Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

für den, der es mit dem Zweiradantrieb gemütlicher angehen will

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WüstenLeo
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Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von WüstenLeo »

Hallo miteinander,

so - endlich ist es bei mir soweit. Die Entscheidung ist gefallen und ich werde mich ab Oktober auf Weltreise begeben. Das ganze mit dem Motorrad. Über die letzten Jahre hab ich intensiv darauf gespart und mit knapp 40000€ sollte ich schon mal eine Zeit über die Runden kommen. 3 Jahre hab ich so im Hinterkopf.

Nun bin ich schon ziemlich in der Endphase meiner Vorbereitungen. Motorrad und Ausrüstung steht schon bereit. Job ist gekündigt. Versicherungen etc. ist auf das nötigste reduziert. usw. Ich werde noch mind. 3 Monate Zeit, da ohne Job, haben um mich 100%ig auf die Reisevorbereitungen zu konzentrieren.

Da ich nicht alles im Detail bis zum Ende plannen will, und auch nicht kann, versuche ich mich auf das Wichtigste zu beschränken. D.h. Visa, Länderbestimmungen, Sicherheit, Land und Leute. Wie im Detail die Route im Land dann aussieht werde ich jeweils wohl erst vor Ort entscheiden.

Nun gibt es für mich 2 mögliche Startmöglichkeiten.

1. Die Einfache:

Ich verschiffe das Motorrad nach Santiago in Chile, fliege selber hinterher und mach mir eine schöne Zeit in Südamerika. Es würde dann über Chile - Argentinien nach Bolivien (eigentlich nur wegen der Atacama) weiter über Brasilien (Amazonas) die Küste hoch bis nach Kolumbien fahren. Danach Mittelamerika und hoch bis Alaska.

Ich war vor 6 Jahren schon mal in Südamerika mit dem Rucksack unterwegs. Damals bin ich die Panamericana hoch getrampt. Südamerika ist wirklich verhältnismäßig einfach zu bereisen. Visas gibts an der Grenze, Kein Carnet, Günstig ist es und wenn man sich gut umhört sollte man eigentlich nicht auf Probleme stoßen. In Kolumbien konnte ich da so manche Erfahrung sammeln.

Für diese Tour hab ich eigentlich schon alles vorbereitet. Müsste nur noch das Frachtschiff und Flug buchen und ab gehts. Entsprechende Angebote hab ich schon eingefordert. Motorrad ist soweit fertig.

2. Die Schwere:

Das ist eigentlich die Route dir mir immer so vorgeschwebt hat. Etwas durch Nordafrika und dann Richtung Osten. (Die West - Ost Route durch die Sahel hab ich schon vor langem abgehackt - wegen den Sicherheitshinweisen). Irgendwie lässt mich das nicht in Ruhe und deswegen wollt ich mal in die Runde fragen ob das nun total aus der Welt ist oder ob es vielleicht geschicktere Routen gibt. Hier mal der Plan!

Deutschland - Italien - Tunesien - Lybien** - Ägypten - Sudan** - Äthiopien - Yemen ** - Oman - Iran - Pakistan** - Indien....

So - die Wüstenschiffer werden gleich sehen, dass hier schon ein paar schwer bis zur fast unmöglich zu bereisende Länder auf der Liste sind. Die mit Sternchen gekennzeichneten sehe ich als "gefährlich" und "kompliziert" an. Über diese hab ich mich hier und anderswo schon schlau gemacht und kann leider nicht viel ermutigendes lesen. Bei Lybien wirds wohl schon am Visa scheitern. Wobei ich aber gerade auch immer wieder lese das andere Motorradreisende im Land unterwegs sind.

--------

Den Mai über wollte ich mich noch intensiv mit den Möglichkeiten befassen und die Nordafrika Route noch nicht aufgeben. Ab Juni würde es dann Zeit werden um die Visas etc zu organisieren. Einen kleinen Vorteil hat die 2te Variante. Ich bin nicht an irgendwelche Frachttermine etc. gebunden.

Ich frag mich aber ob es die viele Mühe überhaupt wert ist. So richtig in die Wüste werd ich wohl nur schwer kommen. Was ich so lese ist vieles nur in Begleitung möglich und das ist eigentlich nicht die Art von Reisen die ich mir so vorstelle. Außerdem wird es finanziell weit mehr am Budget nagen. Deswegen die SA Variante. Frei zu Reisen ist dort sicherlich einfacher.

