Kamerun schaltet in Gebieten, wo vorwiegend englisch sprechende Menschen wohnen, das Internet ab. Die Abschaltung kam nach Protesten von englischsprechenden Anwälten, Lehrern und Studenten, die gegen das Verbot von zwei anglophonen Gruppen protestierten. Der Nordwesten und Südwesten des Landes sind seit acht Tagen ohne Internet.
Protests in the Anglophone regions have been going on for years, but intensified late last year when protests turned violent.
Anglophone teachers, lawyers and students have been on strike since early December with many urging peaceful protests to call for the establishment of a two-state federation.
On Monday, Cameroonian President Paul Biya reportedly signed a decree establishing the National Commission of Bilingualism and Multiculturalism in the country.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
In Kamerun brodelt es seit Monaten zwischen dem frankophonen und dem anglophonen Teil. Für Sonntag sind weitere Demonstrationen angekündigt, die für den anglophonen Teil die Unabhängigkeit fordern ...
Cameroon has deployed 1,000 extra members of the security forces to English-speaking areas ahead of a large protest planned for Sunday. Secessionists are planning to celebrate what they are describing as the independence of anglophone Cameroon. There have been months of protests in English-speaking parts of the country against what people say is discrimination by the francophone majority. There have been growing calls for secession, with some demonstrators flying the blue and white flag of an independent anglophone Cameroon.
Im anglophonen Westen Kameruns eskaliert die Gewalt zwischen bewaffneten Separatisten und der Armee. Die Stabilität steht auf dem Spiel ...
Es ist, sagen kamerunische Beobachter, ein klassischer Bürgerkrieg niedriger Intensität in einem Land von zentraler Bedeutung für die Stabilität Afrikas – und nun hat die Regierung ihn auch offiziell erklärt [...] Verteidigungsminister Joseph Beti Assomo kündigte am Samstag an, er werde die Anweisung seines Staatschefs „bedenkenlos“ umsetzen – „um den gesunden Teil der Bevölkerung zu beruhigen“. Ziel der harten Worte, denen jetzt Taten folgen sollen, sind die Anhänger einer Abspaltung des anglofonen Westteils von Kamerun, dessen symbolische Unabhängigkeit unter dem Namen „Ambazonien“ am 1. Oktober radikale Sezessionisten verkündet hatten. Seit am 8. November in Bamenda, der größten Stadt im anglofonen Westen, eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurde, hat sich der Konflikt gefährlich zugespitzt.
Im unruhigen englischsprachigen Teil von Kamerun hat die Armee am Wochenende mindestens 22 Menschen getötet. Die Zusammenstöße ereigneten sich am Samstag im Dorf Menka im Westen des Landes. Die Armee bestätigte den Vorfall und bezeichnete die Getöteten als "Terroristen" ...
In der deutschsprachigen Presse liest man kaum etwas über die immer unübersichlicher und scheinbar auch gewaltsamer werdende Situation im anglophonen Teil Kameruns ...
Die Gewalt im englischsprachigen Landesteil Kameruns zwischen Separatisten und Sicherheitskräften droht Amnesty International zufolge weiter zu eskalieren. Polizei und Militär hätten willkürlich Menschen festgenommen, gefoltert und sogar getötet, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Tausende Menschen seien daher außer Landes geflohen, wie Amnesty am Dienstag in einem neuen Bericht erklärte.
Parts of Cameroon have been gripped by unrest since activists stepped up their campaign for independence in 2016. The clashes have been in the mainly English-speaking North-West and South West regions. Activists claim the country's French-speaking majority is marginalising the English-speaking minority. BBC’s Africa Security Correspondent Tomi Oladipo explores the growing conflict
Ich hab neulich einen Kameruner getroffen, der in DE lebt und der von den Streitigkeiten zwischen den englischsprachigen und den frankophonen Kamerunern berichtete und das ganze Thema als "grausam" darstellte: Häuser würden niedergebrannt. Es sei verwunderlich, warum sich die Medien in DE nicht für dieses Thema interessierten.
