Sandlover Tour Mauretanien 2017

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Süd-Sudan, Äthiopien, Somalia, Senegal, Gambia, Bissau, Guinea, Sierre Leone, Liberia, Cote d' Ivoire, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Zentralafrika, Eritrea, Djibouti

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Sandlover
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Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Sandlover »

Liebe Leute,

Birgitt und Alexander haben mich gefragt, ob ich meinen Reisebericht über eine wunderschöne Mauretanien Tour ins Wüstenschiff stelle.....

Geplant war eine 12 tägige Endurotour von Nouakchott aus über Ben Amira, nach Atar, ins Adrargebiet und wieder zurück nach Nouakchott. Die Bikes sollten ca. 40 km Teer fahren (liegt an meiner hochgradigen Teerallergie). Dazu hatten wir 2 Pickups mit Fahrer und Idoumou gemietet.

Und dann gings in Altenplos in der Nähe von Bayreuth los. Ein Sprinter mit 2 Motorrädern, voll bis oben hin; und ein Hänger mit 3 Bikes und einem 600 l Benzintank. Außerdem jede Menge Proviant, 2 Kühlschränken, einer Schleifkorbtrage mit Vakuummatratze, Werkzeug, Ersatzteile und 125 Büchsen Kulmbacher Bier!!!

In Spanien bin ich dann auf Trickdiebe reingefallen (ich dachte immer mir "alten Hasen" passiert sowas nicht), was das Ganze fast beendet hätte. Meine Frau in Deutschland hat mich dann aber ermutigt, doch weiter zu fahren. Vorher musste Sie und einer meiner Söhne aber erst wieder fast alle Papiere der Bikes, viele Nummernschilder, ein Carnet A.T.A. und jede Menge Geld besorgen. Ich mach´s kurz: nach 5 Tagen Verspätung gings weiter. Jetzt war mein Sohn mit von der Partie, vorher wäre ich alleine gewesen. 5 Tage Verspätung wäre nicht so schlimm, wenn nicht 3 weitere Teilnehmer am 20.01. mit dem Flugzeug in Nouakchott angekommen wären.

Ich habe dann mit Idoumou ausgemacht, dass er ihnen die Sehenswürdigkeiten von Nouakchott zeigt :lol: , bis wir ankommen.

Die ersten arabischen Wegweiser sind schon in: Spanien!

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Bei Carlos haben wir für 220,- € ein Fährticket nach Ceuta und zurück für den Sprinter mit Hänger gekauft. Das schien mir sehr günstig.

Wir sind dann doch mit zwischenzeitlichen enormen Grenzschwierigkeiten und mit einer vom Automaten gefressenen Kreditkarte (sie war also weg) tatsächlich von Tanger bis Nouakchott in 3 Tagen gefahren.

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Der Ortseingang von Tan-Tan

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Unterwegs:

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Die neuen LED-Zusatzscheinwerfer machen die Nacht zum Tag und trotzdem dachte ich ständig, das wir durch den Wald fahren. Obwohl es dort nirgends einen Wald gibt:

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Die neue Teerstraße im Niemandsland (mehr dazu gibt's bei der Heimfahrt). links die beiden Autos sind von der marokkanischen Polizei, dahinter ist ein Steinhaufen, das ist einer der Wachposten der Polisario. Man sieht auch das Ende der neuen Straße, danach geht es noch ca. 1 Km weiter wie immer...

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Der Wind war in Mauretanien wie immer stark:

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Und dann das hier:

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Ein paar Impressionen von Nouakchott (die Bilder sind nicht von mir, sondern vonTomas Meier; wir waren ja noch unterwegs in Richtung Mauretanien). Nouakchott hat sich total verändert. 2014 und 2015 war es noch ein vermülltes Dreckloch mit einer grenzenlosen Armut. 2017 stehen dort große Autohäuser, es wird bunter, sauberer. Man sieht keine Menschen die auf der Straße wohnen (ich fragte mich zwar wo die jetzt sind?) und alles ist am Häusle bauen.... Was es jetzt auch gibt, ist eine riesige Amerikanische Botschaft!!! Ja, kein Schreibfehler; die Amis haben jetzt Mauretanien als Freund entdeckt. Am Ortseingang und zum Flughafen sind unendlich lange Straßenlaternenreihen, die auch fast die ganze Nacht durch leuchten, allerdings gibt es dort noch keine Häuser oder Ähnliches, also vollkommen umsonst.