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Würde mich sehr über eure Einschätzung freuen. Afrika und die Wüste war immer in meinen Gedanken. Wenn ich eine Möglichkeit sehe werde ich das so auch umsetzen - und mich danach in SA ausruhen ;-) Grundsätzlich verspreche ich mir einfach mehr Abenteuer von dem Trip - und in Indien wäre dann ja noch lange nicht Schluss. Auf eine Verbesserung der politschen Lage wage ich nicht zu hoffen. Ich denke das wird in 3 - 5 Jahren nicht viel besser aussehen. Und wer weiß was bis dahin los ist.

Keine Scheu - wenn Ihr denkt, dass ich total einen an der Waffel habe schreibt mir das auch so. Für alternative Routentips bin ich dankbar. Wobei ich den Klassiker Tükei - Iran usw. nicht sehr interessant finde. Das gleiche gilt für alle Routen über Osteuropäische Staaten und Russland.

Wünsch euch was - Martin
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Alexander
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von Alexander »

Hallo Martin,

eine vernünftige Entscheidung, auf Weltreise zu gehen :)
WüstenLeo hat geschrieben:
2. Die Schwere:

Das ist eigentlich die Route dir mir immer so vorgeschwebt hat. Etwas durch Nordafrika und dann Richtung Osten. (Die West - Ost Route durch die Sahel hab ich schon vor langem abgehackt - wegen den Sicherheitshinweisen). Irgendwie lässt mich das nicht in Ruhe und deswegen wollt ich mal in die Runde fragen ob das nun total aus der Welt ist oder ob es vielleicht geschicktere Routen gibt. Hier mal der Plan!

Deutschland - Italien - Tunesien - Lybien** - Ägypten - Sudan** - Äthiopien - Yemen ** - Oman - Iran - Pakistan** - Indien....
Wie du schon selbst schreibst, sind einige dieser Länder problematisch, oder könnten problematisch werden. Wobei ich dir nicht abraten möchte, diese Länder zu bereisen :wink:

Libyen dürfte sich wegen der Einreise problematisch gestalten. Auch wenn man immer wieder hört, dass die Einreise gewährt wird ist es doch nicht sicher. Sollte es fehlschlagen, käme hier deine Weltreise schon ins Stocken. Äthiopien (teilweise) und den Yemen würde ich auch noch mit Sternchen versehen. Warum wählst du nicht die leichte Startroute und verfolgst im Verlauf deiner Reise, wie sich die Situation in diesen Ländern entwickelt und entscheidest dann, welche Länder du in Angriff nimmst? So wäre gewährleistet, dass du zumindestens einen grossen Teil deiner Weltreise absolvieren kannst, ohne gleich am Anfang ins Stocken zu kommen. Bei der leichten Startroute sehe ich da weniger Schwierigkeiten.

Grüsse
Alexander
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Thomas Lehn
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von Thomas Lehn »

Hallo Martin,

erst mal herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, es ist die Richtige. Wir sind jetzt seit einem Jahr unterwegs undgenießen jeden Tag (http://· · ·).

Grundsätzlich ist wichtig, was Dich in erster Linie interessiert. Ist es mehr das Fahren an sich, sind es die Kontakte zu den Menschen, ist es die Kultur und die Historie - oder natürlich ein Mix aus allem.

Die Variante 2 ist so im Moment nicht möglich. Zwischen Tunesien und Lybien gibt es immer wieder Probleme, Lybien selbst ist im Moment fast unmöglich, vor allem die Wüstengebiete. Ägypten ist nach wie vor eine echte Herausforderung im bürokratischen Sinne, aber das gehört zu einer Weltreise nun mal dazu. Sudan ist definitiv nicht gefährlich, im Gegenteil, die Menschen sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Yemen dagegen ist ein absolutes "NO GO", da die Entführungsgefahr nach wie vor unberechenbar ist. Und warum Iran eher nicht? Ist sicher das persönlich emotionalste Reiseland, tolle Landschaften und historische Highlights. Und auch die Osttürkei, Georgien und Armenien sind absolut zu empfehlen.