In Kamerun spitzt sich der Konflikt zwischen englischsprachigen Separatisten und der französischsprachigen Mehrheit immer mehr zu. Seit Monaten kursieren dazu grausame Videos im Internet ...
Wackelige Bilder, ein Mann in Panik. "Sie wollen uns alle töten, sie wollen uns alle töten!", schreit er. Er rennt durch sein Dorf, das in Flammen steht, während er mit dem Handy die Szenen filmt. Ähnliche Videos zeigen seit Monaten dasselbe: brennende Dörfer, Schüsse, Menschen, die sich verstecken, flüchten, die misshandelt oder sogar getötet werden - vor laufender Kamera. Der Mann hält handtellergroße Patronenhülsen in seinen zitternden Händen. "Diese Kugeln sind für uns - für Zivilisten! Vereinte Nationen, seht ihr das? Wollt ihr, dass sie uns alle umbringen?" Der englischsprachige Nord- und Südwesten Kameruns droht in einem Bürgerkrieg zu versinken. [...] Jetzt hat Kameruns Regierung ein millionenschweres Entwicklungsprogramm für den englischsprachigen Teil des Landes beschlossen. Das Programm soll der vernachlässigten Region helfen und Kamerun wieder Frieden bringen.
hallo Wüschigemeinde
Kamerun, wieder einmal ein Beispiel von vielen in Afrika und die nächsten Flüchtlinge sind schon im Anflug.
Wo bleiben Diejenigen die meinen man muss dort unten helfen und wie sie sich das vorstellen?
Im Kongo, Nigeria, Sudan usw. spielt sich ähnliches ab und was tun wir?? Reden, reden und nochmals reden.
Hier ist es die Religion, da der Machterhalt, Hauptsache man kann sich die Köpfe einschlagen.
Die UN ist als Beobachter abgestellt, wie überall, die UNO ein gut bezahlter Verein von Abwartenden ohne Kompetenzen.
Macht mal einen konkreten Vorschlag, wie man an diesen Orten helfen kann ohne militärisch einzugreifen?
Die Franzosen mit ihrer Fremdenlegion sind die einzigen, die an einigen Orten für relative Ruhe sorgen, dafür werden sie von vielen verteufelt, weil sie sich vielfach nicht an unsere ach so feinen Regeln halten, immer halblegal, aber die Köpfe hinhalten.
Sagt mir, wer soll für Ordnung sorgen und wie, ohne mit unseren Gesetzen in Konflikt zu kommen?
All diese Länder mit ihren pseudo Regierungen schaffen das nicht, nur wer soll es richten?
Was bleibt da anders als uns abzuschotten, oder wollen wir irgend wann das gleiche Chaos als in diesen Ländern?
nachdenkliche Grüsse
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Gewalt im Westen Kameruns treibt immer mehr Menschen in die Flucht nach Nigeria. UNO und Regierung befürchten, dass die Gewalt übergreift ...
Zudem gibt es Gerüchte, dass sich kamerunische Sicherheitskräfte unter die Flüchtlinge mischen. Es ist ein Grund, weshalb der UNHCR entschied, die Flüchtlinge – mittlerweile hat Nigeria nach eigenen amtlichen Angaben mehr als 21.000 Menschen aus Kamerun aufgenommen, nach UN-Angaben einige Tausend mehr – ins Landesinnere zu bringen. „Würden sie in der Nähe der Grenze bleiben, könnte das für Unsicherheit sorgen. Möglicherweise würden Kräfte der kamerunischen Regierung nach ihnen suchen“, erklärt in Nigerias Hauptstadt Abuja Antonio José Canhandula, UNHCR-Repräsentant in Nigeria.
Separatisten, Islamisten, ein unbewegliches Regime: Kamerun zittert. Im Oktober will sich der 85-jährige Präsident wiederwählen lassen ...
