Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
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peter1
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Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Wir haben das Problem im Süden Äthiopiens "hautnah" erlebt.
Rindernomaden gegen Ackerbauern. Schon vor Jahren von Peter Scholl-Latour beschrieben. Es ändert sich nur wenig.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 90707.html
Gruß Peter
Rindernomaden gegen Ackerbauern. Schon vor Jahren von Peter Scholl-Latour beschrieben. Es ändert sich nur wenig.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 90707.html
Gruß Peter
Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Danke für den Link:peter1 hat geschrieben:Wir haben das Problem im Süden Äthiopiens "hautnah" erlebt.
Rindernomaden gegen Ackerbauern. Schon vor Jahren von Peter Scholl-Latour beschrieben. Es ändert sich nur wenig.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 90707.html
Bei Beispiel für einen gut recherchierten Bericht.
Ohne solche „Vorort-Analysen“ gehen die meisten Entwicklungsprojekte in die Hose, in vielen Fällen verschlimmern sie die Situation sogar.
Zwei konkrete Anmerkungen zum Bericht:
FAZ hat geschrieben:Ist das dem Bevölkerungswachstum in Kenia von drei bis vier Prozent jährlich geschuldet? Peter macht eine wegwerfende Handbewegung: „Leiden die Ruander an Hunger, nur weil sie so viele sind?“ Peter hat Ruanda einmal besucht und war beeindruckt von der Ordnung dort. Die ruandischen Rinder tragen Ohrmarken, sind gezählt, und wer keinen Stall für die Tiere nachweisen kann, darf keine halten. „Davon sind wir noch weit entfernt.“
Ruanda liegt zudem nicht in der ariden Zone und hat eine dichtere Vegetation. Der Ertrag pro qm ist höher und erlaubt höhere Bevölkerungsdichte ..... die auch wiederum zu Problemen (Genozid) führt.
Der „Peter“ muss eben einsehen, dass seine Region nicht ertragsstark genug ist, um die Menschen und Tiere zu versorgen.
Gegenfrage:FAZ hat geschrieben:Peter hat eine andere Erklärung für den Raubbau an den natürlichen Ressourcen in Baringo. „Es geht um Bildung“, sagt er. Die Pokot schicken ihre Kinder nicht gerne in die Schule. Rinder hüten ist wichtiger. „Die lernen nichts anderes als Viehzucht.“
Wieviele Pokot-Eltern haben wohl die Erfahrung gemacht, dass ihre Kinder nach der Schule (die u.U. noch Geld kostet, für die sie Rinder verkaufen müssen) eine bezahlte Arbeit gefunden haben, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können und ihre Eltern mitversorgen können ?
... alles nicht so einfach !
Gruss
Lothar
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Alexander
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Diese Frage ist eigentlich irrelevant, da das Schulgeld bereits 2003 für die Primarstufe, in Kenia 1. – 8. Schuljahr abgeschafft wurde. Seitdem gibt es in Kenia einen Bildungshunger, der beispiellos für viele afrikanische Länder sein dürfte.Lothar hat geschrieben:Wieviele Pokot-Eltern haben wohl die Erfahrung gemacht, dass ihre Kinder nach der Schule (die u.U. noch Geld kostet, für die sie Rinder verkaufen müssen) eine bezahlte Arbeit gefunden haben, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können und ihre Eltern mitversorgen können ?
Um den Bildungsbedarf in Kenia zu stillen müssten ca. 1000 Dozenten promovieren. 230 schaffen allerdings nur die Promovierung. Das Lehrer/Schülerverhältnis beträgt 1:100 und erlaubt im staatlichen Schulsystem kaum eine vernünftige Ausbildung. Privatschulen dagegen kosten Geld. Sie sind besser ausgestattet, als die staatlichen Schulen, in denen die Lehrer nur mangelnd qualifiziert sind, Bücher, Bänke, usw. fehlen. Leider brechen viele Schüler vor der Sekundarstufe ab, da diese nicht mehr kostenlos ist und Uniformzwang herrscht. Das normale Einkommen liegt bei unter einem Euro pro Tag. Ein Euro pro Tag muss aber ab der Sekundarstufe aufgewendet werden. Die Sekundarstufe mit einem entsprechenden Notenschnitt ist allerdings Voraussetzung für ein späteres Studium. Es gibt allerdings Stipendien, die bei entsprechender Leistung zur Verfügung gestellt werden. Auch begabte Kinder aus den Slums werden kostenlos aufgenommen.