Also, wenn es in die Richtung Osten gehen soll, dann ist die Route über Türkei, Georgien, Armenien, Iran sicher eine der attraktivsten. Und dann gilt es zu entscheiden, entweder Afrika oder Asien. Oman ist easy going, ebenso natürlich die Emirates. Pakistan-Visa wäre unbedingt zuhause zu besorgen, Iran-Visa ist am einfachsten In Trabzon. Alles andere an der jeweiligen Grenze.

Zu Südamerika kann ich nichts weiter sagen, das ist für uns noch Neuland.

Bei Fragen kannst Du Dich gerne an uns wenden.

Viele Grüße

Conny & Tommy
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von TuA »

Hi

Als Anfang wuerde ich an deiner Stelle Suedamerika waehlen ...

Verschiffung nach Valpo zur Villa Kunterbunt, alles easy und locker zu bewerkstelligen.

Zeitrahmen je 6 Monate (oder auch mehr) fuer Sued-Mittel-Nordamerika, alles ohne Carnet oder andern Visum Papierkrieg.

Du triffst auch oft andere Moppedreisende und mit deutscher Zulassung wirst du sehr gute Erfahrungen machen.

Sued- und Nordamerika ist 2rad Reisetraumland, koennen wir nur empfehlen !

Wenn du danach noch nicht genug hast, kannst du nach Neuseeland/Australien verschiffen und von dort Richtung Europa zurueckfahren, alles machbar und relativ sicher .... vielleicht haben sie sich bis dahin in den anderen Laendern wieder beruhigt.

Viel Spass beim Weiterplanen

Thomas & Andrea

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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von WüstenLeo »

Hallo miteinander,

erstmal danke für die Antworten. Ich fahr grad noch ziemlich parallel was die Reiseplannung angeht. Gestern hatte ich noch Bekannte getroffen welche über Land nach Indien gefahren sind. Allerdings kein Afrika. Aber jetzt bin ich natürlich wieder hin und her gerissen.

Alexander: Die Situtation in Nordafrika verfolge ich nun schon sicherlich die letzten 3 Jahre. War schon paar mal in Marokko im Sandkasten ;-). Letzten Dezember wollte ich ja eigentlich Richtugn Mali fahren. Aber naja - hat sich zu der Zeit auch nicht wirklich angeboten. Die Wüste lockt einfach - aber leider ist die Reisesitutation einfach nicht mehr so wie vor 30 Jahren. Der jüngeren Generation ist es wohl nicht mehr vergönnt die "große Freiheit" dort unten zu erleben. Das ist so zumindest mein Eindruck. Man kann wirklich nur hoffen, dass sich das in Zukunft ändern wird.

Wenn Libyen schon Probleme macht kann ich die Route eigentlich wirklich vergessen. Dann vielleicht direkt Ägypten über Land? Das sollte doch möglich sein. Ägypten, Äthiopien und Oman wär mir schon nen Umweg Richtung Indien wert.

Conny & Tommy Also Hauptstächlich interessieren mich einsame Landschaften, Wüsten, Gebirge usw. und alle Art von Natur. Bin ein Outdoormensch und will das auf der Reise auch intensiv leben. Wenn es nur möglich ist würde ich immer die abenteuerlichere Route bevorzugen. Kultur und Menschen erlebt man dann ja wenn man wieder in den Städten ist. So hatte ich das zumindest bei meinen letzten Reisen immer gemacht. Ist man erstmal vor Ort ergeben sich ohnehin meist ganz spontane Situationen.

Würde man den um Yemen "vorbeischiffen" können? Iran hatte ich nicht ausgeschlossen. Mir kam nur die Route über die Türkei immer etwas "langweilig" vor. Aber mit deinem Anstupser und den meiner Freunde (oben) werde ich mir das nochmal genauer anschauen. Danke für die Infos zum Visa. Bringt mich alles ein Stück weiter.

Thomas und Andrea Das ist ja lustig, dass ihr mir hier schreibt. Hab euren Blog schon verfolgt da ich ja auch momentan noch mit einer KTM 690 umher düse. Laufen denn die Kisten noch? Danke auch für den Tipp mit der Villa Kunterbunt. Ich hatte davon schon mal gehört es aber irgendwie wieder vergessen. Da ich Freunde in Santiago habe bietet sich das natürlich super an. Ihr müsst wissen, dass ich Südamerika schon mal für 7 Monate mit dem Rucksack bereist habe. War eine super Zeit welche mich von Feuerland bis hoch nach Kolumbien geführt hat. Jetzt die Reise dort nochmal mit dem Motorrad zu machen hat schon was - allerdings strebe ich doch neue Herausforderungen an. Wenngleich SA es auf jeden Fall wert ist auch ein zweites mal bereist zu werden. Und Brasilien etc, wäre ja dann auch was ganz neues.

