Reise-/Sicherheitshinweis Peru 12.06.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 12.06.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 20.07.2012

Letzte Änderungen:
- Aktueller Hinweis


Aktueller Hinweis
Aufgrund anhaltender gewalttätiger Auseinandersetzungen um ein umstrittenes Bergbauprojekt ist der Fremdenverkehr in der im Norden Perus gelegenen Region Cajamarca praktisch zum Erliegen gekommen. In den Provinzen Cajamarca, Celendín und Hualgayoc wurde der Notstand ausgerufen. Von nicht notwendigen Reisen in diese Provinzen wird abgeraten.


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließt für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einiger Zeit, besonders in den Regionen um Ica und Arequipa, ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert. ,
In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig.
In Cusco wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch empfohlen, besondere Vorsicht walten zu lassen und möglichst nachts nicht allein zu Fuß durch die Stadt zu gehen.
In Lima, Arequipa und Cusco ist bei der Auswahl der Taxis größte Vorsicht geboten, da bei zahlreichen Verbrechen wie Raub und Vergewaltigung Taxifahrer mit involviert waren. Besonders in den touristisch beliebten Orten gibt es regelmäßige Fälle von „Expresskidnappings“. Dabei werden die Opfer meistens im Taxi überwältigt und bis zu 24 Stunden festgehalten – in dieser Zeit wird u. a. mit ihren Kreditkarten an Geldautomaten Geld abgehoben. Besonders gefährdet sind Besucher von Diskotheken in Lima, Cusco und Arequipa. Zumeist kann in den Bars und Restaurants kostenlos ein Taxi bestellt werden. Auch die Türsteher vor Diskotheken kennen häufig zuverlässige Taxifahrer. Inzwischen sind die meisten Restaurants auch direkt per Funk mit den Taxizentralen verbunden, so dass keine Notwendigkeit besteht, ein Taxi von der Straße zu nehmen.
Es wird daher grundsätzlich empfohlen, nur offizielle, registrierte und wenn möglich telefonisch vorbestellte Taxis zu benutzen, deren Fahrer sich ausweisen können bzw. deren Ausweis sichtbar im Taxi hängt.
Nach der Ankunft am Flughafen Lima werden leider immer wieder Touristen während des Taxitransfers oder bei Ankunft am Fahrtziel beraubt, oft sind die Taxifahrer beteiligt. Deshalb wird geraten, für den Flughafentransfer vom Flughafen Limas („Jorge Chavez“) nach Lima ein Taxi bei den drei innerhalb des Ankunftsbereichs ansässigen Taxigesellschaften (CMV Taxi Remisse Ejecutiv, MITSUTAXI und GREEN TAXI, http://www.lap.com.pe/lap_portal/taxis.html) zu bestellen und stets wachsam zu sein.
Es wird ferner empfohlen:
  • Immer Aufmerksamkeit walten zu lassen, möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts zu reisen bzw. sich nachts nicht allein und immer in gut beleuchteten Straßen und Zonen aufzuhalten;
  • bei Überfällen auf keinen Fall Gegenwehr zu leisten oder die Täter zu provozieren;
  • bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon) zu achten;
  • bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper zu tragen; Diebstähle in Bussen und an Busterminals sind weit häufiger als in preiswerten Hotels;
  • Kreditkarten nicht ständig mit sich zu führen, vor allem nicht abends und nachts; nur die benötigte Menge Geld mitzunehmen und Wertgegenstände, Reiseschecks und Dokumente im Hotelsafe zu hinterlegen;
  • Rucksäcke und Taschen nicht über die Rückenlehne von Stühlen in Rest aurants oder auf öffentlichen Plätzen zu hängen; Taschen und Rucksäcke immer dicht am Körper zu tragen
  • Geld nur in Banken und Wechselstuben zu tauschen sowie das öffentliche Vorzeigen von großen Geldbeträgen oder wertvollem Schmuck und Uhren etc. zu vermeiden
  • Armenviertel in Großstädten zu meiden;
  • wegen der Verkehrs- und Kriminalitätsrisiken auf nächtliche Überlandfahrten zu verzichten;
  • jede Berührung mit Drogen aller Art zu unterlassen (hohe Strafen, s. u.), Vorsicht walten zu lassen gegenüber Personen, die während der Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen, und Gepäck nie unbeaufsichtigt zu lassen;
  • nur Dienstleistungen von bekannten/empfohlenen Reisebüros und Reiseführern in Anspruch zu nehmen und keine Touren auf der Straße zu kaufen; Fremdenführer sich entsprechend ausweisen zu lassen
  • sich für Frage n und Hilfe an Ihren Reiseleiter und/oder die Touristenauskunft und ggf. Polizei zu wenden
Reisen über Land
In Peru kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Häufig kommt es zu kurzfristig organisierten und unangekündigten Straßenblockaden und dabei auch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung gegen Reisende. Die Bewegungsfreiheit wird dadurch in den betroffenen Gebieten zeitlich und räumlich stark eingeschränkt. In jüngerer Zeit waren besonders die Regionen um Puno am Titicacasee und Cusco sowie die Region Cajamarca betroffen.
Starke Regenfälle können dazu führen, dass Flüsse zu reißenden Strömen werden, Straßen überfluten, Straßen, Brücken und das Gleisbett von Zügen wegschwemmen, Erdrutsche Straßen blockieren usw. Dadurch können Fahrzeuge auf Überlandreisen an der Weiterfahrt gehindert werden oder Ortschaften über mehrere Tage auf dem Landwege nicht mehr zugänglich sein.
Reisende in Peru sollten die Medienberichte stets aufmerksam verfolgen, sich bei ihren Reisebüros rückversichern und ihre Reiseplanung auch kurzfristig entsprechend anpassen. Die insgesamt 28 landesweiten Büros von „iPeru“ (staatliche Touristenauskunft und -assistenz; 24-Std.-Tel.: (0051-1) 574-8000, e-mail: iperu@promperu.gob.pe) helfen in der Regel sehr rasch und zuverlässig mit aktuellen Hinweisen weiter.
In einigen Provinzen, z.B. im Tal der Flüsse Ene und Apurímac (auf Spanisch abgekürzt VRAE), wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte.
Im VRAE kommt es gelegentlich zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Eine Gefährdung von Reisenden kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, die genannte Region zu meiden. Auch die Strecke von Huánuco über Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto bzw. nach Pucallpa sollte gemieden werden. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende derzeit besonders hoch.
In der abgelegenen Gegend auf dem Trek Choquequirao-Machu Picchu (Bezirk Vilcabamba) in der Region Cusco kam es im August 2011 zu mehreren Überfällen schwer bewaffneter, offensichtlich politisch motivierter Gruppierungen auf Touristengruppen. Sollten Sie dennoch eine Wanderung oder Tour durch diese Gegend planen, wird zu allergrößter Vorsicht aufgerufen und dringend empfohlen, sich bei der Vorbereitung gewissenhaft mit ortskundigen Personen abzustimmen.
Die Benutzung von Überlandbussen kann besonders in den Gebirgsregionen nicht pauschal empfohlen werden. Es ereignen sich regelmäßig Unfälle mit einer großen Anzahl von Toten und Verletzten.
Die Anreise nach Iquitos sollte mit dem Flugzeug stattfinden; von Reisen mit Schiffen von Pucallpa oder Yurimaguas wird abgeraten (schlechte hygienische Zustände an Bord, schlechte Verpflegung und die Gefahr von Überfällen durch bewaffnete Gruppen). In Iquitos sollten Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen Agenturen gebucht werden und keinesfalls bei informellen Anbietern auf der Straße.

Allgemeine Reiseinformationen
Peru wird alljährlich von über einer Million Touristen besucht. Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können unter Beachtung der o. g. Sicherheitshinweise über die gesamte Länge mit privaten Pkws oder öffentlichen Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für Fahrten in die Sierra nach Cajamarca, Huaraz (Callejón de Huaylas) Chanchamayo und Arequipa, einschl. Cañon de Colca sowie die Weiterfahrt nach Puno.
Große Teile Cuscos und der Umgebung gehören zum Weltkulturerbe und stehen unter Denkmalschutz. Bitte respektieren Sie die in manchen archäologischen Parks bestehenden Verbote von Picknicks, Lagerfeuern, Campen u. ä. Bei Verstößen muss mit Strafverfolgung gerechnet werden.
Bei der Teilnahme an Schamanen-Ritualen in den peruanischen Urwaldregionen wird zu Vorsicht aufgerufen. Durch den Genuss des halluzinogen wirkenden Mittels Ayahuasca ist es schon öfters zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen von Touristen gekommen. Vor der Anreise zu solchen Ritualen sollte man sich unbedingt bei iPeru (s. o.) oder bei formell etablierten Tourismusagenturen beraten lassen.
Von Flügen über die Nazca-Linien wird derzeit grundsätzlich abgeraten. Der technische Zustand der dort eingesetzten Kleinflugzeuge, die Qualifikation der Piloten und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften entsprechen in der Regel nicht europäischem Standard. Seit Dezember 2007 ist es zu mehreren Zwischenfällen gekommen, darunter drei Flugzeugabstürze mit insgesamt 18 Todesopfern und mehreren Notlandungen. Von der Regierung beschlossene Maßnahmen zur Behebung der Missstände werden bislang nicht hinreichend umgesetzt.
Arbeitsaufnahme
In der letzten Zeit versuchen besonders junge, individuell reisende Touristen, Gelegenheitsarbeit zu finden, um die Reisekasse aufzufüllen. Die Arbeitsaufnahme ist für Touristen jedoch verboten. Zumindest aus Cusco ist bekannt, dass die dortige Ausländerpolizei (Policía de Extranjería, Seguridad del Estado) breit angelegte Kontrollen durchführt. Da es schnell zu einer Verhaftung kommen kann, wird ausdrücklich davor gewarnt, mit einem Touristenvisum einer wie auch immer gearteten Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Geldversorgung
Bei Problemen mit der Geldversorgung können Sie sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldüberweisungen aus dem Ausland können schnell (oft noch am gleichen Tag) erfolgen.
Zunehmend ist Barabhebung von Landeswährung (Soles) sowie von US-Dollar mit EC-Karte an Geldautomaten möglich, sofern diese das MAESTRO-Logo tragen. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden.
Euro-Scheine können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch US-$ in peruanische Soles problematisch.
Passverlust
Der Verlust des Reisepasses bringt erhebliche Probleme mit sich. Vor Ausstellung eines Ersatzdokuments sind gründliche und eventuell zeitraubende Nachforschungen durch die deutsche Auslandsvertretung unerlässlich. Die Ausstellung von Passersatzpapieren an Wochenenden und Feiertagen kann nicht gewährleistet werden. Es empfiehlt sich, eine beglaubigte Kopie des Passes mitzuführen und sie gesondert aufzubewahren. Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden.
Für die Wiederausreise ist u. a. zumeist eine Passverlust- bzw. Diebstahlsanzeige bei der peruanischen Nationalpolizei, die so genannte "denuncia", erforderlich. Die Anzeige kann grundsätzlich nur bei der für den Ort des Diebstahls/Verlusts zuständigen Polizeistation aufgegeben werden. Seien Sie bei der Abgabe der „denuncia“ auf bürokratische und umständliche Abläufe gefasst; so ist es zur Erlangung einer Kopie der Anzeige in der Regel erforderlich, dass Sie den dafür fälligen (niedrigen) Geldbetrag in bar bei einem Geldinstitut einzahlen und der Polizei anschließend den Einzahlungsbeleg vorlegen.
Straßennetz
Der Zustand der Panamericana an der Küste sowie der Hauptverbindungen in das Landesinnere ist grundsätzlich relativ gut. Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto schlechter wird das Straßennetz. Erdrutsche können zu Behinderungen auf Bergstrecken führen.
Sonstige Informationen / nützliche Anschriften für Peru-Reisende

Deutsche Lufthansa (keine eigene Niederlassung in Peru)
über: HANSAPERU TRAVEL Lufthansa City Centre (LCC) in Lima,
Av. Jorge Basadre 1330,
San Isídro-Lima 27
Tel: (00511) 442 44 55 (Zentrale), 442 44 66 (Reservierungen)
Fax: (00511) 440 56 44
E-Mail: reservas@hansaperu.com
www.lufthansa-city-center.com

Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer
Av. Camino Real 348,
Piso 15, Torre El Pilar, Oficina 1502
San Isídro-Lima 27
Tel: (00511) 441 86 16,
Fax: (00511) 442 60 14
E-Mail: info@camara-alemana.org.pe
www.camara-alemana.org.pe

Peruanische Botschaft in Deutschland
Mohrenstr. 42-44
10117 Berlin
Tel. 030/ 20 64 103
Fax: 030/ 2064 1051
E-Mail: botschaft-peru@botschaft-peru.de
www.botschaft-peru.de

South American Explorers Club Lima
Calle Piura 135
Miraflores, Lima 18
Tel. (0051 1) 445-3306
E-Mail: limaclub@saexplorers.org
South American Explorers Club Cusco
Calle Atoqsaycuchi 670
San Blas, Cusco
Tel. (0051 84) 245-484
Cuscoclub@saexplorers.org
Website des South American Explorers Club:
www.saexplorers.org

