Reisewarnung Somalia 26.11.2025 | Ausreiseempfehlung

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Reisewarnung Somalia 26.11.2025 | Ausreiseempfehlung

Beitrag von Alexander »

MODERATOR-NOTE:   Da die Reisewarnung für Somalia seitens AA völlig überarbeitet wurden, haben wir diesen neuen Thread gestartet. Die Hinweise vom 16.02.2006 - 23.09.2013 findet ihr unter: Reisewarnung Somalia 16.02.2006 - 23.09.2013

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Somalia:
Stand 27.11.2013

Letzte Änderung:
- Komplette Überarbeitung


Reisewarnung
Vor Reisen nach Somalia und in die Gewässer vor Somalia wird eindringlich gewarnt.
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend geraten, das Land zu verlassen. In ganz Somalia besteht für westliche Staatsangehörige ein sehr hohes Entführungsrisiko.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.


Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des WFP für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an, siehe http://www.mschoa.org

Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.

Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre http://www.icc-ccs.org
Reisende nach Somalia gehen ein sehr hohes Sicherheitsrisiko ein. Im Falle einer (sei es gesundheitlichen, sei es kriminalitätsbedingten) Notlage fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.
Die Deutsche Botschaft in Somalia ist geschlossen, die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi/Kenia, Tel. +254 20 4262100, Fax: +254 20 4262129, Mail: info@nairobi.diplo.de
Die Sicherheitslage in Somalia ist absolut instabil. Ausländische Staatsangehörige werden immer wieder Opfer von Entführungen und Mordanschlägen.

Die Zahl der Selbstmordattentate hat in den letzten Jahren zugenommen. Hiervon ist nicht nur der Süden (v. a. Großraum Mogadischu) betroffen. Eine Wiederholung von Anschlägen wie die verheerenden Attentate von 2008 in Hargeisa (Region Somaliland) und Bossasso (Region Puntland) kann nicht ausgeschlossen werden.

Besonders kritisch ist die Lage in Zentral- und Südsomalia, einschließlich der Hauptstadt Mogadischu. Dort kam es in den letzten Jahren immer wieder zu größeren Terroranschlägen (inklusive Selbstmordattentaten) mit zahlreichen Opfern. In und um Mogadischu haben Zahl und Intensität der Anschläge im Sommer 2013 eher zu- als abgenommen. Neben solchen breit angelegten Anschlägen ist auch mit gezielten Mordanschlägen auf Ausländer und Entführungen zu rechnen. Zudem finden in weiten Teilen Süd-/Zentralsomalias Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch dort operierende Einheiten der AMISOM- Mission der Afrikanischen Union sowie äthiopische Kräfte involviert sind.
Auch in der Region Puntland (im Nordosten Somalias) sowie im umstrittenen Grenzgebiet zwischen Puntland und der Region Somaliland (im Nordwesten Somalias) muss mit extremer Unsicherheit und Anschlägen sowie mit Kampfhandlungen gerechnet werden. So ist es in bzw. von Puntland aus mehrfach zu Entführungen westlicher Staatsangehöriger, zudem zu zahlreichen Schiffskaperungen gekommen. In den letzten Monaten kam es zudem mehrfach zu gezielten Anschlägen auf puntländische Amtsträger.

Reisen nach Somaliland sind ebenfalls gefährlich insbesondere in den weiter östlich gelegenen Teilen dieser Region. Größere Anschläge gab es dort zuletzt 2008. Seither ist es in Ost-Somaliland bzw. in den zwischen Somaliland und Puntland umstrittenen Gebieten immer wieder zu Zusammenstößen bewaffneter Milizen gekommen. Erneute Anschläge können auch in Somaliland zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen werden

Die Sicherheitslage in ganz Somalia ist zudem durch eine sehr hohe Allgemeinkriminalität gekennzeichnet (dies gilt eingeschränkt auch für Somaliland!). Die Sicherheitskräfte sind nicht in der Lage, dagegen etwas zu tun.
Zudem birgt ein Aufenthalt in Somalia erhebliche gesundheitliche Gefahren. So sind dort (wie in umliegenden Ländern) jüngst Fälle von Polio (Kinderlähmung) aufgetreten.
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Reisewarnung Somalia 06.03.2014

