NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
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Guido3
NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Hallo,
der neben dem Terrace Male wohl bekannteste Wüstenlöwe "Rosh" wurde offenbar bei Puros erschossen. Für Rosh war vor knapp 2 Jahren mit Spendengeldern aus dem Namibia-Forum und dem Wüstenschiff ein Sat-Halsband finanziert worden.
«It would appear that “Rosh” (Xpl-73) might have been shot yesterday afternoon. The locations of his satellite collar (see Xpl-73) indicate that he moved 20.4 km between 14h51 and 18h51 to the Purros settlement. The collar has not moved since. Inki Bushbabies spoke to lion officer at Puros who confirmed that a lion was shot.»
Quelle
Beste Grüße
Guido
der neben dem Terrace Male wohl bekannteste Wüstenlöwe "Rosh" wurde offenbar bei Puros erschossen. Für Rosh war vor knapp 2 Jahren mit Spendengeldern aus dem Namibia-Forum und dem Wüstenschiff ein Sat-Halsband finanziert worden.
«It would appear that “Rosh” (Xpl-73) might have been shot yesterday afternoon. The locations of his satellite collar (see Xpl-73) indicate that he moved 20.4 km between 14h51 and 18h51 to the Purros settlement. The collar has not moved since. Inki Bushbabies spoke to lion officer at Puros who confirmed that a lion was shot.»
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Guido
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Guido3
Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Hallo,
nach Rosh wurde nun auch der so außergewöhnliche Terrace Male erschossen. Für mehrere Rudel gibt es nun vorerst gar keinen adulten männlichen Löwen mehr. Für die gesamten 100-150 Wüstenlöwen in der Kunene-Region sind derzeit wohl nur noch 3 adulte männliche Löwen verfügbar. Das ist in jeder Hinsicht schlecht. Schlecht für die Reproduktion, schlecht für den Genpool, schlecht in bezug auf Human-Wildlife-Conflicts (umherwandernde Löwinnen auf der Suche nach einem Männchen), usw.
Beste Grüße
Guido
nach Rosh wurde nun auch der so außergewöhnliche Terrace Male erschossen. Für mehrere Rudel gibt es nun vorerst gar keinen adulten männlichen Löwen mehr. Für die gesamten 100-150 Wüstenlöwen in der Kunene-Region sind derzeit wohl nur noch 3 adulte männliche Löwen verfügbar. Das ist in jeder Hinsicht schlecht. Schlecht für die Reproduktion, schlecht für den Genpool, schlecht in bezug auf Human-Wildlife-Conflicts (umherwandernde Löwinnen auf der Suche nach einem Männchen), usw.
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Guido
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Alexander
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Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Hallo Guido,
es ist ja bekannt, dass diese Löwen gefährdet sind und dass es nur noch wenige gibt. Anscheinend werden sie auch beobachtet. Mich wundert, dass obwohl sie überwacht werden es dennoch möglich ist, dass sie getötet werden.
Grüsse
Alexander
es ist ja bekannt, dass diese Löwen gefährdet sind und dass es nur noch wenige gibt. Anscheinend werden sie auch beobachtet. Mich wundert, dass obwohl sie überwacht werden es dennoch möglich ist, dass sie getötet werden.
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Guido3
Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Hallo Alexander,
dadurch das man die Positionsdaten der Sat-Halsbänder hatte, konnte man z.B. den Terrace Male in der Vergangenheit mehrfach retten. Er wurde dann teilweise mit Lärm aus Konfliktzonen vertrieben oder auch mal betäubt und weggebracht. Philip Stander agiert in einem riesigen Gebiet und kann nicht immer überall sein. Ca. 30km von da entfernt, wo Rosh und der Terrace Male erschossen wurden, gibt es 3 Lion Ranger. Aber die haben im Moment kein Auto und können bei sich anbahnenden Konflikten nicht ausschwärmen. Und ansonsten unterstützen viele Locals das Projekt mittlerweile. Nur reicht es eben, wenn hier und da kleine Grüppchen oder Clans gegen das Projekt sind, um trotzdem verheerende Schäden unter der Löwenpopulation anzurichten.
