Regie: Johannes Naber
Deutschland/Albanien 2010 - 107 min.
Kinostart: 04.08.2011
Arben ist jung, arm und Albaner. Statt zur Schule zu dürfen, muss er in Griechenland schwarz arbeiten, doch das Geld reicht trotzdem nicht für seine bettelarme Sippe, die in einem kleinen Bergbauerndorf in der Karstwildnis lebt. Nun braucht er 10.000 Euro: Seine heimliche Liebe Etleva ist schwanger, und ihr Clan sperrt sie ein, bis er die Mitgift auftreibt. Die will er illegal und ohne jede Sprachkenntnisse in Deutschland erarbeiten. Dort trifft er Slatko, der ihn in eine Schlepperbande einführt.
Erschreckend realistisches Moraldrama um einen jungen Albaner, der in Deutschland kriminell wird, um seine große Liebe daheim heiraten zu können [...] Die Schilderung der Lebensumstände Illegaler ist beklemmend und auf packende Art dokumentarisch angelegt, auch wenn der Tonfall letztlich zur Elegie neigt. Arben ist nicht nur wiederholt schlecht beraten - zum unverschuldeten Unglück gesellt sich das selbstgewählte hinzu. Das ergibt einen Fatalismus, der längst nicht so aussichtslos ist, wie es die melodramatische Konstruktion unterstellt. Ein Wermutstropfen in dem sonst so aufregenden Max-Ophüls-Preisträger ... mehr
Dazu eine Kritik bei m&c
Gruß
Birgitt