Aber auch die Primarstufe hat ihren Zweck, selbst wenn man sie nach dem achten Jahr abbricht. So stehen nicht nur Mathematik und andere typische Fächer auf dem Lehrplan. Auch Ackerbau und Viehzucht und der nachhaltige Umgang mit der Umwelt stehen auf dem Programm. Und gerade hier gibt es Nachhol- bzw. Aufklärungsbedarf. Europäische Lehrinhalte wurden weitgehend durch afrikarelevante ersetzt.
Eine Hürde gibt es allerdings für die arme Bevölkerung. Vor der Primarstufe steht die Vorschule, eine Art Kindergarten, der die Eltern etwa 30 Euro im Jahr kostet. In der Vorschule werden Zahlen gelernt, lesen und schreiben, sowie Grundzüge der englischen Sprache. Voraussetzung für die Primarstufe. Schüler werden nur in die Primarstufe aufgenommen, wenn die Vorschule erfolgreich absolviert wurde und keine Beitragsrückstände existieren.
Grüsse
Alexander
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Alexander hat geschrieben:Diese Frage ist eigentlich irrelevant, da das Schulgeld bereits 2003 für die Primarstufe, in Kenia 1. – 8. Schuljahr abgeschafft wurde [..] Leider brechen viele Schüler vor der Sekundarstufe ab, da diese nicht mehr kostenlos ist und Uniformzwang herrscht [...] Eine Hürde gibt es allerdings für die arme Bevölkerung. Vor der Primarstufe steht die Vorschule, eine Art Kindergarten, der die Eltern etwa 30 Euro im Jahr kostet. In der Vorschule werden Zahlen gelernt, lesen und schreiben, sowie Grundzüge der englischen Sprache. Voraussetzung für die Primarstufe. Schüler werden nur in die Primarstufe aufgenommen, wenn die Vorschule erfolgreich absolviert wurde und keine Beitragsrückstände existieren.
Ich will jetzt nicht so weit gehen und schreiben „Deine Antwort ist irrelevant“, aber zumindest eine nicht nachvollziehbare Antwort auf meinen Hinweis der „Kosten für den Schulgang“ und die „fehlende Perspektive nach der Schule“.
Du beschreibst die Kosten doch sehr detailliert selbst und auf das Problem der fehlenden Perspektive nach der Schule gehst du erst gar nicht ein - ist sie für Dich irrelevant ?
Möglicherweise ist es für dich ja auch irrelevant, dass ich in den unterschiedlichsten Ländern Afrikas oft mit Leuten über dieses Problem spreche - es eignet sich hervorragend zur Kontaktaufnahme - und die Situation war immer ähnlich:
1. Im günstigsten Fall sind die Primärstufen kostenlos, oft aber fallen doch Kosten für Kleidung oder Lehrmittel, Verpflegung, Unterkunft oder anderes an.
In abgelegenen Regionen habe die Leute oft gar kein Geld (Subsistenzwirtschaft) oder sie benötigen es dringend für andere Dinge (Medizin).
2. Die Kinder/Jugendlichen fehlen zu Hause als Arbeitskräfte/Hirten.
3. Die Erwachsenen haben die Befürchtung - und das nicht unbegründet - dass sie von ihren Kindern im Alter nicht mehr versorgt werden, da diese dann in die Städte zur Arbeitssuche abwandern.
4. Die wenigen, einigermassen dotierten Arbeitsplätze gehen an die besser Ausgebildeten, die Geld für weiterführende Schulen hatten.
5. Zu dem Frust und der Enttäuschung, trotz der Schulbildung keinen Arbeitsplatz zu bekommen, kommt der Erwartungsdruck der Familie.
-----------------------------------------------------------------------
Es muss darum gehen, den Jugendlichen nach dem Schulabgang zumindest eine Perspektive in Form bezahlter Ausbildungsstätten oder Werkstätten (-> K.H. Böhm) oder was auch immer anbieten zu können. Die Anzahl der Einschüler muss in vertretbarer Form auf die Chance auf eine bezahlte Tätigkeit abgestimmt werden. Eine Schulpflicht für alle mit anschließender Arbeitslosigkeit ist/wäre jedenfalls kein überzeugender Ansatz.
