Reise-/Sicherheitshinweis Tadschikistan 17.03.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Tadschikistan 08.08.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tadschikistan
Stand 08.08.2023

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Sicherheit; Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (LGBTIQ)
- Einreise und Zoll (Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19)
- Gesundheit (Malaria)


Sicherheit
Von Reisen
  • in die Grenzregion zu Kirgisistan (grenznahe Gebiete der Bezirke Bobojon Ghafurov, Konibodom, Isfara einschließlich der Exklave Vorukh in der Region Sughd)
  • in den tadschikischen Grenzbezirk Ischkaschim (Autonomes Gebiet Berg Badachschan - GBAO) und in alle Grenzbezirke zu Afghanistan
wird abgeraten.

Innenpolitische Lage

Die politische Lage ist insgesamt ruhig, Demonstrationen und Proteste können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) bzw. an der Grenze zu Kirgisistan im Ferganatal gab es wiederholt bewaffnete Auseinandersetzungen, die aber bisher nie Ausländer betroffen haben.

Nahe der Grenze zu Afghanistan (Autonomes Gebiet Berg-Badachschan) erfolgten zuletzt im Frühsommer 2023 teils tödliche Kampfhandlungen und Schusswechsel zwischen Drogenschmugglern und Grenztruppen. Es gibt zudem Minenfelder, die schlecht markiert sind. Auch in den Grenzbezirken im Dreiländereck Tadschikistan-Usbekistan-Afghanistan besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Drogenschmuggel, das durch unkontrollierte Flüchtlingsbewegungen aus Afghanistan verstärkt wird. Die afghanisch-tadschikische Grenze ist unzureichend markiert und bisweilen ungesichert, der Übertritt illegal, für Afghanistan gilt eine Reisewarnung. Eine konsularische Betreuung ist in diesen Gebieten nicht möglich.

Im September 2022 kam es in der nördlichen Region Sughd zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen tadschikischen und kirgisischen Sicherheitskräften mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten. Weitere Kämpfe und Schusswechsel im Grenzgebiet können nicht ausgeschlossen werden, auch wenn sich die Lage seither beruhigt hat.

Im Mai 2022 haben die bestehenden Spannungen zwischen tadschikischer Zentralregierung und einem Teil der lokalen Bevölkerung im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften geführt. Dabei gab es mehrere Todesopfer und Verletzte. Die Lage ist derzeit ruhig. Weitere Auseinandersetzungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Diese könnten erneut insbesondere zu Zugangsbeschränkungen für Ausländer, Straßenblockaden und Einschränkungen im Bereich Mobilfunk- und Internetverbindungen führen.
  • Seien Sie bei Reisen innerhalb Tadschikistan und insbesondere in den Grenzregionen besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie die Grenzregion zu Kirgisistan.
  • Meiden Sie den Grenzbezirk Ischkaschim (Autonomes Gebiet Berg-Badachschan - GBAO) und alle weiteren Grenzbezirke zu Afghanistan.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Informieren Sie sich regelmäßig über die Sicherheitslage.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Reiseinfos
LGBTIQ

Zwar gibt es kein gesetzliches Verbot der Homosexualität; die gesellschaftliche Akzeptanz ist aber vor allem in ländlichen Gebieten gering.
  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Einreise und Zoll
Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.

Gesundheit
Malaria

Tadschikistan gilt seit 2023 offiziell als malariafrei.
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Reise-/Sicherheitshinweis Tadschikistan 25.03.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tadschikistan
Stand 25.03.2024

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Terrorismus; Innenpolitische Lage)


Sicherheit
Terrorismus

Anschläge, auch auf westliche Ziele, können nicht ausgeschlossen werden.

Die tadschikische Regierung macht den IS/Daesh für einen Angriff auf einen tadschikischen Grenzposten an der Grenze zu Usbekistan mit mehreren Toten (2019) verantwortlich.
  • Seien Sie besonders aufmerksam und vorsichtig an vorrangig von Ausländern frequentierten Orten wie Shopping Malls, Supermärkten, internationalen Hotels, Restaurants und Bars.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Die politische Lage ist insgesamt ruhig, Demonstrationen und Proteste können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) bzw. an der Grenze zu Kirgisistan im Ferganatal gab es wiederholt bewaffnete Auseinandersetzungen, die aber bisher nie Ausländer betroffen haben.

Nahe der Grenze zu Afghanistan (Autonomes Gebiet Berg-Badachschan) erfolgten zuletzt im Frühsommer 2023 teils tödliche Kampfhandlungen und Schusswechsel zwischen Drogenschmugglern und Grenztruppen. Es gibt zudem Minenfelder, die schlecht markiert sind. Auch in den Grenzbezirken im Dreiländereck Tadschikistan-Usbekistan-Afghanistan besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Drogenschmuggel, das durch unkontrollierte Flüchtlingsbewegungen aus Afghanistan verstärkt wird. Die afghanisch-tadschikische Grenze ist unzureichend markiert und bisweilen ungesichert, der Übertritt illegal, für Afghanistan gilt eine Reisewarnung. Eine konsularische Betreuung ist in diesen Gebieten nicht möglich.