Davon abgesehen: Dorob Male, Rosh und Terrace Male hatten alle ein Sat-Halsband und wurden in den letzten 10 Monaten alle trotzdem erschossen. Es entsteht nun etwas der Eindruck, dass die Sat-Halsbänder die Löwen letztlich auch nicht schützen. Insofern stellen sich aktuell viele die Frage, was man ändern muss oder wo man ansetzen muss, um das zukünftig möglichst zu verhindern. Anderseits sind 3 Abschüsse auch nicht gerade eine repräsentative Fallzahl. Durch ein paar Zufälle kann da schnell der falsche Eindruck entstehen. Richtig repräsentative Fallzahlen wird man aber auch nie bekommen, weil die Löwen und Halsbänder dafür nicht existieren. Und so ist es schwierig, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Aktuell erscheint es vielleicht sinnvoll, den Lion Rangern ein Auto zu stellen. Anderseits hatten die schon mal ein Auto gestellt bekommen. Das wurde zweckentfremdet genutzt, irgendwann verschlampt und war für das Projekt nicht mehr nutzbar. Oder soll man die Entschädigungstöpfe besser ausstatten, aus denen die Locals für gerissenes Vieh entschädigt werden, um so die Akzeptanz für Löwen zu erhöhen? Da gab es in der Vergangenheit wohl auch viel Missbrauch. Usw. usf. Es ist kompliziert.
Beste Grüße
Guido
dadurch das man die Positionsdaten der Sat-Halsbänder hatte, konnte man z.B. den Terrace Male in der Vergangenheit mehrfach retten. Er wurde dann teilweise mit Lärm aus Konfliktzonen vertrieben oder auch mal betäubt und weggebracht. Philip Stander agiert in einem riesigen Gebiet und kann nicht immer überall sein. Ca. 30km von da entfernt, wo Rosh und der Terrace Male erschossen wurden, gibt es 3 Lion Ranger. Aber die haben im Moment kein Auto und können bei sich anbahnenden Konflikten nicht ausschwärmen. Und ansonsten unterstützen viele Locals das Projekt mittlerweile. Nur reicht es eben, wenn hier und da kleine Grüppchen oder Clans gegen das Projekt sind, um trotzdem verheerende Schäden unter der Löwenpopulation anzurichten.
Davon abgesehen: Dorob Male, Rosh und Terrace Male hatten alle ein Sat-Halsband und wurden in den letzten 10 Monaten alle trotzdem erschossen. Es entsteht nun etwas der Eindruck, dass die Sat-Halsbänder die Löwen letztlich auch nicht schützen. Insofern stellen sich aktuell viele die Frage, was man ändern muss oder wo man ansetzen muss, um das zukünftig möglichst zu verhindern. Anderseits sind 3 Abschüsse auch nicht gerade eine repräsentative Fallzahl. Durch ein paar Zufälle kann da schnell der falsche Eindruck entstehen. Richtig repräsentative Fallzahlen wird man aber auch nie bekommen, weil die Löwen und Halsbänder dafür nicht existieren. Und so ist es schwierig, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Aktuell erscheint es vielleicht sinnvoll, den Lion Rangern ein Auto zu stellen. Anderseits hatten die schon mal ein Auto gestellt bekommen. Das wurde zweckentfremdet genutzt, irgendwann verschlampt und war für das Projekt nicht mehr nutzbar. Oder soll man die Entschädigungstöpfe besser ausstatten, aus denen die Locals für gerissenes Vieh entschädigt werden, um so die Akzeptanz für Löwen zu erhöhen? Da gab es in der Vergangenheit wohl auch viel Missbrauch. Usw. usf. Es ist kompliziert.
Beste Grüße
Guido
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christian aus Freiburg
- Beiträge: 262
- Registriert: Fr 28. Mär 2008, 16:50
- Wohnort: Freiburg
Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Hallo!
Die Halsbänder haben nur nebenbei den Zweck die Löwen zu schützen. Das Wichtigste ist, dass sich nur so die Löwen vermarkten lassen. Insbesondere die Flyin Camps brauchen die Positionsdaten. Vor einigen Jahren hatten die Locals noch einen guten Job, sie waren die ganze Zeit mit Antennen unterwegs. Meist auf Anhöhen um die Löwen zu orten. Das gibt es jetzt nicht mehr. Ein kurzer Blick ins Internet reicht, soweit ich weiß haben wichtige Unternehmen direkten Zugriff auf den schwedischen Server, als Beispiel nenne ich mal die Schoeman -Family. Dafür unterstützen Sie Stander, eine klassische Win-Win Situation.
