so - endlich ist es bei mir soweit. Die Entscheidung ist gefallen und ich werde mich ab Oktober auf Weltreise begeben. Das ganze mit dem Motorrad. Über die letzten Jahre hab ich intensiv darauf gespart und mit knapp 40000€ sollte ich schon mal eine Zeit über die Runden kommen. 3 Jahre hab ich so im Hinterkopf.
Nun bin ich schon ziemlich in der Endphase meiner Vorbereitungen. Motorrad und Ausrüstung steht schon bereit. Job ist gekündigt. Versicherungen etc. ist auf das nötigste reduziert. usw. Ich werde noch mind. 3 Monate Zeit, da ohne Job, haben um mich 100%ig auf die Reisevorbereitungen zu konzentrieren.
Da ich nicht alles im Detail bis zum Ende plannen will, und auch nicht kann, versuche ich mich auf das Wichtigste zu beschränken. D.h. Visa, Länderbestimmungen, Sicherheit, Land und Leute. Wie im Detail die Route im Land dann aussieht werde ich jeweils wohl erst vor Ort entscheiden.
Nun gibt es für mich 2 mögliche Startmöglichkeiten.
1. Die Einfache:
Ich verschiffe das Motorrad nach Santiago in Chile, fliege selber hinterher und mach mir eine schöne Zeit in Südamerika. Es würde dann über Chile - Argentinien nach Bolivien (eigentlich nur wegen der Atacama) weiter über Brasilien (Amazonas) die Küste hoch bis nach Kolumbien fahren. Danach Mittelamerika und hoch bis Alaska.
Ich war vor 6 Jahren schon mal in Südamerika mit dem Rucksack unterwegs. Damals bin ich die Panamericana hoch getrampt. Südamerika ist wirklich verhältnismäßig einfach zu bereisen. Visas gibts an der Grenze, Kein Carnet, Günstig ist es und wenn man sich gut umhört sollte man eigentlich nicht auf Probleme stoßen. In Kolumbien konnte ich da so manche Erfahrung sammeln.
Für diese Tour hab ich eigentlich schon alles vorbereitet. Müsste nur noch das Frachtschiff und Flug buchen und ab gehts. Entsprechende Angebote hab ich schon eingefordert. Motorrad ist soweit fertig.
2. Die Schwere:
Das ist eigentlich die Route dir mir immer so vorgeschwebt hat. Etwas durch Nordafrika und dann Richtung Osten. (Die West - Ost Route durch die Sahel hab ich schon vor langem abgehackt - wegen den Sicherheitshinweisen). Irgendwie lässt mich das nicht in Ruhe und deswegen wollt ich mal in die Runde fragen ob das nun total aus der Welt ist oder ob es vielleicht geschicktere Routen gibt. Hier mal der Plan!
Deutschland - Italien - Tunesien - Lybien** - Ägypten - Sudan** - Äthiopien - Yemen ** - Oman - Iran - Pakistan** - Indien....
So - die Wüstenschiffer werden gleich sehen, dass hier schon ein paar schwer bis zur fast unmöglich zu bereisende Länder auf der Liste sind. Die mit Sternchen gekennzeichneten sehe ich als "gefährlich" und "kompliziert" an. Über diese hab ich mich hier und anderswo schon schlau gemacht und kann leider nicht viel ermutigendes lesen. Bei Lybien wirds wohl schon am Visa scheitern. Wobei ich aber gerade auch immer wieder lese das andere Motorradreisende im Land unterwegs sind.
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Den Mai über wollte ich mich noch intensiv mit den Möglichkeiten befassen und die Nordafrika Route noch nicht aufgeben. Ab Juni würde es dann Zeit werden um die Visas etc zu organisieren. Einen kleinen Vorteil hat die 2te Variante. Ich bin nicht an irgendwelche Frachttermine etc. gebunden.
Ich frag mich aber ob es die viele Mühe überhaupt wert ist. So richtig in die Wüste werd ich wohl nur schwer kommen. Was ich so lese ist vieles nur in Begleitung möglich und das ist eigentlich nicht die Art von Reisen die ich mir so vorstelle. Außerdem wird es finanziell weit mehr am Budget nagen. Deswegen die SA Variante. Frei zu Reisen ist dort sicherlich einfacher.
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Würde mich sehr über eure Einschätzung freuen. Afrika und die Wüste war immer in meinen Gedanken. Wenn ich eine Möglichkeit sehe werde ich das so auch umsetzen - und mich danach in SA ausruhen
Keine Scheu - wenn Ihr denkt, dass ich total einen an der Waffel habe schreibt mir das auch so. Für alternative Routentips bin ich dankbar. Wobei ich den Klassiker Tükei - Iran usw. nicht sehr interessant finde. Das gleiche gilt für alle Routen über Osteuropäische Staaten und Russland.
Wünsch euch was - Martin