Im September 2022 kam es in der nördlichen Region Sughd zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen tadschikischen und kirgisischen Sicherheitskräften mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten. Seither hat sich die Lage beruhigt, Tadschikistan und Kirgisistan haben große Fortschritte bei der Demarkierung der bilateralen Grenze erzielt. Erneute Unruhen, ggfs. auch im Zusammenhang mit der Grenzfestlegung, können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Im Mai 2022 haben die bestehenden Spannungen zwischen tadschikischer Zentralregierung und einem Teil der lokalen Bevölkerung im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften geführt. Dabei gab es mehrere Todesopfer und Verletzte. Die Lage ist derzeit ruhig. Weitere Auseinandersetzungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Diese könnten erneut insbesondere zu Zugangsbeschränkungen für Ausländer, Straßenblockaden und Einschränkungen im Bereich Mobilfunk- und Internetverbindungen führen.
  • Seien Sie bei Reisen innerhalb Tadschikistan und insbesondere in den Grenzregionen besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie die Grenzregion zu Kirgisistan.
  • Meiden Sie den Grenzbezirk Ischkaschim (Autonomes Gebiet Berg-Badachschan - GBAO) und alle weiteren Grenzbezirke zu Afghanistan.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Informieren Sie sich regelmäßig über die Sicherheitslage.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Reise-/Sicherheitshinweis Tadschikistan 25.04.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tadschikistan
Stand 25.04.2025

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Terrorismus; Innenpolitische Lage)
- Gesundheit (Impfschutz)


Sicherheit
Terrorismus

Anschläge, auch auf westliche Ziele, können nicht ausgeschlossen werden.

Im Januar 2024 fiel ein lokaler Parteiführer in Khulob einem Bombenattentat zum Opfer. Im September 2024 gab es einen bewaffneten Angriff auf den Vorsitzenden des islamischen Rats in Duschanbe. Darüber hinaus berichtet die tadschikische Regierung von mehreren vereitelten terroristischen Anschlägen.
  • Seien Sie besonders aufmerksam und vorsichtig an vorrangig von Ausländern frequentierten Orten wie Shopping Malls, Supermärkten, internationalen Hotels, Restaurants und Bars.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Die politische Lage ist insgesamt ruhig, Demonstrationen und Proteste können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

2022 kam es in der nördlichen Region Sughd zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen tadschikischen und kirgisischen Sicherheitskräften mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten. Am 4. Dezember 2024 haben sich Tadschikistan und Kirgisistan über den Grenzverlauf geeinigt. Ein bilaterales Abkommen wurde unterzeichnet und Grenzübergänge zwischen Tadschikistan und Kirgisistan sind seit dem 13. März 2025 wieder geöffnet. Das Grenzgebiet ist teilweise vermint.

Nahe der Grenze zu Afghanistan erfolgte im November 2024 im Shohin-Distrikt (Khatlon) ein bewaffneter Angriff auf chinesische Arbeiter mit mehreren Todesopfern. 2023 kam es zu teils tödlichen Kampfhandlungen und Schusswechseln zwischen Drogenschmugglern und Grenztruppen im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO). In den Grenzbezirken im Dreiländereck Tadschikistan-Usbekistan-Afghanistan besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Drogenschmuggel, das durch unkontrollierte Flüchtlingsbewegungen aus Afghanistan verstärkt wird. Die afghanisch-tadschikische Grenze ist unzureichend markiert und bisweilen ungesichert, der Übertritt illegal. Für Afghanistan gilt eine Reisewarnung. Eine konsularische Betreuung ist in diesen Gebieten nicht möglich.

Darüber hinaus können Auseinandersetzungen zwischen tadschikischer Zentralregierung und einem Teil der Lokalbevölkerung, die 2022 im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) Tote und Verletzte forderten, nicht ausgeschlossen werden. Diese könnten bei einem Wiederaufflammen erneut insbesondere zu Zugangsbeschränkungen für Ausländer, Straßenblockaden und zu Einschränkungen im Mobilfunk- und Internet führen.
  • Seien Sie bei Reisen innerhalb Tadschikistan und insbesondere in den Grenzregionen (u.a. aufgrund von Minengefahr) besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie alle grenznahen Gebiete zu Afghanistan.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien über die aktuelle Lage.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Informieren Sie sich regelmäßig über die Sicherheitslage.
Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
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Reise-/Sicherheitshinweis Tadschikistan 05.12.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tadschikistan
Stand 05.12.2025

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Dringendes Abraten; Terrorismus)


Sicherheit
Von Reisen in alle grenznahen Gebiete zu Afghanistan wird dringend abgeraten.