Bei Überfällen, Unfällen, Verhaftungen und sonstigen Notfällen oder bei Reklamationen stehen folgende peruanische Stellen zur Verfügung:
Einrichtung Telefon Fax Bemerkung
Ambulanz (SAMU - Sistema de Atención Médica Urgente) 117
Radio Patrulla (Funkstreife) und Notruf 105
Feuerwehr 116 oder
Lima: 222-0222
Amt für Verbraucherschutz INDECOPI
Calle La Prosa 138
San Borja
Lima 41 Lima 224 7800
224 7777 Lima 224-0348, 225 2190 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:30 bis 17:30 Uhr
E-Mail: webmaster@indecopi.gob.pe
(siehe Touristenpolizei)
Policía de Turismo y Ecologia (Touristen- und Umweltpolizei)
Av. España, cdra. 7
Breña – Lima 05
oder
Jirón More 268,
Magdalena-Lima 17 423 35 00
4601060
4600844 Durch die Schaffung einer Touristenpolizei (Policía de Turismo y Ecología) und der staatlichen Verbraucherschutzorganisation INDECOPI stehen dem Touristen unmittelbar Ansprechpartner bei Problemfällen zur Verfügung. Diese Institutionen sollten z.B. angesprochen werden, wenn sich Probleme bezüglich der Behandlung oder vermeintliche Übervorteilung durch Hotels, Fluglinien oder Reiseunternehmen in Peru ergeben.
South American Rescue Association Peru SAC
Clinica San Jose; Av. Los Incas Nº 1408 - B
Cusco/Peru Notrufzentrale
Cusco:
229922
Externa: 0051-84-229922
Notrufzentrale
Lima:
0051-1-975031257
975031254
Skype:
southamericanrescueassociation Notfallmedizin und Rettungsflüge
Webseite: www.saraperu.com
Mail: info@saraperu.com
Krankenhäuser (deutschsprachige Ärzte zum Teil vorhanden)
Clínica Anglo-Americana
Alfredo Salazar 350
San Isidro Lima 27
Tel.: (00511) 616 89 00
Fax: (00511) 616 89 60
Clínica San Pablo
Av. El Polo 789
Surco, Lima
Tel.: (00511) 610 333 Zentrale
Clínica San Borja
Av. Guardia Civil 337
San Borja, Lima
Tel.: (00511) 702 4300, Zentrale
Deutschsprachige Ärzte und Anwälte
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.).HIV/AIDS
Die Anschriften von deutschsprachigen Ärzten und Anwälten erhalten Sie bei der deutschen Botschaft .

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Touristen können sich bis zu 183 Tage in Peru aufhalten. Die vorherige Beantragung eines Visums ist für einen touristischen Aufenthalt nicht erforderlich, dieses wird bei Einreise erteilt. Einreisende Touristen müssen gelegentlich Weiterreise- oder Rückflugticket vorlegen, obwohl dies nicht den offiziellen Einreisevorschriften entspricht.
Es sollte darauf geachtet werden, dass die beabsichtigte Aufenthaltsdauer durch die Beamten der peruanischen Einwanderungsbehörde im Pass oder auf dem (stets auszufüllenden!) Einreisezettel (Tarjeta Internacional de Embarque/Desembarque) vermerkt wird. Es kann andernfalls vorkommen, dass die Beamten der Einwanderungsbehörde die Aufenthaltserlaubnis im Pass willkürlich auf z.B. 30 Tage begrenzen, obwohl ein Aufenthalt von beispielsweise 45 Tagen geplant ist.
Detaillierte Informationen sind in spanischer Sprache erhältlich unter www.migraciones.gob.pe oder bei den peruanischen Auslandsvertretungen in Deutschland bzw. Ihrem Wohnsitzland.
Bitte lassen Sie auch bei Einreise auf dem Landweg unbedingt das Einreisedatum durch einen Stempel der Grenzbehörde im Pass dokumentieren, da es sonst zu erheblichen Problemen bei der Ausreise kommen kann.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit 6 Monate ab Einreise, bei Reise über die USA jedoch US-Visum erforderlich
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
Kinderreisepass Ja; mit Foto; Gültigkeit 6 Monate ab Einreise, bei Reise übe r die USA jedoch US-Visum erforderlich
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) mit Foto und bis Ablaufdatum des Kinderausweises ja: bei Reise über die USA jedoch US-Visum erforderlich; Botschaft rät jedoch davon ab, weil nicht sicher ist, ob am Flughafen diensthabende Beamte davon unterrichtet sind und sich daraus entsprechende Schwierigkeiten ergeben können
Anmerkungen --
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.
Gelbfieberimpfung
Siehe medizinische Hinweise.
Ausreise
Zur Ausreise aus Peru ist für Minderjährige, die nicht von beiden sorgeberechtigten Eltern begleitet werden, unter folgenden Umständen zwingend die Vorlage einer notariell oder konsularisch beglaubigten Zustimmungserklärung des nicht mitreisenden Elternteils oder eine gerichtliche Ausreisegenehmigung erforderlich:
- für Minderjährige, die (auch) die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, bei Wohnsitz in Peru oder bei vorangegangenen Aufenthalten in Peru von über drei Monaten (gelegentlich wird die o. a. Genehmigung bei peruanischen Staatsangehörigen jedoch auch nach kürzeren Aufenthalten in Peru verlangt)
- für Minderjährige, die nicht die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, nur bei Wohnsitz („Residencia“) in Peru.
Nähere Informationen (auf Spanisch und Englisch) finden Sie auf der Webseite der Migrationsbehörden, www.migraciones.gob.pe
Die Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird.
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Besondere Zollvorschriften
Informationen über Zollvorschriften in Peru finden sich auf der Webseite der peruanischen Obersten Zollbehörde (auf Spanisch und Englisch): www.aduanet.gob.pe
Für die Rückreise aus Peru nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen, dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Coca-Tee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und die versuchte Einfuhr von Coca-Tee einen Verstoß gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz darstellt.
Die temporäre Einfuhr eines PKW oder Motorrads für Reisen in Peru ist möglich, aber kompliziert. In aller Regel erteilen die peruanischen Zollbehörden Genehmigungen für 90 Tage, die nicht verlängert werden können. Wenn das Fahrzeug nicht rechtzeitig ausgeführt wird, ist das Risiko einer Beschlagnahmung oder Enteignung sehr hoch.
Versand von elektronischen Apparaten, Ersatzteilen, Kamerazubehör, Kosmetika u. ä. per Post oder Kurier nach Peru: Die Zollauslösung ist kostspielig und zeitaufwändig; sie kann nicht durch die Botschaft oder die Honorarkonsuln vorgenommen werden. Sendungen, die für Empfänger in der Provinz bestimmt sind, werden zum Teil in Lima zurückgehalten.
Es ist nicht möglich, private Sendungen für Touristen an die Botschaft oder die Honorarkonsuln zu senden.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren oder Fahrzeugen benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei einer peruanischen Auslandsvertretung oder den peruanischen Zollbehörden erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogenbesitz und Drogenhandel gelten als Verbrechen und werden mit sehr hohen Gefängnisstrafen geahndet. Personen, bei denen Kokain oder andere Drogen gefunden werden, müssen mit sofortiger Verhaftung sowie einer Haftstrafe in Höhe von 2 bis 25 Jahren rechnen. Drogenkuriere müssen, auch bei Mitführung „nur“ kleinerer Mengen, mit Haftstrafen von nicht unter sechs Jahren rechnen. Die Gefängnisse in Peru entsprechen nicht europäischem Standard und sind fast alle. extrem überbelegt. Die hygienischen Verhältnisse sowie die Versorgung der Häftlinge mit Lebensmitteln sind schlecht.
Vermeiden Sie daher jede Berührung mit Drogen aller Art und vermeiden Sie jeden Kontakt zu Ihnen unbekannten, aufdringlichen Personen. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte auch ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben.
Die Ausfuhr von Kulturgütern bedarf der vorherigen Genehmigung der peruanischen Obersten Zollbehörde. Verstöße werden strafrechtlich verfolgt und können die Einziehung der Kulturgüter zur Folge haben.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (häufig die Nachbarstaaten) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Dies gilt für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ( www.who.int). Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen zwar nicht vorgesehen, allerdings ist Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete Perus, insbesondere für das gesamte peruanische Amazonasgebiet eine rechtzeitige (10 Tage vor Einreise) Impfung dringend zu empfehlen.
Aus Peru kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden zudem Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
Höhenkrankheit („Soroche“)
In Lagen über 2500 Meter häufigere, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe in Erscheinung tritt. Warnsymptome können Schlafstörungen, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftnot sein. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause bzw. eine Übernachtung, sollte abgestiegen werden unter eine Höhe von 2000 Metern. Betroffen sind alle Altersstufen und häufig Touristen bei Flugreisen nach Cusco oder Puno, also nicht nur Bergsteiger. Mate de Coca hat keine sichere vorbeugende Wirkung. Das gegen die Höhenkrankheit eingesetzte Medikament Diamox ist verschreibungspflichtig.
Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Leishmaniose
Die cutane und mucocutane Form kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).
Oropouche-Fieber
Das Oropouche-Virus ruft ein Dengue-ähnliches Krankheitsbild hervor (s. o.) und wird ebenfalls durch Mücken übertragen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender dämmerungs- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Personen nicht selten tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Ein geringes Risiko besteht im ganzen Land unter 2000 m, v.a. in Ayacucho, Junín, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Puerto Maldonado und in Iquitos.
Als malariafrei gelten Lima, Cuzco, Machu Picchu,das Anden-Hochland, die Küste im Süden von Lima. Ica und Nazca.
Je nach Reiseprofil kann eine Standby-Medikation mit Chloroquin bzw. allenfalls im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • den ganzen Körper bedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Leptospirose
Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.
Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen.
Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Pest
Das Ansteckungsrisiko für Reisende ist sehr gering. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufige Wäschewechsel sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Für beruflich in Pestgebieten Tätige kann im Einzelfall und nur nach Rücksprache mit einem Reise-/ Tropenmediziner die prophylaktische Einnahme von Antibiotika sinnvoll sein.
Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist in Lima im privaten Sektor z. T. auf international hohem Standard. Der öffentliche Sektor ist jedoch hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen meist defizitär strukturiert.
Das Auswärtige Amt empfiehlt sich im Erkrankungsfall auf der Internetseite der Deutschen Botschaft über Ärzte und Krankenhäuser in Peru zu informieren oder im Notfall ggf. die entsprechenden Honorarkonsuln zu kontaktieren.
In der Regel reichen die Behandlungsmöglichkeiten in Cusco nicht aus, um schwere Notfälle adäquat zu versorgen. Sobald es der medizinische Zustand zulässt, sollten schwer Kranke oder Verletzte deshalb nach Lima verlegt werden.
Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen, ebenso wie vor einer Reise nach Peru eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner (Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org).
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 17.09.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 17.09.2012