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Mein Sohn Jonas und ich sind dann auch so ungefähr um 21.00 Uhr im Camping le Sultan eingetroffen. Alle haben sich gefreut, dass es doch noch klappt und vor allem, dass dank Schmiergeld das Bier mit über die Grenze ging. Wer es nicht weiß: in Mauretanien gibt es keinen Alkohol!!!

Gleich geht´s weiter....
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
Sandlover
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Sandlover »

Am nächsten Tag haben wir dann die Stromanlage aus dem Sprinter (Zusatzbatterie, Entladeschutz, Steckdosen) ausgebaut und in einen Pickup eingebaut. Dieser bekam auch beide Kühlschränke auf den Rücksitz. Hinten drauf waren die Zargeskisten, Stühle, Tische, Wasser..... Der andere Pickup bekam den 600 l Tank und nochmal 220 l in 20 l Kanistern auf die Ladefläche, und das ganze restliche Gepäck auf die Rückbank. Alles hat gut geklappt.

Vielleicht ein Tip für diejenigen, die sowas mal machen wollen: Bei meiner ersten Tour habe ich nicht selbst die Pickups beladen, sondern die Mauretanier. Sie haben die Sachen einfach nur draufgeschmissen und ein Netz drüber. Spanngurte kennen diese Leute nicht und haben sich auch nach 12 Tagen mit dem Gebrauch derselben äußerst hart getan. Deswegen haben wir immer selber die Autos beladen und die Mauretanier haben gerne mit geholfen. Das war ok so.

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Das ist das Auto mit den Benzintanks und oben drauf im gestreiften Outfit verpackt die Schleifkorbtrage mit der Vakuummatratze.

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Und dann gings endlich los: wir sind tatsächlich fast pünktlich losgefahren. Laut ursprünglichem Plan sollte es morgens losgehen, aber durch die Umstände war es mittags. Nach ein paar Kilometern Richtung Norden, sind wir an der Abzweigung zum neuen Flughafen auf eine Piste abgebogen, in Richtung Osten. Diese Piste geht geradeaus und wird auf den ersten 50 km nicht mehr benutzt. Dementsprechend war sie auch mit vielen Sandverwehungen, Tiefsand und kleinen Sandhügeln übersäht. Ich musste aufpassen!!!

Eine Begegnung mit einem Kamel:

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Der erste Biwakplatz: endlich!!!

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Die erste Begegnung mit mauretanischen Dünen: Nun bin ich schon einige, auch sehr hohe Dünen mit diesem Motorrad gefahren, aber sowas hatte ich noch nicht erlebt. Ohne Vorwarnung ist der Sand/sind die Dünen in Mauretanien auf einmal so weich, dass ich mit dem Bike sofort versunken bin. Hier hilft nur verdammt schnell zu fahren, und das ist nicht immer gut.

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Am Abend gab es Krenfleisch aus Deutschland. Die beiden Fahrer haben anfangs misstrauisch mit dem Besteck das Essen zerteilt, bis ich Sie gebeten hatte sich wie zuhause zu fühlen und das heißt mit den Fingern essen. Beide haben anstandshalber ein bisschen gegessen, sind dann gegangen, haben ein kleines Feuer geschürt und sich was gekocht. Idoumou hat es geschmeckt, er hat immer mit uns gegessen (nur beim Grillen hat er sich selbst versorgt). Naja, danach haben die Fahrer immer selber gekocht....

Am nächsten Tag wäre eigentlich Ben Amira auf dem Programm gestanden, aber, nachdem wir am Vortag erst mittags gestartet waren, hat das Ganze zeitlich nicht mehr gepasst und so ging es direkt neben der Teerstraße auf Pisten nach Atar. Dort waren wir bei Sidi Ahmed im Camping Inimi. Dort sah es aus, wie vor 3 Jahren. Kein Spiegel am Waschbecken, kein laufendes Wasser am Waschbecken........ Es ist seit 2014 dort nichts passiert. Sidi Ahmed ist zwar ein netter Mensch den ich auch gerne mag, aber das nächste Mal werde ich mir überlegen, ob ich nochmal dort hin gehe. In Mauretanien ist es meistens so, dass etwas gebaut wird und dann nicht mehr gepflegt wird. Dann verfällt das Gebäude... Hier ist es ähnlich.

