf die Karte schaut - leerer Raum.
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Alexander
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Das kann gut sein, kann auch schlecht sein. Auf jeden Fall wird es sich nicht vermeiden lassen, wenn man in einem Land kämpft, dass nur ein paar Städte pro einige tausend Quadratkilometer aufweist. Ich würde weniger auf den leeren Raum schauen, den die Tuareg erobert haben, sondern auf die Städte.Kuno hat geschrieben:Ein guter Artikel, finde ich. Die Tuareg haben viel Raum gewonnen, wenn man auf die Karte schaut - leerer Raum.
Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Das ist richtig, Alexander - ich wollte es eigentlich (umgekehrt formuliert) auch so zum Ausdruck bringen. Es sind wohl wenige strategisch wichtige Punkte, welche bestimmen, wer den Norden Malis kontrolliert. Die Versorgung der Rebellen duerfte ein weiteres Problem darstellen - falls sie nicht aus einem Nachbarstaat Unterstuetzung bekommen, wird das ein problematisches Unterfangen. Vor allem beim Treibstoff. Geschmuggelte Ware ist teuer und ich nehme nicht an, dass jeamand den Rebellen auf Rechnung liefert...
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Zitat aus der FAZ :
"Die arabischstämmigen Tuareg wiederum pflegen ihren Rassismus gegen die Schwarzafrikaner weiter im Süden."
der Autor tut sich auch nicht gerade durch Sachkenntnis hervor
"Die arabischstämmigen Tuareg wiederum pflegen ihren Rassismus gegen die Schwarzafrikaner weiter im Süden."
der Autor tut sich auch nicht gerade durch Sachkenntnis hervor
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Hallo Mate,
Artikel in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/malis-tuareg ... 05928.html
Artikel in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/malis-tuareg ... 05928.html
aber sehr wohl durch Kenntnis der historischen Fakten.der Autor tut sich auch nicht gerade durch Sachkenntnis hervor
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
ok es fehlt das "hier" , Die Tuareg sollte man nicht als arabischstämmig kennzeichnen wenn man sich auskennt
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Dumm gelaufen fuer den Autor. Kann passieren...
Allerdings ist es wohl schon so, dass die, die noerdlich der Duenen wohnen eher zu denen, die suedlich davon sitzen herabblicken. Hingegen glaube ich nicht, dass "Rassismus" die Antriebsfeder der Touareg ist. Sie sind nicht auf einem Eroberungsfeldzug sondern versuchen sich ein eigenes Land zu erkaempfen. Und wenn schon "Rassismus" ins Spiel genommen werden muss - weiss jemand vielleicht, wie die "nichttuareg" in Mali so ueber die Tuareg denken und reden?
Allerdings ist es wohl schon so, dass die, die noerdlich der Duenen wohnen eher zu denen, die suedlich davon sitzen herabblicken. Hingegen glaube ich nicht, dass "Rassismus" die Antriebsfeder der Touareg ist. Sie sind nicht auf einem Eroberungsfeldzug sondern versuchen sich ein eigenes Land zu erkaempfen. Und wenn schon "Rassismus" ins Spiel genommen werden muss - weiss jemand vielleicht, wie die "nichttuareg" in Mali so ueber die Tuareg denken und reden?
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Araber - Tuareg - Schwarzafrikaner ....... es lässt sich natürlich noch mit den Berbern etc. ergänzen
und (fast) Jeder schaut auf den anderen hinab
und (fast) Jeder schaut auf den anderen hinab
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Wenn das Wort Rassismus aus Gründen der "political correctness" verboten ist (aber an den Fakten nichts ändert), so könnte man doch auf "Ethnozentrismus" ausweichen.
Anderes Beispiel: Statt Abtreibung bei genetischen Problemdiagnosen könnte man sagen "pränatale Euthanasie".
Merke: Politisch korrekte Sprache verbaut die Faktenlage und verbiegt das Denken.