Letzte Änderungen:
Überarbeitung in allen Kapiteln


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließt für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden.
Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einiger Zeit, besonders in den Regionen um Ica und Arequipa, ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert.
In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig.
In Cusco wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch empfohlen, besondere Vorsicht walten zu lassen und möglichst nachts nicht allein zu Fuß durch die Stadt zu gehen.
In Lima, Arequipa und Cusco ist bei der Auswahl der Taxis größte Vorsicht geboten, da bei zahlreichen Verbrechen wie Raub und Vergewaltigung Taxifahrer mit involviert waren. Besonders in den touristisch beliebten Orten gibt es regelmäßige Fälle von „Expresskidnappings“. Dabei werden die Opfer meistens im Taxi überwältigt und bis zu 24 Stunden festgehalten – in dieser Zeit wird u. a. mit ihren Kreditkarten an Geldautomaten Geld abgehoben. Besonders gefährdet sind Besucher von Diskotheken in Lima, Cusco und Arequipa. Zumeist kann in den Bars und Restaurants kostenlos ein Taxi bestellt werden. Auch die Türsteher vor Diskotheken kennen häufig zuverlässige Taxifahrer. Inzwischen sind die meisten Restaurants auch direkt per Funk mit den Taxizentralen verbunden, so dass keine Notwendigkeit besteht, ein Taxi von der Straße zu nehmen.
Es wird daher grundsätzlich empfohlen, nur offizielle, registrierte und wenn möglich telefonisch vorbestellte Taxis zu benutzen, deren Fahrer sich ausweisen können bzw. deren Ausweis sichtbar im Taxi hängt.
Nach der Ankunft am Flughafen Lima werden leider immer wieder Touristen während des Taxitransfers oder bei Ankunft am Fahrtziel beraubt. Es wird dringend empfohlen, alle Gepäckstücke und auch Handtaschen u.ä. im Taxi außer Sichtweite von Passanten zu verstauen, da es an verstopften Kreuzungen und roten Ampeln oft zu Überfällen kommt, bei denen die Fensterscheibe des Taxis eingeschlagen wird. Gelegentlich sind Taxifahrer an Überfällen beteiligt. Deshalb wird geraten, für den Flughafentransfer vom Flughafen Limas („Jorge Chavez“) nach Lima ein Taxi bei den drei innerhalb des Ankunftsbereichs ansässigen Taxigesellschaften (CMV Taxi Remisse Ejecutiv, MITSUTAXI und GREEN TAXI, http://www.lap.com.pe/lap_portal/taxis.html) zu bestellen und stets wachsam zu sein.
Es wird ferner empfohlen:
  • Immer Aufmerksamkeit walten zu lassen, möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts zu reisen bzw. sich nachts nicht allein und immer in gut beleuchteten Straßen und Zonen aufzuhalten;
  • bei Überfällen auf keinen Fall Gegenwehr zu leisten oder die Täter zu provozieren;
  • bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon) zu achten;
  • bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper zu tragen; Diebstähle in Bussen und an Busterminals sind weit häufiger als in preiswerten Hotels;
  • Kreditkarten nicht ständig mit sich zu führen, vor allem nicht abends und nachts; nur die benötigte Menge Geld mitzunehmen und Wertgegenstände, Reiseschecks und Dokumente im Hotelsafe zu hinterlegen;
  • Rucksäcke und Taschen nicht über die Rückenlehne von Stühlen in Rest aurants oder auf öffentlichen Plätzen zu hängen; Taschen und Rucksäcke immer dicht am Körper zu tragen
  • Geld nur in Banken und Wechselstuben zu tauschen sowie das öffentliche Vorzeigen von großen Geldbeträgen oder wertvollem Schmuck und Uhren etc. zu vermeiden
  • Armenviertel in Großstädten zu meiden;
  • wegen der Verkehrs- und Kriminalitätsrisiken auf nächtliche Überlandfahrten zu verzichten;
  • jede Berührung mit Drogen aller Art zu unterlassen (hohe Strafen, s. u.), Vorsicht walten zu lassen gegenüber Personen, die während der Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen, und Gepäck nie unbeaufsichtigt zu lassen;
  • nur Dienstleistungen von bekannten/empfohlenen Reisebüros und Reiseführern in Anspruch zu nehmen und keine Touren auf der Straße zu kaufen; Fremdenführer sich entsprechend ausweisen zu lassen
  • sich für Frage n und Hilfe an Ihren Reiseleiter und/oder die Touristenauskunft und ggf. Polizei zu wenden
Reisen über Land
Die von Ecuador nach Chile führende gebührenpflichtige Haupttransitstrecke„Panamericana“ ist durchgehend gut ausgebaut. Wenn Sie mit einem Privat-KfZ unterwegs sind, bewahren Sie die an den Mautstationen („Peaje“) ausgegebenen Tickets gut auf. Bei Unfällen oder Pannen steht Ihnen durch die Zahlung der Maut kostenlose Hilfe zu, die Notrufnummern sind auf dem Mautticket abgedruckt.
Im Landesinneren sind einige weitere Hauptverbindungsstraßen gut ausgebaut, in abgelegenen Gegenden sind hingegen auch die Verbindungen zwischen größeren Orten zumeist nicht befestigt und im Hochland gelegentlich –besonders während der Regenzeit in den Sommermonaten November bis April- wegen Erdrutschen nicht oder nur schwer befahrbar.
Von Nachtfahrten mit eigenem PKW wird wegen des Unfall- und Überfallrisikos grundsätzlich abgeraten.
In Peru kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Häufig kommt es zu kurzfristig organisierten und unangekündigten Straßenblockaden und dabei auch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung gegen Reisende. Die Bewegungsfreiheit wird dadurch in den betroffenen Gebieten zeitlich und räumlich stark eingeschränkt. In jüngerer Zeit waren besonders die Regionen um Puno am Titicacasee und Cusco sowie die Region Cajamarca betroffen.
Starke Regenfälle können besonders in den Monaten November bis April dazu führen, dass Flüsse zu reißenden Strömen werden, Straßen überfluten, Straßen, Brücken und das Gleisbett von Zügen wegschwemmen, Erdrutsche Straßen blockieren usw. Dadurch können Fahrzeuge auf Überlandreisen an der Weiterfahrt gehindert werden oder Ortschaften über mehrere Tage auf dem Landwege nicht mehr zugänglich sein.
Reisende in Peru sollten die Medienberichte stets aufmerksam verfolgen, sich bei ihren Reisebüros rückversichern und ihre Reiseplanung auch kurzfristig entsprechend anpassen. Die insgesamt 28 landesweiten Büros von „iPeru“ (staatliche Touristenauskunft und -assistenz; 24-Std.-Tel.: (0051-1) 574-8000, e-mail: iperu@promperu.gob.pe) helfen in der Regel sehr rasch und zuverlässig mit aktuellen Hinweisen weiter.
In einigen Provinzen, z.B. im Tal der Flüsse Ene und Apurímac (auf Spanisch abgekürzt VRAE), wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte.
Im VRAE kommt es gelegentlich zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Eine Gefährdung von Reisenden kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, die genannte Region zu meiden. Auch die Strecke von Huánuco über Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto und weiter nach Yurimaguas bzw. nach Pucallpa sollte gemieden werden. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende derzeit besonders hoch.
In der abgelegenen Gegend auf dem Trek Choquequirao-Machu Picchu (Bezirk Vilcabamba) in der Region Cusco kam es im August 2011 zu mehreren Überfällen schwer bewaffneter, offensichtlich politisch motivierter Gruppierungen auf Touristengruppen. Sollten Sie dennoch eine Wanderung oder Tour durch diese Gegend planen, wird zu allergrößter Vorsicht aufgerufen und dringend empfohlen, sich bei der Vorbereitung gewissenhaft mit ortskundigen Personen abzustimmen.
Die Benutzung von Überlandbussen kann besonders in den Gebirgsregionen nicht pauschal empfohlen werden. Es ereignen sich regelmäßig Unfälle mit einer großen Anzahl von Toten und Verletzten.
Die Anreise nach Iquitos sollte mit dem Flugzeug stattfinden; von Reisen mit Schiffen von Pucallpa oder Yurimaguas wird abgeraten (schlechte hygienische Zustände an Bord, schlechte Verpflegung und die Gefahr von Überfällen durch bewaffnete Gruppen). In Iquitos sollten Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen Agenturen gebucht werden und keinesfalls bei informellen Anbietern auf der Straße.

Allgemeine Reiseinformationen
Peru wird alljährlich von über einer Million Touristen besucht. Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können unter Beachtung der o. g. Sicherheitshinweise über die gesamte Länge mit privaten Pkws oder öffentlichen Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für Fahrten in die Sierra nach Cajamarca, Huaraz (Callejón de Huaylas) Chanchamayo, von Pisco nach Ayacucho, von Nazca nach Cusco und weiter nach Puno, und nach Arequipa, einschl. Cañon de Colca sowie ebenfalls die Weiterfahrt nach Puno
Große Teile Cuscos und der Umgebung gehören zum Weltkulturerbe und stehen unter Denkmalschutz. Bitte respektieren Sie die in manchen archäologischen Parks bestehenden Verbote von Picknicks, Lagerfeuern, Campen u. ä. Bei Verstößen muss mit Strafverfolgung gerechnet werden.
Bei der Teilnahme an Schamanen-Ritualen in den peruanischen Urwaldregionen wird zu Vorsicht aufgerufen. Durch den Genuss des halluzinogen wirkenden Mittels Ayahuasca ist es schon öfters zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen von Touristen gekommen. Vor der Anreise zu solchen Ritualen sollte man sich unbedingt bei iPeru (s. o.) oder bei formell etablierten Tourismusagenturen beraten lassen.
Von Flügen über die Nazca-Linien wird derzeit grundsätzlich abgeraten. Der technische Zustand der dort eingesetzten Kleinflugzeuge, die Qualifikation der Piloten und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften entsprechen in der Regel nicht europäischem Standard. Seit Dezember 2007 ist es zu mehreren Zwischenfällen gekommen, darunter drei Flugzeugabstürze mit insgesamt 18 Todesopfern und mehreren Notlandungen. Von der Regierung beschlossene Maßnahmen zur Behebung der Missstände werden bislang nicht hinreichend umgesetzt.
Die Region Ancash um die Stadt Huaraz ist bei Bergsteigern sehr beliebt. Zur Reiseplanung und in Notfällen können Sie die peruanische Bergwacht („Unidad de Salvamento de Alta Montaña“, http://www.huaraz.info/usam/, e-mail: usam@pnp.gob.pe oder ceopol_diravpol@hotmail.com, Tel. Huaraz (+5143)-793333, -793327, -793291, Tel. Lima (+511) 5754696, -5754698, -5751555) kontaktieren.
Arbeitsaufnahme
In der letzten Zeit versuchen besonders junge, individuell reisende Touristen, Gelegenheitsarbeit zu finden, um die Reisekasse aufzufüllen. Die Arbeitsaufnahme ist für Touristen jedoch verboten. Zumindest aus Cusco ist bekannt, dass die dortige Ausländerpolizei (Policía de Extranjería, Seguridad del Estado) breit angelegte Kontrollen durchführt. Da es schnell zu einer Verhaftung kommen kann, wird ausdrücklich davor gewarnt, mit einem Touristenvisum einer wie auch immer gearteten Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Geldversorgung
Bei Problemen mit der Geldversorgung können Sie sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldüberweisungen aus dem Ausland können schnell (oft noch am gleichen Tag) erfolgen.
Zunehmend ist Barabhebung von Landeswährung (Soles) sowie von US-Dollar mit EC-Karte an Geldautomaten möglich, sofern diese das MAESTRO-Logo tragen. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden.
Euro-Scheine können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch US-$ in peruanische Soles problematisch.
Passverlust
Der Verlust des Reisepasses bringt erhebliche Probleme mit sich. Vor Ausstellung eines Ersatzdokuments sind gründliche und eventuell zeitraubende Nachforschungen durch die deutsche Auslandsvertretung unerlässlich. Die Ausstellung von Passersatzpapieren an Wochenenden und Feiertagen kann nicht gewährleistet werden.Es empfiehlt sich, eine Kopie des Passes mitzuführen und sie gesondert aufzubewahren. Die Nutzung innerperuanischer Flüge und selbst die Mitnahme in Überlandbussen ist nicht immer gewährleistet, wenn kein Pass (bei Busreisen reicht zumeist eine Passkopie) vorgelegt werden kann.
Für die Wiederausreise nach einem Passverlust ist u. a. zumeist eine Passverlust- bzw. Diebstahlsanzeige bei der peruanischen Nationalpolizei, die so genannte "denuncia", erforderlich. Die Anzeige kann grundsätzlich nur bei der für den Ort des Diebstahls/Verlusts zuständigen Polizeistation aufgegeben werden. Seien Sie bei der Abgabe der „denuncia“ auf bürokratische und umständliche Abläufe gefasst; so ist es zur Erlangung einer Kopie der Anzeige in der Regel erforderlich, dass Sie den dafür fälligen (niedrigen) Geldbetrag in bar bei einem Geldinstitut einzahlen und der Polizei anschließend den Einzahlungsbeleg vorlegen.

Sonstige Informationen / nützliche Anschriften für Peru-Reisende

Deutsche Lufthansa (keine eigene Niederlassung in Peru)
über: HANSAPERU TRAVEL Lufthansa City Centre (LCC) in Lima,
Av. Jorge Basadre 1330,
San Isídro-Lima 27
Tel: (00511) 442 44 55 (Zentrale), 442 44 66 (Reservierungen)
Fax: (00511) 440 56 44
E-Mail: reservas@hansaperu.com
http://www.lufthansa-city-center.com

Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer
Av. Camino Real 348,
Piso 15, Torre El Pilar, Oficina 1502
San Isídro-Lima 27
Tel: (00511) 441 86 16,
Fax: (00511) 442 60 14
E-Mail: info@camara-alemana.org.pe
http://www.camara-alemana.org.pe

Peruanische Botschaft in Deutschland
Mohrenstr. 42-44
10117 Berlin
Tel. 030/ 20 64 103
Fax: 030/ 2064 1051
E-Mail: botschaft-peru@botschaft-peru.de
http://www.botschaft-peru.de

South American Explorers Club Lima
Calle Piura 135
Miraflores, Lima 18
Tel. (0051 1) 445-3306
E-Mail: limaclub@saexplorers.org

South American Explorers Club Cusco
Calle Atoqsaycuchi 670
San Blas, Cusco
Tel. (0051 84) 245-484
Cuscoclub@saexplorers.org
Website des South American Explorers Club:
http://www.saexplorers.org

Bei Überfällen, Unfällen, Verhaftungen und sonstigen Notfällen oder bei Reklamationen stehen folgende peruanische Stellen zur Verfügung:
Einrichtung Telefon Fax Bemerkung
Ambulanz (SAMU - Sistema de Atención Médica Urgente) 117
Radio Patrulla (Funkstreife) und Notruf 105
Feuerwehr 116 oder
Lima: 222-0222
Amt für Verbraucherschutz INDECOPI
Calle La Prosa 138
San Borja
Lima 41 Lima 224 7800
224 7777 Lima 224-0348, 225 2190 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:30 bis 17:30 Uhr
E-Mail: webmaster@indecopi.gob.pe
(siehe Touristenpolizei)
Policía de Turismo y Ecologia (Touristen- und Umweltpolizei)
Av. España, cdra. 7
Breña – Lima 05
oder
Jirón More 268,
Magdalena-Lima 17 423 35 00
4601060
4600844 Durch die Schaffung einer Touristenpolizei (Policía de Turismo y Ecología) und der staatlichen Verbraucherschutzorganisation INDECOPI stehen dem Touristen unmittelbar Ansprechpartner bei Problemfällen zur Verfügung. Diese Institutionen sollten z.B. angesprochen werden, wenn sich Probleme bezüglich der Behandlung oder vermeintliche Übervorteilung durch Hotels, Fluglinien oder Reiseunternehmen in Peru ergeben.
South American Rescue Association Peru SAC
Clinica San Jose; Av. Los Incas Nº 1408 - B
Cusco/Peru Notrufzentrale
Cusco:
229922
Externa: 0051-84-229922
Notrufzentrale
Lima:
0051-1-975031257
975031254
Skype:
southamericanrescueassociation Notfallmedizin und Rettungsflüge
Webseite: http://www.saraperu.com
Mail: info@saraperu.com

Krankenhäuser (deutschsprachige Ärzte zum Teil vorhanden)

Clínica Anglo-Americana
Alfredo Salazar 350
San Isidro Lima 27
Tel.: (00511) 616 89 00
Fax: (00511) 616 89 60

Clínica San Pablo
Av. El Polo 789
Surco, Lima
Tel.: (00511) 610 333 Zentrale
Clínica San Borja
Av. Guardia Civil 337
San Borja, Lima
Tel.: (00511) 702 4300, Zentrale

Deutschsprachige Ärzte und Anwälte
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.).HIV/AIDS
Die Anschriften von deutschsprachigen Ärzten und Anwälten erhalten Sie bei der deutschen Botschaft .