Ich blick jetzt nochmal auf die Weltkarte an der Wand - Warum kann eigentlich Südamerika nicht einfach bei Arika anfangen. ;-) Dumme Kontinentalverschiebung!

Wünsch euch was.
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von Thomas Lehn »

Hallo Martin,

über Land nach Ägypten geht zur Zeit gar nicht (Syrien!). Es gibt nur die Möglichkeit, mit der Fähre von Iskenderun (Türkei) nach Port Said zu fahren. Dann natürlich weiter über Assuan mit dem Ponton nach Wadi Halfa (Sudan). Dann Rundreise Äthiopien. Zurück in den Sudan nach Port Sudan (vorher Saudi Visum in Khartum besorgen) und nach Jeddah in Saudi-Arabien schippern. Emirates und Oman easy going, anschließend Fähre von Dubai nach Bandar Lengeh oder von Sharjah nach Bandar Abbas in den Iran. Und dann ab nach Indien...

Viele Grüße

Conny & Tommy
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von WüstenLeo »

Hallo miteinander,

ich hab mich für die Südamerika Variante entschieden. Mit Nordafrika etc. ist mir das einfach alles zu kompliziert. Ich werde die politische Lage in der Zukunft weiter verfolgen und wenn dann wird Afrika von unten aufgerollt. ;) So hab ich es jetzt zum Beginn der Reise wessentlich einfacher. Mit der Zeit blickt man dann eher durch wie es wirklich so läuft. Dann ist Afrika auch sicherlich kein Problem mehr.

Momentan siehts also so aus.

Südamerika - Mittelamerika - USA - Kanada - Alaska - Russland - Mongolei - (um China rum) - Indien - Asien - Austrailien - Afrika - Europa

Ich denk da bin ich die nächsten 5 Jahre gut damit beschäftigt ;-)

Das ist natürlich alles nur ein grober Plan. Ich konzentriere mich jetzt auf Südamerika. Mal sehen wieviel Wüste ich da so finden kann. ;-) Dann schauen wir mal weiter.

Schönen Gruß
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von schnorr »

wie kommst du von alska nach russland rein? gibt es da eine fähr-verbindung?
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
TuA
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von TuA »

Hi

... gute Entscheidung :)

Suedamerika ist mit nem Mopped was ganz anderes als mit nem Rucksack und Hostelhuepfen 8)

Ja, die KTM's gibts noch und stehen eingemottet in der Garage, leider .... mein kaputtes Steissbein laesst es im Moment nicht zu, es ist zum :kotz:

Deshalb fahren wir nun mit nem Minibus L300 fuer die naechste Etappe runter durch Ostafrica ... mal sehen, ob's funzt :bang:

Wer Interesse hat, auf http://www.miles-to-ride.com gibts Altes und Neues zu lesen :mrgreen:

Allseits viel Spass on- und offroad :h:

Thomas & Andrea
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von WüstenLeo »

schnorr hat geschrieben:wie kommst du von alska nach russland rein? gibt es da eine fähr-verbindung?
Na dort oben ist das wohl alles eine Frage des Geldes. Hatte mir das nur mal kurz angesehen. Vom Fischerboot bis zum tueren Militärflieger ist da alles dabei. Scheinbar soll von denn Staaten was nach Magadan gehen. Wie genau - und ob es finanziell überhaupt im Rahmen ist muss ich noch sehen. Aber bis ich da oben bin sinds bestimmt noch 2 Jahre. In Kanada will ich mir auf jeden Fall noch ein "Work and Travel" Visa holen. Dann hab ich 1 Jahr Visa und kann das Land so richtig erkunden. Vom alter her sollte ich das Visa noch bekommen. ;-) Ich hab schon abenteuerliche Geschichten über die Überquerung der Beringstraße gelesen. Einfach wird das sicherlich nicht! Und wenn nicht - gibts sicherlich noch andere Optionen! ;-)