Die Kosten für solche Ausbildungsstätten o.ä. würden die Budgets der Entwicklungshilfen sicher nicht sprengen, wenn man sie nicht mit dem deutschen Perfektionswahn einrichten und betreiben würde.
Gruss
Lothar
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markus-1969
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
ich hab grad den FAZ Bericht gelesen:
Klar, daß es ein Dürreproblem gibt - leider.
Aber: Wie viel Wasser wurde in der Vergangenheit abgezweigt damit diverse Plantagen bewässert wurden, damit man z. B. Schnittblumen mit dem Flugzeug nach Europa brachte ?
Wohl gemerkt: Die Pflanzen bekamen das Wasser, in der Zwischenzeit wurde das Wasser der lokalen Bevölkerung abgedreht.
Und soweit ich mich entsinne ist das in den vergangenen Jahren gerade in Kenia und Äthiopien passiert, daß man diese Plantagen gebaut hat.
Aber wir importieren ja alles, schauen nur, daß es billig ist, und who cares about the rest ?
Klar, daß es ein Dürreproblem gibt - leider.
Aber: Wie viel Wasser wurde in der Vergangenheit abgezweigt damit diverse Plantagen bewässert wurden, damit man z. B. Schnittblumen mit dem Flugzeug nach Europa brachte ?
Wohl gemerkt: Die Pflanzen bekamen das Wasser, in der Zwischenzeit wurde das Wasser der lokalen Bevölkerung abgedreht.
Und soweit ich mich entsinne ist das in den vergangenen Jahren gerade in Kenia und Äthiopien passiert, daß man diese Plantagen gebaut hat.
Aber wir importieren ja alles, schauen nur, daß es billig ist, und who cares about the rest ?
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Alexander
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Es ist natürlich immer gut, wenn man mit vollem Bauch vor dem Computer sitzt und gute Ratschläge an den Rest der Welt verteilt. Wenn du nicht wüßtest, wie du dich und deine Familie ernähren solltest, würdest auch du Rosen züchten...markus-1969 hat geschrieben:Wohl gemerkt: Die Pflanzen bekamen das Wasser, in der Zwischenzeit wurde das Wasser der lokalen Bevölkerung abgedreht.
Zwischenzeitlich trägt das Blumengeschäft in Kenia mit 9% zur Wirtschaft bei.
Sicherlich benötigt eine Rose aus Kenia bis sie schnittfertig ist und den Weg nach Europa antritt vier Liter Wasser. Dafür ist der CO2 Ausstoß bei der Blumenproduktion in Kenia wesentlich geringer als z.B. in Holland, da die Treibhäuser in Europa kräftig mit fossilen Brennstoffen und früher vor allem mit Torf geheizt werden müssen. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse in Kenia ist der Energiebedarf demzufolge wesentlich geringer als in Europa.
Zentrum des Blumenanbaus in Kenia ist das Gebiet um den Naivashasee, wo auf einer Fläche von 1900 Hektar 70% der Blumen angebaut werden. Der tägliche Wasserverbrauch in eine Farm beträgt ca. 20000 Kubikmeter, was teilweise schon zum Austrocknen des Sees geführt hat. Das Problem wurde von den Kenianern aber erkannt und zusammen mit dem WWF wurde ein Konzept zur nachhaltigeren Blumenzüchtung entwickelt. So werden immer mehr Treibhäuser mit einer effektiveren Bewässerung gebaut, was den Wasserbedarf um ca. 40% reduziert. Dazu werden Wiederaufbereitungsanlagen für Wasser implementiert.
Mitlerweile ist der Wasserverbrauch durch die Blumenzüchtung nicht mehr das Hauptproblem. Menschen siedeln sich in der Regel dort an, wo es Wasser gibt und das ist in diesem Fall der Naivashasee. Entsprechend wird der See belastet. Dazu werden die Abwässer direkt wieder zurück in den See geleitet.
Grüsse
Alexander
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peter1
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Ich denke, wir versuchen mit unseren Wertvorstellungen die Welt zu erziehen.
Liegen wir wirklich richtig?