Am 7. Oktober soll ein neuer Präsident gewählt werden, und am Freitag vergangener Woche kündigte Präsident Paul Biya, der das Land seit 1982 regiert, seine Kandidatur für eine siebte gewählte Amtszeit an. Die Festlegung des Wahltermins beendet Spekulationen, die seit Juli um sich griffen, als das Parlament die Parlamentswahlen auf Oktober 2019 verschob. Doch die Präsidentschaftswahl findet jetzt vor einem düsteren Hintergrund eskalierender Gewalt statt [...] Der Analyst Adamo Nzie sieht das 24 Millionen Einwohner zählende Land jetzt am Rand des Abgrunds. „Die Krise in Kamerun ist eine derjenigen auf der Welt, über die am wenigsten berichtet wird. Sie wird die Welt überraschen, wenn der Wahlkampf und das Wahlergebnis in den offenen Konflikt führen“, sagt er.
Die Gräueltaten in Kamerun gehen weiter, auch wenn in unserer deutschsprachigen Presse kaum etwas dazu berichtet wird ...
At the weekend, armed men attacked a school near Buea in the Southwest Region, wounding more than 20 people including children, according to the governor of the province [...] Separatists have put pressure on parents to keep their children out of school as part of a boycott, and there have been reports of raids and arson attacks on schools. Seven students and their headteacher were kidnapped on 3 September from the Presbyterian comprehensive secondary school in Bafut in Northwest Province. The teacher was allegedly tortured before the students were released.
Rights group Amnesty International has authenticated a viral video showing the decapitated head of a Cameroonian security officer apparently filmed by separatists [...] This video is the latest in a series of clips from Cameroon's violent conflict to circulate online. The Amnesty forensic experts who examined it say the gendarme had bruises on his head, which was laid on a blood-soaked cloth close to what they say could be his genitalia. An individual identifies himself in the clip as being a member of the armed separatists group "Ambazonia Liberation Forces". Amnesty believes the video was filmed in Cameroon's North-West region, but says it has not been able to determine the exact location. Aid agencies' efforts to assist civilians have been frustrated by the struggle to access conflict areas. Journalists have also been denied access to conflict zones.
Kamerun darf den Africa Cup 2019 doch nicht ausrichten. Der Stadionbau ist im Verzug und im Westen des Landes tobt ein blutiger Konflikt. Es wäre ein Fußballturnier praktisch im Krieg ...
Ahmad Ahamd, der Präsident der Afrikanischen Fußballkonföderation CAF machte es kurz: "Wir haben entschieden, Kamerun die Ausrichtung der Afrika-Cups 2019 zu entziehen", verkündete er. Jede andere Entscheidung wäre auch einigermaßen erstaunlich gewesen. Die Notbremse der CAF kommt wahrlich in letzter Minute [...] Fast noch mehr Einfluss auf die Entscheidung des Afrikanischen Fußballverbandes dürfte aber die Sicherheitslage gehabt haben. Im Südwesten Kameruns sollten auch Spiele des Afrika Cups ausgetragen werden, in der Stadt Limbé. Seit vielen Monaten tobt aber im Südwesten ein erbitterter bewaffneter Konflikt.
Kameruns Rebellen haben eine virtuelle Währung ausgegeben, um die Unabhängigkeit zu finanzieren. Der AmbaCoin ist nach der sogenannten Republik Ambazonia benannt, einem selbst erklärten unabhängigen Staat in Kamerun ...
The AmbaCoin, a bitcoin-like currency based on the blockchain software principle, is named after the so-called "Republic of Ambazonia", a self-declared independent state in Cameroon's Northwest and Southwest Regions. "The People of Ambazonia has created AmbaCoin, a tradeable digital token that can be used as a currency, a representation of an asset, a virtual share, a proof of patriotic citizenship," according to the currency's website. "All sales of the AmbaCoin will be directed to fund the Ambazonian Cause, to assist Refugees & Internally Displaced Persons, to rebuild homes destroyed by occupying military forces, and to defend communities from the repressive regime of La Republique Du Cameroun." [...] It said there had been more than 28,000 pre-orders for the currency, a figure that could not be verified independently. Buying one "amba" for the "Ambazonian Crypto Bond" costs 25 US cents.
Auf der Straße zwischen Buea und Kumba wurden gestern 30 Menschen entführt. Entführungen und Erpressungen gegen Lösegeld sowie Angriffe auf Polizei und Militär haben zugenommen. Auch öffentliche Gebäude und Schulen sind Ziel der Gewalt ...