Wir haben einmal dort Couscous von Sidi Ahmeds Frau gegessen und einmal gegrillt: Bratwürste, Steaks aus Deutschland und Ziege aus Mauretanien.

Der erste Morgen bei Sidi Ahmed brachte uns in Richtung Norden. Eine Rundtour stand auf dem Programm. Auf Google Earth sah alles aus wie eine Sandebene, ohne Erhöhungen:

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Der zweite Morgen hieß für uns Aufbruch. Die Karawane zog weiter. Die Bikes fuhren nach Norden bis Azougui

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und dann das Tal westlich in Richtung Terjit. Hier gab es eine "Piste", die auch schon länger kein Fahrzeug mehr gesehen hatte und schwer zu finden war. Der Sand im Flußbett war total schwer und tief, so dass wir dort nicht fuhren. Die Dörfer auf der Strecke waren alle komplett verlassen. Idoumou erzählte uns, dass die Mauretanier nur in den Ferien wieder zurück in ihre Dörfer kämen. Das ist im August.

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und dann waren wir in Terjit! Leider war das Badebecken versandet und keiner schaufelte den Sand raus - wir haben uns dann doch abgekühlt...

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Die Straße nach Terjit war teilweise geteert:

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Danach haben wir wieder für 2 Tage unser Lager aufgeschlagen, und zwar an einem der schönsten Biwakplätze, die ich je erlebt habe und das am Passe de Tifoujar oder besser am Fuß des Passes. Die "Küche und das Wohn- und Eßzimmer" waren inmitten der Bäume:

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Unser Biwakplatz:

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Und weiter gings auf unserer Tour:

Schweren Herzens haben wir uns von unserem schönen Biwakplatz verabschiedet. Übrigens kommt man dort nur mit einem guten Allradfahrzeug hin.

Weiter ging es in Richtung Chinguetti. Der Plan war über einen kleinen Gebirgszug in Richtung der großen Düne von Zarga zu fahren. Wir fuhren also zuversichtlich los, entlang dieses schönen Canyons durch Tiefsand, bogen dann nach rechts ab und fuhren in einem wiederum wunderschönen trockenen Flußbett weiter.

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Mittagspause:

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Idoumou kam auf die Idee Süßigkeiten für die Kinder besorgen zu lassen. Ein Kind ist auch brav losgezogen hat eingekauft. Naja, ich weiß, man soll das nicht tun. Ich fragte Idoumou, ob die Kinder denn Zähne putzen würden, was er bejahte. Was sollte er auch sonst sagen..... Aber, weiße, saubere Zähne hatten wirklich alle. Und über die Süßigkeiten haben sie sich auch sehr gefreut.

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Unsere Pickupfahrer: Zeit für einen guten Tee ist immer... und viel gelacht haben wir auch 8)

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Hier war auch für unsere Enduros Schluss, wir mussten umdrehen. An alle Endurofahrer: es ging bei dieser Tour oft gewaltig enduromäßig zur Sache, so auch hier. Allerdings waren die Steinstufen an diesem Aufstieg zu hoch. Ebenso sah man auch kein Ende der Steinwüste und nur noch einen winzigen Trampelpfad, der wohl eher von Eseln oder Kamelen, als von Menschen stammte.

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Die große Düne von Zarge; ein besonders beeindruckender Anblick:

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An diesem Tag waren wir lange vor den Versorgungsfahrzeugen am Biwak. Es wurde auch recht schnell kalt.... Abends haben wir wieder gegrillt und es uns gut gehen lassen. Allerdings nicht lange; es war eiskalt: - 2 ° Celsius!!!!!!

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Sonnenaufgang in den Dünen von Chinguitti:

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Wohl dem, der ein warmes Feuer hat!!! (man beachte Idoumou´s "Sockenwahl")

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Das war an diesem Tag unser Weg: von links nach rechts, dort ist Chinguetti.