Ist das wirklich unsere Aufgabe?
Ist der immer angeführte Vorwurf einer westlichen Mitschuld, vielleicht nur eine Begründung für wohlmeinde Einmischung?
Oftmals sind die resultierenden Folgen der Einmischung schlimmer. Und wer trägt dafür persönlich die Verantwortung?
Warum bemuttern wir so gerne Afrika?
Länder wie Kenia, oder Äthiopien haben eigene Eliten. Ob Stammesführer, oder gut ausgebildete Hochschulprofessoren.
Benötigen die wirklich unsere Besserwisserei?
Die meisten von uns würden als Gleiche unter Gleichen unter den örtlichen Verhältnissen nicht lange überleben.
Gruß aus Hongkong
Liegen wir wirklich richtig?
Ist das wirklich unsere Aufgabe?
Ist der immer angeführte Vorwurf einer westlichen Mitschuld, vielleicht nur eine Begründung für wohlmeinde Einmischung?
Oftmals sind die resultierenden Folgen der Einmischung schlimmer. Und wer trägt dafür persönlich die Verantwortung?
Warum bemuttern wir so gerne Afrika?
Länder wie Kenia, oder Äthiopien haben eigene Eliten. Ob Stammesführer, oder gut ausgebildete Hochschulprofessoren.
Benötigen die wirklich unsere Besserwisserei?
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Alexander
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Hallo Peter,
Grüsse nach Honkong
Alexander
Damit trifftst du mit Sicherheit den richtigen Punkt. Wir können nicht alles nach europäischen Maßstäben bemessen. Europa ist nicht der Nabel der Welt und wir haben bis vor einigen Jahrzehnten auch vieles falsch gemacht und ich bin mir nicht sicher, ob wir heute alles richtig machen. Oft haben die Menschen in Afrika keine andere Wahl. Dennoch bin ich der Meinung, dass Bildung auch den Menschen dort helfen wird einen Weg aus ihrem Kreislauf zu finden. Ohne Verlust der eigenen Identität und deren Wertekultur.peter1 hat geschrieben:Länder wie Kenia, oder Äthiopien haben eigene Eliten. Ob Stammesführer, oder gut ausgebildete Hochschulprofessoren. Benötigen die wirklich unsere Besserwisserei?
Die meisten von uns würden als Gleiche unter Gleichen unter den örtlichen Verhältnissen nicht lange überleben.
Grüsse nach Honkong
Alexander
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markus-1969
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Nur: Wozu braucht es Schnittblumen wenn in Afrika das Wasser dafür fehlt ?Alexander hat geschrieben: Zwischenzeitlich trägt das Blumengeschäft in Kenia mit 9% zur Wirtschaft bei.
Sicherlich benötigt eine Rose aus Kenia bis sie schnittfertig ist und den Weg nach Europa antritt vier Liter Wasser. Dafür ist der CO2 Ausstoß bei der Blumenproduktion in Kenia wesentlich geringer als z.B. in Holland, da die Treibhäuser in Europa kräftig mit fossilen Brennstoffen und früher vor allem mit Torf geheizt werden müssen. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse in Kenia ist der Energiebedarf demzufolge wesentlich geringer als in Europa.
Wäre es nicht sinnvoller, für eine andere ressourcenschondende Wirtschaft zu sorgen ? Das Problem sind wir, weil wir das nachfragen und weil man in dieser Region keine andere Wahl hat als das zu produzieren, was nachgefragt wird. Zudem kommt es in der globalen Wirtschaft auf's Geld und nicht auf die Umwelt an.
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Alexander
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Dann unterbreite doch mal einen Vorschlag? Ich lese immer, was man nicht machen soll. Bessere sinnvolle Vorschläge, die das Land und die Menschen auch weiterbringen vermisse ich aber.markus-1969 hat geschrieben:Wäre es nicht sinnvoller, für eine andere ressourcenschondende Wirtschaft zu sorgen ?