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 06.03.2014

Letzte Änderung:
Reisewarnung


Reisewarnung
Vor Reisen nach Somalia und in die Gewässer vor Somalia wird eindringlich gewarnt.
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend geraten, das Land zu verlassen. In ganz Somalia besteht für westliche Staatsangehörige ein sehr hohes Entführungsrisiko.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an, siehe www.mschoa.org
Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre www.icc-ccs.org
Reisende nach Somalia gehen ein sehr hohes Sicherheitsrisiko ein. Im Falle einer (sei es gesundheitlichen, sei es kriminalitätsbedingten) Notlage fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.
Derzeit gibt es keine deutsche Auslandsvertretung in Somalia, die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi/Kenia (Tel. 00254-20-4262100, Fax: 00254-20-4262129, E-Mail: info@nairobi.diplo.de).
Die Sicherheitslage in Somalia ist unverändert instabil. Ausländische Staatsangehörige werden immer wieder Opfer von Entführungen und Mordanschlägen.
Die Zahl der Selbstmordattentate hat in den letzten Jahren zugenommen. Hiervon ist nicht nur der Süden (v. a. Großraum Mogadischu) betroffen. Eine Wiederholung von Anschlägen wie die verheerenden Attentate von 2008 in Hargeisa (Region Somaliland) und Bossasso (Region Puntland) kann nicht ausgeschlossen werden.
Besonders kritisch ist die Lage in Zentral- und Südsomalia, einschließlich der Hauptstadt Mogadischu. Dort kam es in den letzten Jahren immer wieder zu größeren Terroranschlägen (inklusive Selbstmordattentaten) mit zahlreichen Opfern. In und um Mogadischu haben Zahl und Intensität der Anschläge zuletzt zugenommen. Neben solchen breit angelegten Anschlägen ist auch mit gezielten Mordanschlägen auf Ausländer und Entführungen zu rechnen. Zudem finden in weiten Teilen Süd-/Zentralsomalias Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch dort operierende Einheiten von AMISOM, der Friedensmission der Afrikanischen Union involviert sind.
Auch in der Region Puntland (im Nordosten Somalias) sowie im umstrittenen Grenzgebiet zwischen Puntland und der Region Somaliland (im Nordwesten Somalias) muss mit extremer Unsicherheit und Anschlägen sowie mit Kampfhandlungen gerechnet werden. So ist es in bzw. von Puntland aus mehrfach zu Entführungen westlicher Staatsangehöriger und zu zahlreichen Schiffskaperungen gekommen.
Reisen nach Somaliland sind ebenfalls gefährlich, insbesondere in den weiter östlich gelegenen Teilen dieser Region. Größere Anschläge gab es dort zuletzt 2008. Seither ist es in Ost-Somaliland bzw. in den zwischen Somaliland und Puntland umstrittenen Gebieten immer wieder zu Zusammenstößen bewaffneter Milizen gekommen. Erneute Anschläge können auch in Somaliland zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen werden
Die Sicherheitslage in ganz Somalia ist zudem durch eine sehr hohe Allgemeinkriminalität gekennzeichnet (dies gilt eingeschränkt auch für Somaliland!). Die Sicherheitskräfte sind nicht in der Lage, dagegen etwas zu tun.
Zudem birgt ein Aufenthalt in Somalia erhebliche gesundheitliche Gefahren. So sind dort (wie auch in umliegenden Ländern) jüngst Fälle von Polio (Kinderlähmung) aufgetreten.
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Reisewarnung Somalia 08.05.2014

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 08.05.2014

Letzte Änderung:
Medizinischer Hinweis im letzten Absatz


Reisewarnung
Vor Reisen nach Somalia und in die Gewässer vor Somalia wird eindringlich gewarnt.
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend geraten, das Land zu verlassen. In ganz Somalia besteht für westliche Staatsangehörige ein sehr hohes Entführungsrisiko.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an, siehe www.mschoa.org
Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre www.icc-ccs.org
Reisende nach Somalia gehen ein sehr hohes Sicherheitsrisiko ein. Im Falle einer (sei es gesundheitlichen, sei es kriminalitätsbedingten) Notlage fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.
Derzeit gibt es keine deutsche Auslandsvertretung in Somalia, die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi/Kenia (Tel. 00254-20-4262100, Fax: 00254-20-4262129, E-Mail: info@nairobi.diplo.de).
Die Sicherheitslage in Somalia ist unverändert instabil. Ausländische Staatsangehörige werden immer wieder Opfer von Entführungen und Mordanschlägen.
Die Zahl der Selbstmordattentate hat in den letzten Jahren zugenommen. Hiervon ist nicht nur der Süden (v. a. Großraum Mogadischu) betroffen. Eine Wiederholung von Anschlägen wie die verheerenden Attentate von 2008 in Hargeisa (Region Somaliland) und Bossasso (Region Puntland) kann nicht ausgeschlossen werden.
Besonders kritisch ist die Lage in Zentral- und Südsomalia, einschließlich der Hauptstadt Mogadischu. Dort kam es in den letzten Jahren immer wieder zu größeren Terroranschlägen (inklusive Selbstmordattentaten) mit zahlreichen Opfern. In und um Mogadischu haben Zahl und Intensität der Anschläge zuletzt zugenommen. Neben solchen breit angelegten Anschlägen ist auch mit gezielten Mordanschlägen auf Ausländer und Entführungen zu rechnen. Zudem finden in weiten Teilen Süd-/Zentralsomalias Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch dort operierende Einheiten von AMISOM, der Friedensmission der Afrikanischen Union involviert sind.
Auch in der Region Puntland (im Nordosten Somalias) sowie im umstrittenen Grenzgebiet zwischen Puntland und der Region Somaliland (im Nordwesten Somalias) muss mit extremer Unsicherheit und Anschlägen sowie mit Kampfhandlungen gerechnet werden. So ist es in bzw. von Puntland aus mehrfach zu Entführungen westlicher Staatsangehöriger und zu zahlreichen Schiffskaperungen gekommen.
Reisen nach Somaliland sind ebenfalls gefährlich, insbesondere in den weiter östlich gelegenen Teilen dieser Region. Größere Anschläge gab es dort zuletzt 2008. Seither ist es in Ost-Somaliland bzw. in den zwischen Somaliland und Puntland umstrittenen Gebieten immer wieder zu Zusammenstößen bewaffneter Milizen gekommen. Erneute Anschläge können auch in Somaliland zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen werden
Die Sicherheitslage in ganz Somalia ist zudem durch eine sehr hohe Allgemeinkriminalität gekennzeichnet (dies gilt eingeschränkt auch für Somaliland!). Die Sicherheitskräfte sind nicht in der Lage, dagegen etwas zu tun.
Zudem birgt ein Aufenthalt in Somalia erhebliche gesundheitliche Gefahren. So sind dort (wie auch in umliegenden Ländern) jüngst Fälle von Polio (Kinderlähmung) aufgetreten.

