Tunesien - Eindrücke von September 2012
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Osiris Amanpour
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Tunesien - Eindrücke von September 2012
Hallo Zusammen, mein erster Post hier nach langer Zeit als stiller Mitleser, aber ich wollte euch meine Eindrücke aus Tunesien nicht vorenthalten…
Bin seit Sonntag wieder zurück, und im Süden war alles ruhig. Weniger Checkpoints als im April/Mai (da waren sogar ganze Ortsdurchfahrten gesperrt, allerdings aufgrund von Streiks/Demos anlässlich des Tags der Arbeit). Die Tunesier waren nett, hilfsbereit, freundlich und taten auf Nachfrage die Ereignisse in Tunis als Werk einiger weniger Spinner ab. Ich hatte den Eindruck, dass sich die Mehrheit für die Narreteien ihrer Landsleute und Glaubensbrüder schämt bzw. langsam die Schnauze voll hat, dass das Ansehen der Tunesier / des Islam / der Moslems von den Bärtigen permanent beschädigt wird.
Der postrevolutionäre Optimismus im Land ist inzwischen allerdings einer deutlichen Ernüchterung gewichen, da Demokratie an sich noch keine Jobs bringt. Die Auslandstunesier auf der Fähre waren sogar noch skeptischer und prophezeien, dass es hin zu "blühenden Landschaften" ein deutlich weiterer Weg wird wie hier nach der Wende. Wenns denn überhaupt was wird…
Die letzte Nacht in Tunesien von Donnerstag auf Freitag verbrachten wir im Hotel Africa auf der Av. H. Bourguiba in Tunis. Vor dem Hotel selbst waren die Sicherheitsvorkehrungen wesentlich lascher als im Frühjahr oder im September 2011, wo ein Haufen Hulks in Lederjacken als Verstärkung der Portiers vor dem Hotel postiert war.
Aufgrund der jüngsten Mohammed-Karikaturen war die französische Botschaft im Zentrum verrammelt und mit einem Großaufgebot an Polizei und Militär inkl. Wasserwerfern, Humvees und Schützenpanzern gesichert.
Ringsrum in der Neustadt und in der Medina war aber business as usual, alle Geschäfte waren auf, Passanten und Spaziergänger waren auf der Straße und sogar Reisegruppen haben Stadtbesichtigungen unternommen. Natodraht und Panzer vor dem Innenministerium sind inzwischen auch wieder weggeräumt.
Krawalle nach dem Freitagsgebet haben wir keine mitbekommen, aber da waren wir auch schon wieder in La Goulette.
Tunis kommt mir insgesamt wieder ein Stück offener vor als bei meinen letzten beiden Besuchen nach der Revolution. Gefühlt sind wieder weniger Kopftücher im Stadtbild zu sehen, dafür aber mehr Bierkneipen mit Becks- oder Heineken-Leuchtreklame und sogar eine Art Bauchtanz-/Striptease-Butze hab ich (von außen) bestaunt.
Und sonst war es wieder ein traumhaft schöner (Kurz-)Urlaub ohne einen einzigen Moment der Beklemmung/Unsicherheit, dafür mit vielen angenehmen Begegnungen. Nur der CP in Ksar Ghilane verkommt immer mehr zur Brachialmüllhalde, und Abdallah vom Desert Club in Douz hört Anfang Oktober auf :-(
Zusammengefasst meine – völlig subjektive - Meinung: Ich sehe keinen Grund, im Augenblick nicht nach Tunesien zu fahren
schönste Grüße,
Thomas
Bin seit Sonntag wieder zurück, und im Süden war alles ruhig. Weniger Checkpoints als im April/Mai (da waren sogar ganze Ortsdurchfahrten gesperrt, allerdings aufgrund von Streiks/Demos anlässlich des Tags der Arbeit). Die Tunesier waren nett, hilfsbereit, freundlich und taten auf Nachfrage die Ereignisse in Tunis als Werk einiger weniger Spinner ab. Ich hatte den Eindruck, dass sich die Mehrheit für die Narreteien ihrer Landsleute und Glaubensbrüder schämt bzw. langsam die Schnauze voll hat, dass das Ansehen der Tunesier / des Islam / der Moslems von den Bärtigen permanent beschädigt wird.