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Nachdem ich mich sehr über die wärmenden Sonnenstrahlen gefreut hatte, ging unsere Reise weiter in Richtung der Oase Tanouchert. Man kann hier mit dem Bike rechts neben dem ausgetrockneten Flußbett in den Dünen fahren, oder eben auf der Hauptroute, und neben dieser sehr schön durch den Sand und die kleinen Dünen surfen. Mit dem Allrad würde ich aber nur die Fahrspur/Hauptroute nehmen, die ist auch nicht ohne...

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So ungefähr auf halbem Weg stießen wir auf dieses Haus: es ist ein Nomadenhaus, das diese nur im Sommer bewohnen. Naja, manche mögens heiß!!! Ich war im August 2014 in dieser Gegend. Damals hatte es geschätzte 40 - 50 ° Celsius. In Atar hatte ich mir damals einen Kaffee bestellt. Dieser ist nicht kalt geworden, aber schnell weniger.....

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Ja, und immer wieder sind wir "versunken". Mit dem Auto möchte ich dort nicht hineinkommen!!!

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Wir haben sie erreicht: die wunderschöne Oase Tanouchert. Zum Abendessen mussten wir unbedingt zu Familie Chigally. Und ich sage euch: es hat sich gelohnt. Allen schmeckte das Essen vorzüglich.

Der Passe de´ Herrour mit Blick auf Tanouchert.

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Madame Chigally beim Souvenir verkaufen

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Der Nachwuchs von Familie Chigally....

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Unser Biwakplatz zwischen Palmen und Dünen:

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Mit den Fingern essen will gelernt sein :roll:

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Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
Chrigu
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Chrigu »

Ich fühle mich grad wie Zuhause...

Danke für den super Bericht bis hier hin!

Ultraweichsand, wie Du ihn hier beschreibst, kann mit dem Auto befahren werden. Allerdings muss die Luft fast gänzlich raus aus den Reifen...
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
Carlo
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Carlo »

Hi Sandlover,

ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
Magst du was zum Trickbetrug erzählen, damit andere vorgewarnt sind?

Ciao, Carlo
Sandlover
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Sandlover »

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Servus Carlo,

oben siehst du mein Gefährt, mit dem ich unterwegs war. Am 2. Reisetag hatte ich in Höhe des re. Reifens des Hängers einen zusätzlichen Spanngurt angebracht. Kurz vor Benicarlo überholte mich ein Allerweltsauto, Golf oder so. Der Beifahrer zog beide Hände auseinander als ob er einen Gummi ziehen würde. Da schoss es mir ins Hirn: "Sch..... der neue Spanngurt ist aufgegangen". Leider konnte ich den Hänger nicht im Spiegel sehen. Ich hielt an und ging nach hinten. Dort passte alles. Der Beifahrer des Golfs war auch schon da und fummelte an meinem Ventil rum. Mein Reifen hatte aber Normaltemperatur, so dass ich gleich wieder einstieg. Das Ganze dauerte vom Stehenbleiben bis zum Anfahren laut meinem Garmin 24 Sekunden. Den Beifahrer habe ich auf mehreren Fotos auf der Polizeiwache zweifelsfrei identifiziert. Er käme aus Kroatien...

Servus Chrigu,
mit dem Auto war ich noch nicht in der Wüste. Das hebe ich mir für später auf, wenn ich nicht mehr auf die Enduro aufsteigen kann und keiner mir einen Schemel zum Aufsteigen hinstellt :lol: - aber reizen würde es mich auch schon...

Viele Grüße
Wolfgang
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Viele Grüße Wolfgang
Sandlover
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Sandlover »

Und nun geht´s weiter:

Wieder einmal schweren Herzens verabschiedeten wir uns von unserem Biwakplatz, dieses Mal in Tanouchert. Direkt bei der Abfahrt hatte ein Teilnehmer einen Platten. Ein Anderer nutzte das, um die Nachteinheit zu verlängern. Unsere Nacht war nämlich bald zu Ende: der Muezzin hatte wohl Schlafstörungen und erzählte uns über Lautsprecher stundenlang wie man betet und das sehr früh am Morgen.

Im Hintergrund sieht man wieder den Passe de´ Herrour.