Die WHO hat am 05.05.2014 Somalia aufgefordert, alle Reisenden die das Land verlassen zu ermutigen, sich gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) vor Ausreise zu impfen und dies in einem Impfausweis dokumentieren zu lassen. Dies betrifft nur Reisende, die sich länger als 4 Wochen im Land aufgehalten haben. Die Impfung sollte gemäß WHO nicht älter als 1 Jahr sein und sollte spätestens 4 Wochen vor Ausreise erfolgt sein. Bei kurzfristiger Ausreise reicht auch der Nachweis einer aktuell durchgeführten Impfung. Diese kann mit dem Injektionsimpfstoff (IPV) oder mit einem oralen Impfstoff (OPV) erfolgen. Letzterer ist in Deutschland nicht mehr verfügbar.
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Reisewarnung Somalia 15.09.2014

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 15.09.2014

Letzte Änderung:
- Reisewarnung


Reisewarnung
Vor touristischen Reisen nach Somalia sowie vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird dringend gewarnt.

Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig ausgearbeiteten und international abgestimmten Sicherheitskonzepts erfolgen.

Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Kampfhandlungen, Piraterie sowie terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten. Die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich.
In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Zuständig ist die deutsche Botschaft Nairobi (Tel. +254 20 4262100, Fax: +254 20 4262129, E-Mail: info@nairobi.diplo.de).

Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes, insbesondere in Süd- und Zentralsomalia und in Teilen von Puntland und Somaliland, ist sehr gefährlich.

Insbesondere ausländische Staatsangehörige können Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte in den verschiedenen Regionen des Landes, die nicht der Zentralregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.
Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften stattfinden.

Süd- und Zentralsomalia, Mogadischu
In weiten Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Die somalische Regierung und AMISOM kontrollieren nur wenige Gebiete und können Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land nicht garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.
Bei Einreise am Internationalen Flughafen Mogadischu ist eine Abfertigung im Hauptgebäude zu vermeiden. Die Abfertigung der Einreise mit Maschinen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen hingegen findet im von AMISOM oder der VN-Schutztruppe gesicherten Bereich des Flughafens statt

Puntland
An der Grenze von Süd-/Zentralsomalia zu Puntland (Region Mudug) sowie in den zwischen Puntland und Somaliland umstrittenen Gebieten(Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Toghdeer) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.

Die Sicherheitskräfte in Somaliland können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation in Somalia resultieren, können jedoch auch für Somaliland nicht ausgeschlossen werden.

Überlandfahrten in Puntland und Somaliland sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.
Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:
Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird eindringlich gewarnt.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.


Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an (http://www.mschoa.org ). Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre
http://www.icc-ccs.org
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Reisewarnung Somalia 21.10.2014

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 21.10.2014

Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung
Vor touristischen Reisen nach Somalia sowie vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird dringend gewarnt.

Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig ausgearbeiteten und international abgestimmten Sicherheitskonzepts erfolgen.

Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Kampfhandlungen, Piraterie sowie terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten. Die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich.
In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Zuständig ist die deutsche Botschaft Nairobi (Tel. +254 20 4262100, Fax: +254 20 4262129, E-Mail: info@nairobi.diplo.de).
Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes, insbesondere in Süd- und Zentralsomalia und in Teilen von Puntland und Somaliland, ist sehr gefährlich.