Der postrevolutionäre Optimismus im Land ist inzwischen allerdings einer deutlichen Ernüchterung gewichen, da Demokratie an sich noch keine Jobs bringt. Die Auslandstunesier auf der Fähre waren sogar noch skeptischer und prophezeien, dass es hin zu "blühenden Landschaften" ein deutlich weiterer Weg wird wie hier nach der Wende. Wenns denn überhaupt was wird…
Die letzte Nacht in Tunesien von Donnerstag auf Freitag verbrachten wir im Hotel Africa auf der Av. H. Bourguiba in Tunis. Vor dem Hotel selbst waren die Sicherheitsvorkehrungen wesentlich lascher als im Frühjahr oder im September 2011, wo ein Haufen Hulks in Lederjacken als Verstärkung der Portiers vor dem Hotel postiert war.
Aufgrund der jüngsten Mohammed-Karikaturen war die französische Botschaft im Zentrum verrammelt und mit einem Großaufgebot an Polizei und Militär inkl. Wasserwerfern, Humvees und Schützenpanzern gesichert.
Ringsrum in der Neustadt und in der Medina war aber business as usual, alle Geschäfte waren auf, Passanten und Spaziergänger waren auf der Straße und sogar Reisegruppen haben Stadtbesichtigungen unternommen. Natodraht und Panzer vor dem Innenministerium sind inzwischen auch wieder weggeräumt.
Krawalle nach dem Freitagsgebet haben wir keine mitbekommen, aber da waren wir auch schon wieder in La Goulette.
Tunis kommt mir insgesamt wieder ein Stück offener vor als bei meinen letzten beiden Besuchen nach der Revolution. Gefühlt sind wieder weniger Kopftücher im Stadtbild zu sehen, dafür aber mehr Bierkneipen mit Becks- oder Heineken-Leuchtreklame und sogar eine Art Bauchtanz-/Striptease-Butze hab ich (von außen) bestaunt.
Und sonst war es wieder ein traumhaft schöner (Kurz-)Urlaub ohne einen einzigen Moment der Beklemmung/Unsicherheit, dafür mit vielen angenehmen Begegnungen. Nur der CP in Ksar Ghilane verkommt immer mehr zur Brachialmüllhalde, und Abdallah vom Desert Club in Douz hört Anfang Oktober auf :-(
Zusammengefasst meine – völlig subjektive - Meinung: Ich sehe keinen Grund, im Augenblick nicht nach Tunesien zu fahren
schönste Grüße,
Thomas
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Wolfgang K
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Danke für die nette und besonnene Info!
Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Super Danke für die Infos!
Bei mir geht´s Samstag in einer Woche (6.10) wieder los
.
Seit Ihr mit der Neuen Fähre gefahren?
Wie ist der ist der gesamte "Papierkram" abgelaufen?
Auf welchen Decks befinden sich die administrativen Schalter (Polizei, Zoll usw...)
schon mal vorab danke für die Infos!
Jürgen
Bei mir geht´s Samstag in einer Woche (6.10) wieder los
Seit Ihr mit der Neuen Fähre gefahren?
Wie ist der ist der gesamte "Papierkram" abgelaufen?
Auf welchen Decks befinden sich die administrativen Schalter (Polizei, Zoll usw...)
schon mal vorab danke für die Infos!
Jürgen
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!
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Ich war Tot, wurde aber wieder geholt. Gott sei Dank oder leider
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Osiris Amanpour
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Ja, wir waren mit der Tanit unterwegs. Superschickes Ding mit funktionierenden Pools mit Liegestühlen und anderen "Gartenmöbeln" sowie wesentlich schöneren Kabinen, Bars und Restaurants als die anderen Pötte. Und deutlich schneller, lt. GPS bis zu 60 km/h, d.h. nur noch ca. 18h pro Strecke.