Gruß
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von WüstenLeo »

TuA hat geschrieben:Hi

... gute Entscheidung :)

Suedamerika ist mit nem Mopped was ganz anderes als mit nem Rucksack und Hostelhuepfen 8)

Ja, die KTM's gibts noch und stehen eingemottet in der Garage, leider .... mein kaputtes Steissbein laesst es im Moment nicht zu, es ist zum :kotz:

Deshalb fahren wir nun mit nem Minibus L300 fuer die naechste Etappe runter durch Ostafrica ... mal sehen, ob's funzt :bang:

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Allseits viel Spass on- und offroad :h:

Thomas & Andrea
Die Rucksack und "Hostelsurfing" (so nenn ich das immer) Zeit ist bei mir auch vorbei. Kanns kaum erwarten die Länder auf eigene Faust zu erleben. Momentan sieht die Route durch SA ungefähr so aus. Chile -> Patagonien -> Argentinien -> Chile (Atacama) -> Bolivien -> Brasilien (Amazonas) -> Venezuela -> Kolumbien ....

Bis auf Brasilien und Venezuela kenn ich die anderen Länder schon sehr gut!

Für die Reise hab ich mir eine KTM 1190er Adventure R geholt. Da bin ich auch mal gespannt wie sich das Moped bewährt. Aber hat mich einfach zu sehr in den Fingern gejuckt. Die KTM 690er wär auch nicht schlecht gewessen. Da sich aber schon einige Mitfahrer angemeldet haben bin ich mit der größeren Kiste besser bedient.

Hab nun noch 2.5 Monate um die Fracht nach Valpariso oder Buenos Aires vorzubereiten. Wird eine Spannende Zeit werden. :h: :h: :h:

Schönen Gruß
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Ralf Kiefer
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von Ralf Kiefer »

WüstenLeo hat geschrieben: Für die Reise hab ich mir eine KTM 1190er Adventure R geholt. Da bin ich auch mal gespannt wie sich das Moped bewährt.
Da bin ich auch gespannt, wie weit Du bis zum ersten Elektronik- oder Software-GAU kommen wirst. Außerdem bin ich gespannt auf den Reifenverschleiß sowie die Neubeschaffung.

Wozu braucht man eigentlich 150PS und eine per Software begrenzte Vmax von 250km/h für solch eine Reise?

Gruß, Ralf
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von WüstenLeo »

Ralf Kiefer hat geschrieben:
WüstenLeo hat geschrieben: Für die Reise hab ich mir eine KTM 1190er Adventure R geholt. Da bin ich auch mal gespannt wie sich das Moped bewährt.
Da bin ich auch gespannt, wie weit Du bis zum ersten Elektronik- oder Software-GAU kommen wirst. Außerdem bin ich gespannt auf den Reifenverschleiß sowie die Neubeschaffung.

Wozu braucht man eigentlich 150PS und eine per Software begrenzte Vmax von 250km/h für solch eine Reise?

Gruß, Ralf
Das brauch ich natürlich nicht die 150PS. Aber Spaß macht das schon. Und die 1190 lässt sich auch richtig gut gruisen. Außerdem kann die Leistung auf 100Km/h reduziert werden. Vmax ist übrigens nicht begrenzt - da geht noch mehr (hab ich ausprobiert). Das Drumherum ist bei KTM viel interessanter. Das fängt schon beim Bordwerkzeug an und endet beim Fahrwerk das so kein anderer Hersteller bietet.

Hab mir das lange überlegt und viel gerechnet. Ziel war ein möglichst kostengünstiges Bike zu haben. Also Verbrauch, Wartungskosten, Versicherung, Reifen usw. spielen da mit rein. Und ich konnt das auch fast nicht glauben, dass die 1190er da sehr gut da steht.

Die kleine KTM hätte ich mit großem Tank etc aufrüsten können. Hät mich knapp 3000€ gekostet. Dann ist das aber immernoch ein kleines Bike. Alternativ hatte ich noch die F800GS von BMW auf dem Ticker. Alte Motorräder ala African Twin und Co. locken mich einfach nicht. Und insgesammt bin ich der Elektronik nicht so negativ eingestellt. (Liegt vielleicht daran das ich E-Ing bin). Mit der kleinen KTM hatte ich da nie Probleme und ich hab da auch schon ein paar abenteuerliche Touren durchgezogen.