Insbesondere ausländische Staatsangehörige können Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte in den verschiedenen Regionen des Landes, die nicht der Zentralregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.
Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften stattfinden.

Süd- und Zentralsomalia, Mogadischu
In weiten Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Die somalische Regierung und AMISOM kontrollieren nur wenige Gebiete und können Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land nicht garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.
Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug und Ankunft von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abreisende bzw. ankommende Passagiere dieser Fluglinien.

Puntland und Somaliland
An der Grenze von Süd-/Zentralsomalia zu Puntland (Region Mudug) sowie in den zwischen Puntland und Somaliland umstrittenen Gebieten(Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Toghdeer) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.
Die Sicherheitskräfte in Somaliland können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation in Somalia resultieren, können jedoch auch für Somaliland nicht ausgeschlossen werden.
Überlandfahrten in Puntland und Somaliland sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.

Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:

Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird eindringlich gewarnt.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.


Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an (http://www.mschoa.org ). Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre
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Reisewarnung Somalia 10.03.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 10.03.2015

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise – Reisewarnung


Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung

Vor touristischen Reisen nach Somalia sowie vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird dringend gewarnt.

Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig ausgearbeiteten und international abgestimmten Sicherheitskonzepts erfolgen.
Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Kampfhandlungen, Piraterie sowie terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.
Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten. Die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich.
In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Zuständig ist die deutsche Botschaft Nairobi (Tel. +254 20 4262100, Fax: +254 20 4262129, E-Mail: info@nairobi.diplo.de).
Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes, insbesondere in den Regionen Unter-Jubba, Mittel-Jubba, Gedo, Hiraan, Bay, Bakol, Unter-Schabelle, Mittel-Schabelle, Banadir, Galgaduud und Süd-Mudug sowie in Teilen von Puntland und Somaliland, ist sehr gefährlich.
Insbesondere ausländische Staatsangehörige können Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte, die nicht der Zentralregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.
Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften erfolgen.
Süd- und Zentralsomalia, Mogadischu
In weiten Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Die somalische Regierung und AMISOM können keinen Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.
Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug und Ankunft von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abreisende bzw. ankommende Passagiere dieser Fluglinien.
Puntland und SomalilandIn der Region Mudug (Grenze zu Puntland) sowie in den zwischen Puntland und Somaliland umstrittenen Gebieten (Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Togdheer) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.
Die Sicherheitskräfte in Somaliland können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation in Somalia resultieren, können jedoch auch für Somaliland nicht ausgeschlossen werden.
Überlandfahrten in Puntland und Somaliland sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.
Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:
Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird eindringlich gewarnt.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an (www.mschoa.org ). Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre
www.icc-ccs.org
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Reisewarnung Somalia 28.01.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 28.01.2016

Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung

Vor touristischen Reisen nach Somalia sowie vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird dringend gewarnt.

Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig ausgearbeiteten und international abgestimmten Sicherheitskonzepts erfolgen.

Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Kampfhandlungen, Piraterie sowie terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten. Die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich.

In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi (Tel. +254 20 4262100, Fax: +254 20 4262129, E-Mail: info@nairobi.diplo.de).

Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes, insbesondere in den Regionen Unter-Jubba, Mittel-Jubba, Gedo, Hiraan, Bay, Bakol, Unter-Schabelle, Mittel-Schabelle, Banadir, Galguduud und Süd-Mudug sowie in Teilen von Puntland und "Somaliland", ist sehr gefährlich.

Insbesondere ausländische Staatsangehörige können Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte, die nicht der somalischen Bundesregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.

Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften erfolgen.

Regionen Unter-Jubba, Mittel-Jubba, Gedo, Hiraan, Bay, Bakol, Unter-Schabelle, Mittel-Schabelle, Banadir einschließlich Mogadischu, Galgaduud und Süd-Mudug

In Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Die somalische Regierung und AMISOM können keinen Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.

Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug und Ankunft von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abreisende bzw. ankommende Passagiere dieser Fluglinien.

Puntland und "Somaliland" in der Region Mudug (Grenze zwischen Puntland und der neu geschaffenen Übergangsverwaltung Galmudug) sowie in den zwischen Puntland und "Somaliland" umstrittenen Gebieten (Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Togdheer) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.

Die Sicherheitskräfte in "Somaliland" können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation in Somalia resultieren, können jedoch auch für "Somaliland" nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Überlandfahrten in Puntland und "Somaliland" sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den
Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.

Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:

Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an (http://www.mschoa.org ). Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
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Reisewarnung Somalia 20.06.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 20.06.2016

Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung

Vor Reisen nach Somalia sowie in die Gewässer vor Somalia wird dringend gewarnt.


Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig ausgearbeiteten und international abgestimmten Sicherheitskonzepts erfolgen.

Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Kampfhandlungen, Piraterie sowie terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten. Die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich.

In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi (Tel. +254 20 4262100, Fax: +254 20 4262129, E-Mail: info@nairobi.diplo.de).

Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes, insbesondere in den Regionen Unter-Jubba, Mittel-Jubba, Gedo, Hiraan, Bay, Bakol, Unter-Schabelle, Mittel-Schabelle, Banadir, Galguduud und Süd-Mudug sowie in Teilen von Puntland und "Somaliland", ist sehr gefährlich.

Insbesondere ausländische Staatsangehörige können Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte, die nicht der somalischen Bundesregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.

Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften erfolgen.

Regionen Unter-Jubba, Mittel-Jubba, Gedo, Hiraan, Bay, Bakol, Unter-Schabelle, Mittel-Schabelle, Banadir einschließlich Mogadischu, Galgaduud und Süd-Mudug

In Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Die somalische Regierung und AMISOM können keinen Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.

Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug und Ankunft von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abreisende bzw. ankommende Passagiere dieser Fluglinien.

Puntland und "Somaliland" in der Region Mudug (Grenze zwischen Puntland und der neu geschaffenen Übergangsverwaltung Galmudug) sowie in den zwischen Puntland und "Somaliland" umstrittenen Gebieten (Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Togdheer) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.
Die Sicherheitskräfte in "Somaliland" können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation in Somalia resultieren, können jedoch auch für "Somaliland" nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Überlandfahrten in Puntland und "Somaliland" sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den
Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.

Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:

Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an (www.mschoa.org ). Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.

Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre
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Reisewarnung Somalia 07.09.2016

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 07.09.2016

Letzte Änderung:
Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem 9. Lebensmonat bei Einreise gefordert.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Somalia zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und jährlich gegen Influenza. Als Reiseimpfungen werden Polio und Hepatitis A empfohlen, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch die Impfung gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY).
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, außer in Somaliland. Dort ist das Risiko deutlich geringer und teilweise auch gar nicht gegeben. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Somalia) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil wird deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle, ggf. imprägnierte Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt landesweit zwischen 5% und 12%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch die Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes und desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst schälen oder desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist nicht durchgängig gesichert und entspricht auch bei weitem nicht dem europäischen Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien.
Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
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Gruß
Birgitt
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Reisewarnung Somalia 19.10.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 19.10.2016

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung

Vor Reisen nach Somalia sowie in die Gewässer vor Somalia wird dringend gewarnt.


Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig ausgearbeiteten und international abgestimmten Sicherheitskonzepts erfolgen.

Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Terroranschläge, Kampfhandlungen, Piraterie sowie kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.

In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Die Gewährung konsularischen Schutzes vor Ort ist daher nicht möglich. Zuständig für Somalia ist die deutsche Botschaft in Nairobi (Tel. +254 20 4262100, Fax: +254 20 4262129, E-Mail: info@nairobi.diplo.de).

Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes, insbesondere in den Regionen Unter-Jubba, Mittel-Jubba, Gedo, Hiraan, Bay, Bakol, Unter-Schabelle, Mittel-Schabelle, Banadir, Galguduud und Süd-Mudug sowie in Puntland und „Somaliland“, ist sehr gefährlich.

Hinweisen zufolge laufen insbesondere ausländische Fachkräfte und Reisende Gefahr, Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen zu werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte, die nicht der somalischen Bundesregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.

Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften erfolgen.

Regionen Unter-Jubba, Mittel-Jubba, Gedo, Hiraan, Bay, Bakol, Unter-Schabelle, Mittel-Schabelle, Banadir einschließlich Mogadischu, Galgaduud und Süd-Mudug

In Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Die somalische Regierung und AMISOM können keinen Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.

Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug und Ankunft von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abreisende bzw. ankommende Passagiere dieser Fluglinien.

Puntland und "Somaliland" in der Region Mudug (Grenze zwischen Puntland und der neu geschaffenen Übergangsverwaltung Galmudug) sowie in den zwischen Puntland und "Somaliland" umstrittenen Gebieten (Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Togdheer) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.

Die Sicherheitskräfte in „Somaliland“ können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation und der Terrorgefahr in Somalia resultieren, können jedoch auch für „Somaliland“ nicht ausgeschlossen werden.

Überlandfahrten in Puntland und „Somaliland“ sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.

Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:

Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an (www.mschoa.org ). Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.

Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre
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Reisewarnung Somalia 08.05.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 08.05.2017

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung

Vor Reisen nach Somalia sowie in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.


Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig ausgearbeiteten und international abgestimmten Sicherheitskonzepts erfolgen.

Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Terroranschläge, Kampfhandlungen, Piraterie sowie kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.