Der Papierkram lief ab wie immer (Zettelkram, Einreisestempel von der Polizei, temporäre Einfuhrerlaubnis für KfZ vom Zoll), aber nicht mehr an ausrangierten Schulmöbeln, sondern an "richtigen" Countern. Hinweise auf die genauen Standorte von Polizei und Zoll hängen in allen Treppenhäusern aus. Deck 7 oder 8, wenn ich mich trotz einiger Reisehalben richtig erinnere. Die Formalitäten waren bei uns recht schnell abgehandelt, da laut einiger gut informierter Tunesier nur 125 Personen an Bord waren (was mich nicht davon abhalten wird, beim nächsten Mal wieder einige Exemplare von "Schnellere Eingaben am PC - mit mehr als einem Finger" auf Arabisch zu spenden).
Zollabfertigung in Tunis ging bei der Einreise auch sehr schnell; das lag aber nicht an der effizienten Administration, sondern daran, dass nicht mal 100 Autos an Bord waren.
Wenn das Wetter auf der Überfahrt gut ist, dann fängt der Urlaub jetzt wirklich schon auf dem Schiff an, weil man dann dufte draußen an der Bar am Pool abhängen kann.
Viel Spaß in Tunesien und einen tollen Urlaub wünsch ich dir. Bin zwar erst seit 3 Tagen zurück, würde aber am liebsten gleich wieder mitkommen
schönste Grüße,
Thomas
Der Papierkram lief ab wie immer (Zettelkram, Einreisestempel von der Polizei, temporäre Einfuhrerlaubnis für KfZ vom Zoll), aber nicht mehr an ausrangierten Schulmöbeln, sondern an "richtigen" Countern. Hinweise auf die genauen Standorte von Polizei und Zoll hängen in allen Treppenhäusern aus. Deck 7 oder 8, wenn ich mich trotz einiger Reisehalben richtig erinnere. Die Formalitäten waren bei uns recht schnell abgehandelt, da laut einiger gut informierter Tunesier nur 125 Personen an Bord waren (was mich nicht davon abhalten wird, beim nächsten Mal wieder einige Exemplare von "Schnellere Eingaben am PC - mit mehr als einem Finger" auf Arabisch zu spenden).
Zollabfertigung in Tunis ging bei der Einreise auch sehr schnell; das lag aber nicht an der effizienten Administration, sondern daran, dass nicht mal 100 Autos an Bord waren.
Wenn das Wetter auf der Überfahrt gut ist, dann fängt der Urlaub jetzt wirklich schon auf dem Schiff an, weil man dann dufte draußen an der Bar am Pool abhängen kann.
Viel Spaß in Tunesien und einen tollen Urlaub wünsch ich dir. Bin zwar erst seit 3 Tagen zurück, würde aber am liebsten gleich wieder mitkommen
schönste Grüße,
Thomas
Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Hallo Thomas danke für diese Info
Jürgen
Mach dochOsiris Amanpour hat geschrieben: Viel Spaß in Tunesien und einen tollen Urlaub wünsch ich dir. Bin zwar erst seit 3 Tagen zurück, würde aber am liebsten gleich wieder mitkommen
schönste Grüße,
Thomas
Jürgen
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Hallo,
wie sieht es denn mit den Genehmigungen, bzw. dem freien Fahren z.B. zum See aus?
Danke für Antwort Manfred
wie sieht es denn mit den Genehmigungen, bzw. dem freien Fahren z.B. zum See aus?
Danke für Antwort Manfred
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Andreas Pflug
- Beiträge: 94
- Registriert: Sa 2. Aug 2008, 19:37
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
@Bremach11: Man braucht nicht wirklich eine Genehmigung für den See. Aber Du kannst gerne Geld ausgeben für Papiere, die eigentlich niemanden interessieren. 
Ansonsten zitiere ich mich selbst mal:
Ich versuche es mal so aktuell wie möglich zu halten. Freue mich über jeden Hinweis und Korrektur.
Diese Karte stellt den aktuellen Stand von heute da und beruft sich auf offizielle Quellen, sowie Berichte von Veranstaltern und Reisenden.

(Klick für volle Größe)
Unabhängig von den Skizzen eines nicht wirklich existenten nördlichen Sperrgebiets, gilt aktuell die Linie Höhe des Postens Kamour als Grenze für den Individualreisenden. Darunter geht nichts. Der "See" ist frei und wird toleriert. Ein bisserl Sand gibt es also noch...Nicht wirklich so wie früher (in 2007 schwelgender Flashi), aber das sind noch mehr als tausend Quadratkilometer.