Grüsse
Alexander
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markus-1969
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Wieso ? Der Verzicht auf Schnittblumen ist doch ein guter Vorschlag - hätte man keine produziert, hätte man nun mehr Wasser. Vom Geld das dorthin transferiert wurde zum Schnittblumenanbau hat die Bevölkerung nichts, denn es sind internationale Konzerne, die dort anbauen. Und Geld können sie eh nicht trinken.Alexander hat geschrieben:Dann unterbreite doch mal einen Vorschlag? Ich lese immer, was man nicht machen soll. Bessere sinnvolle Vorschläge, die das Land und die Menschen auch weiterbringen vermisse ich aber.markus-1969 hat geschrieben:Wäre es nicht sinnvoller, für eine andere ressourcenschondende Wirtschaft zu sorgen ?
Natürlich sind wir Verursacher des Problems, weil etwa die EU die Nahrungsmittel so runter subventioniert, daß die lokale Wirtschaft beeinträchtigt wird.
Das Problem ist im übrigen, daß diese Länder ausbluten: Technologie und Öl wird immer teuerer, während diese Länder nur immer das gleiche produzieren können. Sie müssen mehr produzieren um die gleiche Menge an Importen zu erzielen, haben dann aber auch noch eine steigende Bevölkerung.
Wir müssen das Thema überdenken und diesen Ländern mit echten Partnerschaften helfen statt sie auszubeuten.
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Alexander
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Nein, der Verzicht auf Schnittblumen ist kein guter Vorschlag, da er sich nicht realisieren läßt. Die Menschen, zumindest ein Großteil würde nicht auf den Zug aufspringen.markus-1969 hat geschrieben:Wieso ? Der Verzicht auf Schnittblumen ist doch ein guter Vorschlag
Selbst wenn sich dein Vorschlag realisieren lassen würde. Damit würdest du 9% des Wirtschafteinkommen eliminieren, wodurch die Situation noch katastrophaler werden würde. Welche realistischen Alternativen würdest du vorschlagen, um die 9% zu ersetzen?
Du siehst, es ist einfach, mit dem erigierten Zeigefinger auf Probleme hinzuweisen. Bei der Entwicklung zielgerichteter Problemlösungungen hört es dann schon auf.
Grüsse
Alexander
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markus-1969
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Siehst genau das ist das Problem:Alexander hat geschrieben:Nein, der Verzicht auf Schnittblumen ist kein guter Vorschlag, da er sich nicht realisieren läßt. Die Menschen, zumindest ein Großteil würde nicht auf den Zug aufspringen.markus-1969 hat geschrieben:Wieso ? Der Verzicht auf Schnittblumen ist doch ein guter Vorschlag
Selbst wenn sich dein Vorschlag realisieren lassen würde. Damit würdest du 9% des Wirtschafteinkommen eliminieren, wodurch die Situation noch katastrophaler werden würde. Welche realistischen Alternativen würdest du vorschlagen, um die 9% zu ersetzen?
Du siehst, es ist einfach, mit dem erigierten Zeigefinger auf Probleme hinzuweisen. Bei der Entwicklung zielgerichteter Problemlösungungen hört es dann schon auf.
Man könnte was tun man will aber nix tun:
Am System an sich will man nix ändern, z. B. der Ausbeutung dieser Länder und / oder der Kaputtsubeventionierung der Landwirtschaft oder daran daß man keine echten Partnerschaften will
Und man will Schnittblumen ob es nun Umweltschäden verursacht oder nicht ... who cares ?
Sicher sind es 9 % der Wirtschaftsleistung aber was bringt eine Wirtschaftsleistung, bei der am Ende die Bevölkerung nichts von der Wirtschaft hat und am Ende gar noch verdurstet ? Geld können sie nicht trinken.
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Alexander
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Re: Kenia & Äthiopien auch ein Teil der Wahrheit
Natürlich nicht. Aber man kann sich etwas davon kaufen, Nahrungsmittel, Medikamente, Kleidung, Schule, usw.markus-1969 hat geschrieben: Geld können sie nicht trinken.
Was in den Ländern passiert, in denen diese x% fehlen lesen wir ja täglich.
Sie wandern nach Europa, sie radikalisieren sich, das Islamistenproblem steigt, oder sie sterben einfach, weil sie nichts zu essen haben. Ob sie jetzt verhungern oder verdursten ist am Ende das Gleiche. Zum Schluss bleibt das Grab ohne Grabstein.
Ich vermisse immer noch deinen realistischen realisierbaren Vorschlag, um den Menschen langfristig eine Chance zu geben.
Grüsse
Alexander
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