In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Die Gewährung konsularischen Schutzes vor Ort ist daher nicht möglich. Zuständig für Somalia ist die deutsche Botschaft in Nairobi. Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen.

Der Aufenthalt in Somalia ist grundsätzlich sehr gefährlich, insbesondere aber in den Gliedstaaten Jubba, Südwest, Hir Schabell und Galmudug sowie in Teilen Puntlands und dem Osten „Somalilands“.

Hinweisen zufolge laufen insbesondere ausländische Fachkräfte und Reisende Gefahr, Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen zu werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte, die nicht der somalischen Bundesregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.

Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften erfolgen.

Gliedstaaten Jubba, Hir Schabelle und Galmudug sowie die Hauptstadtregion Mogadischu
In Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Die somalische Regierung und AMISOM können keinen Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.

Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug und Ankunft von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abreisende bzw. ankommende Passagiere dieser Fluglinien.

Puntland und "Somaliland"
In der Region Mudug (Grenze zwischen Puntland und der neu geschaffenen Übergangsverwaltung Galmudug) sowie in den zwischen Puntland und "Somaliland" umstrittenen Gebieten (Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Togdheer) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.

Die Sicherheitskräfte in „Somaliland“ können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation und der Terrorgefahr in Somalia resultieren, können jedoch auch für „Somaliland“ nicht ausgeschlossen werden.

Überlandfahrten in Puntland und „Somaliland“ sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.

Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:

Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre dringend empfohlen.
Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet und empfiehlt zivilen Schiffen eine Registrierung vor Transit durch gefährdete Gewässer beim Maritime Security Centre. Allerdings bietet auch die Registrierung und die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
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Alexander
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Reisewarnung Somalia 30.10.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 30.10.2017

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Im Oktober 2017 wurden in der Innenstadt von Mogadischu schwere Sprengstoffanschläge verübt, die Hunderte von Todesopfern und Verletzte forderten. Am 14. Oktober 2017 detonierte ein Lastwagen in einem belebten Viertel mit Hotels, Geschäften und Restaurants sowie Liegenschaften der somalischen Administration, am Abend des 28. Oktober 2017 explodierten zwei Fahrzeuge nahe eines beliebten Hotels im Norden von Mogadischu.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Birgitt
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Reisewarnung Somalia 03.04.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 03.04.2018
(Unverändert gültig seit: 03.04.2018)

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise (gelöscht)
- Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung


Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung
Vor Reisen nach Somalia sowie in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.

Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig ausgearbeiteten und international abgestimmten Sicherheitskonzepts erfolgen.
In Somalia und der Hauptstadt Mogadischu kommt es immer wieder zu schweren Anschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen mit mutmaßlichen Al-Shabaab Kämpfern, mit zahlreichen Verletzten und Toten. Ziel dieser Angriffe sind Sicherheitskräfte und Regierungseinrichtungen, aber auch Hotels, Märkte und andere öffentliche Einrichtungen.
Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Terroranschläge, Kampfhandlungen, Piraterie sowie kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.
Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.
In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Die Gewährung konsularischen Schutzes vor Ort ist daher nicht möglich.
Der Aufenthalt in Somalia ist grundsätzlich sehr gefährlich, insbesondere aber in der Hauptstadtregion Banadir und den Gliedstaaten Jubbaland, Südwest, Hir-Shabelle und Galmudug sowie in Teilen Puntlands und dem Osten „Somalilands“.
Hinweisen zufolge laufen insbesondere ausländische Fachkräfte und Reisende Gefahr, Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen zu werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte, die nicht der somalischen Bundesregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.
Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften erfolgen.

Gliedstaaten Jubbaland, Hir-Shabelle und Galmudug sowie die Hauptstadtregion Banadir
In Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Die somalische Regierung und AMISOM können keinen Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.
Vor allem in der Hauptstadt Mogadischu kommt es immer wieder auch zu Auseinandersetzungen der somalischen Sicherheitskräfte untereinander, bei denen nicht selten auch Unbeteiligte zu Schaden kommen.
Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug und Ankunft von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen, mit Ausnahme von Turkish Airlines, nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abreisende bzw. ankommende Passagiere dieser Fluglinien.

Puntland und "Somaliland"
In der Region Mudug (Grenze zwischen Puntland und der neu geschaffenen Übergangsverwaltung Galmudug), in den zwischen Puntland und "Somaliland" umstrittenen Gebieten (Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Togdheer) sowie in Teilen der Region Bari (Bossaso, Galghala-Gebirge) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.
Die Sicherheitskräfte in „Somaliland“ können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation und der Terrorgefahr in Somalia resultieren, können jedoch auch für „Somaliland“ nicht ausgeschlossen werden.
Überlandfahrten in Puntland und „Somaliland“ sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.

Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:
Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre dringend empfohlen.
Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet und empfiehlt zivilen Schiffen eine Registrierung vor Transit durch gefährdete Gewässer beim Maritime Security Centre. Allerdings bietet auch die Registrierung und die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen, die sich trotz Reisewarnung nach Somalia begeben, wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Als zuständige Vertretung ist dabei Nairobi, Kenia, zu wählen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
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Reisewarnung Somalia 08.08.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Somalia:

Stand: 08.08.2018 (Unverändert gültig seit: 08.08.2018)

Letzte Änderungen:
Medizinische Hinweise

Vor Reisen nach Somalia wird gewarnt.

Impfschutz
Gelbfieber
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem Alter von 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert. Bei direkter Einreise z.B. aus Europa ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Die WHO hat Somalia aufgefordert sicherzustellen, dass alle Einwohner und Langzeitbesucher > 4 Wochen, die sich auf eine internationale Reise begeben, vier Wochen bis 12 Monate vor Reiseantritt mit einer Dosis gegen Polio geimpft werden (oraler Impfstoff bOPV oder intramuskulärer Impfstoff IPV) oder ansonsten eine Reise dieser Personen zu verhindern. Bei einer kurzfristigen Reise (innerhalb von vier Wochen) sollte zumindest zum Abreisezeitpunkt eine Impfung erfolgt sein.
Allen Reisenden wird daher geraten, einen Impfschutz gegen Polio nachweisen zu können. Dieser ist regulär zehn Jahre wirksam, muss jedoch aufgrund dieser Einreisevorschrift jährlich erneuert werden.
Die Impfung ist im Internationalen Impfzertifikat zu bescheinigen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Somalia zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe http://www.rki.de . Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Masern, Mumps, Röteln (MMR), Pneumokokken und jährlich gegen Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Polio, Gelbfieber und Hepatitis A empfohlen, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY).

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).

Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, außer in Somaliland. Dort ist das Risiko deutlich geringer und teilweise auch gar nicht gegeben. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Somalia) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Je nach Reiseprofil wird deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle, ggf. imprägnierte Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt durchschnittlich bei etwa 10%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Jedes Jahr werden Ausbrüche Fälle von akuter wässriger Diarrhö und Cholera gemeldet, teilweise auch im Rahmen größerer Ausbrüche. Beide Erkrankungen sind in Somalia endemisch.
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch die Cholera vermeiden.
Um die Gesundheit während des Aufenthaltes nicht zu gefährden, sollten folgende grundlegende Hinweise beachtet werden: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen oder selber SchälenHalten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden. Eine Impfung ist für Reisende im Normalfall nicht notwendig.

Weitere Infektionskrankheiten
In Somalia kommen grundsätzlich eine Vielzahl von weiteren Tropenerkrankungen und sonstigen Infektionserkrankungen vor.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist nicht durchgängig gesichert und entspricht auch bei weitem nicht dem europäischen Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien.

Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.

Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
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Reisewarnung Somalia 11.03.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Somalia:
Stand 11.03.2019
(Unverändert gültig seit: 11.03.2019)

Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung
- Medizinische Hinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung
Vor Reisen nach Somalia sowie in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.

Ein beruflich unvermeidlicher Aufenthalt in Somalia – etwa im Rahmen einer Beschäftigung für die Vereinten Nationen, die Europäische Union, für eine Durchführungsorganisation der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder für eine private Hilfsorganisation – sollte nur nach Maßgabe eines sorgfältig und professionell ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts erfolgen. In Somalia gibt es derzeit keine deutsche Auslandsvertretung. Die Gewährung konsularischer Hilfe vor Ort ist daher nicht möglich.

Innenpolitische Lage/Terrorismus/Entführungen
In Somalia und der Hauptstadt Mogadischu kommt es immer wieder zu schweren Anschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen mit mutmaßlichen Al-Shabaab Kämpfern, mit zahlreichen Verletzten und Toten. Ziel dieser Angriffe sind Sicherheitskräfte und Regierungseinrichtungen, aber auch Hotels, Märkte und andere öffentliche Einrichtungen.
Wer sich in Somalia aufhält, muss sich der Gefährdung durch Terroranschläge, Kampfhandlungen, Piraterie sowie kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.
Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.
Der Aufenthalt in Somalia ist grundsätzlich sehr gefährlich, insbesondere aber in der Hauptstadtregion Banadir und den Gliedstaaten Jubbaland, Südwest, Hirshabelle und Galmudug sowie in Teilen Puntlands und dem Osten „Somalilands“.
Hinweisen zufolge laufen insbesondere ausländische Fachkräfte und Reisende Gefahr, Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen zu werden. Milizen und andere Sicherheitskräfte, die nicht der somalischen Bundesregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.
Übernachtungen sollten landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften erfolgen.