So Wartungsintervall:
690er - 5000Km
800er - 10000Km
1190er - 15000Km
-> da muss man sich die Stundensätze dann auch noch ansehen. Bei der 1190 werden da grad mal 71Minuten angerechnet. Bei den anderen ist es das doppelte bis dreifache! Und soweit das geht werd ich das auch selber schrauben.

Versicherung:
gibt sich nicht viel - Steuer ist natürlich bei der 1190er höher (+30€). Im Ausland muss ich mir eh immer eine neue Versicherung fürs Land holen und in Deutschland wird pausiert (Hab ich mit DEVK schon abgesprochen - ist kein Problem)

Spritverbrauch:
690 - Aus Erfahrung zwischen - 5-7 Liter
800er - wird geschrieben 4,5 - 6 Liter
1190er - wird geschriben 5,5 - 7,5 Liter
da wär natürlich die BMW besser. Ich hatte diese aber in Südafrika dieses Frühjahr auch mit meist mehr als 6 Litern gefahren.

Reifen:
Das hat mich wirklich lange beschäftigt. Grundsätzlich sind in Ländern wie Brailien die Reifen immer ein Problem. In großen Städten gibts fast überall einen KTM Händler - da geh ich jetzt mal davon aus, dass ich auch die Reifen her bekomme. Aber ich werd da vorher noch Bunkern. D.h. entweder die Reifen hin schicken oder eben vorbestellen, damit die auch verfügbar sind. Bei der 1190er gibt es das Problem, dass die Reifenhersteller erst noch in die Pushen kommen müssen. Ab Juni soll es aber vernünftige Schlauchlosreifen geben.

Ersatzteile:
Ob mit der 690er oder 1190er. KTM ist da weit weniger gut Aufgestellt als BMW. Aber es ist nicht so, dass es gar keine Händler gibt. Ich verfolge seit vielen Monate andere Blogger welche mit 990ern oder 690ern die Welt unsicher machen. Die kommen ja auch über die Runden.

Anschaffungskosten:
Die 1190er hat mich jetzt "nur" 2000€ mehr gekostet als die 800er BMW. Bietet aber fürs Mehr Geld auch Mehr Motorrad. Da muss echt nix mehr nachgerüstet werden. Alles hochwertige Komponenten.

Zum Super Gau! Der kann mit jedem Motorrad passieren. Auch mit den alten Vergaserkisten. Abgelegene Orte (Atacama z.B.) werden in der Gruppe angefahren. Da finden sich sicherlich auch andere Motorradreisende. Dann kann man sich gegenseitig helfen wenn einer liegen bleibt. Und auf normalen Straßen wird sich schon ein Transporter organisieren lassen für den Notfall. Ist dann auch irgendwo ein Abenteuer (das aber hoffentlich aus bleibt)

Mit dem Fokus das ich mindestens 3 Jahre aber eventuell auch noch länger auf Reisen sein werde, erschien mir die Neuanschaffung eines Motorrades sinnvoll. Das relativiert sich doch während der Reise. Und in 5 Jahren oder so ist auch eine 1190er wieder ein Motorrad "vom alten Eisen". Elektronik kommt - Mechanik geht -> Je früher man sich daran gewöhnt, um so besser ist das wohl!

Schönen Gruß
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Ralf Kiefer
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Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von Ralf Kiefer »