Terrorismus

Anschläge, auch auf westliche Ziele, können nicht ausgeschlossen werden.

In Tadschikistan kommt es vereinzelt zu terroristischen Anschlägen, auch in Duschanbe. Darüber hinaus berichtet die tadschikische Regierung von mehreren vereitelten terroristischen Anschlägen.

Entlang der afghanischen Grenze kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit Todesopfern. Im November 2025 sind im tadschikischen Grenzgebiet zu Afghanistan bei mehreren bewaffneten Übergriffen aus Afghanistan mehrere ausländische Arbeiter sowie ein tadschikischer Grenzbeamter ums Leben gekommen; weitere Personen wurden verletzt.
  • Seien Sie besonders aufmerksam und vorsichtig an vorrangig von Ausländern frequentierten Orten wie Shopping Malls, Supermärkten, internationalen Hotels, Restaurants und Bars.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
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Siehe auch:

BPfeilB 5 Tote bei Attentat am Pamir Highway

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Reise-/Sicherheitshinweis Tadschikistan 14.01.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tadschikistan
Stand 14.01.2026

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (Rechtliche Besonderheiten)


Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die politische Lage ist insgesamt ruhig, Demonstrationen und Proteste können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

2022 kam es in der nördlichen Region Sughd zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen tadschikischen und kirgisischen Sicherheitskräften mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten. 2024 haben sich Tadschikistan und Kirgisistan in einem bilateralen Abkommen über den Grenzverlauf geeinigt. Die Grenzübergänge zwischen Tadschikistan und Kirgisistan sind wieder geöffnet. Das Grenzgebiet ist teilweise vermint.

Nahe der Grenze zu Afghanistan erfolgte im November 2024 im Shohin-Distrikt (Khatlon) ein bewaffneter Angriff auf chinesische Arbeiter mit mehreren Todesopfern. 2023 kam es zu teils tödlichen Kampfhandlungen und Schusswechseln zwischen Drogenschmugglern und Grenztruppen im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO). In den Grenzbezirken im Dreiländereck Tadschikistan-Usbekistan-Afghanistan besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Drogenschmuggel, das durch unkontrollierte Flüchtlingsbewegungen aus Afghanistan verstärkt wird. Die afghanisch-tadschikische Grenze ist unzureichend markiert und bisweilen ungesichert, der Übertritt illegal. Für Afghanistan gilt eine Reisewarnung. Eine konsularische Betreuung ist in diesen Gebieten nicht möglich.

Darüber hinaus können Auseinandersetzungen zwischen tadschikischer Zentralregierung und einem Teil der Lokalbevölkerung, die 2022 im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) Tote und Verletzte forderten, nicht ausgeschlossen werden. Diese könnten bei einem Wiederaufflammen erneut insbesondere zu Zugangsbeschränkungen für Ausländer, Straßenblockaden und zu Einschränkungen im Mobilfunk- und Internet führen.
  • Seien Sie bei Reisen innerhalb Tadschikistan und insbesondere in den Grenzregionen (u.a. aufgrund von Minengefahr) besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie alle grenznahen Gebiete zu Afghanistan.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien über die aktuelle Lage.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Informieren Sie sich regelmäßig über die Sicherheitslage.
Reiseinfos
Rechtliche Besonderheiten

Das tadschikische Strafrecht sieht erhebliche Freiheitsstrafen für Rauschgiftdelikte vor, die im Falle einer Verurteilung bis zu 20 Jahre betragen können.

Für Beiträge in den sozialen Medien, die durch die tadschikische Justiz als strafrechtlich relevant interpretiert werden, werden langjährige Freiheitsstrafen auch für Ausländer verhängt.

In Tadschikistan gilt ein generelles Missionierungsverbot, das auch mit Haftstrafen bewehrt ist. Es dürfen keine Veranstaltungen für bestimmte Glaubensgemeinschaften vorgenommen werden, die einen missionarischen Charakter haben, da dies ein Verstoß gegen o.g. Verbot darstellt. Religiöse Riten sind nur registrierten Religionsgemeinschaften und nur an dafür bestimmten Orten erlaubt.
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Reise-/Sicherheitshinweis Tadschikistan 17.03.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tadschikistan
Stand 17.03.2026

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Terrorismus, Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)


Sicherheit
Terrorismus

Anschläge, auch auf westliche Ziele, können nicht ausgeschlossen werden.

In Tadschikistan kommt es vereinzelt zu terroristischen Anschlägen, auch in Duschanbe. Darüber hinaus berichtet die tadschikische Regierung von mehreren vereitelten terroristischen Anschlägen.