@Kuno: Zur Erinnerung an die 90er Jahre in Mali: damals lief die ethnozentrierte Retourkutsche der Tuareg gegen die ethnozentrierten Benachteiligungen durch die autochthonen schwarzhäutigen Machthaber.
Die aktive Teilnahme der Tuareg am trans-saharischen Sklavenhandel (aus den einbehaltenen Sklaven wurden die Iklan) ist noch nicht vergessen.
Alte Geschichten, aber immer noch wahr.
Gruß
Walter
Anderes Beispiel: Statt Abtreibung bei genetischen Problemdiagnosen könnte man sagen "pränatale Euthanasie".
Merke: Politisch korrekte Sprache verbaut die Faktenlage und verbiegt das Denken.
@Kuno: Zur Erinnerung an die 90er Jahre in Mali: damals lief die ethnozentrierte Retourkutsche der Tuareg gegen die ethnozentrierten Benachteiligungen durch die autochthonen schwarzhäutigen Machthaber.
Die aktive Teilnahme der Tuareg am trans-saharischen Sklavenhandel (aus den einbehaltenen Sklaven wurden die Iklan) ist noch nicht vergessen.
Alte Geschichten, aber immer noch wahr.
Gruß
Walter
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Birgitt
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Mali - Timbuktu - Plünderungen und Sharia
Islamists, Al-Qaeda gain ground in troubled MaliIslamists gained ground in northern Mali, jostling with Tuareg rebels for control of the vast desert region as the troubled nation's military rulers faced fuel and money shortages from sanctions Tuesday [...] The Islamists had been fighting with the Tuareg, despite having different objectives, but on Monday they chased their erstwhile allies out of the fabled city Timbuktu, flanked by the notorious Al-Qaeda in the Islamic Maghreb (AQIM) leader, Mokhtar Belmokhtar. "Timbuktu has passed its first night under Sharia, everything is calm in town," civil servant Saliou Thiam told AFP by telephone from the ancient trading city from where Islam was once spread through Africa. City residents reported women were being ordered to wear veils and stop wearing trousers.
03.04.2012 - AFP
Hunderttausende fliehen vor Kämpfen in MaliEine islamistische Gruppe, die gemeinsam mit den Tuareg-Rebellen für die Unabhängigkeit von Nord-Mali kämpft, will in Timbuktu die Scharia, das islamische Rechtssystem, einführen. Die Gruppe habe Radiostationen aufgefordert, keine internationale Musik mehr zu spielen, sagten Einwohner. Zudem sollten Frauen keine Hosen, sondern nur noch Röcke und Kleider tragen.
03.04.2012 - Zeit
Des Weiteren werden aus Timbuktu Plünderungen gemeldet, u.a. aus den Bibliotheken.
Weitergehende Informationen zu den Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes sowie zu den Plünderungen:
Die Manuskripte von Timbuktu - Afrikas Geschichte
Gruß
Birgitt
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Birgitt
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Mali - Tuareg Rebellen nahe Mopti
Mali rebels near central town of Mopti: FranceMali's Tuareg rebels, who have taken much of the north in a dramatic offensive, have been seen near the central town of Mopti and the army may be unable to stop their advance, a French minister said Tuesday.
03.04.2012 - AFP
Gruß
Birgitt
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Walter, du sagst es.Walter hat geschrieben:Die aktive Teilnahme der Tuareg am trans-saharischen Sklavenhandel (aus den einbehaltenen Sklaven wurden die Iklan) ist noch nicht vergessen.
Alte Geschichten, aber immer noch wahr.
Das ist es, was man in Europa gerne vergisst, wenn man von den "edlen blauen Rittern der Wueste" spricht. Ich befuerchte, dass genau diese alten Geschichten bald einmal hergenommen werden schwarze Bevoelkerung gegen die Tuareg aufzuhetzen. Dazu reicht es, wenn man einen Fernsehbeitrag sieht, in dem ein "Handyfilmchen" gezeigt wird, wo Schwarze Gefangene von Tuareg maltraetiert werden...