WüstenLeo hat geschrieben: Das brauch ich natürlich nicht die 150PS.
Mir reichen auf Reise 50 - 60PS.
WüstenLeo hat geschrieben: Außerdem kann die Leistung auf 100Km/h reduziert werden.
... weswegen man die aufwendige und schwere Technik für 150PS durch die Welt fährt ;-)
WüstenLeo hat geschrieben: Das Drumherum ist bei KTM viel interessanter. Das fängt schon beim Bordwerkzeug an und endet beim Fahrwerk das so kein anderer Hersteller bietet.
Das weiß ich selbst mit etlichem Orange in der Garage :-) Nur würde ich selbst die LC8 950 niemals für eine Fernreise nehmen.
WüstenLeo hat geschrieben: Hab mir das lange überlegt und viel gerechnet. Ziel war ein möglichst kostengünstiges Bike zu haben. Also Verbrauch, Wartungskosten, Versicherung, Reifen usw. spielen da mit rein. Und ich konnt das auch fast nicht glauben, dass die 1190er da sehr gut da steht.
Beim ersten Elektronikdefekt wird's recht schnell ein wirtschaftlicher Totalschaden. Als Beispiel aus der BMW-Welt, weil Elektronik inkl. Software bei KTM noch nicht so alt sein kann: 8 Jahre alte 1200GS "verschleißt" ihre ABS-Steuerung. Kosten: rund 2kEUR für das Ersatzteil zzgl. etliche 100EUR Reparaturkosten, weil der Motor vom Rahmen getrennt werden muß zum Einbau. D.h. 8 Jahre alt, Schaden knapp 3KEUR, betriebwirtschaftlich betrachtet reif für die Tonne bei einem Neupreis von rund 13kEUR.
WüstenLeo hat geschrieben: Die kleine KTM hätte ich mit großem Tank etc aufrüsten können. Hät mich knapp 3000€ gekostet.
Geht auch preisgünstiger.
WüstenLeo hat geschrieben: Dann ist das aber immernoch ein kleines Bike.
65PS reichen nicht auf Fernreise? Als Beispiel Heidi und Bernd Kleine (die sind hier im Forum mittlerweile auch aktiv) haben mit ihren LC4 Adventure (50PS, Vergaser) auf 2 Reisen zweimal die Welt umrundet. Die Moppeds haben jeweils deutlich mehr als 200Mm vermutlich weil sie als einzige Elektronik nur die Zündboxen haben. Alles andere hätte nicht durchgehalten, IMHO.
WüstenLeo hat geschrieben: Alternativ hatte ich noch die F800GS von BMW auf dem Ticker.
Genausoviel Elektronik, zudem von BMW. Außerdem ein Mopped mit Ohne-Fahrwerk.
WüstenLeo hat geschrieben: Alte Motorräder ala African Twin und Co. locken mich einfach nicht.
Die halten aber bis auf die Elektronik: die Zündbox.
WüstenLeo hat geschrieben: Und insgesammt bin ich der Elektronik nicht so negativ eingestellt. (Liegt vielleicht daran das ich E-Ing bin).
Was nimmst Du denn als Werkzeuge mit, um die typischen Schäden eines software-abhängigen Moppeds bestimmen und reparieren zu können? Z.B. Anlasser dreht, Motor springt nicht an. Oder springt zwar an, läuft aber wie ein Sack Nüsse. Bei meinen Vergasermoppeds wüßte ich, wo ich die Suche beginne, aber bei Elektronik und Software ist man ohne zusätzlichen Werkzeugaufwand chancenlos. BTW manchmal entwickle ich Software, und die sehr hardware-nah. D.h. ich weiß genau, warum ich der Mechanik mehr vertraue.
WüstenLeo hat geschrieben: Mit der kleinen KTM hatte ich da nie Probleme und ich hab da auch schon ein paar abenteuerliche Touren durchgezogen.
Mich hat die LC4 Adventure (natürlich Vergasermopped) auch jedes Mal wieder nach Hause gebracht. Ich wüßte nicht, was man daran verbessern könnte.
WüstenLeo hat geschrieben: Und soweit das geht werd ich das auch selber schrauben.
Hast Du die Werkstatt-Software? Vermutlich nicht. Also ist das eher chancenlos.
WüstenLeo hat geschrieben: Spritverbrauch:
690 - Aus Erfahrung zwischen - 5-7 Liter
800er - wird geschrieben 4,5 - 6 Liter
1190er - wird geschriben 5,5 - 7,5 Liter
Meine Erfahrungswerte:
Affentwin RD07 (Vergasermopped): 5,5l/100km auf Reise
Affentwin RD07a (Vergasermopped): 4,9l/100km auf Reise
LC4 @v (Vergasermopped): zwischen 5,0l/100km auf Straße bis über 6l/100km bei Pistenbetrieb.
WüstenLeo hat geschrieben: Reifen:
Das hat mich wirklich lange beschäftigt. Grundsätzlich sind in Ländern wie Brailien die Reifen immer ein Problem.
Die Reifen für ein Mopped mit 150PS sind erheblich teurer als für 60PS. Außerdem brauchst Du breite Reifen, die deutlich schwieriger zu beschaffen sind. Mit einer 640- oder 690-LC4 fährst Du Enduro-Standardgröße 140er mit 18" hinten. BTW Joe Pichler hat sich für seine Ostafrikareise mit der 1190GS schmalere Felgen einspeichen lassen, damit er überhaupt Stoppelreifen bekommt, die wiederum bei 150PS und >100Nm nicht lange halten.
WüstenLeo hat geschrieben: Bei der 1190er gibt es das Problem, dass die Reifenhersteller erst noch in die Pushen kommen müssen. Ab Juni soll es aber vernünftige Schlauchlosreifen geben.
Schlauchlos und offroad? Viel Spaß. Der Standard schon vor Jahrzehnten von 2V-GS-Fahrern war trotz Schlauchlosfelge auf Fernreise einen Schlauch einzuziehen.