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Dann kamen wir nach Chinguetti

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Das ist ein älteres Bild vom Ortseingang aus der Richtung Atar. Es gab ja mal die Diskussion im Forum, ob man mit dem Wohnmobil von Atar nach Chinguetti fahren kann:

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Die Tankstelle mit Boutique und Wohnstätte des Tankwarts in Chinguetti:

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Nach Kultur war niemanden, so dass wir einen Tee tranken und weiter fuhren in Richtung Amogjar Pass. Und hier hatte ich eine Route gebastelt, die genau am nördlichen Abgrund entlang führte. Es war ein Wahnsinnsanblick, als wir bis zur Kante vorfuhren und dann in die Ferne schauten. Sowas kann ich auch leider nicht fotografieren. Endurofahrerisch war es auch nicht ohne...

Auf dem ersten Bild seht ihr den älteren Herr: das ist Tomas, bei dem ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Viele Bilder dieses Berichtes sind von ihm. Danke auch an Jonas, für seine Bilder.

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Der Amogjar Pass war nur noch "ein paar Kilometer" entfernt; unser nächster Biwakplatz...

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Auf diesem Bild seht ihr Idoumou ohne Kopfbedeckung, meinen Sohn Hannes und rechts mich. Ich schaue nach oben und traue meinen Augen nicht: eine unbemannte Kriegsdrohne flog fast lautlos über uns!!! Die Amis haben in Atar zusammen mit den Franzosen einen Stützpunkt und überwachen die Grenze im Osten. Diese ist ca. 600 km Luftlinie entfernt. Wir hatten in Atar schon Kriegsspiele (Bombenabschuss, Gewehrschießerei) gehört und die Rauchwolke der Bombe gesehen, und nun die Drohne. Davon erfährt die Welt nichts..... Mauretanien der Freund der USA. Wenn das Herr Trump mal erfährt....

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Am nächsten Tag ging´s weiter:

Leider hatten wir am Amogjar Pass abends und am diesem Tag kein so schönes Wetter. Der Himmel war bedeckt. Stürmisch war es auf der Tour meistens; deswegen ist die Qualität der Bilder manchmal nicht so berauschend.

Wir wollten natürlich mit den Enduros den Pass runter und wieder hoch fahren. 2014 bin ich dort mit Idoumou mit dem Auto runterwärts gefahren. Danach waren wir am Ende des Passes bei der Frau eines Ziegenhirten. Sie erzählte uns, dass das letzte Mal vor 4 Wochen und davor vor einem Jahr jemand aus dieser Richtung gefahren kam.
Schaut euch das mal an; das war ein kleiner Werbefilm von 2014. von Minute 2.40 bis 2.50 sieht man den "Eingang zum Pass", ab Minute 2.51 dann die Fahrt mit dem Auto. Allerdings nur ca. den halben Pass. Dazwischen gibt es nochmal Etappen, bei denen ich vor Wackeln des Autos nicht filmen konnte:



Zurück zum Jahr 2017: Wir hatten ein paar Tage vorher Franzosen mit Enduros getroffen, die meinten, dass der Pass nicht mehr fahrbar wäre. Genau die richtige Antwort!!! Jetzt erst recht!!! Und ich sage euch, es hat funktioniert. Runterwärts war alles halb so tragisch. Mit meinem doch etwas schwereren Motorrad bin ich dann raufwärts etwas schneller geheizt, was gut geklappt hat. Ich war total happy.

Hier sind 2 kurze Filme dazu:





Hier seht ihr den Beginn des Passes, da fährt man runter. Danach folgen noch ca. 5 km. In dem Film gibt es die Stelle, wo das Auto so arg kippt und wir so lachen, das ist dort oben.

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Nach dem Amogjar Pass sind wir in Richtung Atar gefahren, und zwar über den Pass Passe d`Eugenat-M-Hairet. Auf jeden Fall könnte dort auch ein Wohnmobil fahren. Die steilen Passagen sind geteert; Der Ausblick in Richtung Atar ist grandios:

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So, das war´s für heute...
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
schnorr
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von schnorr »

sehr schön! ich freu mich auf mehr 8)
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Sandlover
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Sandlover »

Am nächsten Tag wollten wir südlich von Atar über das Gebirge. Nachdem Militärübung war, mussten wir einen anderen Einstieg nehmen und haben dann beschlossen, dass das nicht geht. Die Durchfahrt des Guelta de Mhairit war der nächste Plan. Wir kamen bis zum Einstieg ein paar Kilometer nach dem Dorf Mhairit und sind dann umgedreht. Der Sand war sehr tief und wir wussten nicht, ob wir durchkommen würden. Es hatte viel geregnet im Sommer und eventl. würde noch zuviel Wasser im Guelta stehen. Wenn wir dann umdrehen müssten, würde es sehr knapp mit dem Sprit, unseren Kräften und dem Tageslicht. Also sind wir bis zum Biwakplatz in der Gegend von Tentane gefahren. Und der hatte mal wieder Seltenheitswert:

Zwischen den Palmen, am vorderen Rand dieser Dünen (also mittig), lag unser nächster Biwakplatz.....