Vor einigen Jahren hatten wir mal wieder unser Camp am Doroscrater aufgeschlagen, als in der Nähe Schüsse fielen. Es war gerade Dämmerung. Es fiel nicht nur ein Schuss. Es waren unzählige. Über Satellit haben wir Stander angeschrieben. Am nächsten Tag haben wir den Grund erfahren. Es wurden Antilopen "gejagt" aber nicht für Trophäen. Sie wurden eher abgeschlachtet.
Stander hat uns seinerzeit nicht geantwortet, diese "Camps" sind im Damaraland normal.Stander weiß das und er kennt alle Beteiligten. Inzwischen sichten wir nur noch kleine Antilopenherden in diesem Gebiet. Und das auch in Jahren mit viel Regen. Diese Übernutzung des Wildbestandes macht das Leben für den Löwen nicht leichter. Im letzen (Trocken-)Jahr war die Giribesplain bei Purros voll mit Rindern, Wildtiere haben wir keine mehr gesehen. Ein Trauerspiel.
Christian
Die Halsbänder haben nur nebenbei den Zweck die Löwen zu schützen. Das Wichtigste ist, dass sich nur so die Löwen vermarkten lassen. Insbesondere die Flyin Camps brauchen die Positionsdaten. Vor einigen Jahren hatten die Locals noch einen guten Job, sie waren die ganze Zeit mit Antennen unterwegs. Meist auf Anhöhen um die Löwen zu orten. Das gibt es jetzt nicht mehr. Ein kurzer Blick ins Internet reicht, soweit ich weiß haben wichtige Unternehmen direkten Zugriff auf den schwedischen Server, als Beispiel nenne ich mal die Schoeman -Family. Dafür unterstützen Sie Stander, eine klassische Win-Win Situation.
Vor einigen Jahren hatten wir mal wieder unser Camp am Doroscrater aufgeschlagen, als in der Nähe Schüsse fielen. Es war gerade Dämmerung. Es fiel nicht nur ein Schuss. Es waren unzählige. Über Satellit haben wir Stander angeschrieben. Am nächsten Tag haben wir den Grund erfahren. Es wurden Antilopen "gejagt" aber nicht für Trophäen. Sie wurden eher abgeschlachtet.
Stander hat uns seinerzeit nicht geantwortet, diese "Camps" sind im Damaraland normal.Stander weiß das und er kennt alle Beteiligten. Inzwischen sichten wir nur noch kleine Antilopenherden in diesem Gebiet. Und das auch in Jahren mit viel Regen. Diese Übernutzung des Wildbestandes macht das Leben für den Löwen nicht leichter. Im letzen (Trocken-)Jahr war die Giribesplain bei Purros voll mit Rindern, Wildtiere haben wir keine mehr gesehen. Ein Trauerspiel.
Christian
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Guido3
Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Hallo,
Beste Grüße
Guido
Naja. Es gab nie die Massen an Locals, die mit Antennen unterwegs waren. Es gibt aber immer noch bezahlte Lion Ranger. Die Löwen besser touristisch nutzen zu können, ist nur ein Nebeneffekt und keinesfalls der Hauptzweck der Halsbänder. Die paar schwedischen Halsbänder von Followit gibt es seit Jahren nicht mehr, usw.christian aus Freiburg hat geschrieben:Die Halsbänder haben nur nebenbei den Zweck die Löwen zu schützen. Das Wichtigste ist, dass sich nur so die Löwen vermarkten lassen. Insbesondere die Flyin Camps brauchen die Positionsdaten. Vor einigen Jahren hatten die Locals noch einen guten Job, sie waren die ganze Zeit mit Antennen unterwegs. Meist auf Anhöhen um die Löwen zu orten. Das gibt es jetzt nicht mehr. Ein kurzer Blick ins Internet reicht, soweit ich weiß haben wichtige Unternehmen direkten Zugriff auf den schwedischen Server, als Beispiel nenne ich mal die Schoeman -Family. Dafür unterstützen Sie Stander, eine klassische Win-Win Situation.