Individuelle Abweichungen sind möglich und nicht auszuschließen. Die Grenzen wurden nach bestem Wissen ermittelt, dienen aber nur der Illustration und bieten keine Rechtssicherheit.
Gute Reise und liebe Grüße,
Andreas
Ansonsten zitiere ich mich selbst mal:
Ich versuche es mal so aktuell wie möglich zu halten. Freue mich über jeden Hinweis und Korrektur.
Diese Karte stellt den aktuellen Stand von heute da und beruft sich auf offizielle Quellen, sowie Berichte von Veranstaltern und Reisenden.
(Klick für volle Größe)
Unabhängig von den Skizzen eines nicht wirklich existenten nördlichen Sperrgebiets, gilt aktuell die Linie Höhe des Postens Kamour als Grenze für den Individualreisenden. Darunter geht nichts. Der "See" ist frei und wird toleriert. Ein bisserl Sand gibt es also noch...Nicht wirklich so wie früher (in 2007 schwelgender Flashi), aber das sind noch mehr als tausend Quadratkilometer.
Individuelle Abweichungen sind möglich und nicht auszuschließen. Die Grenzen wurden nach bestem Wissen ermittelt, dienen aber nur der Illustration und bieten keine Rechtssicherheit.
Gute Reise und liebe Grüße,
Andreas
Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Hallo Andreas,
besten Dank für die positive Nachricht, zumindest hat sich in dieser Hinsicht nichts gegenüber der Zeit vor der "Revolution" geändert. Natürlich darf man nicht an "früher" denken, aber da war ja auch noch die ganze Sahara frei zu befahren.
Gruß Manfred
besten Dank für die positive Nachricht, zumindest hat sich in dieser Hinsicht nichts gegenüber der Zeit vor der "Revolution" geändert. Natürlich darf man nicht an "früher" denken, aber da war ja auch noch die ganze Sahara frei zu befahren.
Gruß Manfred
Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Hallo zusammen,
wir werden auch am 6.Oktober mit der Tanit in See stechen und dann nur noch 18Stunden zu haben ist ja schon mal ne Ansage.
Was mich aber momentan verwirrt sind die zwei verschiedenen Ansichten bezüglich des Sperrgürtelstreifens.
Laut Andreas endet der Nördliche Streifen ja knapp unter dem See.
Laut Tread hier: Sperrgebiet nur noch mit Führer: sieht die Grenze zum Nördlichen Gebiet aber ganz anders aus, nämlich von Lorzot bis rüber nach El Borma natrürlcih mit dem 30km Zonenabstand zur Algerischen Gerenze.
http://www.tunesien.info/aktivitaeten/w ... ebiet.html
das sollten ja auch aktuelle Daten sein.
Wie sieht ihr denn das? Verwechsle ich da was oder wisssen die einen wieder nicht was die anderen machen..
Gruss aus der Schweiz
Jürgen
wir werden auch am 6.Oktober mit der Tanit in See stechen und dann nur noch 18Stunden zu haben ist ja schon mal ne Ansage.
Was mich aber momentan verwirrt sind die zwei verschiedenen Ansichten bezüglich des Sperrgürtelstreifens.
Laut Andreas endet der Nördliche Streifen ja knapp unter dem See.
Laut Tread hier: Sperrgebiet nur noch mit Führer: sieht die Grenze zum Nördlichen Gebiet aber ganz anders aus, nämlich von Lorzot bis rüber nach El Borma natrürlcih mit dem 30km Zonenabstand zur Algerischen Gerenze.
http://www.tunesien.info/aktivitaeten/w ... ebiet.html
das sollten ja auch aktuelle Daten sein.
Wie sieht ihr denn das? Verwechsle ich da was oder wisssen die einen wieder nicht was die anderen machen..