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Der Weg von Osten nach Westen und dann nach Süden:

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Wie ich schon geschildert hatte, mussten wir die Routen öfters ändern, nachdem der Sand unberechenbar von jetzt auf gleich total weich war. Zum Teil fast schon Fesch Fesch. Wer es nicht weiß: Fesch Fesch ist Sand, der fast schon wie Staub ist. Wenn du da reinfährst gibt es eine Staubwolke und dein gesamtes Bike ist versunken, bzw. schaut vielleicht noch 2/3 des Motorrads aus dem Fesch Fesch heraus.

Naja, an diesem Tag wollte ich eigentlich wo ganz anders fahren. Aber, das wären zu viele Dünen gewesen. Also sind wir wieder in Richtung Biwak Dakar (der Passe de Tifoujar) gefahren und dann in Richtung Südwesten mit dem Ziel Azouigi. Dort sollten die höchsten Dünen Mauretaniens sein, auf die auch noch niemand mit einer Enduro hinauf gekommen ist. Der Weg dorthin führte erst einmal über eine Steinpiste, dann ein schönes Sandflußbett, den Pass de Tifoujar und dann nach Südwesten. Die Fahrerei war auch an diesem Tag teilweise wirklich nicht leicht. Tiefsandpassagen mit den schweren Motorrädern schafft man nur vernünftig mit richtig Dampf im Kessel. Und das ist dann wiederum auch nicht ohne... aber deswegen waren ja dort :wink:

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Und dann kam´s: eine große grüne Wiese mit Feldern direkt neben den von Pflanzen "unbesiedelten" Dünen - ein Wahnsinnskontrast

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Jetzt kommt ein Ort, von dem ich auch gerne 20 Bilder und noch mehr einstellen könnte: Azouigi!!! Riesige Dünen und davor ein großes, breites ausgetrocknetes Sand/Flußbett mit ganz vielen Palmen!!!

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Markus fuhr nach vielen Versuchen als wohl/angeblich erster Endurofahrer auf diese Dünen hinauf!!! Respekt!!! Man erkennt ihn ganz oben als kleiner Schweizer, dabei ist er bestimmt 1.90 m groß.

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Wir sind zu zweit auf die höchste Düne hinauf geschnauft. Das war ein Kampf!!! Für den Ausblick hatte sich die Plagerei gelohnt.

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Ist das nicht ein schöner Arbeitsplatz? Da ließ es sich wunderbar kochen!!!

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Wieder einmal hatten wir auch wild romantische Schlafplätze. Ich persönlich schlafe am liebsten ohne Zelt, außer wenn es Mücken gibt. Der afrikanische Sternenhimmel ist einfach ein Traum. Gerade in Mauretanien gibt es kein Fremdlicht und die Sterne leuchten wunderschön.

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Das letzte Lagerfeuer mit dem vorletzten Bier:

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Das war der Weg an diesem Tag, von rechts nach links:

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Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
Sandlover
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Sandlover »

Langsam ging die Reise zu Ende, wir hatten noch 2 Fahrtage bis Nouakchott und wollten eigentlich auf der Nordseite des Erg Atmalich an dessen Rand entlang bis zu einer Stelle fahren, bei der man den Erg leicht durchfahren kann. Das sieht dort bei Google Earth so aus, als ob jemand die Dünen geteilt hätte (irgendwo gab´s das doch schon mal??? Aber doch nicht mit Sand) :lach:

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Wieder einmal mit Wehmut verließen wir am Morgen unseren schönen Biwakplatz. Nach ca. 20 km Luftlinie hatten wir einen Treffpunkt mit Tankstop, Wasser usw. mit den Fahrern der Autos ausgemacht. Einer von uns blieb dort und wollte auf unsere Rückkehr warten. Warum? In dem kleinen Dorf gab es nette Leute, Tee...... Die Anderen fuhren los.