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Touristen können sich bis zu 183 Tage in Peru aufhalten. Die vorherige Beantragung eines Visums ist für einen touristischen Aufenthalt nicht erforderlich, dieses wird bei Einreise in Form einer Einreisekarte ("Tarjeta Andina de Migración") erteilt. Einreisende Touristen müssen gelegentlich Weiterreise- oder Rückflugticket vorlegen, obwohl dies nicht den offiziellen Einreisevorschriften entspricht.
Es sollte darauf geachtet werden, dass die beabsichtigte Aufenthaltsdauer durch die Beamten der peruanischen Einwanderungsbehörde im Pass und auf der (stets auszufüllenden!) Einreisekarte (Tarjeta Internacional de Embarque/Desembarque) vermerkt wird. Es kann andernfalls vorkommen, dass die Beamten der Einwanderungsbehörde die Aufenthaltserlaubnis im Pass willkürlich auf z.B. 30 Tage begrenzen, obwohl ein Aufenthalt von beispielsweise 45 Tagen geplant ist. Wenn die erlaubte Aufenthaltsdauer überschritten wird, ist bei Ausreise eine Geldstrafe zu zahlen. Auch bei Verlust der "Tarjeta Andina de Migración" wird bei ausreise eine Geldstrafe fällig.
Detaillierte Informationen sind in spanischer Sprache erhältlich unter http://www.migraciones.gob.pe oder bei den peruanischen Auslandsvertretungen in Deutschland bzw. Ihrem Wohnsitzland.
Bitte lassen Sie auch bei Einreise auf dem Landweg unbedingt das Einreisedatum durch einen Stempel der Grenzbehörde im Pass dokumentieren, da es sonst zu erheblichen Problemen bei der Ausreise kommen kann.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit 6 Monate ab Einreise, bei Reise über die USA jedoch US-Visum erforderlich
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
Kinderreisepass Ja; mit Foto; Gültigkeit 6 Monate ab Einreise, bei Reise übe r die USA jedoch US-Visum erforderlich
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) mit Foto und bis Ablaufdatum des Kinderausweises ja: bei Reise über die USA jedoch US-Visum erforderlich; Botschaft rät jedoch davon ab, weil nicht sicher ist, ob am Flughafen diensthabende Beamte davon unterrichtet sind und sich daraus entsprechende Schwierigkeiten ergeben können
Anmerkungen --
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.
Gelbfieberimpfung
Siehe medizinische Hinweise.
Ausreise
Zur Ausreise aus Peru ist gemäß Mitteilung der peruanischen Migrationsbehörden für Minderjährige, die nicht von beiden sorgeberechtigten Eltern begleitet werden, unter folgenden Umständen zwingend die Vorlage einer notariell oder konsularisch beglaubigten Zustimmungserklärung des nicht mitreisenden Elternteils oder eine gerichtliche Ausreisegenehmigung erforderlich:
- für Minderjährige, die (auch) die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, bei Wohnsitz in Peru oder bei vorangegangenen Aufenthalten in Peru von über drei Monaten (gelegentlich wird die o. a. Genehmigung bei peruanischen Staatsangehörigen jedoch auch nach kürzeren Aufenthalten in Peru verlangt)
- für Minderjährige, die nicht die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, nur bei Wohnsitz („Residencia“) in Peru.
Nähere Informationen (auf Spanisch und Englisch) finden Sie auf der Webseite der Migrationsbehörden, http://www.migraciones.gob.pe
Die Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird.
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Besondere Zollvorschriften
Informationen über Zollvorschriften in Peru finden sich auf der Webseite der peruanischen Obersten Zollbehörde (auf Spanisch und Englisch): http://www.aduanet.gob.pe
Für die Rückreise aus Peru nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen, dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Coca-Tee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und die versuchte Einfuhr von Coca-Tee einen Verstoß gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz darstellt.
Die temporäre Einfuhr eines PKW oder Motorrads für Reisen in Peru ist möglich, aber kompliziert. In aller Regel erteilen die peruanischen Zollbehörden Genehmigungen für 90 Tage, die nicht verlängert werden können. Wenn das Fahrzeug nicht rechtzeitig ausgeführt wird, ist das Risiko einer Beschlagnahmung oder Enteignung sehr hoch.
Versand von elektronischen Apparaten, Ersatzteilen, Kamerazubehör, Kosmetika u. ä. per Post oder Kurier nach Peru: Die Zollauslösung ist kostspielig und zeitaufwändig; sie kann nicht durch die Botschaft oder die Honorarkonsuln vorgenommen werden. Sendungen, die für Empfänger in der Provinz bestimmt sind, werden zum Teil in Lima zurückgehalten.
Es ist nicht möglich, private Sendungen für Touristen an die Botschaft oder die Honorarkonsuln zu senden.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren oder Fahrzeugen benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei einer peruanischen Auslandsvertretung oder den peruanischen Zollbehörden erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls http://www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogenbesitz und Drogenhandel gelten als Verbrechen und werden mit sehr hohen Gefängnisstrafen geahndet. Personen, bei denen Kokain oder andere Drogen gefunden werden, müssen mit sofortiger Verhaftung sowie einer Haftstrafe in Höhe von 2 bis 25 Jahren rechnen. Drogenkuriere müssen, auch bei Mitführung „nur“ kleinerer Mengen, mit Haftstrafen von nicht unter sechs Jahren rechnen. Die Gefängnisse in Peru entsprechen nicht europäischem Standard und sind fast alle. extrem überbelegt. Die hygienischen Verhältnisse sowie die Versorgung der Häftlinge mit Lebensmitteln sind schlecht.
Vermeiden Sie daher jede Berührung mit Drogen aller Art und vermeiden Sie jeden Kontakt zu Ihnen unbekannten, aufdringlichen Personen. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte auch ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben.
Die Ausfuhr von Kulturgütern bedarf der vorherigen Genehmigung der peruanischen Obersten Zollbehörde. Verstöße werden strafrechtlich verfolgt und können die Einziehung der Kulturgüter zur Folge haben.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete Perus, insbesondere für das gesamte peruanische Amazonasgebiet ist prinzipiell allen Reisenden ab dem vollendeten 9. Lebensmonat (http://www.who.int) eine rechtzeitige Impfung, d.h. 10 Tage vor Einreise, dringend zu empfehlen. .
Aus Peru kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.
Weder bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (häufig die Nachbarstaaten) noch bei direkter Einreise aus Deutschland ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung derzeit nach Auskunft der peruanischen Einreisebehörden vorgeschrieben.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (http://www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden zudem Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
Höhenkrankheit („Soroche“)
In Lagen über 2500 Meter häufigere, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe in Erscheinung tritt. Warnsymptome können Schlafstörungen, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftnot sein. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause bzw. eine Übernachtung, sollte abgestiegen werden unter eine Höhe von 2000 Metern. Betroffen sind alle Altersstufen und häufig Touristen bei Flugreisen nach Cusco oder Puno, also nicht nur Bergsteiger. Mate de Coca hat keine sichere vorbeugende Wirkung. Das gegen die Höhenkrankheit eingesetzte Medikament Diamox ist verschreibungspflichtig.
Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Leishmaniose
Die cutane und mucocutane Form kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).
Oropouche-Fieber
Das Oropouche-Virus ruft ein Dengue-ähnliches Krankheitsbild hervor (s. o.) und wird ebenfalls durch Mücken übertragen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender dämmerungs- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Personen nicht selten tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Ein geringes Risiko besteht im ganzen Land unter 2000 m, v.a. in Ayacucho, Junín, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Puerto Maldonado und in Iquitos.
Als malariafrei gelten Lima, Cuzco, Machu Picchu,das Anden-Hochland, die Küste im Süden von Lima. Ica und Nazca.
Je nach Reiseprofil kann eine Standby-Medikation mit Chloroquin bzw. allenfalls im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • den ganzen Körper bedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Leptospirose
Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.
Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen.
Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Pest
Das Ansteckungsrisiko für Reisende ist sehr gering. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufige Wäschewechsel sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Für beruflich in Pestgebieten Tätige kann im Einzelfall und nur nach Rücksprache mit einem Reise-/ Tropenmediziner die prophylaktische Einnahme von Antibiotika sinnvoll sein.
Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist in Lima im privaten Sektor z. T. auf international hohem Standard. Der öffentliche Sektor ist jedoch hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen meist defizitär strukturiert.
Das Auswärtige Amt empfiehlt sich im Erkrankungsfall auf der Internetseite der Deutschen Botschaft über Ärzte und Krankenhäuser in Peru zu informieren oder im Notfall ggf. die entsprechenden Honorarkonsuln zu kontaktieren.
In der Regel reichen die Behandlungsmöglichkeiten in Cusco nicht aus, um schwere Notfälle adäquat zu versorgen. Sobald es der medizinische Zustand zulässt, sollten schwer Kranke oder Verletzte deshalb nach Lima verlegt werden.
Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen, ebenso wie vor einer Reise nach Peru eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner (Beratungsstellen siehe auch http://www.dtg.org).
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 17.08.2016

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 17.08.2016
(Unverändert gültig seit: 17.08.2016)

