Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Gambia:
Stand 16.01.2017 (Unverändert gültig seit: 16.01.2017)
Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise (Reisewarnung)
Aktuelle Hinweise
Am 1. Dezember 2016 hat das gambische Volk einen neuen Staatspräsidenten gewählt. Der seit 1994 regierende Staatspräsident Jammeh erkennt das Wahlergebnis nicht an und zeigt bisher keine Bereitschaft, die Amtsgeschäfte wie vorgesehen am 18./19. Januar 2017 an seinen Nachfolger abzugeben. Die Situation in Gambia ist derzeit zwar ruhig, es gibt aber die Möglichkeit von Unruhen und gewaltsamen Auseinandersetzungen.
Landgrenzen werden zwischen 19.00 Uhr und 7.00 Uhr geschlossen, eine komplette Schließung – auch des internationalen Flughafens in Banjul – kann in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen werden.
Vor Reisen nach Gambia wird daher derzeit gewarnt.
Im Land befindlichen Reisenden und Residenten wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste der zuständigen deutschen Botschaft in Dakar, Senegal einzutragen bzw. darin ihre Erreichbarkeit zu überprüfen und ggfs. zu aktualisieren:
http://elefand.diplo.de
Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung
Vor Reisen nach Gambia wird derzeit gewarnt.
Kriminalität/Terrorismus
Angesichts möglicher terroristischer Aktivitäten in der ganzen Region Westafrika können auch in Gambia Anschläge gegen westliche Einrichtungen oder Staatsangehörige nicht ausgeschlossen werden. Es wird deshalb zu erhöhter Wachsamkeit gegenüber verdächtigen Gegenständen und Personen geraten.
Wie in vielen urbanen Zentren weltweit kann es im Großraum Serrekunda und Banjul zu kriminellen Übergriffen wie Taschendiebstählen, zuweilen aber auch gewalttätigen Überfällen kommen. Auch werden hin und wieder „Regelverstöße“ (z.B. Verstöße gegen Verkehrs- oder Zollvorschriften) seitens der gambischen Ordnungskräfte geahndet, die sich davon ein kleines Zubrot erhoffen. Besucher sollten keine Wertsachen (Uhren, Ringe, Ketten) sichtbar mit sich tragen und nach der Einreise nur eine Kopie des Reisepasses mit sich führen. Auf das Mitführen von Taschen sollte verzichtet werden. Empfehlenswert sind Brustbeutel oder Bauchgurte, um Geld sicher zu verwahren. Einsame unbewachte Strände sollten gemieden werden. Im Falle eines Überfalls sollte kein Widerstand geleistet werden.
Es liegen Hinweise vor, dass es in den Touristengebieten verstärkt zu Betrugsversuchen im Zusammenhang mit Liebesbezeugungen oder Heiratsabsichten kommt, welche zu Geldforderungen oder Forderungen nach einer Einladung zur Beantragung eines Visums führen. Reisende sollten diesbezüglich Vorsicht walten lassen.
Reisen über Land/Straßenverkehr
Grundsätzlich wird empfohlen, bei Reisen in fremde Umgebung nach Einbruch der Dunkelheit und/oder allein besondere Vorsicht walten zu lassen, sowie bei Dunkelheit nicht über Land zu fahren, da erhöhte Unfallgefahr besteht.
Die Fähre über den Gambia-Fluss bei Banjul zur Weiterreise nach Senegal gilt als unsicher, von einer Benutzung wird daher abgeraten.
Verhaftungen
Es kann zu willkürlichen Verhaftungen sowie Einschränkungen bei der konsularischen Betreuung von Haftfällen kommen. Auslandsvertretungen werden häufig nicht über Verhaftungen informiert und der Zugang zu Inhaftierten wird erschwert. Nach einer Verhaftung muss mit längerem Gefängnisaufenthalt gerechnet werden. Die Haftbedingungen entsprechen nicht europäischem Standard.
Die deutsche Botschaft in Dakar verfügt in Gambia über ein Verbindungsbüro, welches nicht den gleichen Umfang an konsularischen Dienst-und Hilfeleistungen bieten kann, wie die Botschaft. Entscheidungen über Anträge konsularischer Art (Hilfeleistung, Passanträge etc.) trifft ausschließlich die Botschaft in Dakar.