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Es dauerte nicht lange, da wurde der Wind stärker und immer stärker. Mittlerweile konnte man das Ganze schon als Sandsturm bezeichnen. Bei dem Punkt "hier" auf dem letzten Foto haben wir dann so gut wie nichts mehr gesehen und drehten um.

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Was tut man bei einem Sandsturm? Wenn man nicht weiß, in welchem Gebiet er noch wütet und man noch ein bisschen sieht und weiß, wo man ist (Danke an mein Navi), fährt man weiter in der Hoffnung, dem Sturm zu entfliehen. Genau das haben wir getan. Die Navigation war eine echte Herausforderung. Unser Navigator an diesem Tag hat das hervorragend gemacht. So sind wir dann am Rand des Erg Atmalich entlang gefahren, ohne, dass wir davon etwas gesehen hatten, und dann nach ca. 30 km in Richtung Akjoujt abgebogen. Nach weiteren 30 km haben wir diese Stadt erreicht. Der Wind war immer noch so stark, dass ein Biwak keinen Spaß gemacht hätte. Deswegen haben wir im Hotel Babe Esselam am Ortsende in Richtung Nouakchott übernachtet. Ich rate niemanden dort hin zu gehen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Für Mauretanien war es ok, aber wieder einmal versuchte man uns viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Wir haben uns dann auf 50,- € für alles geeinigt, was gerade noch akzeptabel für mich war. So ist das in Mauretanien, wer nicht nein sagen kann, zahlt unheimliche Preise für nix. Natürlich muss man immer vor jeder Dienstleistung oder jedem Einkauf von z.B. Schmuck oder so, den Preis aushandeln! Und bitte nie vergessen, dass bei Touristen mit dem (schätze ich) zehnfachem mit dem Handeln begonnen wird. Nur in modernen Einkaufsmärkten ist das anders. Vielleicht auch bei Brot oder Wasser.

Ein paar Eindrücke von Akjoujt:

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Am nächsten Tag ging es dann noch in Richtung Nouakchott. Die Teerstraße musste für 170 km herhalten, was meiner Teerallergie nicht zu Gute kam. Danach dann endlich wieder Offroad!!! Und das fast bis zum Campsite am Atlantik. Bei Nicco war die Rallye Intercontinental zu Gast. Um ein bisschen Nachtruhe zu genießen sind wir dann auf den Nachbarcampingplatz in Richtung Süden/Nouakchott gegangen. Der ist ähnlich wie Niccos Campsite: nicht gerade günstig, keine funktionierende Dusche und dafür aber europäische Preise. Trotzdem war es dort vor allem zum Schlafen sehr schön. Der Atlantik rauscht und der afrikanische Sternenhimmel als letzter Anblick vor dem Einschlafen sind schon wunderschöne Eindrücke. Das habe ich auf dieser Tour auch sehr genossen.

Dieses Bild entstand in den Dünen von Chinguetti, bei 0 ° Celsius

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Zurück am Atlantik, wo alles begann...

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Wir brauchten noch einen ganzen Tag um alle Sachen sicher im Sprinter und auf dem Hänger zu verstauen.

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Der Strand nördlich von Nouakchott

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Die Tour war zu Ende und wir alle ein bisschen wehmütig und irgendwie auch traurig und trotzdem glücklich. Wenn mein Gefühl mich nicht trügt haben wir alle Mauretanien, die freundlichen Menschen, das Endurofahren und diese Zeit sehr sehr genossen.

Aber auch in Mauretanien bleibt die Zeit nicht stehen. Die Teermaschine läuft.....

Naja, und dann musste ich das ganze Equipment ca. 5400 km wieder nach Franken fahren...

So, nun bin ich mit meinem Reisebericht am Ende und hoffe, dass ich euch nicht zu sehr gelangweilt habe :wink:

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Wer weiß welches Gebäude das in Nouakchott ist?

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Es ist die Amerikanische Botschaft, 2017 fertig gestellt.


Auf dem Weg nach Hause habe ich im Niemandsland den damaligen Konflikt zwischen Marokko und der Polisario mit gekriegt:

Dieser Polisario Posten stand direkt neben der Straße (die steinige Piste im Vordergrund).