Gruss aus der Schweiz
Jürgen
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Andreas Pflug
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Du kommst nicht mehr bis zum "offiziellen" Rand des südlichen Sperrgebiets, keine Chance. Diese Zeichnung ist nicht auf dem Stand der Zeit in Bezug auf die aktuelle Realität. Nach Aussage aller Reisenden, der Presse und eines Veranstalters, der eng mit den Behörden zusammen arbeitet, ist die Linie Kamour sprichwörtlich "Ende Gelände". Südlicher geht aktuell nicht. Die Sperrgebiets-Skizze auf tunesien.info ist unverändert seit Jahren. Inzwischen ist aber einiges passiert.
Aber Du hast da was missverstanden. Bei mir gibt es keinen nördlichen Streifen, den gab es auch damals schon nicht wirklich. Es gab immer nur das südliche Sperrgebiet, welche Anfang 2008 "dicht" gemacht wurde. Zone Nord war mehr ne Erfindung der Tourismus-Leute. Da fährt jeder nach Lust und Laune rum, auch ohne Anmeldung irgendwo.
Meine Karte unterscheidet nicht zwischen Nord und Süd, sondern sagt nur, ab wo Stop ist. Egal wer man ist oder an welchem Campingplatz man sich angemeldet hat. Im Endeffekt entscheidet die Nationalgarde da unten, bis wo man Individualreisende lassen will. Und nach Krieg, Waffenschmuggel und Unruhen, will man niemanden in Gefahr kommen lassen. Also wurde das Sperrgebiet so vergrößert, dass man den Rest unter Kontrolle halten kann. Was ja nachvollziehbar auch Sinn macht.
Wir wollten auch andere Strecken fahren im Oktober, aber was nicht geht bzw. was man tunlichst sein lassen sollte, sollte man auch eben sein lassen.
Aber Du hast da was missverstanden. Bei mir gibt es keinen nördlichen Streifen, den gab es auch damals schon nicht wirklich. Es gab immer nur das südliche Sperrgebiet, welche Anfang 2008 "dicht" gemacht wurde. Zone Nord war mehr ne Erfindung der Tourismus-Leute. Da fährt jeder nach Lust und Laune rum, auch ohne Anmeldung irgendwo.
Meine Karte unterscheidet nicht zwischen Nord und Süd, sondern sagt nur, ab wo Stop ist. Egal wer man ist oder an welchem Campingplatz man sich angemeldet hat. Im Endeffekt entscheidet die Nationalgarde da unten, bis wo man Individualreisende lassen will. Und nach Krieg, Waffenschmuggel und Unruhen, will man niemanden in Gefahr kommen lassen. Also wurde das Sperrgebiet so vergrößert, dass man den Rest unter Kontrolle halten kann. Was ja nachvollziehbar auch Sinn macht.
Wir wollten auch andere Strecken fahren im Oktober, aber was nicht geht bzw. was man tunlichst sein lassen sollte, sollte man auch eben sein lassen.
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Kuno
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Krieg? In Tunesien?Andreas Pflug hat geschrieben:Und nach Krieg...
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Andreas Pflug
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Libyen natürlich. Die geografische Beschaffenheit Tunesiens führt dabei eben direkt durch den Süden, wenn libysche Rebellen oder Gaddafi Anhänger gen Algerien oder zurück wollen. Nicht die Nachrichten verfolgt? Tunesische Armee schießt bewaffneten Convoi ab etc?
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Kuno
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Naja, Andreas.
Das waren ein oder zwei solche Faelle.
Da kann man mM noch nicht von Krieg in TN sprechen (und so habe ich halt deinen Text gelesen).
Ich will dir nicht an den Karren fahren - aber toenen deine Aussagen nicht etwas "zu definitiv"?
Du schreibst "Nach Aussage aller Reisenden, der Presse und eines Veranstalters, der eng mit den Behörden zusammen arbeitet, ist die Linie Kamour sprichwörtlich "Ende Gelände"."
Definiere bitte, was du unter "aller Reisenden" verstehst?
Koenntest du auch sagen, welchen Reiseveranstalter du da meinst?
Das waren ein oder zwei solche Faelle.
Da kann man mM noch nicht von Krieg in TN sprechen (und so habe ich halt deinen Text gelesen).
Ich will dir nicht an den Karren fahren - aber toenen deine Aussagen nicht etwas "zu definitiv"?
