Gerade der Kongo unter der Fuchtel des Herrn Kabila ist ein Paradebeispiel, wie die Welt bewusst den Blick abwendet und die Realitäten ausblendet. Zur AZ, allein schon diese Bemerkungen zeigen, wes Geistes Kind der Schreiberling ist
"So schwer es für viele Kritiker zu akzeptieren ist: Die einzige Chance für Entwicklungsländer, sich wirklich zu entwickeln, liegt oft darin, für einen Übergangszeitraum ein höheres Verschmutzungsniveau und niedrigere Gehälter in Kauf zu nehmen – genau wie dies in Europa im Frühkapitalismus der Fall war. Man kann dies Ausbeutung nennen – aber auch Industrialisierung. Für den Kongo ist dies derzeit der einzig gangbare Weg zu etwas mehr Wohlstand. Wer dies verhindern will und lieber, wie im Fall von Coltan, keine Investitionen wünscht, sorgt oft unbeabsichtigt dafür, dass die allermeisten Menschen in Afrika noch lange in abgrundtiefer Armut verharren werden."
Nach seiner Meinung sind also moderne, neuzeitliche Maschinen, Prozesse und Techniken für Entwicklungsländer verboten, die sollen gefälligst mit veralteten Methoden arbeiten... Wir dagegen installieren Filter, Kats etc. und sehen zu (und weg!), wie andernorts Natur und Umwelt dauerhaft geschädigt werden. Unsere Enkel dürfen dann in 30 Jahren die Renaturierung und Wiederinstandstellung teuer bezahlen! Pfui Teufel, sag ich da bloss.
Reisewarnung des EDA, Auszug:
"Es ist verboten, uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren. In Kinshasa darf generell nur mit einer offiziellen Bewilligung fotografiert werden.
Autofahrer, die bei einer Begegnung mit dem Fahrzeugkonvoi des Präsidenten nicht unverzüglich die Strasse freigeben und anhalten, werden bestraft. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet. Die Haftbedingungen sind prekär."
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 39794.html
http://www.gtz.de/de/weltweit/afrika/13226.htm
Zur Situation im Osten der DR Kongo aus dem Bundestag:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/138/1613863.pdf
Steht denn BRD im Kongo etwa für „Bescheisse richtig Deutschland“
http://www.cebfx.net/?p=3738&wpmp_switcher=mobile
Betrug um Betrug:
http://www.taz.de/!82509/
http://www.3sat.de/mediathek/?display=1 ... &obj=23604
http://blog.zeit.de/kongo/2011/12/19/ko ... eiter-akt/
Hier ein Auszug daraus:
"Man hätte, zweitens, Kabila und seinem Machtzirkel in den vergangenen Jahren immer wieder verdeutlichen müssen, dass es inzwischen gezielte Sanktionen gibt gegen Politiker, die ihre Auslandskonten mit der Beute aus der Staatskasse füllen. Kurz vor den Wahlen am 28. November hatte Eric Joyce, Vorsitzender der Arbeitsgruppe zur Region der Großen Seen im britischen Parlament, einen Bericht veröffentlicht, wonach Kabila und Co. Rohstoffkonzessionen weit unter Wert an ausländische Scheinfirmen (zugelassen auf gute Freunde des Präsidenten) verscherbelt und die öffentliche Hand damit um über fünf Milliarden Dollar geprellt haben. Das entspricht nach Berechnungen des Kongo-Experten Jason Stearns 80 Prozent des jährlichen Haushaltsbudgets.
Dass so etwas immer noch möglich ist, ist ein Skandal. Dass es inzwischen zum Untersuchungsgegenstand eines europäischen Parlaments wird, ist ein Fortschritt – so viel investigative Energie würde man sich auch im Bundestag mal wünschen. Was (noch) fehlt, sind politische Konsequenzen. Also konsequenter Druck seitens des IWF und anderer Geldgeber, Untersuchung weiterer Fälle, gezielte Sanktionen."
Es reicht, wenn der Betrag nur halb so gross ist:
http://www.mlpd.de/2012/kw02/kongo-mass ... demokratie
Das ist neu – diese Bewegung, noch spontan, wenig organisiert, aber sehr heftig, drückt einen Sprung im Bewusstsein der Massen aus. Kabila hatte ihnen Entwicklung des Landes und Frieden versprochen – und was hat er gemacht? Er hat sich, seinen Clan und seine Gefolgschaft bereichert. In seiner Amtszeit hat er dafür rund 25 Milliarden Dollar an die Seite geschafft. Das an Bodenschätzen so reiche Land hat mittlerweile das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen in Afrika: 150 Dollar im Jahr („Deutschlandfunk“, 26.6.10).