Letzte Änderungen:
Allgemeine Reiseinformationen


Allgemeine Reiseinformationen
Peru liegt in einer Erdbebenregion. Es kommt deshalb häufig zu Erdstößen von geringerer Intensität, von Zeit zu Zeit allerdings auch zu stärkeren Beben, so zuletzt am 15.08.2016 in der Provinz Caylloma, wo vier Todesopfer zu beklagen waren. Die auch von Touristen frequentierte Hauptstraße durch das Colca Tal ist seitdem blockiert. Im August 2007 forderte ein Erdbeben in der Region Ica Hunderte von Todesopfern.
Peru wird alljährlich von knapp drei Millionen Besuchern bereist. Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können unter Beachtung der o. g. Sicherheitshinweise über die gesamte Länge mit privaten Pkws oder öffentlichen Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für Fahrten in die „Sierra“ (Andenhochland) nach Cajamarca, Huaraz (Callejón de Huaylas) Chanchamayo, von Pisco nach Ayacucho, von Nazca nach Cusco und weiter nach Puno, und nach Arequipa, einschl. Cañon de Colca sowie ebenfalls die Weiterfahrt nach Puno.
Große Teile Cuscos und der Umgebung gehören zum Weltkulturerbe und stehen unter Denkmalschutz. Die in manchen archäologischen Parks bestehenden Verbote von Picknicks, Lagerfeuern, Campen u. ä. sollten unbedingt respektiert werden. Bei Verstößen muss mit Strafverfolgung gerechnet werden.
Bei der Teilnahme an Schamanen-Ritualen in den peruanischen Urwaldregionen wird zu Vorsicht aufgerufen. Durch den Genuss des halluzinogen wirkenden Mittels Ayahuasca ist es schon öfters zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen von Touristen gekommen. Vor der Anreise zu solchen Ritualen sollten Reisende sich unbedingt bei iPeru (s. o.) oder bei formell etablierten Tourismusagenturen beraten lassen.
Von vom Flughafen „Maria Reiche“ in Nazca abgehenden Flügen über die Nazca-Linien wird derzeit grundsätzlich abgeraten. Der technische Zustand der dort eingesetzten Kleinflugzeuge, die Qualifikation der Piloten und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften entsprechen oft nicht europäischem Standard. Seit Dezember 2007 ist es zu mehreren Zwischenfällen gekommen, darunter drei Flugzeugabstürze mit insgesamt 18 Todesopfern und mehreren Notlandungen. Die Standards am Flughafen in Pisco, von wo ebenfalls Überflüge der Nazca-Linien angeboten werden, sind nach derzeitigen Erkenntnissen besser.
Die Region Ancash um die Stadt Huaraz ist bei Bergsteigern sehr beliebt. In Notfällen können Reisende die peruanische Bergwacht („Unidad de Salvamento de Alta Montaña“, E-mail: usam@pnp.gob.pe, Tel. +5143 793333, +5143 793327, +5143 793291) kontaktieren.
Geldversorgung
Barabhebung von Landeswährung (Nuevos Soles) sowie von US-Dollar an Geldautomaten ist grundsätzlich mit Kreditkarte, hingegen nur sehr eingeschränkt mit EC-Karte (MAESTRO-System) möglich. Mit EC-Karten des „V-Pay“-Systems sind grundsätzlich keine Barabhebungen möglich. Reiseschecks sind nicht überall gegen Bargeld einzutauschen. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden.
Bei Problemen mit der Geldversorgung können Reisende sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldüberweisungen aus dem Ausland können schnell (oft noch am gleichen Tag) erfolgen.
Euro-Scheine können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch US-Dollar in peruanische Soles problematisch.
Passverlust
Der Verlust des Reisepasses bringt erhebliche Probleme mit sich. Vor Ausstellung eines Ersatzdokuments sind eventuell zeitraubende Nachforschungen durch die deutsche Auslandsvertretung oft unerlässlich. Die Ausstellung von Passersatzpapieren an Wochenenden und Feiertagen kann nicht gewährleistet werden. Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden. Es empfiehlt sich, eine Kopie des Passes mitzuführen und sie gesondert aufzubewahren. Die Nutzung innerperuanischer Flüge und selbst die Mitnahme in Überlandbussen ist nicht immer gewährleistet, wenn kein Pass (bei Busreisen reicht zumeist eine Passkopie) vorgelegt werden kann. Gelegentlich wird auch eine Diebstahlsanzeige (s. unten) ersatzweise anerkannt.
Einzelne Formalitäten nach einem Passverlust:
Für die Wiederausreise nach einem Passverlust ist u. a. eine Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige bei der peruanischen Nationalpolizei, die so genannte "denuncia", erforderlich. Die Anzeige kann grundsätzlich nur bei der für den Ort des Diebstahls/Verlusts zuständigen Polizeistation aufgegeben werden. Reisende sollten bei der Abgabe der „denuncia“ auf bürokratische und umständliche Abläufe gefasst sein. Die deutsche Botschaft stellt in Lima Betroffenen anschließend schnellstmöglich einen vorläufigen Reisepass oder einen Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland aus.
Nach Ausstellung des neuen Reisedokuments muss der peruanische Einreisestempel in das neue Reisedokument „übertragen“ werden. Diese Formalität wird seit September 2012 grundsätzlich nicht mehr direkt bei der Ausreise aus Peru erledigt. Es ist deshalb in verschiedenen Fällen vorgekommen, dass gebuchte Flüge nicht angetreten werden konnten.
Betroffene Reisende müssen sich dafür entweder an die peruanische Einwanderungsbehörde Superintendencia Nacional de Migraciones (Av. España 734, Piso 3, Breña, Lima 05; geöffnet Mo-Fr bis 13 Uhr; zumeist nur spanischsprechende Bedienung) oder an eines ihrer Büros in der Provinz wenden. Die deutsche Botschaft in Lima versucht besonders in eiligen Fällen oder an Wochenenden und Feiertagen, in einer solchen Situation weiterzuhelfen, kann jedoch keine Gewähr übernehmen.
Sonstige Informationen / nützliche Anschriften für Peru-Reisende
Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer
Av. Camino Real 348
Piso 15, Torre El Pilar, Oficina 1502
San Isídro-Lima 27
Tel: +511 441 86 16,
Fax: +511 442 60 14
E-Mail: info@camara-alemana.org.pe
www.camara-alemana.org.pe
Peruanische Botschaft in Deutschland
Mohrenstr. 42-44
10117 Berlin
Tel. +49 30 20 64 103
Fax: +49 30 2064 1051
E-Mail: info@embaperu.de
www.botschaft-peru.de
South American Explorers Club Lima
Calle Piura 135
Miraflores, Lima 18
Tel. +511 445 3306
E-Mail: limaclub@saexplorers.org
South American Explorers Club Cusco
Calle Atoqsaycuchi 670
San Blas, Cusco
Tel. +51 84 245 484
Cuscoclub@saexplorers.org
Website des South American Explorers Club:
www.saexplorers.org
Bei Überfällen, Unfällen, Verhaftungen und sonstigen Notfällen oder bei Reklamationen stehen folgende peruanische Stellen zur Verfügung:
Ambulanz (SAMU - Sistema de Atención Médica Urgente)
Telefon: 117
Radio Patrulla (Funkstreife) und Notruf
Telefon: 105
Feuerwehr
Tel: 116 oder Lima: +511 222 0222
Amt für Verbraucherschutz INDECOPI
Calle La Prosa 138,
San Borja, Lima 41
Telefon +511 224 7800 und +511 224 7777
Fax: +511 224-0348, +511 225 2190
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:30 bis 17:30 Uhr
E-Mail: webmaster@indecopi.gob.pe
Diese Institution sollte angesprochen werden, wenn sich z.B. Probleme bezüglich der Behandlung oder vermeintlicher Übervorteilung durch Hotels, Fluglinien oder Reiseunternehmen in Peru ergeben
Policía de Turismo (Touristenpolizei)
Calle General Vidal 230
Miraflores, Lima 18
Telefon: +511 715655 oder +511 7156553
E-mail: cia_investigaciones@hotmail.com
24-Std-Dienst auch auf Englisch. Neben den örtlichen Polizeidienststellen kann die Touristenpolizei unabhängig vom Tatort in allen Notfällen angesprochen werden, z. B. auch Abgabe einer Anzeige bei Raub oder Diebstahl;
South American Rescue Association Peru SAC (Notfallmedizin und Rettungsflüge)
Clinica San Jose
Av. Los Incas Nº 1408
B Cusco/Peru
Notrufzentrale Cusco: 229922; Externa: +51 84 229922
Notrufzentrale Lima: +511975031257 und +511975031254
Skype: southamericanrescueassociation
Webseite: www.saraperu.com
Mail: info@saraperu.com
Krankenhäuser (deutschsprachige Ärzte zum Teil vorhanden)
Clínica Anglo-Americana
Alfredo Salazar 350
San Isidro
Lima 27
Tel.: +511 616 89 00
Fax: +511 616 89 60
Clínica San Pablo
Av. El Polo 789
Surco, Lima
Tel.: +511 610 3333, Zentrale
Clínica San Borja
Av. Guardia Civil 337
San Borja, Lima
Tel.: +511 702 4300, Zentrale
Deutschsprachige Ärzte und Anwälte
Die Anschriften von deutschsprachigen Ärzten und Anwälten erhalten Sie bei der deutschen Botschaft in Lima.
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 24.08.2016

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 24.08.2016
(Unverändert gültig seit: 24.08.2016)

Letzte Änderungen:
Allgemeine Reiseinformationen


Allgemeine Reiseinformationen
Peru liegt in einer Erdbebenregion. Es kommt deshalb häufig zu Erdstößen von geringerer Intensität, von Zeit zu Zeit allerdings auch zu stärkeren Beben, so zuletzt am 15.08.2016 in der Provinz Caylloma, wo vier Todesopfer zu beklagen waren. Im August 2007 forderte ein Erdbeben in der Region Ica Hunderte von Todesopfern.
Peru wird alljährlich von knapp drei Millionen Besuchern bereist. Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können unter Beachtung der o. g. Sicherheitshinweise über die gesamte Länge mit privaten Pkws oder öffentlichen Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für Fahrten in die „Sierra“ (Andenhochland) nach Cajamarca, Huaraz (Callejón de Huaylas) Chanchamayo, von Pisco nach Ayacucho, von Nazca nach Cusco und weiter nach Puno, und nach Arequipa, einschl. Cañon de Colca sowie ebenfalls die Weiterfahrt nach Puno.
Große Teile Cuscos und der Umgebung gehören zum Weltkulturerbe und stehen unter Denkmalschutz. Die in manchen archäologischen Parks bestehenden Verbote von Picknicks, Lagerfeuern, Campen u. ä. sollten unbedingt respektiert werden. Bei Verstößen muss mit Strafverfolgung gerechnet werden.
Bei der Teilnahme an Schamanen-Ritualen in den peruanischen Urwaldregionen wird zu Vorsicht aufgerufen. Durch den Genuss des halluzinogen wirkenden Mittels Ayahuasca ist es schon öfters zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen von Touristen gekommen. Vor der Anreise zu solchen Ritualen sollten Reisende sich unbedingt bei iPeru (s. o.) oder bei formell etablierten Tourismusagenturen beraten lassen.
Von vom Flughafen „Maria Reiche“ in Nazca abgehenden Flügen über die Nazca-Linien wird derzeit grundsätzlich abgeraten. Der technische Zustand der dort eingesetzten Kleinflugzeuge, die Qualifikation der Piloten und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften entsprechen oft nicht europäischem Standard. Seit Dezember 2007 ist es zu mehreren Zwischenfällen gekommen, darunter drei Flugzeugabstürze mit insgesamt 18 Todesopfern und mehreren Notlandungen. Die Standards am Flughafen in Pisco, von wo ebenfalls Überflüge der Nazca-Linien angeboten werden, sind nach derzeitigen Erkenntnissen besser.
Die Region Ancash um die Stadt Huaraz ist bei Bergsteigern sehr beliebt. In Notfällen können Reisende die peruanische Bergwacht („Unidad de Salvamento de Alta Montaña“, E-mail: usam@pnp.gob.pe, Tel. +5143 793333, +5143 793327, +5143 793291) kontaktieren.

Geldversorgung
Barabhebung von Landeswährung (Nuevos Soles) sowie von US-Dollar an Geldautomaten ist grundsätzlich mit Kreditkarte, hingegen nur sehr eingeschränkt mit EC-Karte (MAESTRO-System) möglich. Mit EC-Karten des „V-Pay“-Systems sind grundsätzlich keine Barabhebungen möglich. Reiseschecks sind nicht überall gegen Bargeld einzutauschen. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden.
Bei Problemen mit der Geldversorgung können Reisende sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldüberweisungen aus dem Ausland können schnell (oft noch am gleichen Tag) erfolgen.
Euro-Scheine können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch US-Dollar in peruanische Soles problematisch.

Passverlust
Der Verlust des Reisepasses bringt erhebliche Probleme mit sich. Vor Ausstellung eines Ersatzdokuments sind eventuell zeitraubende Nachforschungen durch die deutsche Auslandsvertretung oft unerlässlich. Die Ausstellung von Passersatzpapieren an Wochenenden und Feiertagen kann nicht gewährleistet werden. Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden. Es empfiehlt sich, eine Kopie des Passes mitzuführen und sie gesondert aufzubewahren. Die Nutzung innerperuanischer Flüge und selbst die Mitnahme in Überlandbussen ist nicht immer gewährleistet, wenn kein Pass (bei Busreisen reicht zumeist eine Passkopie) vorgelegt werden kann. Gelegentlich wird auch eine Diebstahlsanzeige (s. unten) ersatzweise anerkannt.
Einzelne Formalitäten nach einem Passverlust:
Für die Wiederausreise nach einem Passverlust ist u. a. eine Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige bei der peruanischen Nationalpolizei, die so genannte "denuncia", erforderlich. Die Anzeige kann grundsätzlich nur bei der für den Ort des Diebstahls/Verlusts zuständigen Polizeistation aufgegeben werden. Reisende sollten bei der Abgabe der „denuncia“ auf bürokratische und umständliche Abläufe gefasst sein. Die deutsche Botschaft stellt in Lima Betroffenen anschließend schnellstmöglich einen vorläufigen Reisepass oder einen Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland aus.
Nach Ausstellung des neuen Reisedokuments muss der peruanische Einreisestempel in das neue Reisedokument „übertragen“ werden. Diese Formalität wird seit September 2012 grundsätzlich nicht mehr direkt bei der Ausreise aus Peru erledigt. Es ist deshalb in verschiedenen Fällen vorgekommen, dass gebuchte Flüge nicht angetreten werden konnten.
Betroffene Reisende müssen sich dafür entweder an die peruanische Einwanderungsbehörde Superintendencia Nacional de Migraciones (Av. España 734, Piso 3, Breña, Lima 05; geöffnet Mo-Fr bis 13 Uhr; zumeist nur spanischsprechende Bedienung) oder an eines ihrer Büros in der Provinz wenden. Die deutsche Botschaft in Lima versucht besonders in eiligen Fällen oder an Wochenenden und Feiertagen, in einer solchen Situation weiterzuhelfen, kann jedoch keine Gewähr übernehmen.

