Hallo liebe Wüstenschiffer,
eh sich jemand wundert, dass dies mein erster Beitrag hier ist

: ich habe mich nur angemeldet um etwas zu diesem Thema beizutragen, da mir eure Diskussion sehr weitergeholfen hat.
Speziell wollte ich aus gegebenem, aber behobenem Anlass (Motorstörung) eine Absicherung haben, mit der auch mein Auto bei einer Panne aus dem Ausland heim kommt, weil das der Schutzbrief nicht abdeckt. Auf der mehrmonatigen Elternzeittour durch Europa würde die Urlaubskasse gesprengt wenn der treue T4 (alt, viele Kilometer, aber von unten bis oben vom Bullispezialisten durchrepariert) mit eigenem Geld heimgeschleppt werden müsste.
Mit vielen Beispielen und Fragen, u.a. aus diesem Thread hier, war ich also beim ADAC, um eventuell eine Plus Mitgliedschaft abzuschließen. Vor allem wollte ich wissen, wie ich im Schadensfall einen möglicherweise wenig kompromissbereiten Entscheider am Notruftelefon vom Wert meines Fahrzeuges überzeugen kann damit es trotz z.B. Motorschaden nicht in die Presse wandert. Ein Anruf bei der Schadensabteilung hat dann Klarheit gebracht. Der Fahrzeugwert wird nicht ausschließlich nach Liste eingeschätzt!
Gerade bei Autos wie den hier diskutierten wird zusätzlich ein Vergleich des Kaufpreises aus verschiedenen Portalen hinzugezogen und eine Einschätzung des Abschleppers/Werkstatt vor Ort eingeholt. Außerdem sollte man eine Kopie des Kaufvertrages und Nachweise über wertsteigernde Ein-/Umbauten im Mailpostfach haben, um damit im Pannenfall schnell zeigen zu können, dass man eben keiner dieser "schnell-mal-für-den-Spanientripp-Rostlaubenkäufer" ist.
(bitte nicht persönlich nehmen, auch Spanien ist toll und soll hier nur Beispiel sein

).
Hat man das nicht, dann kann der Nachweis wohl sogar im Nachhinein erbracht werden, obwohl ich da etwas skeptisch bin.
Von Bedeutung kann zum Beispiel ein Wohnmobilausbau sein (am besten im Fz.-Schein eingetragen), Winde, Aufstelldach, Hochdach, Rußpartikelfilter oder anderes Wertsteigerndes.
Ein Wertgutachten des Autos in der Tasche zu haben ist zwar super und wird vom ADAC wohl auch in der Fahrzeugwertschätzung berücksichtigt, aber die Gelben verlangen es nicht und schon gar nicht verlangen sie es jährlich neu zu machen damit es berücksichtigt wird.
---soweit die Auskunft der Schadensabteilung des ADAC-----
Am Ende habe ich noch den Hinweis erhalten, dass ich im Voraus natürlich keine bindende Zusicherung bekomme, dass mein Auto im Pannenfall heim gebracht wird, sondern dass dies immer eine Prüfung am Einzelfall ist. Das deckt sich zwar eher nicht mit der Werbebotschaft, ist aber im Nachhinein betrachtet dennoch logisch.
Zudem wurde mir bestätigt, dass bei Mitarbeitern die aktuell mit dem "falschen Fuß aufgestanden sind" und daher nicht zugänglich sind, ein erneuter Anruf bei der Notrufnummer verständlich ist, um jemand anderen zu sprechen. Im Allgemeinen gibt es zudem noch die Möglichkeit etwas zu feilschen indem man im Zweifelsfall z.B. auf den Mietwagen oder andere (teure) Leistungen verzichtet und dafür dann die (evtl. im Einzelfall nicht wirtschaftliche) Fahrzeugrückführung erhält.
Ein Nachweis, dass die Reperatur doch billiger als von ADAC und Werkstatt vor Ort angenommen ist, kann unter Umständen auch weiterhelfen, wenn das Fahrzeug damit eben kein wirtschaftlicher Totalschaden mehr ist - beispielsweise daheim in der Werkstatt des Vetrauens.
Ob die, wie ich finde plausiblen Auskünfte des ADAC, nun aber in der Realität Bestand haben kann ich natürlich noch nicht sagen. Mich haben sie allerdings für den Moment so weit überzeugt, dass ich eingetreten bin. Falls Bulli Balu aber mal im Ausland in die Knie geht, werde ich hinterher hier wieder schreiben, ob der ADAC so hilfbereit und kulant ist wie angenommen.
Ich hoffe, dass das, trotz des Alters vom Thread noch jemandem weiterhelfen kann.
Beste Grüße in alle individualbereisbaren Ecken dieser Welt und eine angenehme Woche,
Hagen
PS: Wer Zweifel an der Echtheit meiner Person hat, kann sich gern auf der Seite von meiner Frau und mir nebendemweg.de/ueber-uns/ davon überzeugen dass es mich wirklich gibt.