Entlang der afghanischen Grenze kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit Todesopfern. Vor allem seit November 2025 sind im tadschikischen Grenzgebiet zu Afghanistan bei mehreren bewaffneten Übergriffen aus Afghanistan mehrere ausländische Arbeiter sowie tadschikische Grenzbeamte ums Leben gekommen; weitere Personen wurden verletzt.
  • Seien Sie besonders aufmerksam und vorsichtig an vorrangig von Ausländern frequentierten Orten wie Shopping Malls, Supermärkten, internationalen Hotels, Restaurants und Bars.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Die politische Lage ist insgesamt ruhig, Demonstrationen und Proteste können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

2025 haben sich Tadschikistan und Kirgisistan nach jahrelangen, 2022 auch militärisch ausgetragenen Grenzstreitigkeiten in einem bilateralen Abkommen über den Verlauf der gemeinsamen Grenze geeinigt. Die Grenzübergänge sind wieder geöffnet. Das Grenzgebiet ist teilweise vermint.

Die Sicherheitslage an der Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan ist aufgrund eines Anstiegs tödlicher Kampfhandlungen in Grenznähe (vor allem zwischen der afghanischen Region Badachschan und dem Autonomen Gebiet Berg-Badachschan GBAO in Tadschikistan) sehr angespannt. Grenzüberschreitende Angriffe durch militante Gruppen und Drogenschmuggler auf tadschikische Grenztruppen und in der Grenzregion beschäftigte chinesische Arbeiter häufen sich seit November 2025. Dabei kommt es in Grenznähe auch zum Einsatz mit Sprengmaterial bestückter Drohnen. Auch in den Grenzbezirken im Dreiländereck Tadschikistan-Usbekistan-Afghanistan besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Drogenschmuggel, das durch unkontrollierte Fluchtbewegungen aus Afghanistan verstärkt wird.

Die afghanisch-tadschikische Grenze ist unzureichend markiert und bisweilen ungesichert, der Übertritt illegal. Für Afghanistan gilt eine Reisewarnung. Eine konsularische Betreuung ist in diesen Gebieten nicht möglich.

Darüber hinaus können Auseinandersetzungen zwischen tadschikischer Zentralregierung und einem Teil der Lokalbevölkerung, die 2022 im Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) Tote und Verletzte forderten, nicht ausgeschlossen werden. Diese könnten bei einem Wiederaufflammen erneut insbesondere zu Zugangsbeschränkungen für Ausländer, Straßenblockaden und zu Einschränkungen im Mobilfunk- und Internet führen.
  • Von Reisen in alle grenznahen Gebiete zu Afghanistan wird dringend abgeraten, siehe Sicherheit.
  • Seien Sie bei Reisen innerhalb Tadschikistan und insbesondere in den Grenzregionen (u.a. aufgrund von Minengefahr) besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien über die aktuelle Lage.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Informieren Sie sich regelmäßig über die Sicherheitslage.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Ein enges Verkehrsnetz gibt es nicht. Bei Inlandsflügen, Bus- und Bahnverkehr kommt es häufig zu Verspätungen, öffentliche Verkehrsmittel sind in einem schlechten Zustand.

Außerhalb größerer Städte sind die Straßen oft in schlechtem Zustand und meist ohne Straßenbeleuchtung. Sie bergen bei Dunkelheit erhebliche Gefahren, insbesondere für nicht allradbetriebene Fahrzeuge.

An der Hauptverbindungsstrecke von Duschanbe nach Khorog gibt es zwischen Kalaikum und Khorog beiderseits der Straße Minenfelder, die oft schlecht markiert sind. Auch in den Grenzgebieten zu Usbekistan und Kirgisistan sowie in der Grenzregion zu Afghanistan befinden sich nicht gekennzeichnete Minenfelder.

Die tadschikischen Sicherheitskräfte haben das Recht, Ausweisdokumente und Visum überall zu überprüfen; es gibt zahlreiche Kontrollpunkte.
In abgelegenen Regionen und in den Bergen ist mit schlechtem Mobilfunkempfang und starken Wetterschwankungen sowie wenigen Tankstellen zu rechnen.
  • Beachten Sie den geltenden Sicherheitshinweis.
  • Führen Sie Überlandfahrten möglichst nur tagsüber durch.
  • Verzichten Sie in den o.g. Gebieten auf Zelten und buchen Sie eine Unterkunft (Minengefahr).
  • Verhalten Sie sich bei möglichen Personenkontrollen stets kooperativ.
  • Reisen Sie möglichst nur mit lokalen, ortskundigen Führern.
  • Planen Sie Reisen sorgfältig mit genügend Proviant und Treibstoff.
Auswärtiges Amt

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Birgitt
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