Sonstige Informationen / nützliche Anschriften für Peru-Reisende

Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer
Av. Camino Real 348
Piso 15, Torre El Pilar, Oficina 1502
San Isídro-Lima 27
Tel: +511 441 86 16,
Fax: +511 442 60 14
E-Mail: info@camara-alemana.org.pe
www.camara-alemana.org.pe

Peruanische Botschaft in Deutschland
Mohrenstr. 42-44
10117 Berlin
Tel. +49 30 20 64 103
Fax: +49 30 2064 1051
E-Mail: info@embaperu.de
www.botschaft-peru.de

South American Explorers Club Lima
Calle Piura 135
Miraflores, Lima 18
Tel. +511 445 3306
E-Mail: limaclub@saexplorers.org

South American Explorers Club Cusco
Calle Atoqsaycuchi 670
San Blas, Cusco
Tel. +51 84 245 484
Cuscoclub@saexplorers.org

Website des South American Explorers Club:
www.saexplorers.org

Bei Überfällen, Unfällen, Verhaftungen und sonstigen Notfällen oder bei Reklamationen stehen folgende peruanische Stellen zur Verfügung:

Ambulanz (SAMU - Sistema de Atención Médica Urgente)
Telefon: 117

Radio Patrulla (Funkstreife) und Notruf
Telefon: 105

Feuerwehr
Tel: 116 oder Lima: +511 222 0222

Amt für Verbraucherschutz INDECOPI
Calle La Prosa 138,
San Borja, Lima 41
Telefon +511 224 7800 und +511 224 7777
Fax: +511 224-0348, +511 225 2190
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:30 bis 17:30 Uhr
E-Mail: webmaster@indecopi.gob.pe

Diese Institution sollte angesprochen werden, wenn sich z.B. Probleme bezüglich der Behandlung oder vermeintlicher Übervorteilung durch Hotels, Fluglinien oder Reiseunternehmen in Peru ergeben

Policía de Turismo (Touristenpolizei)
Calle General Vidal 230
Miraflores, Lima 18
Telefon: +511 715655 oder +511 7156553
E-mail: cia_investigaciones@hotmail.com

24-Std-Dienst auch auf Englisch. Neben den örtlichen Polizeidienststellen kann die Touristenpolizei unabhängig vom Tatort in allen Notfällen angesprochen werden, z. B. auch Abgabe einer Anzeige bei Raub oder Diebstahl;

South American Rescue Association Peru SAC (Notfallmedizin und Rettungsflüge)
Clinica San Jose
Av. Los Incas Nº 1408
B Cusco/Peru
Notrufzentrale Cusco: 229922; Externa: +51 84 229922
Notrufzentrale Lima: +511975031257 und +511975031254
Skype: southamericanrescueassociation
Webseite: www.saraperu.com
Mail: info@saraperu.com

Krankenhäuser (deutschsprachige Ärzte zum Teil vorhanden)
Clínica Anglo-Americana
Alfredo Salazar 350
San Isidro
Lima 27
Tel.: +511 616 89 00
Fax: +511 616 89 60

Clínica San Pablo
Av. El Polo 789
Surco, Lima
Tel.: +511 610 3333, Zentrale

Clínica San Borja
Av. Guardia Civil 337
San Borja, Lima
Tel.: +511 702 4300, Zentrale

Deutschsprachige Ärzte und Anwälte
Die Anschriften von deutschsprachigen Ärzten und Anwälten erhalten Sie bei der deutschen Botschaft in Lima.
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 27.10.2016

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 27.10.2016
(Unverändert gültig seit: 27.10.2016)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
In Peru herrscht für Touristen im Vergleich zu den EU-Staaten ein höheres Risiko, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einiger Zeit, besonders in den Regionen um Ica und Arequipa, ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert. In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig.
In Cusco wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch empfohlen, besondere Vorsicht walten zu lassen und wie in anderen Städten auch nachts nicht allein zu Fuß durch die Stadt zu gehen.
Besonders in Lima, Arequipa und Cusco ist bei der Auswahl der Taxis größte Vorsicht geboten, da bei zahlreichen Verbrechen wie Raub und Vergewaltigung Taxifahrer mit involviert waren. Besonders in den touristisch beliebten Orten gibt es regelmäßige Fälle von sogenannten Express-Kidnappings. Dabei werden die Opfer meistens im Taxi überwältigt und bis zu 24 Stunden festgehalten – in dieser Zeit wird u. a. mit ihren Kreditkarten an Geldautomaten Geld abgehoben. Besonders gefährdet sind Besucher von Diskotheken. Zumeist kann in den Bars und Restaurants kostenlos ein Taxi bestellt werden. Auch Türsteher vor Diskotheken kennen häufig zuverlässige Taxifahrer. Inzwischen sind die meisten Restaurants auch direkt per Funk mit Taxizentralen verbunden, so dass keine Notwendigkeit besteht, ein Taxi von der Straße zu nehmen.
Es wird grundsätzlich empfohlen, nur offizielle, registrierte und wenn möglich telefonisch vorbestellte Taxis zu benutzen, deren Fahrer sich ausweisen können bzw. deren Ausweis sichtbar im Taxi hängt. Nutzer von Smartphones haben außerdem die Möglichkeit, über entsprechende Apps (z. B. Easy Taxi und Taxibeat) Taxis zu bestellen.
Auch nach der Ankunft am Flughafen Lima werden leider immer wieder Touristen während des Taxitransfers oder bei Ankunft am Fahrtziel beraubt. Es wird dringend empfohlen, alle Gepäckstücke und auch Handtaschen u. ä. im Taxi außer Sichtweite von Passanten zu verstauen, da es an verstopften Kreuzungen und roten Ampeln oft zu Überfällen kommt, bei denen die Fensterscheibe des Taxis eingeschlagen wird. Gelegentlich sind Taxifahrer an Überfällen beteiligt. Deshalb wird geraten, für den Flughafentransfer vom in Callao gelegenen Flughafen Limas („Jorge Chavez“) nach Lima ein Taxi bei den innerhalb des Ankunftsbereichs ansässigen Taxigesellschaften (genaue Informationen unter http://www.lap.com.pe/) zu bestellen und stets wachsam zu sein.

Es wird ferner empfohlen:
  • Immer Aufmerksamkeit walten zu lassen, möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts zu reisen bzw. sich nachts nicht allein und immer in gut beleuchteten Straßen und Zonen aufzuhalten;
  • bei Überfällen auf keinen Fall Gegenwehr zu leisten oder die Täter zu provozieren;
  • bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon) zu achten;
  • bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper zu tragen; Diebstähle in Bussen und an Busterminals sind weit häufiger als in preiswerten Hotels;
  • Kreditkarten nicht ständig mit sich zu führen, vor allem nicht abends und nachts; nur die benötigte Menge Geld mitzunehmen und Wertgegenstände, Reiseschecks und Dokumente im Hotelsafe zu hinterlegen;
  • Rucksäcke und Taschen nicht über die Rückenlehne von Stühlen in Restaurants oder auf öffentlichen Plätzen zu hängen; Taschen un d Rucksäcke immer dicht am Körper zu tragen;
  • Geld nur in Banken und Wechselstuben zu tauschen sowie das öffentliche Vorzeigen von großen Geldbeträgen oder wertvollem Schmuck und Uhren etc. zu vermeiden;
  • Armenviertel in Großstädten zu meiden;
  • wegen der Verkehrs- und Kriminalitätsrisiken auf nächtliche Überlandfahrten zu verzichten;
  • jede Berührung mit Drogen aller Art zu unterlassen (hohe Strafen, s. u.), Vorsicht walten zu lassen gegenüber Personen, die während der Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen, und Gepäck nie unbeaufsichtigt zu lassen;
  • nur Dienstleistungen von bekannten/empfohlenen Reisebüros und Reiseführern in Anspruch zu nehmen und keine Touren auf der Straße zu kaufen; Fremdenführer sich entsprechend ausweisen zu lassen
  • sich für Fragen und Hilfe an die Reiseleiter und/oder die Touristenauskunft und ggf. die Polizei bzw. die Touristenpolizei zu wenden.
Reisen über Land
Im Kampf gegen den Drogenhandel wurde der Notstand um die Distrikte Ramón Castilla und Yavarí in den Grenzgebieten zu Kolumbien und Brasilien erweitert. Mit den ohnehin üblichen Einschränkungen im Reiseverkehr ist durch diese Maßnahmen zu rechnen.
Die von Ecuador nach Chile führende gebührenpflichtige Haupttransitstrecke „Panamericana“ ist durchgehend gut ausgebaut. Reisende, die mit einem Privat-Kfz unterwegs sind, sollten die an den Mautstationen („Peaje“) ausgegebenen Tickets gut aufbewahren. Bei Unfällen oder Pannen steht Reisenden durch die Zahlung der Maut kostenlose Hilfe zu, die Notrufnummern sind auf dem Mautticket abgedruckt.
Im Landesinneren sind einige weitere Hauptverbindungsstraßen gut ausgebaut, in abgelegenen Gegenden sind hingegen auch die Verbindungen zwischen größeren Orten zumeist nicht befestigt und im Hochland gelegentlich – besonders während der Regenzeit in den Sommermonaten November bis April - wegen Erdrutschen nicht oder nur schwer befahrbar.
Von Nachtfahrten mit eigenem PKW wird wegen des Unfall- und Überfallrisikos grundsätzlich abgeraten.
In Peru kommt es landesweit immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Häufig kommt es zu kurzfristig organisierten und unangekündigten Straßenblockaden und dabei auch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung gegen Reisende. Die Bewegungsfreiheit wird dadurch in den betroffenen Gebieten zeitlich und räumlich stark eingeschränkt. In jüngerer Zeit waren besonders die Regionen um Puno am Titicacasee und Cusco sowie die Region Cajamarca betroffen.
Starke Regenfälle besonders in den Monaten November bis April können dazu führen, dass Flüsse zu reißenden Strömen werden, Straßen, Brücken und das Gleisbett von Zügen überfluten oder wegschwemmen, Erdrutsche Straßen blockieren usw. Dadurch können Fahrzeuge auf Überlandreisen an der Weiterfahrt gehindert werden oder Ortschaften über mehrere Tage auf dem Landwege nicht mehr zugänglich sein. Auch die beliebte Zugverbindung von Cusco nach Machu Picchu ist gelegentlich betroffen.
Für aktuelle amtliche Wetterwarnungen empfiehlt sich die Homepage des Servicio Nacional de Meteorologia e Hidrologia (entspricht dem Deutschen Wetterdienst): http://www.senamhi.gob.pe/. Bei Naturkatastrophen gibt die staatliche Behörde für Katastrophenschutz (INDECI) aktuelle Hinweise in spanischer und englischer Sprache: http://www.indeci.gob.pe/.
Reisende in Peru sollten die Medienberichte stets aufmerksam verfolgen, sich bei ihren Reisebüros rückversichern und ihre Reiseplanung auch kurzfristig entsprechend anpassen. Die über 30 landesweiten Büros von „iPeru“ (staatliche Touristenauskunft und –assistenz) helfen in der Regel sehr rasch und zuverlässig mit aktuellen Hinweisen weiter. Erreichbarkeit: 24-Std.-Tel.: +51 1 574 8000, http://www.peru.travel/de/Iperu-Torusit ... buros.aspx sowie http://www.peru.travel/de/Iperu-Torusit ... es-maklerb uros.aspx für eine Übersicht der Regionalbüros, E-Mail: iperu@promperu.gob.pe .
In einigen Provinzen, z. B. im Tal der Flüsse Ene, Apurímac und Mantaro (auf Spanisch abgekürzt VRAEM), wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte.
Im VRAEM kommt es gelegentlich zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Eine Gefährdung von Reisenden kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, die genannte Region zu meiden. Auch die Strecke von Huánuco über Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto und weiter nach Yurimaguas bzw. nach Pucallpa sollte gemieden werden. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende besonders hoch.
In der abgelegenen Gegend auf dem Trek Choquequirao-Machu Picchu (Bezirk Vilcabamba) in der Region Cusco kam es 2011 zu mehreren Überfällen schwer bewaffneter, offensichtlich politisch motivierter Gruppierungen auf Touristengruppen. Reisende, die eine Wanderung oder Tour durch diese Gegend planen, werden zu allergrößter Vorsicht aufgerufen. Es wird dringend empfohlen, sich bei der Vorbereitung gewissenhaft mit ortskundigen Personen abzustimmen.
Die Benutzung von Bussen kann besonders in den Gebirgsregionen u. a. aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt empfohlen werden. Dies betrifft auch die Möglichkeit der Anreise nach Machu Picchu mit dem Bus über Hidroelectrica, bei der unbefestigte Gebirgsstraßen befahren werden.
Es gibt häufig Unfälle von Überlandbussen mit einer großen Anzahl von Toten und Verletzten.
Sicherer ist die übliche Route der Anreise nach Machu Picchu mit dem Zug über Aguas Calientes.
Landesweit sollten nächtliche Busfahrten grundsätzlich vermieden werden.
Die Anreise nach Iquitos sollte mit dem Flugzeug stattfinden; von Reisen mit Schiffen von Pucallpa oder Yurimaguas wird abgeraten (schlechte hygienische Zustände an Bord, schlechte Verpflegung und die Gefahr von Überfällen durch bewaffnete Gruppen). In Iquitos sollten Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen Agenturen gebucht werden und keinesfalls bei informellen Anbietern auf der Straße.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 31.10.2016

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 31.10.2016
(Unverändert gültig seit: 31.10.2016)