Gliedstaaten Jubbaland, Hir-Shabelle und Galmudug sowie die Hauptstadtregion Banadir
In Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen somalischen Sicherheitskräften/Milizen und der militant islamistischen Gruppe Al-Shabaab statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AMISOM) involviert sind. Ferner kommt es immer wieder auch zu Auseinandersetzungen somalischer Milizen untereinander. Die somalische Regierung und AMISOM können keinen Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land garantieren. Von Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia wird deshalb dringend abgeraten.
Vor allem in der Hauptstadt Mogadischu kommt es immer wieder auch zu Auseinandersetzungen der somalischen Sicherheitskräfte untereinander, bei denen nicht selten auch Unbeteiligte zu Schaden kommen.
Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug und Ankunft von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen überwiegend nicht internationalen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abreisende bzw. ankommende Passagiere dieser Fluglinien.

Puntland und „Somaliland“
In der Region Mudug (Grenze zwischen Puntland und der neu geschaffenen Übergangsverwaltung Galmudug), in den zwischen Puntland und „Somaliland“ umstrittenen Gebieten (Regionen Sool und Sanaag sowie im östlichen Teil der Region Togdheer) sowie in Teilen der Region Bari (Bossaso, Galghala-Gebirge) muss mit Anschlägen und Kampfhandlungen gerechnet werden.
Die Sicherheitskräfte in „Somaliland“ können in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein deutlich höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Bürgerkriegssituation und der Terrorgefahr in Somalia resultieren, können jedoch auch für „Somaliland“ nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Überlandfahrten in Puntland und „Somaliland“ sind nur im Konvoi möglich und müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.

Zur Lage vor der Küste Somalias und zur Sicherheit auf Hoher See im Indischen Ozean:
Vor Reisen in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen für Somalia und von zivilen Schiffen.
Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet und empfiehlt zivilen Schiffen eine Registrierung vor Transit durch gefährdete Gewässer beim Maritime Security Centre. Allerdings bietet auch die Registrierung und die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden. Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen, die sich trotz Reisewarnung nach Somalia begeben, wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Als zuständige Vertretung ist dabei Nairobi, Kenia, zu wählen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Medizinische Hinweise
Vor Reisen nach Somalia wird gewarnt.

Aktuelle medizinische Hinweise
Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.

Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem Alter von 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert. Bei direkter Einreise z.B. aus Europa ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.
Die WHO hat Somalia aufgefordert sicherzustellen, dass alle Einwohner und Langzeitbesucher länger als 4 Wochen, die aus dem Land heraus eine internationale Reise antreten, vier Wochen bis 12 Monate vor Ausreise mit einer Dosis gegen Polio geimpft worden sind (oraler Impfstoff bOPV oder intramuskulärer Impfstoff IPV). Ansonsten soll das Land eine Ausreise dieser Personen verhindern. Bei einer kurzfristigen Reise (innerhalb von vier Wochen) sollte zumindest zum Ausreisezeitpunkt eine Impfung erfolgt sein.
Allen Reisenden wird daher geraten, einen Impfschutz gegen Polio nachweisen zu können. Dieser ist zwar regulär zehn Jahre wirksam, muss jedoch aufgrund dieser Ausreisevorschrift jährlich erneuert werden.
Die Impfung ist im Internationalen Impfzertifikat separat zu bescheinigen. Siehe auch das aktualisierte Merkblatt Polio-Impfung bei Auslandsreisen des Gesundheitsdienstes.
Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich jeder Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Polio, Gelbfieber und Hepatitis A empfohlen, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY).

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).

Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, außer in Somaliland. Dort ist das Risiko deutlich geringer und teilweise auch gar nicht gegeben. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Somalia) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate (insbesondere Malaria tertiana) nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil wird deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin) erhältlich; sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden eine Expositionsprophylaxe empfohlen. Speziell sollte auf folgende Punkte geachtet werden:
- körperbedeckende helle, ggf. imprägnierte Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden)
- tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
- unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS
Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt durchschnittlich bei etwa 10%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Jedes Jahr werden Ausbrüche Fälle von akuter wässriger Diarrhö und Cholera gemeldet, teilweise auch im Rahmen größerer Ausbrüche. Beide Erkrankungen sind in Somalia endemisch.
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch die Cholera vermeiden.
Um die Gesundheit während des Aufenthaltes nicht zu gefährden, sollten folgende grundlegende Hinweise beachtet werden: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen oder selber SchälenHalten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden. Eine Impfung ist für Reisende im Normalfall nicht notwendig.

Weitere Infektionskrankheiten
In Somalia kommen grundsätzlich eine Vielzahl von weiteren Tropenerkrankungen und sonstigen Infektionserkrankungen vor.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist nicht durchgängig gesichert und entspricht auch bei weitem nicht dem europäischen Standard. In den Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterialien.
Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen/ Tropenmediziner*innen/ Reisemediziner*innen persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe z.B. www.dtg.org.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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