Ja, rund um Ugab und Huab sind die Antilopenbestände wohl zurück gegangen. Ja, mit Philip Stander zu kommunizieren, ist schwer. Das "Abschlachten" von Tieren abseits der Trophäenjagd zur Fleischgewinnung ist in den Conservancies erst einmal legal. Die Torra Conservany erzielt z.B. ein Viertel ihrer Einnahmen durch Fleischgewinnung von Wildtieren (zur Eigenverwendung und zum Weiterverkauf). In touristisch weniger erschlossenen Conservancies dürfte der Anteil noch deutlich höher liegen. Und auch wenn die 20 Antilopen auf einmal abschießen, ist das nicht zwangsweise illegal. In den letzten Jahren wurden vom MET aber offenbar zu hohe und somit nicht nachhaltige Abschussquoten genehmigt. Was darüber hinaus ggf. noch illegal geschossen wird, ist schwer zu beziffern. Aber das alles ist nicht das primäre Arbeitsgebiet von Stander und er hat da auch keine Handlungsvollmachten. Wenn er etwas gravierend Illegales mitbekommt, macht er einen Report für das MET fertig. Da scheint aber zunehmend weniger zu passieren. Ob das primär am Personal oder an der definitiv mageren Finanzausstattung des MET liegt, weiß ich nicht.christian aus Freiburg hat geschrieben:Über Satellit haben wir Stander angeschrieben. Am nächsten Tag haben wir den Grund erfahren. Es wurden Antilopen "gejagt" aber nicht für Trophäen. Sie wurden eher abgeschlachtet. Stander hat uns seinerzeit nicht geantwortet, diese "Camps" sind im Damaraland normal.Stander weiß das und er kennt alle Beteiligten. Inzwischen sichten wir nur noch kleine Antilopenherden in diesem Gebiet. Und das auch in Jahren mit viel Regen. Diese Übernutzung des Wildbestandes macht das Leben für den Löwen nicht leichter. Im letzen (Trocken-)Jahr war die Giribesplain bei Purros voll mit Rindern, Wildtiere haben wir keine mehr gesehen. Ein Trauerspiel.
Beste Grüße
Guido
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christian aus Freiburg
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- Registriert: Fr 28. Mär 2008, 16:50
- Wohnort: Freiburg
Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Hallo Guido!
Das "ernten" der Antilopen ist nicht illegal, genauso wenig wie das "ernten" der Robben. Seinerzeit, es muss so um 2007 gewesen sein, habe ich das aber nicht gewusst. Heute regt mich das auch nicht mehr auf, es ist eben in Namibia so. Nur hat das auch Nachteile für die Löwenpopulation und deren Jagddruck auf Nutztiere. Stander kann dagegen überhaupt nichts tun, klar.
Das die Halsbänder nur den Nebeneffekt haben, das die Löwen vermarktet werden können, das sehe ich anders. Ob das nun ein schwedisches Produkt ist oder ein anderes ist dabei ja egal. Bin was die Halsbänderprodukte betrifft, nicht auf dem aktuellen Stand. Massen von Locals sind auch nicht umhergewandert, aber jedes Camp hatte wohl mindestens 2 Mann. Was ich damit sagen möchte, ist das diese Methode sehr ineffizent war, oftmals wurden die Löwen damit nicht gefunden. Heute geht das dank internet viel leichter, zumindest solange es in der Umgebung der Camps noch Löwen gibt. Hierbei erinnere ich nochmal an das vergiften des Houarusib Rudels vor einigen Jahren. Damit war das grauenhaft ins Flußbett gebaute Schoeman Camp ohne attraktion, Pieter mit seiner neuen Lodge ebenso. Das Wilderness Camp in der Nähe ist dann ja nach dem Brand(warme Sanierung?) in den Hoanib gewechselt, wo es noch ein paar Löwen gibt. Für die Camps sind die Löwen sehr wichtig, nur so lassen sich diese horenden Summen von den Gästen kassieren.
Und ohne Stander zu kritisieren, möchte ich darauf hinweisen, das seine Touren mit zahlenden Gästen auch deshalb so gut laufen, weil er gezielt die Löwen anfahren kann. Wenn ich das richtig verstehe, finanziert er damit seinen Lebensunterhalt. Wie gesagt, ich finde das nicht verwerflich, auch nicht unbedingt bedenklich. Jeder braucht Geld.Wenn ich in diesem Punkt falsch liege, bitte korrigiere mich. Freunde haben gerade Stander in der Palmwaaggegend getroffen und dazu etwas berichtet, das hier aber nicht öffentlich wiedergebe, zumal ich es auch nicht selbst erlebt habe.