Außerdem würde ich mich nicht drauf verlassen, daß es für die 1190GS vernünftige Fernreisereifen geben wird. Die Nachfrage ist nicht da. Ich habe das schon ab 2003 bei den Reifen für die LC8 (950) beobachten dürfen.
WüstenLeo hat geschrieben: Die 1190er hat mich jetzt "nur" 2000€ mehr gekostet als die 800er BMW. Bietet aber fürs Mehr Geld auch Mehr Motorrad. Da muss echt nix mehr nachgerüstet werden. Alles hochwertige Komponenten.
Ein Vergleich mit einer BMW? Naja ...

BTW aus meiner Erfahrung sowie der z.B. meiner Reisepartner: mehrere Reisen mit Affentwins in der Größenordnung 12 - 15Mm bedeuteten Benzin einfüllen, ein bißchen Öl nachfüllen sowie die Kette schmieren. Mir ist einmal eine Zündbox kaputtgegangen (Elektronik!), aber erst zuhause getauscht. Und die AT hatte schon "damals" ein Kundendienstintervall von 12Mm mit billigstem Öl. Ein Liter Öl für die 1190GS kostet da soviel wie die gesamten 3l für die AT und ist in vielen Ländern gar nicht aufzutreiben. Die Bilanz einer mitfahrenden R100GS beschreibe ich dagegen hier nicht: Artikelgrößenlimit.
WüstenLeo hat geschrieben: Zum Super Gau! Der kann mit jedem Motorrad passieren.
Die Fehlerwahrscheinlichkeit steigt mit jedem zusätzlich notwendigen Bauteil. D.h. die Fehleranfälligkeit der Mechanik betrachte ich als gleichwertig, die der Elektronik und Software kommt hinzu. Die MTBF sinkt.
WüstenLeo hat geschrieben: Abgelegene Orte (Atacama z.B.) werden in der Gruppe angefahren.
Logisch, schon aus anderen Gründen als den technischen. Aber was machst Du dort "oben" z.B. an einem der "bunten Seen", wenn Du Dein Mopped nicht wieder fahrbereit bekommst, was mit Elektronik deutlich wahrscheinlicher ist als bei rein mechanischen Moppeds? Wo findest Du die nächste Werkstatt, die PC und KTM-Software hat, um die Befindlichkeiten auszulesen? AFAIK ist der nächste KTM-Schrauber in Santiago, also im Nachbarland und rund 2Mm entfernt.
WüstenLeo hat geschrieben: Elektronik kommt - Mechanik geht -> Je früher man sich daran gewöhnt, um so besser ist das wohl!
Laß Dir das auch mal von der 4*4-Fraktion erklären, warum die Defender derartig gepflegt werden :-)

Gruß, Ralf
Surfy
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Registriert: Mo 30. Mai 2011, 12:50

Re: Weltreise Startroute - Einfach oder Schwer

Beitrag von Surfy »

Ralf Kiefer hat geschrieben: Laß Dir das auch mal von der 4*4-Fraktion erklären, warum die Defender derartig gepflegt werden :-)
Wegen des Preises. Nicht wegen des Reisekomfort, oder der Zuverlässigkeit.

Sowohl des Basispreis als auch die Ausrüstungskosten sind massiv niedriger.

Aber back 2 topic: ich würde mir Afrika auch als "Schluss-Schmankerl" aufheben, mit richtig viel Zeit im Gepäck.

Surfy
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