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Auf diesem Bild sieht man in der Mitte auf der kleinen Erhöhung das Wohnmobil der UN-Truppen. Nachts fahren sie ca. 80 km nach Norden in das Motel Barbas. Links ist die Polisario und in der Mitte führt die Straße durch. Im Vordergrund sieht man übrigens nochmal den Rest der unbefestigten Straße durch das Niemandsland. Marokko hat ja die ersten ca. 4 km geteert. Deswegen ging der ganze Quatsch ja wieder los.

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Ende
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
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Cheldon
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Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Cheldon »

Danke für deinen Bericht und die tollen Bilder, insbesondere von den Dünen Azuigi. Mit unserm Sprinter trotz 4x4 bleibt es ein Traum.

Mit freundlichen Grüßen und Fotos von 2015
Rolf

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Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Sandlover
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Sandlover »

Servus Rolf,

hast du vielleicht die Koordinaten von den Wüstenkrokodilen? 2020 geht´s für uns wieder los und da wollen wir dort hin.

Ich weiß ja nicht, was für eine 4 x 4 Ausführung du hast, aber ca. 10 km südwestlich von Azuigi beginnt eine ganz normale Piste. Und von dort bis auf ca. 2,5 km vor Azuigi dürfte auch kein Problem sein. An die restlichen 2,5 km kann ich mich leider nicht mehr erinnern, weiß aber noch, dass nicht weit weg von den Dünen ein Dorf ist und da führt immer ein "normaler" Weg hin.

Viele Grüße und Danke im Voraus für die Koordinaten

Wolfgang
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Alexander
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Alexander »

Hallo Wolfgang,

die Krokodile findest du bei N 16.542856 W 10.746696. Danach noch einige hundert Meter zu Fuss. Auf dem Satellitenbild, wo du die Bäume siehst befindet sich das Guelta.


Größere Kartenansicht

Grüsse
Alexander
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Cheldon
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Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Cheldon »

Wolfgang, wir haben in Kiffa einen Fahrer mit Geländewagen organisiert und sind mit dem zum Guelta Matraucha gefahren. Mit ihm haben wir den Pool gemeinsam gesucht und gefunden.

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Wir fahren einen CS Independent 4x4 und wollen ihn auch noch einige Jahre nutzen. Die Strecke zum Guelta ist recht "verwinkelt" und stellenweise sandig. Buddeln und Risiken, da gibt es Widerspruch meiner Frau.
Wir fahren Pisten, auch mal Sand, das Auto ist jedoch immer max. beladen und es soll uns ja wieder heimbringen.

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Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Sandlover
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von Sandlover »

Hallo Rolf,

ein sehr schönes Auto habt ihr da. Ich würde aber auch keine Experimente damit machen, schon gar nicht alleine in Mauretanien im schweren Offroadgelände herum fahren. Wenn da was kaputt geht hast du ein Problem. Mit 2 Fahrzeugen ist das dann leichter.

Bei den EnduroTouren haben wir auch immer ein, besser 2 Begleitfahrzeuge und einen ortsansässigen Guide dabei. Einmal hatten wir einen schweren Motorradunfall entlang der Eisenbahnstrecke. Seitdem habe ich großen Respekt vor dem Mauretanier.

Wenn du in einer solchen Situation alleine mit deinem Sprinter bist, ist das schlecht. Wir mieten diese Begleitfahrzeuge übrigens immer mit Fahrer für ca. 80,- € pro Tag; man muss aber 14 Tage nehmen, nicht z.B. 12 Tage.

Hallo Alexander,

vielen Dank für die Koordinaten und die Info. Ich kenne aber nur die Einteilung in Grad, Minuten und Sekunden. Da gibt es diese nicht: W 10.746696. War die 7 vielleicht ein Schreibfehler? Ich habe das Ganze auch mal umrechnen lassen, dann kam ich im Niger raus....

Viele Grüße
Wolfgang
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ursula
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Re: Sandlover Tour Mauretanien 2017

Beitrag von ursula »

hallo Wolfgang

danke für die vielen tollen Fotos!

Sonst alles ok - siehe unten - musst vor der 10 ein Minuszeichen setzen -10.746696

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Viel Erfolg beim Suchen!
Grüsse
Ursula
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