Ich glaube Du wirst mit zustimmen, das das besendern den Löwen nicht geholfen hat. Sie wurden von Trohäenjägern genauso getötet wie von den Einheimischen. Es sollte also etwas geändert werden. Nur wie?
Besten Gruß
Christian
Das "ernten" der Antilopen ist nicht illegal, genauso wenig wie das "ernten" der Robben. Seinerzeit, es muss so um 2007 gewesen sein, habe ich das aber nicht gewusst. Heute regt mich das auch nicht mehr auf, es ist eben in Namibia so. Nur hat das auch Nachteile für die Löwenpopulation und deren Jagddruck auf Nutztiere. Stander kann dagegen überhaupt nichts tun, klar.
Das die Halsbänder nur den Nebeneffekt haben, das die Löwen vermarktet werden können, das sehe ich anders. Ob das nun ein schwedisches Produkt ist oder ein anderes ist dabei ja egal. Bin was die Halsbänderprodukte betrifft, nicht auf dem aktuellen Stand. Massen von Locals sind auch nicht umhergewandert, aber jedes Camp hatte wohl mindestens 2 Mann. Was ich damit sagen möchte, ist das diese Methode sehr ineffizent war, oftmals wurden die Löwen damit nicht gefunden. Heute geht das dank internet viel leichter, zumindest solange es in der Umgebung der Camps noch Löwen gibt. Hierbei erinnere ich nochmal an das vergiften des Houarusib Rudels vor einigen Jahren. Damit war das grauenhaft ins Flußbett gebaute Schoeman Camp ohne attraktion, Pieter mit seiner neuen Lodge ebenso. Das Wilderness Camp in der Nähe ist dann ja nach dem Brand(warme Sanierung?) in den Hoanib gewechselt, wo es noch ein paar Löwen gibt. Für die Camps sind die Löwen sehr wichtig, nur so lassen sich diese horenden Summen von den Gästen kassieren.
Und ohne Stander zu kritisieren, möchte ich darauf hinweisen, das seine Touren mit zahlenden Gästen auch deshalb so gut laufen, weil er gezielt die Löwen anfahren kann. Wenn ich das richtig verstehe, finanziert er damit seinen Lebensunterhalt. Wie gesagt, ich finde das nicht verwerflich, auch nicht unbedingt bedenklich. Jeder braucht Geld.Wenn ich in diesem Punkt falsch liege, bitte korrigiere mich. Freunde haben gerade Stander in der Palmwaaggegend getroffen und dazu etwas berichtet, das hier aber nicht öffentlich wiedergebe, zumal ich es auch nicht selbst erlebt habe.
Ich glaube Du wirst mit zustimmen, das das besendern den Löwen nicht geholfen hat. Sie wurden von Trohäenjägern genauso getötet wie von den Einheimischen. Es sollte also etwas geändert werden. Nur wie?
Besten Gruß
Christian
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Kuno
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Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
...und warum schreibst du dann genau diesen Satzchristian aus Freiburg hat geschrieben:Freunde haben gerade Stander in der Palmwaaggegend getroffen und dazu etwas berichtet, das hier aber nicht öffentlich wiedergebe, zumal ich es auch nicht selbst erlebt habe.
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christian aus Freiburg
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Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Du hast schon recht, ich weiß halt noch etwas mehr zu diesem punkt, kann es aber nicht hier schreiben. OK?
Christian
Christian
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Guido3
Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Hallo Christian,
Beste Grüße
Guido
Ok. Ich hatte das zunächst so gelesen, dass das ein Vorwurf an Stander sein soll. Den darf man selbstverständlich auch kritisieren, nur bei abgeschossenen Antilopen ist er nicht der richtige Adressat für Kritik. Ist für ihn auch eher schwierig, da jemanden anzuschwärzen, weil er massiv vom Wohlwollen der Conservancies und Clan-Chefs abhängig ist.christian aus Freiburg hat geschrieben:Heute regt mich das auch nicht mehr auf, es ist eben in Namibia so. Nur hat das auch Nachteile für die Löwenpopulation und deren Jagddruck auf Nutztiere. Stander kann dagegen überhaupt nichts tun, klar.