Du schreibst "Nach Aussage aller Reisenden, der Presse und eines Veranstalters, der eng mit den Behörden zusammen arbeitet, ist die Linie Kamour sprichwörtlich "Ende Gelände"."
Definiere bitte, was du unter "aller Reisenden" verstehst?
Koenntest du auch sagen, welchen Reiseveranstalter du da meinst?
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derJohannes
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- Registriert: Di 17. Aug 2010, 14:49
Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Andreas meint mich,
den Veranstalter der Tunisia-GPS-Challenge.
Wir arbeiten eng mit dem Tun. Innenministerium, der Tun. Automobil- und dem Motorsportverband zusammen.
Also an Kontakten und den richtigen Leuten mangelt es nicht.
Die Einfahrt in die südl. Sperrzone war in Gruppen mit Satphone, Genehmigung, Guide und Milität möglich, nach dem (von Andreas definierten) Krieg in Libyen ist das nur noch Veranstaltern erlaubt und auch diese haben damit ihre Probleme bzw. bekommen absagen.
Zum Thema Krieg:
Andreas meinte sicher nicht einen Krieg in TUN. sondern den Krieg in Libyen, der nicht nur viele Menschenofer forderte, sondern durch Nichtbewachung von Militätdepots zu einen gutgehenden Handel durch Tunesien mit Algerien geführt hat.
Damit ist nicht gesagt, entführt zu werden o.ä., nur ist diese Zone für TUN. schwer zu kontrollieren und das worst case wäre jetzt noch ein Zwischenfall mit Individualreisenden in dieser Zone.
Ich denke wir sollten die sguten Nachrichten zu Beginn des Threads einfach geniessen und hier jetzt mal 5 gerade sein lassen.
Der Bereich nördlich des von Andreas eingezeichneten Areals bietet mehr als genug Raum zum spielen und die Meisten fahren ja eh nicht weiter als zum See, was kein Problem darstellt.
den Veranstalter der Tunisia-GPS-Challenge.
Wir arbeiten eng mit dem Tun. Innenministerium, der Tun. Automobil- und dem Motorsportverband zusammen.
Also an Kontakten und den richtigen Leuten mangelt es nicht.
Die Einfahrt in die südl. Sperrzone war in Gruppen mit Satphone, Genehmigung, Guide und Milität möglich, nach dem (von Andreas definierten) Krieg in Libyen ist das nur noch Veranstaltern erlaubt und auch diese haben damit ihre Probleme bzw. bekommen absagen.
Zum Thema Krieg:
Andreas meinte sicher nicht einen Krieg in TUN. sondern den Krieg in Libyen, der nicht nur viele Menschenofer forderte, sondern durch Nichtbewachung von Militätdepots zu einen gutgehenden Handel durch Tunesien mit Algerien geführt hat.
Damit ist nicht gesagt, entführt zu werden o.ä., nur ist diese Zone für TUN. schwer zu kontrollieren und das worst case wäre jetzt noch ein Zwischenfall mit Individualreisenden in dieser Zone.
Ich denke wir sollten die sguten Nachrichten zu Beginn des Threads einfach geniessen und hier jetzt mal 5 gerade sein lassen.
Der Bereich nördlich des von Andreas eingezeichneten Areals bietet mehr als genug Raum zum spielen und die Meisten fahren ja eh nicht weiter als zum See, was kein Problem darstellt.
Reise vor dem Sterben, sonst reisen deine Erben
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Kuno
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012
Dankeschön, Johannes, dass du das im Namen von Andreas klären konntest.
Deiner Aussage kann ich erfreulicherweise, dass das befahren des "südlichen" Sperrgebietes nach wie vor möglich ist. Mindestens wenn man ein "Veranstalter" ist und wenn es auch manchmal schwierig ist, die Genehmigung zu erlangen.
Das ist doch mal eine gute Nachricht
Deiner Aussage kann ich erfreulicherweise, dass das befahren des "südlichen" Sperrgebietes nach wie vor möglich ist. Mindestens wenn man ein "Veranstalter" ist und wenn es auch manchmal schwierig ist, die Genehmigung zu erlangen.
Das ist doch mal eine gute Nachricht

