Hm, also ich bin auch ein großer "Sandalen in der Wüste"-Fan. Nachdem ich früher immer und überall meine Solomons mitgeschleppt und sie immer weniger benutzt habe (zu schwer, zu warm), habe ich bei der letzten Tour (230 km, September, tunesische Sahara) die Probe aufs Exempel gemacht und erst gar keine festen Schuhe mitgenommen.
Hatte dabei: 1 Paar gute Trekkingsandalen und 1 Paar (haltet euch fest) leichte Gummizehenschläppchen von Ipanema, die eigentlich für abends an den Lagerplätzen gedacht waren.
Ich hab nicht mitgemessen, aber grob geschätzt hab ich die Tour dann folgendermaßen zurückgelegt: 110 km barfuss, 60 km in den Zehenschläppchen, 30 km in den Trekkingsandalen, 30 km auf dem Rücken meines Kamels. Barfuß ist mir persönlich am angenehmsten, man muss halt seine Augen benutzen um zu gucken wo man hingeht. Es geht morgens und am späten Nachmittag, während der Mittagshitze ist der Sand zu heiß, da habe ich gerastet und nach dem Weitergehen bis zum Abkühlen des Sandes die Zehenschläppchen benutzt. Die Trekkingsandalen habe ich nur benutzt, wenn die Gegend steinig war (und ich das nicht auf dem Rücken meines Kamels umging

) oder um Dünen zu erklimmen, wenn der Sand noch zu heiß war, dann in Kombination mit Socken. Wenn man im Weichsand mit den Trekkings läuft empfiehlt es sich ebenfalls ein paar Socken im Gepäck zu haben zur Vermeidung von Blasen - oder halt barfuss zu gehen. Bei steilem Gelände finde ich barfuß ansonsten ideal, da der Sand doch irgendwie immer in die Schuhe dringt und nervt und sie schwerer macht.
Kann natürlich nur von mir und meinen Erfahrungen sprechen, aber das war die erste Tour, bei der ich auch nicht den Anflug einer Blase hatte.
Wichtig: Im Dunkeln NIE barfuß, da waren die Zehenschläppchen immer in Griffweite (Skorpione).