Beim alten Wilderness Camp am Khumib waren die Löwen glaube ich immer recht weit weg und kaum nutzbar? Pieter de Wet dürfte das Okongwe Rudel noch nutzen können. Sind ca. 35km bis zum Okongwe Wasserloch, wo sich das Okongwe Rudel häufig herum treibt.christian aus Freiburg hat geschrieben:Hierbei erinnere ich nochmal an das vergiften des Houarusib Rudels vor einigen Jahren. Damit war das grauenhaft ins Flußbett gebaute Schoeman Camp ohne attraktion, Pieter mit seiner neuen Lodge ebenso. Das Wilderness Camp in der Nähe ist dann ja nach dem Brand(warme Sanierung?) in den Hoanib gewechselt, wo es noch ein paar Löwen gibt. Für die Camps sind die Löwen sehr wichtig, nur so lassen sich diese horenden Summen von den Gästen kassieren.
Dazu habe ich in diesem Thread schon etwas geschrieben. Der erste Eindruck ist jetzt, dass die Halsbänder nicht helfen. Nur haben die Halsbänder in der Vergangenheit dem Terrace Male nachweisbar mehrfach das Leben gerettet. Man konnte rechtzeitig eingreifen. Und auch wenn es ein schwacher Trost ist: Durch die Halsbänder hat man den Tod der Löwen überhaupt erst zeitnah mitbekommen, kann das untersuchen und darauf reagieren. Sonst wären die Löwen vielleicht einfach weg gewesen. Die Fallzahlen sind natürlich auch winzig und nicht gerade aussagekräftig. Und ansonsten ist noch die Frage, ob die Halsbänder per se der falsche Ansatz zum Schutz der Löwen sind oder ob man die Daten bislang nur nicht bestmöglich nutzt und Informationsfluss, Reaktion und Reaktionszeiten verbessern muss.christian aus Freiburg hat geschrieben:Ich glaube Du wirst mit zustimmen, das das besendern den Löwen nicht geholfen hat. Sie wurden von Trohäenjägern genauso getötet wie von den Einheimischen.
Beste Grüße
Guido
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christian aus Freiburg
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Re: NA: Wüstenlöwe Rosh erschossen
Hallo Guido!
Habe auf deine PN geantwortet bevor ich deine Antwort hier gelesen habe.
Ich stimme Dir in Allem zu, vielleicht noch eine Ergänzung, ja es wurde der Terrace Male in einer aufwendigen Aktion aus Gefahr gerettet, das war ein Verdienst des Senders. Leider ist er in das Gebiet zurückgekehrt. Was schlußendlich seinen Tod zu Folge hatte. Übrigens gibt es ähnliche Probs mit umgesiedelten Elefanten, weshalb solche aufwendigen Projekte in nicht umzäunten Gebieten so gut wie nicht mehr gemacht werden.
Am 28 Juli war der Löwe wieder zurück .
Zitat Stander:Terrace Male" in Danger. During the night Xpl-68 moved through the highest and most rugged of the Okongwe Mountains and was very close to the Tomakas Villages at 02h00 this morning. By 06h30 he had moved a few hundred metres towards the mountains. All available resources have been pooled and a major effort is underway to avoid or limit livestock losses and conflict with the Tomakas community. And to prevent the iconic “Terrace Male” (Xpl-68) from being killed.
Es hat nicht mehr geholfen. Trotz Halsband. Trotz Rangers. Leider.
Gruß
Christian
Habe auf deine PN geantwortet bevor ich deine Antwort hier gelesen habe.
Ich stimme Dir in Allem zu, vielleicht noch eine Ergänzung, ja es wurde der Terrace Male in einer aufwendigen Aktion aus Gefahr gerettet, das war ein Verdienst des Senders. Leider ist er in das Gebiet zurückgekehrt. Was schlußendlich seinen Tod zu Folge hatte. Übrigens gibt es ähnliche Probs mit umgesiedelten Elefanten, weshalb solche aufwendigen Projekte in nicht umzäunten Gebieten so gut wie nicht mehr gemacht werden.
Am 28 Juli war der Löwe wieder zurück .
Zitat Stander:Terrace Male" in Danger. During the night Xpl-68 moved through the highest and most rugged of the Okongwe Mountains and was very close to the Tomakas Villages at 02h00 this morning. By 06h30 he had moved a few hundred metres towards the mountains. All available resources have been pooled and a major effort is underway to avoid or limit livestock losses and conflict with the Tomakas community. And to prevent the iconic “Terrace Male” (Xpl-68) from being killed.
Es hat nicht mehr geholfen. Trotz Halsband. Trotz Rangers. Leider.
Gruß
Christian