Letzte Änderungen:Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Ja, bei Reise über die USA US-Visum erforderlich
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja, mit Foto, bei Reise über die USA US-Visum erforderlich
Anmerkungen:
Alle Reisedokumente müssen sechs Monate ab Einreise gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum
Touristen können sich bis zu 90 Tage im Halbjahr in Peru aufhalten. Die vorherige Beantragung eines Visums ist für einen touristischen Aufenthalt nicht erforderlich, dieses wird bei Einreise in Form einer - stets auszufüllenden - Einreisekarte („Tarjeta Andina de Migración“) erteilt. Einreisende Touristen müssen gelegentlich Weiterreise- oder Rückflugticket vorlegen, obwohl dies nicht den offiziellen Einreisevorschriften entspricht.
Die früher geltende Regelung (Aufenthalt bis zu 183 Tagen im Jahr) wurde offiziell - im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der Visafreiheit für peruanische Staatsangehörige in den meisten europäischen Staaten - außer Kraft gesetzt. Dennoch werden von den Mitarbeitern der peruanischen Einwanderungsbehörde zur Zeit, je nach Angaben zu der gewünschten Aufenthaltsdauer, in der Praxis und im Einzelfall nach wie vor auch längere Aufenthaltszeiten genehmigt.
Reisende sollten darauf achten, dass die beabsichtigte Aufenthaltsdauer bei der Einreise im Pass und auf der Einreisekarte vermerkt wird. Es kann nämlich auch vorkommen, dass die Beamten die Aufenthaltserlaubnis willkürlich auf einen kürzeren Zeitraum (z. B. 30 Tage) begrenzen. Eine nachträgliche Verlängerung der vorgegebenen Aufenthaltsdauer ist nicht möglich. Wenn die erlaubte Aufenthaltsdauer überschritten wird, ist bei Ausreise eine Geldstrafe in Höhe von einem US Dollar pro Tag der Überschreitung zu bezahlen. Auch bei Verlust der Einreisekarte wird bei Ausreise eine Geldstrafe fällig.
Detaillierte Informationen sind in spanischer Sprache erhältlich unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.migraciones.gob.pe oder bei den peruanischen Auslandsvertretungen in Deutschland bzw. Ihrem Wohnsitzland.
Auch bei Einreise auf dem Landweg sollte unbedingt das Einreisedatum durch einen Stempel der Grenzbehörde im Pass (und auf der Einreisekarte) dokumentiert und sichergestellt werden, dass die Einreise auch in elektronischer Form im System erfasst wird. Andernfalls wird von einem illegalen Aufenthalt ausgegangen, der zu erheblichen Problemen bei der Ausreise und im ungünstigsten Fall zu einer kostenpflichtigen Abschiebung führen kann.
Da einige Grenzübergänge wie etwa in Puno (bei Einreise aus Bolivien) nachts nicht besetzt sind und folglich die o.g. Einreiseformalitäten nicht erfüllt werden können, sollte bei der Reiseplanung unbedingt darauf geachtet werden, dass die Einreise tagsüber erfolgt.
Hinweise zur Reise mit Minderjährigen
Zur Ausreise aus Peru ist gemäß Mitteilung der peruanischen Einwanderungsbehörden für Minderjährige, die nicht von beiden sorgeberechtigten Eltern begleitet werden, unter folgenden Umständen zwingend die Vorlage einer notariell oder konsularisch beglaubigten Zustimmungserklärung des nicht mitreisenden Elternteils oder eine gerichtliche Ausreisegenehmigung erforderlich:
  • für Minderjährige, die (auch) die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, bei Wohnsitz in Peru oder bei im Ausland wohnhaften Peruanern nach einem Aufenthalt in Peru von über 90 Tagen (gelegentlich wird die o. a. Genehmigung bei peruanischen Staatsangehörigen jedoch auch nach kürzeren Aufenthalten in Peru verlangt);
  • für Minderjährige, die nicht die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, nur bei Wohnsitz („Residencia“) in Peru.
Nähere Informationen (auf Spanisch und Englisch) finden Sie auf der Webseite der Migrationsbehörden, Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.migraciones.gob.pe.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
Auswärtiges Amt

Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 06.01.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Peru:

Stand 06.01.2017 (Unverändert gültig seit: 06.01.2017)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Die peruanischen Behörden verfolgen derzeit eingehend die vulkanische Aktivität des Vulkans Sabancaya, im Süden des Landes, siehe Instituto Geofísico del Perú - http://ovs.igp.gob.pe/. Der Vulkan befindet sich ca. 80 km nordwestlich von Arequipa und ca. 30 km südöstlich der Colca Schlucht, beides touristische Ziele in Peru. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region. Reisende sollten dennoch die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 19.03.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 19.03.2017
(Unverändert gültig seit: 19.03.2017)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Aufgrund heftiger Regenfälle kommt es zurzeit zu sehr starken Überschwemmungen vor allem im Norden des Landes in den Provinzen Piura, Lambayeque, La Libertad und Áncash sowie im Teilen der Anden. Gefahr geht vor allem von Erdrutschen und überlaufenden Flüssen aus, wodurch Straßen unpassierbar und Wohngebiete beschädigt werden. Betroffen ist vor allem die Hauptstraße von Lima in Richtung Osten („Carretera Central“). Für die nächsten Tage werden weitere starke Regenfälle erwartet, welche die angespannte Lage noch verschärfen könnten. Auch die Hauptstadt Lima ist in einzelnen, vor allem im Norden und Osten liegenden Stadtteilen von Überschwemmungen betroffen, da die Flüsse Huaycoloro und Rimac über die Ufer getreten sind. Die Schulen in Lima sind weiterhin geschlossen. Auch die öffentliche Wasserversorgung wird durch die aktuelle Situation beeinträchtigt, in den letzten Tagen kam es regelmäßig zu Abschaltungen. Dies führt dazu, dass Trinkwasser in Flaschen zur Zeit nur noch schwer käuflich erhältlich ist oder rationiert abgegeben wird.
Reisende können sich auch über die Lokalbüros von iPerú, der Touristeninformation Perus (http://www.peru.travel/iperu.aspx), über die jeweilige Situation vor Ort informieren.
Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Der in einigen Bezirken der betroffenen Provinz Caylloma ausgerufene Notstand besteht weiter fort. Für Anwohner in der Region wurde ein sogenannter Aschestreualarm ausgelöst. Der Vulkan befindet sich ca. 80 km nordwestlich von Arequipa und ca. 30 km südöstlich der Colca Schlucht, beides touristische Ziele in Peru. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region; der Aschestreualarm gilt nicht für die Stadt Arequipa. Reisende sollten dennoch die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 20.03.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 20.03.2017
(Unverändert gültig seit: 20.03.2017)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Aufgrund heftiger Regenfälle kommt es zurzeit zu verheerenden Überschwemmungen insbesondere im Norden des. Gefahr geht vor allem von Erdrutschen und überlaufenden Flüssen aus, wodurch Straßen unpassierbar und Wohngebiete beschädigt werden. Für die nächsten Tage werden weitere starke Regenfälle erwartet, welche die Lage noch verschärfen könnten. Die Hauptverbindungsstraße in Richtung Süden (und damit auch der Hauptstadt Lima) ist zur Zeit an mehreren Stellen unterbrochen, der Flugverkehr ist beeinträchtigt. Das Auswärtige Amt rät in Anbetracht dieser Situation von Reisen in die stark betroffenen Provinzen Piura,Lambayeque,La Libertad und Áncash ab.
Betroffen von Erdrutschen ist zudem die von Lima in Richtung Osten führende Hauptverkehrsverbindung „Carretera Central“, die in Teilen bis Ende März für Kfz. unter 3,5 Tonnen gesperrt ist. Reisen auf dieser Straße sollten zur Zeit generell vermieden werden.
Auch die Region und die Hauptstadt Lima sind in einzelnen, vor allem im Norden und Osten liegenden Stadtteilen von Überschwemmungen betroffen, da die Flüsse Huaycoloro und Rimac über die Ufer getreten sind. Die Schulen in Lima sind weiterhin geschlossen. Ddie öffentliche Wasserversorgung ist durch die aktuelle Situation beeinträchtigt, in den letzten Tagen kam es regelmäßig zu Abschaltungen. Dies führt dazu, dass Trinkwasser in Flaschen zurzeit nur noch schwer käuflich erhältlich ist oder rationiert abgegeben wird.
Reisende können sich über die Lokalbüros von iPerú, der Touristeninformation Perus (http://www.peru.travel/iperu.aspx), über die jeweilige Situation vor Ort informieren.
Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Der in einigen Bezirken der Provinz Caylloma ausgerufene Notstand besteht weiter fort. Für Anwohner in der Region wurde ein sogenannter Aschestreualarm ausgelöst.
Der Vulkan befindet sich ca. 80 km nordwestlich von Arequipa und ca. 30 km südöstlich der Colca Schlucht, beides touristische Ziele in Peru. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region; der Aschestreualarm gilt nicht für die Stadt Arequipa Reisende sollten dennoch die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 23.03.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 23.03.2017
(Unverändert gültig seit: 23.03.2017)

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Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Aufgrund heftiger Regenfälle kommt es zu starken Überschwemmungen insbesondere im Norden des Landes. Gefahr geht dabei vor allem von Erdrutschen und überlaufenden Flüssen aus, wodurch Straßen unpassierbar und Wohngebiete beschädigt werden. Für das Wochenende werden dort weitere Regenfälle erwartet, welche die Lage noch verschärfen könnten. Die Hauptverbindungsstraße in Richtung Süden (und damit auch der Hauptstadt Lima) ist zurzeit an mehreren Stellen unterbrochen, der Flugverkehr ist beeinträchtigt. Das Auswärtige Amt rät in Anbetracht dieser Situation von Reisen in die stark betroffenen Provinzen Piura, Lambayeque, La Libertad und Áncash ab.
Betroffen von Erdrutschen ist zudem die von Lima in Richtung Osten führende Hauptverkehrsverbindung „Carretera Central“, die in Teilen bis Ende März für Kfz unter 3,5 Tonnen gesperrt ist. Reisen auf dieser Straße sollten zurzeit generell vermieden werden.
Die Region und die Hauptstadt Lima waren in den letzten Tagen nicht mehr von Überschwemmungen betroffen. Die Versorgung mit Leitungswasser hat sich weitgehend normalisiert, Trinkwasser in Flaschen ist allerdings nach wie vor an vielen Stellen nur eingeschränkt erhältlich.
Reisende können sich über die Lokalbüros von iPerú, der Touristeninformation Perus (http://www.peru.travel/iperu.aspx), über die jeweilige Situation vor Ort informieren.
Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Der in einigen Bezirken der Provinz Caylloma ausgerufene Notstand besteht weiter fort. Für Anwohner in der Region wurde ein sogenannter Aschestreualarm ausgelöst.
Der Vulkan befindet sich ca. 80 km nordwestlich von Arequipa und ca. 30 km südöstlich der Colca Schlucht, beides touristische Ziele in Peru. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region; der Aschestreualarm gilt nicht für die Stadt Arequipa Reisende sollten dennoch die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 27.03.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 27.03.2017
(Unverändert gültig seit: 27.03.2017)

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Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Ja, bei Reise über die USA US-Visum erforderlich
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja, mit Foto, bei Reise über die USA US-Visum erforderlich
Anmerkungen:
Alle Reisedokumente müssen sechs Monate ab Einreise gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.
Visum
Touristen können sich seit 01.03.2017 wieder bis zu 183 Tage pro Jahr in Peru aufhalten. Die vorherige Beantragung eines Visums ist für einen touristischen Aufenthalt nicht erforderlich, dieses wird bei Einreise erteilt. Bei Einreise auf dem Landweg wird eine - zuvor auszufüllende - Einreisekarte („Tarjeta Andina de Migración“) mit der Aufenthaltsdauer ausgegeben, die für die Dauer des Aufenthalts aufbewahrt und bei der Ausreise wieder vorgelegt werden muss.
Bei Einreise über den Flughafen Lima ist die Karte nicht obligatorisch, meist werden lediglich die Einreise- und Aufenthaltsdaten in einem IT-System erfasst. Reisende sollten darauf achten, dass das Grenzpersonal bei der Einreise die bewilligte Aufenthaltsdauer im Pass, ggf. auf der Einreisekarte und im IT-System vermerkt.
Einreisende Touristen müssen gelegentlich Weiterreise- oder Rückflugticket vorlegen, obwohl dies nicht den offiziellen Einreisevorschriften entspricht.
Die Entscheidung, welche Aufenthaltsdauer im Einzelfall bewilligt wird, obliegt den Grenzbehörden und kann auch z.B. von der deutschen Botschaft nicht beeinflusst werden.
Eine nachträgliche Verlängerung der vorgegebenen Aufenthaltsdauer ist nicht möglich.
Bei Überschreitung muss bei der Ausreise eine Geldstrafe in Höhe von einem US-Dollar pro Tag der Überschreitung bezahlt werden, bevor das Land verlassen werden kann. Auch bei Verlust der Einreisekarte kann bei Ausreise eine Geldstrafe erhoben werden.
Detaillierte Informationen sind in spanischer Sprache erhältlich unter www.migraciones.gob.pe oder bei den peruanischen Auslandsvertretungen in Deutschland bzw. Ihrem Wohnsitzland.
Auch bei Einreise auf dem Landweg sollte unbedingt das Einreisedatum durch einen Stempel der Grenzbehörde im Pass (und auf der Einreisekarte) dokumentiert und sichergestellt werden, dass die Einreise auch in elektronischer Form im System erfasst wird. Andernfalls wird von einem illegalen Aufenthalt ausgegangen, der zu erheblichen Problemen bei der Ausreise und im ungünstigsten Fall zu einer kostenpflichtigen Abschiebung führen kann.
Da einige Grenzübergänge wie etwa in Puno (bei Einreise aus Bolivien) nachts nicht besetzt sind und folglich die o.g. Einreiseformalitäten nicht erfüllt werden können, sollte bei der Reiseplanung unbedingt darauf geachtet werden, dass die Einreise tagsüber erfolgt.
Hinweise zur Reise mit Minderjährigen
Zur Ausreise aus Peru ist gemäß Mitteilung der peruanischen Einwanderungsbehörden für Minderjährige, die nicht von beiden sorgeberechtigten Eltern begleitet werden, unter folgenden Umständen zwingend die Vorlage einer notariell oder konsularisch beglaubigten Zustimmungserklärung des nicht mitreisenden Elternteils oder eine gerichtliche Ausreisegenehmigung erforderlich:
  • für Minderjährige, die (auch) die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, bei Wohnsitz in Peru oder bei im Ausland wohnhaften Peruanern nach einem Aufenthalt in Peru von über 90 Tagen (gelegentlich wird die o. a. Genehmigung bei peruanischen Staatsangehörigen jedoch auch nach kürzeren Aufenthalten in Peru verlangt);
  • für Minderjährige, die nicht die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, nur bei Wohnsitz („Residencia“) in Peru.
Nähere Informationen (auf Spanisch und Englisch) finden Sie auf der Webseite der Migrationsbehörden, www.migraciones.gob.pe.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 28.03.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 28.03.2017
(Unverändert gültig seit: 28.03.2017)

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Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Aufgrund heftiger Regenfälle kommt es zu starken Überschwemmungen insbesondere im Norden des Landes. Gefahr geht dabei vor allem von Erdrutschen und überlaufenden Flüssen aus, wodurch Straßen unpassierbar und Wohngebiete beschädigt werden. Für die nächsten Tage werden weitere Regenfälle erwartet, welche die Lage noch verschärfen könnten. Die Stadt Piura ist bereits jetzt nahezu vollständig überschwemmt. Die Hauptverbindungsstraße in Richtung Süden (und damit auch der Hauptstadt Lima) ist zurzeit an mehreren Stellen unterbrochen, der Flugverkehr ist beeinträchtigt. Das Auswärtige Amt rät in Anbetracht dieser Situation von Reisen in die stark betroffenen Provinzen Piura, Lambayeque, La Libertad und Áncash ab.
Zu Behinderungen wegen Erdrutschen und Reparaturarbeiten kommt es auch auf der von Lima in Richtung Osten führenden Hauptverkehrsverbindung „Carretera Central“, die zudem in Teilen bis Ende März für Kfz unter 3,5 Tonnen gesperrt ist. Reisen auf dieser Straße sollten zurzeit generell vermieden werden.
Die Region und die Hauptstadt Lima waren in den letzten Tagen nicht mehr von Überschwemmungen betroffen. Die Versorgung mit Leitungswasser hat sich weitgehend normalisiert.
Reisende können sich über die Lokalbüros von iPerú, der Touristeninformation Perus, über die jeweilige Situation vor Ort informieren.
Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Der in einigen Bezirken der Provinz Caylloma ausgerufene Notstand besteht weiter fort. Für Anwohner in der Region wurde ein sogenannter Aschestreualarm ausgelöst.
Der Vulkan befindet sich ca. 80 km nordwestlich von Arequipa und ca. 30 km südöstlich der Colca Schlucht, beides touristische Ziele in Peru. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region; der Aschestreualarm gilt nicht für die Stadt Arequipa Reisende sollten dennoch die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 28.04.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Peru:

Stand 28.04.2017 (Unverändert gültig seit: 28.04.2017)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Aufgrund heftiger Regenfälle kam es im März und April 2017 zu starken Überschwemmungen insbesondere im Norden des Landes. Durch Erdrutsche und überlaufende Flüsse sind Straßen unpassierbar und Wohngebiete beschädigt worden. Betroffen sind die Provinzen Tumbes, Piura, Lambayeque, La Libertad und Áncash. Die Stadt Piura war nahezu vollständig überschwemmt. Auf der Hauptverbindungsstraße in Richtung Süden (und damit in die Hauptstadt Lima) kann es nach wie vor wegen der Installation von Behelfsbrücken und Reparaturarbeiten zu massiven Behinderungen kommen. Mit erheblich längeren Fahrtzeiten muss gerechnet werden. Auch der Flugverkehr in die genannten Provinzen kann weiterhin von Behinderungen betroffen sein.

Zu teilweise massiven Behinderungen wegen Reparaturarbeiten kann es auch auf der von Lima in Richtung Osten führenden Hauptverkehrsverbindung „Carretera Central“ kommen.

Reisende können sich über die Lokalbüros von iPerú, der Touristeninformation Perus, über die jeweilige Situation vor Ort informieren.

Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Der in einigen Bezirken der Provinz Caylloma ausgerufene Notstand besteht weiter fort. Für Anwohner in der Region wurde ein sogenannter Aschestreualarm ausgelöst.
Der Vulkan befindet sich ca. 80 km nordwestlich von Arequipa und ca. 30 km südöstlich der Colca Schlucht, beides touristische Ziele in Peru. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region; der Aschestreualarm gilt nicht für die Stadt Arequipa.

Reisende sollten dennoch die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten.
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 16.08.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Peru:
Stand 16.08.2017
(Unverändert gültig seit: 16.08.2017)

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise (Teilentfall)
- Allgemeine Reiseinformationen


Aktuelle Hinweise
Aufgrund heftiger Regenfälle kam es im März und April 2017 zu starken Überschwemmungen insbesondere im Norden des Landes. Durch Erdrutsche und überlaufende Flüsse sind Straßen unpassierbar und Wohngebiete beschädigt worden. Betroffen waren vor allem die Provinzen Tumbes, Piura, Lambayeque, La Libertad und Áncash. Auf der Hauptverbindungsstraße in Richtung Süden (und damit in die Hauptstadt Lima) kann es nach wie vor wegen der Installation von Behelfsbrücken und Reparaturarbeiten zu Behinderungen kommen. Mit längeren Fahrtzeiten muss gerechnet werden. Auch beim Flugverkehr in die genannten Provinzen kann es weiterhin zu Behinderungen und Flugausfällen kommen.
Reisende können sich über die Lokalbüros von iPerú, der Touristeninformation Perus, über die jeweilige Situation vor Ort informieren.
Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Der in einigen Bezirken der Provinz Caylloma ausgerufene Notstand besteht weiter fort. Für Anwohner in der Region wird regelmäßig ein sogenannter Aschestreualarm ausgelöst.
Der Vulkan befindet sich ca. 80 km nordwestlich von Arequipa und ca. 30 km südöstlich der Colca Schlucht, beides touristische Ziele in Peru. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region; der Aschestreualarm gilt nicht für die Stadt Arequipa.
Reisende sollten dennoch die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten. Aktuelle Lageberichte des peruanischen geophysikalischen Instituts IGP in spanischer Sprache sind hier zu finden.

Allgemeine Reiseinformationen
Peru wird alljährlich von knapp drei Millionen Besuchern bereist. Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können unter Beachtung der o. g. Sicherheitshinweise über die gesamte Länge mit privaten Pkws oder öffentlichen Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für Fahrten in die „Sierra“ (Andenhochland) nach Cajamarca, Huaraz (Callejón de Huaylas) Chanchamayo, von Pisco nach Ayacucho, von Nazca nach Cusco und weiter nach Puno, und nach Arequipa, einschl. Cañon de Colca sowie ebenfalls die Weiterfahrt nach Puno.
Große Teile Cuscos und der Umgebung gehören zum Weltkulturerbe und stehen unter Denkmalschutz. Die in manchen archäologischen Parks bestehenden Verbote von Picknicks, Lagerfeuern, Campen u. ä. sollten unbedingt respektiert werden. Bei Verstößen muss mit Strafverfolgung gerechnet werden.
Bei der Teilnahme an Schamanen-Ritualen in den peruanischen Urwaldregionen wird zu Vorsicht aufgerufen. Durch den Genuss des halluzinogen wirkenden Mittels Ayahuasca ist es schon öfters zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen von Touristen gekommen. Vor der Anreise zu solchen Ritualen sollten Reisende sich unbedingt bei iPeru (s. o.) oder bei formell etablierten Tourismusagenturen beraten lassen.
Von vom Flughafen „Maria Reiche“ in Nazca abgehenden Flügen über die Nazca-Linien wird derzeit grundsätzlich abgeraten. Der technische Zustand der dort eingesetzten Kleinflugzeuge, die Qualifikation der Piloten und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften entsprechen oft nicht europäischem Standard. Seit Dezember 2007 ist es zu mehreren Zwischenfällen gekommen, darunter drei Flugzeugabstürze mit insgesamt 18 Todesopfern und mehreren Notlandungen. Die Standards am Flughafen in Pisco, von wo ebenfalls Überflüge der Nazca-Linien angeboten werden, sind nach derzeitigen Erkenntnissen besser.
Die Region Ancash um die Stadt Huaraz ist bei Bergsteigern sehr beliebt. In Notfällen können Reisende die peruanische Bergwacht („Unidad de Salvamento de Alta Montaña“, E-mail: usam@pnp.gob.pe, Tel. +5143 793333, +5143 793327, +5143 793291) kontaktieren.
Geldversorgung
Barabhebung von Landeswährung (Nuevos Soles) sowie von US-Dollar an Geldautomaten ist grundsätzlich mit Kreditkarte, hingegen nur sehr eingeschränkt mit EC-Karte (MAESTRO-System) möglich. Mit EC-Karten des „V-Pay“-Systems sind grundsätzlich keine Barabhebungen möglich. Reiseschecks sind nicht überall gegen Bargeld einzutauschen. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden.
Bei Problemen mit der Geldversorgung können Reisende sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldüberweisungen aus dem Ausland können schnell (oft noch am gleichen Tag) erfolgen.
Euro-Scheine können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch US-Dollar in peruanische Soles problematisch.
Ausweispflicht im Land
Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden. Es empfiehlt sich, eine Kopie des Passes mitzuführen und sie gesondert aufzubewahren. Die Nutzung innerperuanischer Flüge und selbst die Mitnahme in Überlandbussen ist nicht immer gewährleistet, wenn kein Pass (bei Busreisen reicht zumeist eine Passkopie) vorgelegt werden kann. Gelegentlich wird auch eine Diebstahlsanzeige ersatzweise anerkannt.
Passverlust
Für die Wiederausreise nach einem Passverlust ist stets eine Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige bei der peruanischen Nationalpolizei, die so genannte "denuncia", erforderlich. Die Anzeige kann grundsätzlich nur bei der für den Ort des Diebstahls/Verlusts zuständigen Polizeistation aufgegeben werden. Reisende müssen sich bei der Abgabe der „denuncia“ auf bürokratische und umständliche Abläufe einstellen. Die deutsche Botschaft in Lima stellt Betroffenen anschließend schnellstmöglich einen vorläufigen Reisepass oder einen Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland aus.
Nach Ausstellung des neuen Reisedokuments muss der peruanische Einreisestempel in das neue Reisedokument „übertragen“ werden. Dies kann laut Auskunft der Einwanderungsbehörde auch unmittelbar vor der Ausreise am Flughafen Lima erledigt werden und nimmt – je nach aktueller Auslastung der Behörde – einige Zeit in Anspruch. Es ist in verschiedenen Fällen vorgekommen, dass gebuchte Flüge verpasst wurden.
Empfehlenswerter ist es, wenn sich betroffene Reisende dafür vor dem Reisetag an die peruanische Einwanderungsbehörde Superintendencia Nacional de Migraciones (Av. España 734, Piso 3, Breña, Lima 05; geöffnet Mo-Fr bis 13 Uhr; zumeist nur spanischsprechende Bedienung) oder an eines ihrer Büros in der Provinz wenden.
Sonstige Informationen für Peru-Reisende erteilen die Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer, die Peruanische Botschaft in Deutschland und der South American Explorers Club.
Bei Beschwerden über die Behandlung oder vermeintliche Übervorteilung durch Hotels, Fluglinien oder Reiseunternehmen in Peru ist das Amt für Verbraucherschutz INDECOPI zuständig.
Die Policía de Turismo (Touristenpolizei) kann in der Calle General Vidal 230, Miraflores, Lima 18, Telefon: +511 715655 oder +511 7156553, E-mail: cia_investigaciones@hotmail.com erreicht werden, unter Notfallnummer 0800-22221 auch 24-Std./Tag in spanischer und englischer Sprache. Neben den örtlichen Polizeidienststellen kann die Touristenpolizei unabhängig vom Tatort in allen Notfällen angesprochen werden, z.B. auch Abgabe einer Anzeige bei Raub oder Diebstahl.
Notfallmedizinische Dienstleistungen auf europäischem Niveau bietet als Koordinierungsstelle für touristische Notrufe in ganz Peru (mit Unterstützung der Polizei) die South American Rescue Association Peru SAC.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Peru 28.12.2017

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(Unverändert gültig seit: 28.12.2017)

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Aktuelle Hinweise
Zurzeit finden vor allem in den größeren peruanischen Städten und auch im Zentrum der Hauptstadt Lima Demonstrationen gegen die Begnadigung des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori statt. Reisende sollten Menschenansammlungen meiden und die Entwicklung in den Medien aufmerksam verfolgen.
Aufgrund heftiger Regenfälle kam es im Frühjahr 2017 zu starken Überschwemmungen und Erdrutschen insbesondere im Norden des Landes, vor allem in den Provinzen Tumbes, Piura, Lambayeque, La Libertad und Áncash. Das Straßennetz ist nach wie vor noch nicht vollständig wiederhergestellt. Auch auf der Hauptverbindungsstraße in Richtung Süden und damit in die Hauptstadt Lima kann es weiterhin zu Behinderungen kommen.
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